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Lebensraumgestaltung in einer Gruppe von Menschen mit Behinderung im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment

Title: Lebensraumgestaltung in einer Gruppe von Menschen mit Behinderung im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment

Pre-University Paper , 2008 , 47 Pages , Grade: 1

Autor:in: Katharina Kälble (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Selbstbestimmtes Leben in Wohnheimen für Menschen mit geistiger Behinderung wird leider häufig unterschätzt, bzw. den Menschen mangels Zutrauen nicht zugestanden. Diese Arbeit beschreibt, was man mit ein bißchen Vertrauen erreichen kann und wie die Menschen aufblühen, wenn man ihnen Selbstbestimmung zugesteht. Desweiteren sind Bedeutung und Entstehung der begriffe Empowerment, Normalisierung und Selbstbestimmung ausführlich erklärt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Definition der geistigen Behinderung

3 Fundamentale Prinzipien in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung

3.1 Selbstbestimmung

3.1.1 Begriffbestimmung

3.1.2 Umsetzung von selbstbestimmtem Leben in Wohngruppen von geistig behinderten Menschen

3.1.3 Grenzen von Selbstbestimmung

3.1.3.1 Institutionelle Hindernisse

3.1.3.2 Gewohnheiten und Einstellungen von Bezugspersonen

3.1.3.3 Personalreduzierung

3.1.3.4 Die soziale Kategorie von Selbstbestimmung

3.1.4 Formen der Mitwirkung nach Bliss

3.2 Das Normalisierungsprinzip

3.2.1 Bereiche

3.2.2 Praktische Umsetzung des Normalisierungsprinzips

3.3 Empowerment

3.3.1 Begriffserklärung

3.3.2 Ebenen

4 Projekt: Gemeinsame Lebensraumgestaltung

4.1 Teilnehmer

4.1.1 Frau Heidi G.

4.1.2 Herr Klaus S.

4.1.3 Herr Gottfried E.

4.1.4 Herr Herbert B.

4.1.5 Frau Corinna B.

4.1.6 Frau Erna P.

4.1.7 Herr Thomas K.

4.1.8 Frau Barbara K.

4.1.9 Frau Waltraud H.

4.2 Vorstellung der Projektidee

4.3 Projektziele

4.3.1 Auswirkung von Selbstbestimmung auf die Projektziele

4.4 Projektphasen

4.4.1 Phase 1: Gruppenraum streichen

4.4.2 Phase 2: Einkauf von Dekorationsartikeln

4.4.3 Phase 3: Verschiedene Dekorationsarbeiten

4.5 Projektreflexion

4.5.1 Sozialverhalten

4.5.2 Kognition

4.5.3 Motivation / Lern – und Arbeitsverhalten

5 Lebensraumgestaltung auf einer Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment

5.1 Abgleich von Theorie und Praxis

5.1.1 Selbstbestimmung

5.1.1.1 Überwundene Grenzen

5.1.1.2 Umsetzung des Stufenmodells nach Bliss im Projekt

5.1.2 Normalisierung

5.1.3 Empowerment

6 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit geistiger Behinderung durch aktive Teilhabe an der Gestaltung ihres Lebensraums in ihrer Selbstbestimmung, Normalisierung und durch Empowerment gestärkt werden können. Das zentrale Ziel ist es, den Bewohnern ein höheres Maß an Autonomie und Mitwirkung im Alltag zu ermöglichen.

  • Prinzipien der Behindertenarbeit: Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment.
  • Praktische Umsetzung eines partizipativen Projekts in einem Wohnheim.
  • Anwendung des Stufenmodells nach Bliss zur Förderung der Selbstbestimmung.
  • Auswirkungen der Projektarbeit auf Sozialverhalten, Kognition und Motivation der Bewohner.

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Phase 1: Gruppenraum streichen

Bereits vor Beginn des Projekts, habe ich Barbara K. aufgefordert vom Hausmeister eine Farbpalette zu besorgen. Die Bewohner und ich besprachen dann gemeinsam, welche Farbe in Frage kommt. Da die Bewohner sich alle einen warmen Gruppenraum wünschten, entschieden wir uns für zwei verschiedene Gelbtöne.

Den Termin für das Streichen legten wir auf die ersten beiden Tage der Urlaubsgruppe, da in dieser Woche alle Bewohner (außer Gottfried) anwesend waren und es keinen Zeitdruck gab. Nach dem Frühstück begannen wir gemeinsam alles abzukleben und den Boden abzudecken. Die Bewohner waren alle sehr aufgeregt und konnten es kaum abwarten, da sie zum ersten Mal in ihrem Leben streichen durften. Als wir die Farbeimer öffneten bemerkten wir, dass der eine Farbton nicht gelb war, sondern rosa. Ich fragte die Bewohner was wir tun sollten und stellte klar, dass es sich um ihr zu Hause handelt und folglich auch sie entscheiden müssen wie dieses gestaltet werden soll. Allen gefiel die Farbe, also begannen wir mit dem Streichen. Die Bewohner sind von ihren Kompetenzbereichen her ziemlich verschieden.

Am Anfang zeigte ich jedem Einzeln, wie sie die Walze in die Farbe tauchen, abstreifen müssen und dann die Farbe auf der Wand auftragen müssen. Zunächst hielt ich mich immer in der Nähe der Bewohner auf um eventuell Hilfestellung leisten zu können, was aber bei den Meisten nach kurzer Zeit kaum mehr notwendig war. Die Bewohner wurden zusehends sicherer in der Arbeit und entwickelten richtig Spaß daran. Selbst die Bewohner die meist sehr unsicher sind, machten ihre Arbeit sehr selbstständig. Am zweiten Tag bezog ich die Rollstuhlfahrer mit ein. Ihnen gab ich die Walze mit einer Teleskopstange, was ebenfalls sehr gut klappte. Sie brauchten dann lediglich Hilfe beim Eintauchen der Walze. Während der Streicharbeiten blühten die Bewohner richtig auf. Sie betonten immer wieder wie viel Spaß sie daran haben und wie gut sie es können, obwohl sie zum ersten Mal in ihrem Leben streichen. Ich konnte richtig zusehen wie das Selbstwertgefühl stieg und wie stolz die Bewohner waren, selbst aktiv zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Motivation für das Projekt zur Umgestaltung eines Gruppenraums gemeinsam mit Bewohnern einer Lebenshilfe-Einrichtung.

2 Definition der geistigen Behinderung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der geistigen Behinderung anhand medizinischer Klassifikationen sowie unter Berücksichtigung der individuellen Teilhabe.

3 Fundamentale Prinzipien in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung: Die grundlegenden Konzepte Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment werden theoretisch fundiert und in ihrer Bedeutung für die Arbeit in Wohngruppen dargestellt.

4 Projekt: Gemeinsame Lebensraumgestaltung: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Teilnehmer, die Planung, die verschiedenen Projektphasen sowie die Reflexion der erzielten Ergebnisse.

5 Lebensraumgestaltung auf einer Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment: Die Autorin zieht einen direkten Vergleich zwischen den theoretischen Konzepten und den praktischen Erfahrungen des Projekts.

6 Schluss: Das Fazit fasst die Bedeutung von Selbstbestimmung und Normalisierung als elementare Prinzipien der pädagogischen Betreuung zusammen.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmung, Normalisierung, Empowerment, Lebensraumgestaltung, Behindertenhilfe, geistige Behinderung, Mitwirkung, Teilhabe, Projektarbeit, Sozialverhalten, Bewohner, Wohnheim, Autonomie, Inklusion, pädagogische Betreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Projekt der gemeinsamen Umgestaltung eines Gruppenraums in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung, um dabei die Konzepte von Selbstbestimmung und Normalisierung praktisch zu erproben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Selbstbestimmung als Menschenrecht, das Normalisierungsprinzip nach Bank-Mikkelsen und Nirje sowie das Empowerment-Konzept als Strategie zur professionellen Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bewohner zu befähigen, aktiv und selbstbestimmt an der Gestaltung ihres eigenen Lebensumfeldes mitzuwirken und dadurch ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird ein praxisorientierter Ansatz gewählt, bei dem die Autorin durch die praktische Umsetzung des Umgestaltungsprojekts Erfahrungen sammelt und diese anschließend durch einen Abgleich von Theorie und Praxis reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Fachbegriffe, eine detaillierte Vorstellung der Bewohner, die chronologische Darstellung der Projektphasen (Streichen, Einkauf, Dekoration) sowie deren pädagogische Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Selbstbestimmung, Normalisierung, Empowerment, Partizipation und die praktische Lebensraumgestaltung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Wie wird das Stufenmodell nach Bliss im Projekt eingesetzt?

Das Stufenmodell dient als Orientierungshilfe, um die Bewohner stufenweise von der bloßen Information über Konsultation und Beteiligung bis hin zur vollen Mitverantwortung und Partnerschaft bei den Entscheidungen im Projekt zu führen.

Wie wurde mit Widerständen oder Dominanzverhalten im Projekt umgegangen?

Durch gezielte Methoden, wie z.B. Einzelgespräche und Vorlagen von Katalogen, stellte die Autorin sicher, dass auch zurückhaltendere Bewohner ihre Meinung äußern konnten, ohne von dominanten Gruppenmitgliedern eingeschränkt zu werden.

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Details

Title
Lebensraumgestaltung in einer Gruppe von Menschen mit Behinderung im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment
College
Fachschule für Heilerziehungspflege Dürrlauingen
Grade
1
Author
Katharina Kälble (Author)
Publication Year
2008
Pages
47
Catalog Number
V138365
ISBN (eBook)
9783640466269
ISBN (Book)
9783640466177
Language
German
Tags
Lebensraumgestaltung Gruppe Menschen Behinderung Spannungsfeld Selbstbestimmung Normalisierung Empowerment
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Kälble (Author), 2008, Lebensraumgestaltung in einer Gruppe von Menschen mit Behinderung im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Normalisierung und Empowerment, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138365
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