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Der Einsatz eines handlungsorientierten Lernspiels zur Ergebnissicherung im Fach Bankbetriebslehre

Title: Der Einsatz eines handlungsorientierten Lernspiels zur Ergebnissicherung im Fach Bankbetriebslehre

Examination Thesis , 2009 , 48 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Philipp Thiel (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschreibt den Versuch, im Rahmen des Unterrichts im Fach Bankbetriebslehre fachwissenschaftliche Inhalte in ein Spiel zu integrieren. Dies soll der Ergebnissicherung im Fach Bankbetriebslehre dienen, also der Wiederholung und Sicherung von Unterrichtsinhalten. Hierbei werden zwei Begriffe verknüpft, die auf den ersten Blick nicht miteinander vereinbar zu sein scheinen: lernen und spielen. Dem Lernen wird eine Ernsthaftigkeit zugeschrieben, die aber im Spiel unterzugehen droht und der gesamte Prozess könnte schließlich in eine bloße „Spielerei“ ausufern. Ein Spiel kann aber sehr wohl den Ernst (auch den des Lernens) in sich einschließen. Aufgrund der Tatsache, dass am Berufskolleg Siegburg die Ausbildung zum Bankkaufmann/ zur Bankkauffrau in der Regel verkürzt innerhalb von zweieinhalb Jahren mit fünf Berufschulblöcken angeboten wird, bleibt wenig Zeit, Wiederholungsphasen einzubauen. Hier bieten sich durch den gezielten Einsatz eines Lernspiels Möglichkeiten, Wiederholungsprozesse, die sonst trocken und wenig lustbetont laufen, effektiver und lebendiger zu gestalten.

Ein Bildungsauftrag des Berufskollegs stellt die Handlungskompetenz dar, beschrieben als „Bereitschaft und Fähigkeit des Einzelnen, in gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Situationen sachgerecht und individual- wie sozialverantwortlich zu handeln“. Darunter fallen sowohl die Fach- und Sozialkompetenz, als auch die Methodenkompetenz, die dem Auszubildenden helfen soll, sich auf dem europäischen Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Hier sollen die Auszubildenden mit der von ihnen geforderten beruflichen Flexibilität und Mobilität umzugehen lernen. Angehende Arbeitnehmer werden sich in der Zukunft ständig mit weiterentwickelnden Aufgaben auseinandersetzen müssen, und diese sollen sie dann auch bewältigen können. Dies stellt sowohl Auszubildende vor enorme Herausforderungen, als auch Ausbilder und Lehrer. Somit sollen während der Ausbildung die Schüler handlungsorientiert unterrichtet werden, damit sie lernen, selbstständig zu arbeiten, z.B. anhand von konkreten Lernsituationen. Dies wurde schon von der Kultusministerkonferenz im Jahr 1996 mit den „Handreichungen für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule“ für die Berufsschulen als curriculares Prinzip eingeführt. Dadurch wird in der Berufsschule eine ausbildungsbegleitende, an realen Kundenproblemen und –wünschen orientierte Lernweise gefördert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Betrachtung

1.1 Zielsetzung der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Handlungsorientierter Unterricht

2.2 Spielbegriff

2.2.1 Merkmale eines Spiels

2.2.2 Beziehung zwischen „Spielen“ und „Lernen“

2.2.3 Spielpädagogik

2.2.4 Der Versuch einer eigenen Definition von ‚Spiel’

2.3 Ergebnissicherung

2.4 Die Lehrerfunktionen

3. Das Spiel „Die fünf Wissenstempel der Bankkaufleute“

4. Anforderungen an ein handlungsorientiertes Lernspiel

4.1 Vermittlung und Förderung von Handlungskompetenz

4.1.1 Fachkompetenz

4.1.2 Sozialkompetenz

4.1.3 Methodenkompetenz

4.2 Reflexion über den Einsatz des Lernspiels

4.2.1 Die Spielgruppe

4.2.2 Überprüfung der Lernspielanforderungen

4.2.3 Der Einsatz des Spiels im Unterricht

4.2.4 Ablauf der Stunde

4.2.5 Eindeutigkeit der Vorgaben

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz eines selbst entwickelten, handlungsorientierten Lernspiels im Fach Bankbetriebslehre an einem Berufskolleg, um Unterrichtsinhalte effektiv zu wiederholen und zu sichern. Ziel ist es, die fachliche Ergebnissicherung motivierender zu gestalten und gleichzeitig die Handlungskompetenz der Auszubildenden zu fördern.

  • Integration fachwissenschaftlicher Inhalte in ein spielerisches Lernkonzept
  • Stärkung der Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz
  • Motivation der Schüler durch Wettbewerb und Interaktion
  • Reflexion des Spiels als Methode zur Ergebnissicherung in der Berufsschule
  • Übertragbarkeit des Konzepts auf andere Fächer und Bildungsgänge

Auszug aus dem Buch

Die Lehrerfunktionen

„Seine Tätigkeit setzt neben der Beherrschung des Lehrstoffs pädagogische Fähigkeiten voraus.“ Diese pauschale Beschreibung der von der Lehrkraft vorzuweisenden Kenntnisse und Fähigkeiten greift auf die verschiedenen Aufgaben zurück, denen ein Lehrer sich gegenübersieht und die er zu bewältigen hat. Erstmals wurden die Lehrerfunktionen im Jahr 1970 vom Deutschen Bildungsrat wie folgt zusammengetragen: Lehren, Erziehen, Beurteilen, Beraten und Innovieren. Und ähnlich haben sie auch heute noch Geltung: Im Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder aus dem Jahr 2004 sind sie als „unterrichten, erziehen, diagnostizieren und fördern, beraten, Leistung messen und beurteilen, organisieren und verwalten, evaluieren, innovieren und kooperieren“ als Rahmenvorgabe für die Lehrerausbildung definiert. Aus diesem Kanon der Aufgaben und Funktionen eines Lehrers möchte ich die des Unterrichtens, Erziehens, des Innovierens und des Evaluierens für die Unterrichtsgestaltung mit Hilfe des von mir entwickelten Lernspiels herausstellen.

Unterrichten bedeutet „grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Methoden adressatenorientiert (zu) vermitteln“ und umfasst neben der tatsächlichen Umsetzung auch die vorgelagerten Planungsüberlegungen und Entscheidungen zur Unterrichtsplanung und –durchführung. Diese Planungsüberlegungen und Entscheidungen werden hauptsächlich jetzt in der Entwicklung des Lernspiels geschehen, müssen aber in der jeweiligen Klasse verfeinert und eventuell angepasst werden, um der Zielgruppe gerecht zu werden. Ein Lernspiel stellt eine Art von Unterrichtsform und –methode dar, die fachlich, didaktisch und pädagogisch-psychologisch begründet sein muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Betrachtung: Der Autor erläutert die Motivation für das Projekt, insbesondere die Notwendigkeit, Wiederholungsphasen in verkürzten Bankausbildungen attraktiver zu gestalten.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft die Konzepte des handlungsorientierten Unterrichts mit spielpädagogischen Theorien und klärt die Rolle der Ergebnissicherung sowie spezifische Lehrerfunktionen.

3. Das Spiel „Die fünf Wissenstempel der Bankkaufleute“: Es wird das konkrete Spielkonzept vorgestellt, das sich an „Trivial Pursuit“ orientiert und fachliche Inhalte für das Fach Bankbetriebslehre aufbereitet.

4. Anforderungen an ein handlungsorientiertes Lernspiel: Hier analysiert der Autor die Vermittlung von Kompetenzen und reflektiert den praktischen Unterrichtseinsatz sowie die Spielregeln und deren Eindeutigkeit.

5. Schlussbetrachtung: Der Autor zieht ein Fazit über den erfolgreichen Einsatz des Spiels, identifiziert Verbesserungsmöglichkeiten und diskutiert die Übertragbarkeit auf andere Fachbereiche.

Schlüsselwörter

Bankbetriebslehre, Berufskolleg, Handlungsorientierung, Lernspiel, Ergebnissicherung, Spielpädagogik, Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Lehrerfunktionen, Motivation, Unterrichtsentwicklung, Wiederholung, Bankausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert den Versuch, durch ein selbst entwickeltes, handlungsorientiertes Lernspiel den Unterricht im Fach Bankbetriebslehre lebendiger zu gestalten und eine effektive Ergebnissicherung zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt handlungsorientierten Unterricht, Spieltheorie und Spielpädagogik, die Vermittlung von Kompetenzen im Berufsunterricht sowie die konkrete Anwendung eines Lernspiels in der Klasse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch ein Lernspiel die Möglichkeit zu geben, Unterrichtsinhalte motivierend zu wiederholen, Wissenslücken zu schließen und sich auf Prüfungen vorzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Theorie und der reflexiven Praxisanalyse des Autors, ergänzt durch Schülerevaluationen des eingesetzten Lernspiels.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Handlungstheorie, Spielbegriff, Lehrerfunktionen) dargelegt, gefolgt von der Vorstellung des Spiels, der Analyse der Kompetenzanforderungen und einer Reflexion des tatsächlichen Unterrichtseinsatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Bankbetriebslehre, Handlungsorientierung, Lernspiel, Ergebnissicherung, Kompetenzförderung und Berufsausbildung.

Wie ist das Spiel „Die fünf Wissenstempel der Bankkaufleute“ aufgebaut?

Es handelt sich um ein Brettspiel, das optisch und in den Regeln an „Trivial Pursuit“ angelehnt ist. Die Schüler treten in Gruppen an, um durch die korrekte Beantwortung von Fragen aus verschiedenen Lernfeldern „Fähnchen“ für ihr Spielbrett zu sammeln.

Warum wurde das Spiel in einer Bankfachklasse eingeführt?

Da die Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau am Berufskolleg Siegburg verkürzt ist, mangelt es an Zeit für Wiederholungsphasen. Das Spiel soll diese Phase effektiver und lustbetonter gestalten.

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Details

Title
Der Einsatz eines handlungsorientierten Lernspiels zur Ergebnissicherung im Fach Bankbetriebslehre
College
Studienseminar Leverkusen
Grade
2,3
Author
Philipp Thiel (Author)
Publication Year
2009
Pages
48
Catalog Number
V138435
ISBN (eBook)
9783640465316
ISBN (Book)
9783640462391
Language
German
Tags
Einsatz Lernspiels Ergebnissicherung Fach Bankbetriebslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Thiel (Author), 2009, Der Einsatz eines handlungsorientierten Lernspiels zur Ergebnissicherung im Fach Bankbetriebslehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138435
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