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Die Valenz der Verben

Title: Die Valenz der Verben

Term Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andrea Surner (Author)

German Studies - Linguistics
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In dieser Hauptseminararbeit werden, aufbauend auf einer Kritik an der traditionellen Subjekt-Prädikat-Grammatik, erst die Grundzüge der Valenz- oder Dependenztheorie nach TESNIÈRE vorgestellt, um dann auf modernere Forschungsansätze einzugehen. Dabei wird der semantische Valenzbegriff nach BONDZIO kurz dargestellt, das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf dem syntaktischen Valenzbegriff nach HELBIG /SCHENKEL. Natürlich können nicht alle Forschungsansätze bezüglich des komplexen Themas Verbvalenz durchleuchtet werden, es soll jedoch in seinen Grundzügen verständlich gemacht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritik an der traditionellen Subjekt-Prädikat-Grammatik

2.1 Allgemeines zur Subjekt-Prädikat-Grammatik

2.2 Sätze ohne Subjekt oder ohne Prädikat

2.3 Die Kongruenz

3. Die Anfänge der Valenz- oder Dependenzgrammatik

3.1 Allgemeines zum Begriff Valenz

3.2 Der Valenzbegriff bei TESNIÈRE

3.2.1 Das Grundmodell der Dependenzgrammatik

3.2.2 Arten der Verbvalenz

3.2.3 Kritik am TESNIÈREschen Valenzbegriff

4. Erweiterung der Valenzgrammatik

4.1 Semantischer Valenzbegriff nach BONDZIO

4.2 Syntaktischer Valenzbegriff nach HELBIG / SCHENKEL

4.2.1 Das Verb als strukturelles Zentrum des Satzes

4.2.2 Obligatorische Valenz, fakultative Valenz und freie Angaben

4.2.3 Rolle der Satzglieder für die Valenz

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Überblick über die Entwicklung der Valenzgrammatik zu geben, indem sie von einer kritischen Betrachtung der traditionellen Subjekt-Prädikat-Grammatik ausgeht und moderne Dependenztheorien analysiert.

  • Kritik an der traditionellen Satzanalyse
  • Grundzüge der Dependenztheorie nach Lucien Tesnière
  • Semantische Valenzkonzepte nach Bondzio
  • Syntaktische Valenzmodelle nach Helbig und Schenkel
  • Differenzierung von Aktanten und freien Angaben

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Das Grundmodell der Dependenzgrammatik

Lucien TESNIÈRE (13.05.1893-06.12.1954, siehe Bild) gilt als Begründer der Valenz- oder Dependenzgrammatik und geht „von der Grundidee aus, dass Sätze nicht nur eine Aneinanderreihung von Wörtern bilden, sondern dass diese Satzteile durch strukturelle Beziehungen miteinander verknüpft sind.“ Sein Hauptwerk Eléments de syntaxe structurale hat er bereits in den 30er Jahren abgeschlossen, erschienen ist die Arbeit allerdings erst posthum im Jahre 1959. Der Satz ist für TESNIÈRE ein ensemble organisé, die Relation der unterschiedlichen Elemente einer Satzstruktur bezeichnet er als Konnexion (frz. connexion). Im Gegensatz zur anderen Grammatiken (zum Beispiel der generativen Syntax oder dem amerikanischen Strukturalismus) werden diese Konnexionen nicht als Konstituenzbeziehunge, also als Teil-Ganzes-Relationen, betrachtet, sondern als Abhängigkeitsbeziehungen bzw. als Dependenzrelationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Valenzmodells als Alternative zur traditionellen Grammatik ein und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2. Kritik an der traditionellen Subjekt-Prädikat-Grammatik: Es wird dargelegt, dass die klassische Einteilung in Subjekt und Prädikat Unstimmigkeiten aufweist, insbesondere durch die Existenz subjektloser Sätze und die Problematik der Kongruenz.

3. Die Anfänge der Valenz- oder Dependenzgrammatik: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen nach Lucien Tesnière, insbesondere das Konzept des Verbs als zentrales Element im Satzgefüge (Stemma).

4. Erweiterung der Valenzgrammatik: Hier werden weiterführende Ansätze wie der semantische Valenzbegriff nach Bondzio und der detaillierte syntaktische Valenzbegriff nach Helbig und Schenkel vorgestellt und differenziert.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Relevanz der Valenzgrammatik zusammen und reflektiert die verbleibenden theoretischen Herausforderungen bei der Abgrenzung von Satzgliedern.

Schlüsselwörter

Valenz, Dependenzgrammatik, Verbvalenz, Lucien Tesnière, Subjekt-Prädikat-Grammatik, Aktanten, freie Angaben, obligatorische Valenz, fakultative Valenz, Satzbau, Syntaktischer Valenzbegriff, Helbig, Schenkel, Bondzio, Satzstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Valenzgrammatik und ihrer Abgrenzung zur traditionellen Subjekt-Prädikat-Grammatik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Dependenztheorie nach Tesnière, semantische Valenzansätze und insbesondere den syntaktischen Valenzbegriff von Helbig und Schenkel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verständlich zu machen, was Valenz in der Linguistik bedeutet und wie diese auf der syntaktischen Ebene methodisch ermittelt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener grammatiktheoretischer Konzepte, ergänzt durch die Anwendung des Eliminierungstests zur Bestimmung der Valenz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Valenzgrammatik, die Kritik an klassischen Modellen sowie die Konzepte von Tesnière, Bondzio und Helbig/Schenkel detailliert erarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Valenz, Dependenz, Aktanten, freie Angaben und syntaktische Struktur charakterisiert.

Wie unterscheidet Tesnière zwischen Akteuren und Umständen?

Tesnière vergleicht den Satz mit einem Drama: Die Akteure sind die Aktanten (Substantive), während die Umstände als freie Angaben (Adverbien) fungieren.

Welche Rolle spielt der Eliminierungstest bei Helbig und Schenkel?

Der Test dient dazu, die obligatorische Valenz eines Verbs zu bestimmen, indem Satzglieder entfernt werden, um zu prüfen, ob der Restsatz grammatisch korrekt bleibt.

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Details

Title
Die Valenz der Verben
College
LMU Munich  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Wortarten
Grade
1,7
Author
Andrea Surner (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V138728
ISBN (eBook)
9783640480135
ISBN (Book)
9783640480197
Language
German
Tags
Linguistik Valenz Verbvalenz Verben Tesnière
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Surner (Author), 2008, Die Valenz der Verben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138728
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