Der Trailer ist als effektivstes Mittel an der Bekanntmachung von Filmen beteiligt. Er ist das Schlüsselelement jeder Filmwerbekampagne. Diese Arbeit mit dem Titel „Traileranalyse am Beispiel KEINOHRHASEN“ beschäftigt sich mit dieser Werbeform im Bereich Kinounterhaltung und bietet eine Fallstudie zu der Trailerkampagne des Films KEINOHRHASEN.
Zuerst möchte ich den Trailer in den Gesamtzusammenhang einer Filmkampagne bringen und allgemein aufzeigen, welche strategischen Gesichtspunkte für das Marketing relevant sind. Da die Arbeit im Genaueren auf den Marketingbereich Trailer eingeht, soll im Anschluss der Begriff „Trailer“ genauer definiert und dessen Wirkung aufgezeigt werden. Der zweite Teil beschäftigt sich mit einer Fallstudie, die sich mit den technischen und narrativen Prozessen der Trailerkommunikation am Bespiel des Films KEINOHRHASEN auseinandersetzt. Mit Hilfe von rhetorischen Strategien und der technischen Formgestaltung sollen insbesondere der Haupttrailer und zwei weitere speziell gewählte Vorfilme analysiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemein
2.1. Filmmarketing
2.2. Definition Trailer
2.3. Die Wirkung
3. Traileranalyse KEINOHRHASEN
3.1. Hintergrund
3.2. Kommunikationsabschnitt 1: Haupttrailer
3.2.1. Inhalt
3.2.1.1. Inhalt des Films
3.2.1.2. Inhaltsgestaltung und Aufbau
3.2.2. Technik
3.2.2.1. Musikebene
3.2.2.2. Bildebene
3.2.2.3. Off-Sprecher
3.2.3. Rhetorische Strategien
3.2.3.1. Simulation des Unterhaltungswertes
3.2.3.2. Kognitive Lücken
3.2.3.3. Appell an die Erinnerung
3.2.3.4. Virtuelle Erinnerung
3.2.3.5. Mimetisches Begehren
3.3. Kommunikationsabschnitt 2
3.3.1. Handyteaser
3.3.2. Preview-Screening
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die strategische Funktion und die Wirkungsweise von Film-Trailern als zentrales Marketinginstrument am Beispiel der Kampagne zum Kinofilm "KEINOHRHASEN". Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezifische technische und narrative Gestaltung sowie den Einsatz rhetorischer Strategien beim Zuschauer ein Bedürfnis für den Film geweckt wird.
- Strategische Grundlagen des Filmmarketings
- Definition und Wirkungsweise von Trailern
- Analyse des Haupttrailers hinsichtlich Inhalt, Technik und Rhetorik
- Untersuchung weiterführender Werbeformate wie Teaser und Testscreenings
- Anwendung der Trailer-Formaspekte nach Vincenz Hediger
Auszug aus dem Buch
3.2.3.1. Simulation des Unterhaltungswertes
„Trailer vermitteln eine positive Wertung des Films, indem sie seinen Unterhaltungswert simulieren.“ 23
Dies soll heißen: Wenn der Trailer, das Werbeobjekt eines Films, schon für Unterhaltung sorgt, wird der Zuschauer bestenfalls positiv auf den angekündigten Film reagieren. Diese Strategie funktioniert bei KEINOHRHASEN, denn der Trailer zeigt eine Vielzahl von unterhaltsamen Sequenzen, zum größten Teil anhand von lustigen Äußerungen der Protagonisten – Anna: „Du blöder Arsch-Arsch...Pimmel“ – auf. Auch die gewählte Figurenkonstellation mit der kratzbürstigen und verklemmten Zicke Anna und der coole lockere Ludo verspricht im Trailer die im Film angestrebte Unterhaltung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zur Bedeutung des Trailers als zentrales Element der Filmvermarktung und Vorstellung der Fallstudie.
2. Allgemein: Theoretische Einbettung des Trailers in das Filmmarketing und Erläuterung grundlegender Wirkungsweisen.
3. Traileranalyse KEINOHRHASEN: Detaillierte Untersuchung des Haupttrailers und ergänzender Werbeformate unter Anwendung filmwissenschaftlicher Analysemethoden.
4. Fazit: Zusammenfassende Bilanzierung über die Bedeutung der Trailergestaltung im Kontext einer umfassenden Filmkampagne.
Schlüsselwörter
Filmmarketing, Trailer, KEINOHRHASEN, Kinounterhaltung, Rhetorische Strategien, Traileranalyse, Filmwerbung, Vincenz Hediger, Kommunikationsabschnitt, Unterhaltungswert, Virtuelle Erinnerung, Mimetisches Begehren, Filmpromotion, Haupttrailer, Teaser
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Trailern als effektives Instrument der Filmvermarktung anhand des Kinofilms "KEINOHRHASEN".
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die Marketingstrategien von Filmen, die spezifische Funktion und Wirkung von Trailern sowie die rhetorischen und technischen Gestaltungsmittel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Wirkungsweise der Trailerkommunikation zu entschlüsseln und zu zeigen, wie durch diese Werbeform Interesse beim Publikum erzeugt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine filmwissenschaftliche Traileranalyse, gestützt auf die theoretischen Konzepte von Vincenz Hediger zu Formaspekten und rhetorischen Strategien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse des Haupttrailers (Inhalt, Technik, Rhetorik) sowie eine Untersuchung weiterer Werbeformate wie Handyteaser und Preview-Screenings.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Filmmarketing, Trailer, Rhetorische Strategien, Mimetisches Begehren, Kognitive Lücken und Traileranalyse.
Warum wird gerade "KEINOHRHASEN" als Beispiel gewählt?
Der Film wurde aufgrund seines großen Erfolgs, der professionellen Trailerkampagne und der persönlichen Überzeugung der Autorin als repräsentative Fallstudie ausgewählt.
Welche Rolle spielen die "Kognitiven Lücken" im Trailer?
Sie dienen dazu, beim Zuschauer Spannung aufzubauen und Fragen zum Handlungsverlauf offenzuhalten, um den Anreiz zu schaffen, den Film im Kino anzusehen.
Was ist mit "Mimetischem Begehren" in diesem Kontext gemeint?
Es beschreibt das psychologische Phänomen, dass Zuschauer die positiven Erfahrungen und das Interesse anderer (z.B. Testzuschauer oder Genussvorbilder) übernehmen und den Film deshalb ebenfalls sehen wollen.
Wie unterscheidet sich der Handyteaser vom Haupttrailer?
Der Handyteaser ist ein kürzeres Format, das zielgerichtet auf den Kinostart und praktische Informationen (wie das Ausschalten des Handys im Kino) aufmerksam macht, während der Haupttrailer die narrative Struktur des Films etabliert.
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- Jennifer Keil (Author), 2008, Traileranalyse am Beispiel "Keinohrhasen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138607