Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Warum ist es für Migranten wichtig, Inklusion praktisch zu leben im Kita-Alltag? Wie fördert eine inklusive Haltung die Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund? Wie lässt sich der Bildungsauftrag der Kitas mit einer inklusiven Pädagogik verwirklichen?
Besonders in den letzten Jahrzehnten ist ein Anstieg an Einwanderung in Deutschland zu vermerken. Der Anteil von unter Sechsjährigen mit Migrationshintergrund, an allen Kindern bundesweit, beläuft sich nach aktuellsten Ergebnissen auf 30,3 Prozent. Bildung ist für die Einwanderer ein hohes Gut, da sie den gesellschaftlichen Aufstieg und den sozialen Einstieg erleichtert. Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund wünschen sich für ihre Kinder den Schlüssel zum Erfolg durch Bildung. Bei diesem (Bildungs-)Erfolg sind allerdings deutliche Spannungen und Komplikationen zu vermerken, beispielsweise die Segregation. Da der Anteil der betroffenen Kinder mit Migrationshintergrund in der Frühpädagogik sehr hoch ist und die Bildung der Kinder in diesem Kontext zunehmend an Wichtigkeit gewinnt, ist es ein Anliegen, diese Variablen gegenüberzustellen und diese unter folgender Fragestellung zu analysieren: Inwiefern beeinflusst Inklusion in der Kita die Bildung der Kinder mit Migrationshintergrund?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung- Inklusion und Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund
2. Inklusion in der Frühpädagogik
2.1 Definition von Inklusion
2.2 Chancen und Hürden der Inklusion in der Frühpädagogik
2.3 Bildung und Inklusion
3. Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund
3.1 Bedeutung von Bildung für Migranten
3.2 Lebenslagen von migrierten Familien
3.3 Bildungspartnerschaft und Migration
4. Zusammenhangsanalyse – Einfluss von Inklusion in der Kita auf die Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund
5. Fazit- Inklusion im Mittelpunkt von Bildungspolitik und Bildungssystem
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der inklusiven Pädagogik in Kindertageseinrichtungen auf die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie durch eine wertschätzende und inklusive Arbeitsweise Bildungsbenachteiligungen abgebaut und Teilhabemöglichkeiten optimiert werden können.
- Grundlagen der Inklusion in der Frühpädagogik
- Herausforderungen und Bildungssituation von Kindern mit Migrationshintergrund
- Die Bedeutung der Bildungspartnerschaft zwischen Kita und Elternhaus
- Analyse der Wirkung inklusiver Ansätze auf Bildungsbiografien
- Anforderungen an eine inklusive Bildungspolitik
Auszug aus dem Buch
3.2 Lebenslagen von migrierten Familien
Folgende Beschreibung der Lebenslagen von migrierten Familien soll klarer herauszustellen, welche Wichtigkeit institutionelle Bildung für Kinder mit Migrationshintergrund hat. Denn einige Familien werden mit vielen Konflikten konfrontiert, welche den Fokus der Erziehungsberechtigten einfordern und dieser somit seltener auf dem „deutschen“ Verständnis von interfamiliärer Bildung liegen kann. „Je besser man die jeweiligen Lebenswelten von Menschen kennt, je mehr man sie in ihrem Alltag, ihrem Alltagshandeln und ihren Entscheidungsprozessen versteht, desto leichter fällt der Zugang, die Bereitschaft zur Kommunikation und zum gegenseitigen Lernen.“ (Fischer/ Springer 2011, S. 83)
Migranten bewegen sich ebenso wie die Einheimischen in gewissen heterogenen Milieus. Hier ist zu vermerken, dass insbesondere Migranten des unterschichtigen Milieus sich isoliert und ausgegrenzt fühlen. Dennoch besteht der Wunsch nach Bildung, welcher durch strukturelle Hürden, Informationsdefiziten und Fehleinschätzungen eingedämmt wird, was sich besonders auf Berufspositionen und Abschlüsse auswirkt (vgl. Fischer/ Springer 2011, S. 91). Dies sorgt für Frustration und auch dafür, dass sich der ökonomische Status der Familien selten verbessert. Dieser ökonomische Status gehört zu den sozialen und bildungsbiografischen Benachteiligungen, welche im Leben von Migranten auftauchen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung- Inklusion und Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der Inklusion ein und beleuchtet die steigende Bedeutung von Bildung für Kinder mit Migrationshintergrund vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.
2. Inklusion in der Frühpädagogik: Es werden der Inklusionsbegriff und dessen Ziele erläutert, wobei insbesondere die Chancen sowie institutionellen und strukturellen Hürden bei der praktischen Umsetzung im Elementarbereich diskutiert werden.
3. Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Bildungssituation von Migrantenkindern, die prekären Lebenslagen vieler betroffener Familien und die Notwendigkeit einer gelingenden Bildungspartnerschaft.
4. Zusammenhangsanalyse – Einfluss von Inklusion in der Kita auf die Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse verknüpft, um zu zeigen, wie inklusive Pädagogik aktiv dazu beitragen kann, Hürden in Bildungsprozessen abzubauen und Benachteiligungen zu kompensieren.
5. Fazit- Inklusion im Mittelpunkt von Bildungspolitik und Bildungssystem: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine einheitliche bildungspolitische Vision, um Inklusion dauerhaft und qualitativ hochwertig im Bildungssystem zu etablieren.
Schlüsselwörter
Inklusion, Frühpädagogik, Migrationshintergrund, Bildungsgerechtigkeit, Bildungspartnerschaft, soziale Teilhabe, Heterogenität, Exklusion, Diversität, Identitätsentwicklung, Bildungsbiografie, Interkulturelle Pädagogik, Chancengleichheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle der Inklusionspädagogik in Kindertageseinrichtungen und deren Auswirkungen auf die Bildungsprozesse von Kindern aus Migrantenfamilien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Inklusion als pädagogisches Konzept, die Lebenswelt und die Herausforderungen von Migrantenfamilien sowie die Gestaltung lernförderlicher Bildungs- und Erziehungspartnerschaften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, inwiefern inklusive Konzepte in der Kita dazu beitragen können, bildungsbezogene Benachteiligungen von Kindern mit Migrationshintergrund auszugleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die den aktuellen Diskurs zur Inklusionspädagogik mit soziologischen Erkenntnissen zur Situation von Migranten verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe Inklusion und Bildung definiert, dann die Lebenswelten von Migranten beleuchtet und schließlich die Schnittstellen analysiert, an denen Inklusion die Bildungschancen der Kinder konkret verbessern kann.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Migration und Bildungspartnerschaft aus.
Welche Rolle spielen Sprachbarrieren in der Argumentation des Autors?
Sprachbarrieren werden als eine wesentliche Hürde identifiziert, die soziale Exklusion innerhalb der Kita begünstigen kann, weshalb eine inklusive Pädagogik hier aktiv gegensteuern müsse.
Welche bildungspolitische Forderung stellt die Arbeit im Fazit?
Die Arbeit fordert eine gemeinsame, verbindliche Vision der Inklusion für alle Bildungsstätten sowie staatliche Förderung für den Kompetenzaufbau der Fachkräfte, um Qualität und inklusive Standards zu sichern.
- Citation du texte
- Maxine Wolff (Auteur), 2020, Einfluss der Inklusion auf die Bildung von Migranten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383286