Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Allgemein

Sollte es eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona geben? Eine kritische Betrachtung

Titel: Sollte es eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona geben? Eine kritische Betrachtung

Hausarbeit , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fabrice Piche (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit begutachtet die Frage, ob es in Deutschland eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona geben sollte, aus einer utilitaristischen sowie präferenzutilitaristischen Sichtweise. Wenig beschäftigt unsere Gesellschaft in dieser Zeit mehr als die, zum Zeitpunkt dieser Hausarbeit immer noch grassierende, Corona-Pandemie und all ihre Folgen, Probleme und Dilemmata. Eng
hiermit verbunden ist die Frage des Impfens. Auch wenn das Problem der gerechten Impfstoffverteilung eine ethisch und moralisch interessante Fragestellungen in sich birgt, soll sich diese Hausarbeit der größeren Frage nach einer allgemeinen Impfpflicht widmen.

Hierfür wird zunächst die aktuelle Situation in Deutschland skizziert, um dann kurz auf die allgemeine Problematik dieses Dilemmas einzugehen. Anschließend wird der klassische Utilitarismus nach Jeremy Bentham erläutert, um dann zu versuchen, die Frage nach einer Impfpflicht anhand dieses Prinzips zu erläutern beziehungsweise zu klären. Danach soll sich einer moderneren Form des Utilitarismus gewidmet werden - dem Präferenzutilitarismus nach Peter Singer. Auch hier werden die Prinzipien dieser Form des Utilitarismus erklärt, sodass danach das Dilemma der Impfpflicht präferenzutilitaristisch betrachtet werden kann. Abschließend wird ein Fazit über die gewonnen Erkenntnisse gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Situation in Deutschland

3. Allgemeine Problematik

4. Utilitarismus

4.1 Impfpflicht - utilitaristische Betrachtung

5. Präferenzutilitarismus

5.1 Impfpflicht - präferenzutilitaristische Betrachtung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit einer allgemeinen Impfpflicht gegen Corona mithilfe utilitaristischer Moraltheorien, um eine Entscheidungshilfe für dieses gesellschaftliche Dilemma zu bieten.

  • Konflikt zwischen individueller körperlicher Unversehrtheit und gesundheitlichem Schutz der Gemeinschaft
  • Klassischer Utilitarismus nach Jeremy Bentham als moralischer Bewertungsrahmen
  • Präferenzutilitarismus nach Peter Singer als alternative ethische Perspektive
  • Analyse der Impfpflicht unter Einbeziehung verschiedener Betroffenengruppen
  • Ethische Abwägung und Einordnung der Impfpflicht als Handlungsoption

Auszug aus dem Buch

4. Utilitarismus

Der Utilitarismus ist eine teleologische Moraltheorie und steht daher im Gegensatz zum deontologischen Ansatz. Nach einer konsequentialistischen Moraltheorie ist eine Handlung dann gut, wenn auch ihre Folgen gut sind. Die Ursachen und Beweggründe für die Handlung spielen dabei keine Rolle.

Die Grundlage des Utilitarismus, so wie er heute verstanden wird, geht auf Jeremy Benthams Buch An Introduction to the Principles of Morals and Legislation zurück. Bentham nimmt hier an, dass die Handlungen des Menschen von Natur aus durch Leid und Freude bestimmt werden: „Nature has placed mankind under the governance of two sovereign masters, pain and pleasure“ (Bentham, 1781, S.14). Laut Bentham (1781) sind es diese beiden Prinzipien, die bestimmen, was der Mensch macht, sagt und wie er handelt. Jeder Mensch strebt ergo danach, Glück zu vermehren beziehungsweise Schmerz zu verringern. Nach utilitaristischem Prinzip muss auch eine jede Handlung an diesem Prinzip gemeßen werden. Möchte man nun den Wert einer Handlung herausfinden, so fängt man bei der Person an, deren Interesse am unmittelbarsten von der Handlung betroffen ist. Nun muss man das durch die Handlung entstehende Leid oder die entstehende Freude anhand von sieben Umständen messen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Relevanz der Corona-Pandemie und identifiziert das Dilemma der Impfpflicht als zentrales Forschungsthema, welches utilitaristisch untersucht werden soll.

2. Situation in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt den Status quo der Impfvorgaben in Deutschland, insbesondere am Beispiel der Masernimpfpflicht und der Haltung des Deutschen Ethikrates.

3. Allgemeine Problematik: Es wird der grundlegende ethische Konflikt zwischen dem Recht des Einzelnen auf körperliche Unversehrtheit und dem Schutz der Gemeinschaft beleuchtet.

4. Utilitarismus: Dieses Kapitel führt in die teleologische Theorie des klassischen Utilitarismus nach Jeremy Bentham ein und erläutert dessen Prinzipien zur Bewertung von Handlungen.

4.1 Impfpflicht - utilitaristische Betrachtung: Hier wird das klassische utilitaristische Kalkül auf die Corona-Impfpflicht angewandt, indem die Nutzen und Leiden für verschiedene Personengruppen gegeneinander abgewogen werden.

5. Präferenzutilitarismus: Dieser Abschnitt stellt die modernere Variante des Utilitarismus nach Peter Singer vor, die sich auf das Prinzip der Gleichheit und die Erfüllung von universellen Präferenzen konzentriert.

5.1 Impfpflicht - präferenzutilitaristische Betrachtung: Diese Analyse wendet Singers Theorie an und kommt zu dem Schluss, dass die Impfpflicht eine moralisch richtige Handlung darstellt, da sie keine universellen Präferenzen vernachlässigt.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass utilitaristische Ansätze zwar eine Entscheidungshilfe bieten, die Frage nach einer Impfpflicht jedoch komplex bleibt und einen gesellschaftlichen Konsens erfordert.

Schlüsselwörter

Allgemeine Impfpflicht, Corona-Pandemie, Utilitarismus, Präferenzutilitarismus, Jeremy Bentham, Peter Singer, Ethik, Körperliche Unversehrtheit, Gemeinschaftsschutz, Herdenimmunität, Moraltheorie, Handlungsbewertung, Präferenzen, Solidarität, Pandemiebekämpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethische Berechtigung einer allgemeinen Impfpflicht gegen Corona auf Basis utilitaristischer Moraltheorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen individuellem Recht und kollektiver Gesundheit sowie die Anwendung ethischer Entscheidungstheorien auf aktuelle gesundheitspolitische Maßnahmen.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob aus Sicht des klassischen Utilitarismus und des Präferenzutilitarismus eine allgemeine Impfpflicht als moralisch geboten oder vertretbar angesehen werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine ethische Analyse (normative Ethik) mittels Gedankenexperimenten und Anwendung theoretischer Moralmodelle auf ein aktuelles gesellschaftliches Dilemma.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der klassische Utilitarismus nach Bentham und der Präferenzutilitarismus nach Singer theoretisch hergeleitet und anschließend direkt auf die spezifische Fragestellung der Corona-Impfpflicht angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Impfpflicht, Utilitarismus, Präferenzutilitarismus, körperliche Unversehrtheit und Herdenimmunität.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Person A, B und C eine wichtige Rolle im Text?

Diese Unterscheidung hilft, die abstrakten utilitaristischen Kalküle greifbar zu machen, indem verschiedene Betroffenengruppen (Impfkritiker, Impfwillige und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können) individuell betrachtet werden.

Welche Rolle spielt der Übergang vom klassischen Utilitarismus zum Präferenzutilitarismus?

Der Übergang ermöglicht eine Vereinfachung der ethischen Bewertung, da subjektive, schwer messbare Gefühlszustände durch universellere Präferenzen ersetzt werden, was die Argumentationsgrundlage für eine Impfpflicht stärkt.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sollte es eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona geben? Eine kritische Betrachtung
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Gerechtigkeit in der Demokratie
Note
1,0
Autor
Fabrice Piche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1383298
ISBN (PDF)
9783346931184
ISBN (Buch)
9783346931191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corona Impfen Utilitarismus Präferenzutilitarismus Philosophie Ethik Gerechtigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabrice Piche (Autor:in), 2021, Sollte es eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona geben? Eine kritische Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383298
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  12  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum