Virtuelle Gemeinschaften sind nach wie vor ein aktuelles Thema, fast jeder kennt heutzutage prominente Vertreter wie z.B. Facebook oder 2nd Life. Zwar ist der Begriff der Virtuellen Gemeinschaft schon lange in der Forschung bekannt und durchaus auch ein Thema, jedoch existieren nach wie vor in der Literatur unterschiedliche Auffassungen, was unter einer Virtuellen Gemeinschaft zu verstehen ist. Ziel dieser Arbeit soll es sein, über Virtuelle Gemeinschaften aufzuklären, sie soll einen Einblick über Perspektiven, Typen und andere Aspekte wie Nutzen und Betrieb geben, so dass am Ende ein Grundverständnis über das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive vorliegt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Rückblick
2.1.2 Problematik
2.2 Perspektiven
2.2.1 Sozialpsychologische Perspektive
2.2.2 Betriebswirtschaftliche Perspektive
2.2.3 Zusammenführung der Perspektiven
3 Typisierung
3.1 Typisierung nach Inhalt
3.2 Typisierung nach Motivation des Betreibers
4 Virtuelle Gemeinschaften
4.1 Nutzen
4.1.1 Nutzen für Mitglieder
4.1.2 Nutzen für Unternehmen
4.2 Management
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in das Thema der virtuellen Gemeinschaften zu geben, um ein fundiertes Grundverständnis hinsichtlich ihrer Definition, Kategorisierung sowie ihres Nutzens und Managements zu schaffen.
- Begriffsbestimmung und historische Entwicklung virtueller Gemeinschaften
- Sozialpsychologische und betriebswirtschaftliche Betrachtungsperspektiven
- Kategorisierung nach inhaltlichen Schwerpunkten und Betreibermotivation
- Nutzenpotenziale für Mitglieder und Unternehmen
- Erfolgsfaktoren für das Management von Community-Plattformen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Rückblick
Blickt man genau 40 Jahre zurück in die Vergangenheit, so lassen sich bereits dort die Wurzeln der Virtuellen Gemeinschaft identifizieren. So ist es der US Amerikaner Joseph Carl Robnett Licklider, der 1968 erstmalig von einer Online Gemeinschaft spricht. Der Mathematiker, Physiker und Psychologe war seiner Zeit für die Advanced Research Projects Agency (ARPA) tätig. Er erkannte schnell, dass Computer nicht nur als Hilfsmittel für komplexe Rechenaufgaben dienen, sondern durchaus auch dem Zwecke der Kommunikation dienlich sein können. So glaubte er, dass die Menschen in den nächsten Jahren effizienter über eine Maschine als von Angesicht zu Angesicht kommunizieren werden. 3 Licklider beschreibt eine Online Gemeinschaft als eine Gruppe von Computerwissenschaftlern und -ingenieuren, die untereinander über einen Zentralrechner verbunden sind und mit Hilfe von Konsolencomputer kommunizieren. Man beachte, dass zu dieser Zeit insgesamt nur sechs dieser Zentralrechner, die von ihm als „multiaccess computers“4 bezeichnet wurden, in Universitäten und Forschungseinrichtungen existierten. Da diese Art der Kommunikation über Computer also kaum verbreitet war, bezeichnet er diese Gemeinschaften auch als „socio-technical pioneers.“ 5
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz virtueller Gemeinschaften im Internet ein, benennt die Problematik fehlender einheitlicher Definitionen und skizziert den Aufbau der Ausarbeitung.
2 Grundlagen: Das Kapitel befasst sich mit der historischen Herleitung des Begriffs sowie den unterschiedlichen sozialpsychologischen und betriebswirtschaftlichen Sichtweisen auf virtuelle Gemeinschaften.
3 Typisierung: Hier werden Ansätze zur Kategorisierung vorgestellt, wobei insbesondere zwischen inhaltlichen Ausrichtungen und der Motivation der Betreiber unterschieden wird.
4 Virtuelle Gemeinschaften: Dieses Kapitel analysiert den Nutzen von Online-Gemeinschaften sowohl aus Sicht der Mitglieder als auch aus unternehmerischer Perspektive und diskutiert Management-Empfehlungen für deren Erfolg.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten einer einheitlichen Definition zusammen und wagt einen Ausblick auf zukünftige Trends, insbesondere unter Einbezug von Web 2.0 und Mobilität.
Schlüsselwörter
Virtuelle Gemeinschaften, Online Community, Web 2.0, Kundenbindung, Wissensmanagement, Marketing, Kommunikation, Internetnutzung, Community Management, Social Software, E-Business, Internetangebote, Nutzerverhalten, Online-Kommunikation, Community of Interest
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen der virtuellen Gemeinschaften, ihre historische Entwicklung, ihre verschiedenen Erscheinungsformen und ihre ökonomische sowie soziale Bedeutung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Begriffsdefinition, die Einordnung in verschiedene Typen, den spezifischen Nutzen für Akteure sowie das Management dieser digitalen sozialen Räume.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, ein Grundverständnis für virtuelle Gemeinschaften zu vermitteln und die verschiedenen Perspektiven aus Forschung und Praxis strukturiert aufzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Auffassungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die Kategorisierung mittels unterschiedlicher Modelle sowie die detaillierte Nutzenanalyse und Managementansätze für Betreiber.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Virtuelle Gemeinschaften, Community Management, Kundenbindung, Wissensmanagement und Web 2.0 charakterisiert.
Warum gibt es keine einheitliche Definition für virtuelle Gemeinschaften?
Das Themenumfeld ist laut der Arbeit zu komplex und wird aus unterschiedlichen Disziplinen heraus betrachtet, was zu divergierenden Auffassungen führt.
Welche Rolle spielt das Management für den Erfolg?
Das Management ist entscheidend, um durch Planung, eine stabile technische Plattform und die Förderung der Mitgliederinteraktion einen nachhaltigen "lebenden Organismus" zu schaffen.
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- Tim Dreesen (Author), 2008, Virtuelle Gemeinschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138670