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Schadstoffdeposition in Schleswig-Holstein

Título: Schadstoffdeposition in Schleswig-Holstein

Trabajo Escrito , 2002 , 19 Páginas

Autor:in: Thomas Reith (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía regional
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Zum Begriff Schadstoff

Schadstoffe sind „in der Umwelt vorhandene Stoffe, die in der vorkommenden Konzentration für Biota oder Ökosysteme schädlich sind“ (Leser 1998, S. 737). Dabei unterscheidet man zwischen natürlichen (biogenen) und künstlichen (anthropogen eingebrachten) Schadstoffen.
Zu den natürlichen Schadstoffen zählen unter anderem Mykotoxine, also Pilz-Giftstoffe. Die folgenden Ausführungen sollen sich jedoch mit den künstlichen Schadstoffen beschäftigen, welche sich wiederum unterteilen lassen in organische (z.B. PCB oder DDT) und
anorganische (z.B. Schwermetalle oder Stickoxide). Der Schadstoffeintrag kann aerisch oder hygrisch erfolgen. Als Emittenten wirken neben der Atmosphäre selbst vor allem der
Kraftfahrzeugsverkehr, Verbrennungsstellen, Industrie etc.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Zum Begriff Schadstoff

2 Luftschadstoffmessung in Schleswig-Holstein

2.1 Ozon

2.1.1 Allgemeines

2.1.2 Messwerte und Verteilung in Schleswig-Holstein

2.1.3 Beurteilung

2.2 Stickoxide

2.2.1 Allgemeines

2.2.2 Messwerte und Verteilung in Schleswig-Holstein

2.2.3 Beurteilung

2.3 Schwefel

2.3.1 Allgemeines

2.3.2 Messwerte und Verteilung in Schleswig-Holstein

2.3.3 Beurteilung

3 Schadstoffe im Wattenmeer

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Schadstoffdeposition in Schleswig-Holstein, analysiert die lufthygienische Situation anhand spezifischer Messwerte für verschiedene Schadstoffe und betrachtet deren Auswirkungen sowie Transportwege in der Region.

  • Grundlagen zur Definition und Einteilung von Schadstoffen.
  • Methodik und Organisation der Luftschadstoffüberwachung in Schleswig-Holstein.
  • Detaillierte Analyse der Belastung durch Ozon, Stickoxide und Schwefel.
  • Bedeutung von Ferntransport und meteorologischen Einflüssen auf die Luftqualität.
  • Schadstoffakkumulation und Belastungssituation im Wattenmeer.

Auszug aus dem Buch

2.1 Ozon

2.1.1 Allgemeines

Ozon ist eine Form des Sauerstoffes, die aus drei Sauerstoffatomen besteht (O3). Es entsteht bei der Reaktion von molekularem mit atomarem Sauerstoff. Da Ozon chemisch sehr reaktiv ist, greift es viele andere Stoffe an und kann daher Menschen, Pflanzen und Materialien schädigen. Zudem handelt es sich um ein Treibhausgas, welches zur Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt. Der größte Teil – mehr als 90 % - dieses Gases befindet sich in den Luftschichten oberhalb von zehn Kilometern, also der Stratosphäre. Dort erfüllt das Ozon seine lebenswichtige Funktion als Filter der schädlichen ultravioletten Strahlung. Abgebaut wird das Ozon hier durch Chlor und Brom aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), Halonen und anderen halogenhaltigen Stoffen, die meist anthropogenen Ursprungs sind.

In den unteren Luftschichten bis zehn Kilometern Höhe, also der Troposphäre, gibt es einen Sockelanteil natürlich vorhandenen Ozons. Zusätzliches Ozon bildet sich hier durch komplexe photochemische Reaktionen von Luftverunreinigungen – vor allem von flüchtigen organischen Verbindungen, sog. VOCs (engl. volatile organic compounds), und Stickstoffoxiden (NOX), aber auch Kohlenmonoxid (CO) und Methan (CH4) – und Sauerstoff bei intensiver Sonneneinstrahlung. Die genannten Luftverunreinigungen entstammen zumeist menschlichen Tätigkeiten. Ozon wird also nicht direkt emittiert und daher als sekundärer Schadstoff bezeichnet.

Zwischen dem stratosphärischen und dem bodennahen Ozon findet nur ein eingeschränkter Austausch statt. Zum einen, da dieser Austausch zwischen den entsprechenden Luftschichten nur sehr langsam erfolgt, zum anderen, da die Lebensdauer von Ozon in der unteren Atmosphäre relativ kurz ist und somit nach Sonnenuntergang, wenn keine Neubildung erfolgen kann, die Ozonkonzentration in Bodennähe schnell abnimmt.

Ozon wirkt als starkes Oxidationsmittel negativ auf jede Art von Organismen ein. Beim Menschen kann es zu Reizungen der Schleimhäute und damit verbundenen Gesundheitsbeeinträchtigungen kommen. Ferner wurde Ozon in der "MAK- und BAT Werteliste 1995" als kanzerogenverdächtiger Stoff aufgenommen. Ozon wird auch als potentieller Mitverursacher der neuartigen Waldschäden diskutiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zum Begriff Schadstoff: Einführung in die Definition und Klassifizierung von natürlichen sowie anthropogenen Schadstoffen, unter Berücksichtigung ihrer Herkunft und Art.

2 Luftschadstoffmessung in Schleswig-Holstein: Erläuterung der Überwachungsstrukturen durch die LÜSH und der methodischen Herangehensweise bei der Erfassung lokaler und überregionaler Luftbelastungen.

2.1 Ozon: Detaillierte Analyse der Ozonbildung, der Konzentrationsverläufe in Schleswig-Holstein und der spezifischen Belastungssituation, insbesondere im Hinblick auf meteorologische Faktoren und Transportvorgänge.

2.2 Stickoxide: Darstellung der Entstehung, der gesundheitlichen Auswirkungen und der Messwerte von Stickstoffoxiden in ländlichen sowie städtischen Gebieten Schleswig-Holsteins.

2.3 Schwefel: Analyse der Schwefeldioxidbelastung, ihrer Ursachen in der Verbrennung fossiler Energieträger und der erfolgreichen Minderungsstrategien seit den 1980er Jahren.

3 Schadstoffe im Wattenmeer: Betrachtung der Akkumulation von Schadstoffen in Sedimenten und die Rolle von Grund-, Alt- und Zusatzlasten für den ökologischen Zustand des Wattenmeeres.

Schlüsselwörter

Schadstoffdeposition, Luftqualität, Schleswig-Holstein, Ozon, Stickoxide, Schwefeldioxid, Ferntransport, Immissionsmessung, Wattenmeer, Sedimentbelastung, Umweltbelastung, Luftreinhaltung, LÜSH, Klimatische Bedingungen, Schadstoffquellen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Luftschadstoffbelastung und der Schadstoffdeposition in Schleswig-Holstein, wobei ein besonderer Fokus auf den Messmethoden und den Trends der Belastung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Stoffgruppen Ozon, Stickoxide und Schwefeldioxid sowie deren jeweilige Quellen, Belastungsszenarien und die Situation im ökologisch sensiblen Wattenmeer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Dokumentation und Bewertung der Luftschadstoffbelastung in der Region Schleswig-Holstein sowie die Einordnung der Messdaten in den Kontext gesetzlicher Grenz- und Leitwerte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung offizieller Messberichte der LÜSH sowie weiterer umweltwissenschaftlicher Datenquellen, um eine Bestandsaufnahme der Schadstoffsituation durchzuführen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte stoffbezogene Analyse (Ozon, Stickoxide, Schwefeldioxid) und die Betrachtung der Schadstoffakkumulation in Sedimenten des Wattenmeeres.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Luftqualität, Schadstoffquellen, Immissionsschutz und regionales Monitoring charakterisiert.

Welche Rolle spielen meteorologische Faktoren bei der Ozonbelastung?

Meteorologische Bedingungen, wie intensive Sonneneinstrahlung und bestimmte Windrichtungen (z.B. bei Hochdrucklagen), haben einen entscheidenden Einfluss auf die Bildung und Ausbreitung von bodennahem Ozon.

Warum ist die Insel Sylt für die Ozonmessung von besonderer Bedeutung?

Sylt nimmt eine Sonderstellung ein, da dort bei Seewind die sogenannte nordhemisphärische Hintergrundkonzentration dominiert, was zeigt, dass lokale Emissionen dort eine geringere Rolle spielen als überregionaler Ferntransport.

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Detalles

Título
Schadstoffdeposition in Schleswig-Holstein
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut, Kiel)
Autor
Thomas Reith (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
19
No. de catálogo
V1384
ISBN (Ebook)
9783638108607
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schadstoffdeposition Schleswig-Holstein
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Reith (Autor), 2002, Schadstoffdeposition in Schleswig-Holstein, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1384
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