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Anerkennung der Heterogenität. Eine Perspektive zur Entwicklung der Bildung in Schule und Unterricht?

Title: Anerkennung der Heterogenität. Eine Perspektive zur Entwicklung der Bildung in Schule und Unterricht?

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Inga Schmale (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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In dieser Hausarbeit möchte ich die Entwicklung der deutschen Bildung in Bezug auf Gleichheit und Heterogenität beschreiben. Zuerst gehe ich kurz auf die Definitionen der zentralen Begriffe dieser Arbeit, Gleichheit und Heterogenität, ein und gebe dann einen historischen Abriss, wobei ich mich im Wesentlichen auf die Ausführungen Annedore Prengels in „Pädagogik der Vielfalt“ 1993 verfasst, beziehe. Im dritten Kapitel versuche ich an Hand verschiedener wissenschaftlicher Berichte und Stellungnahmen die aktuelle Situation zu skizzieren, wobei ich etwas detaillierter auf die drei „Pädagogischen Bewegungen“, Interkulturelle-, Feministische- und Integrationspädagogik, eingehe. An diesem Punkt der Arbeit wird das Spannungsverhältnis zwischen Gleichheit und Heterogenität deutlich, welches in den Schulen momentan vorherrscht. Genau das ist der Ansatzpunkt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation und der Überlegung eine Perspektive zu formulieren. Diese wird dann im vierten Punkt, als Perspektive einer „Schule für alle“ vorgestellt, wobei ich Forderungen an das aktuelle Schulsystem formuliere und mögliche Strategien zum Umgang mit Heterogenität in der Schule darstelle. Dabei soll es um die Anerkennung von Heterogenität in Schulen gehen, wie man sie nutzen kann, was die Voraussetzungen sind und welche Konsequenzen daraus für das bestehende Schulsystem entstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen und historischer Hintergrund

2.1 Was bedeutet Heterogenität

2.2 Der Begriff der Gleichheit

2.3 Die historische Bedeutung von Gleichheit und Heterogenität

3 Der aktuelle Umgang mit Heterogenität in der Bildung

3.1 Aktuelle Lösungsansätze des Spannungsfeldes von Gleichheit und Heterogenität in der Bildung

3.2 Kritik an der momentanen Bildungssituation

4 Perspektiven für eine gemeinsame und vielfältige Bildung

4.1 Konsequenzen für das aktuelle Schulsystem

4.2 Sinnvoller Umgang mit Heterogenität an Schulen

4.2.1 Heterogenität im Unterricht nutzen

4.2.2 Individualisierende Unterrichtsarrangements

4.3 Kooperation als Ausgangsituation einer vielfältigen und individuellen Förderung

5 Anerkennung der Heterogenität und der Verzicht auf Homogenisierung – ein Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen Gleichheit und Heterogenität im deutschen Bildungssystem. Das primäre Ziel ist es, den Mangel an Anerkennung von Vielfalt in der aktuellen Schulsituation kritisch herauszuarbeiten und ein Modell für eine gemeinsame „Schule für alle“ zu entwerfen, das Individualität fördert, ohne den Aspekt der Chancengleichheit zu vernachlässigen.

  • Historische Einordnung der Begriffe Gleichheit und Heterogenität
  • Kritische Analyse des aktuellen, selektiven Schulsystems
  • Pädagogische Ansätze zur Individualisierung des Unterrichts
  • Konzept einer gemeinsamen „Schule für alle“
  • Bedeutung von Kooperation und Beratung im Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

3.1 Aktuelle Lösungsansätze des Spannungsfeldes von Gleichheit und Heterogenität in der Schule

Die Koedukationserziehung ist bis auf wenige Ausnahmen schon lange durchgesetzt und in der Integrationspädagogik gibt es zum Beispiel durch Integrationsklassen sehr gute Ergebnisse und eine hohe Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Sie zeichnen sich durch ein besonders gutes soziales Klima aus und bringen Behinderten wie Nicht-Behinderten keine Nachteile in der Leistungsentwicklung. Natürlich gibt es immer noch ein abgegrenztes Sonderschulsystem, jedoch kann an dieser Stelle nicht geklärt werden, ob ein Fortbestehen sinnvoll ist oder nicht. Allerdings wurde in den letzen Jahren mit Profil- oder Expressklassen für besonders begabte Schüler und Schülerinnen an Gymnasien auf die Forderung nach Individualisierung reagiert. Dabei gehen solche Absonderungen einzelner Gruppen wieder von der Vorstellung homogener Lerngruppen aus und vernachlässigen den Umgang mit Heterogenität.

Daher soll es hier darum gehen, Lösungsansätze zu verdeutlichen, die das traditionelle dreigliedrige Schulsystem durchbrechen und zum Beispiel den Unterricht in Jahrgangsklassen aufheben. Denn, „dass Homogenität einer Schülerschaft (...) immer schon eine Fiktion darstellte“7, ist nach vielen Diskussionen in den letzten Jahren deutlich geworden. Es würde den Umfang dieser Hausarbeit überschreiten alle verschiedenen Lösungsansätze oder auch bis heute schon praktizierte Lösungen darzustellen. Deshalb soll an dem Beispiel der Jahrgangsmischung der aktuelle Umgang mit Heterogenität gezeigt werden. Bis vor ein paar Jahren konnte sich das Konzept der Jahrgangsmischung nur vereinzelt an Labor- oder Versuchsschulen durchsetzen. Heute wird es als offene Schuleingangsphase an einigen Grundschulen bereits praktiziert und soll in NRW ganzheitlich eingeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert die zentralen Begriffe und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie das Ziel der Untersuchung.

2 Definitionen und historischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Heterogenität und Gleichheit und beleuchtet deren historische Entwicklung im Kontext des deutschen Schulsystems.

3 Der aktuelle Umgang mit Heterogenität in der Bildung: Es wird die gegenwärtige Situation analysiert, das Spannungsfeld zwischen Selektion und Vielfalt beleuchtet und das bestehende Schulsystem kritisch hinterfragt.

4 Perspektiven für eine gemeinsame und vielfältige Bildung: Hier werden Konsequenzen für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik aufgezeigt und Strategien zur Implementierung einer inklusiven „Schule für alle“ diskutiert.

5 Anerkennung der Heterogenität und der Verzicht auf Homogenisierung – ein Ausblick: Der Ausblick resümiert die Machbarkeit des Konzepts der „Schule für alle“ und betont die Notwendigkeit eines Einstellungswandels innerhalb des Bildungssystems.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Gleichheit, Schulentwicklung, Bildungssystem, Pädagogik der Vielfalt, Differenz, Inklusion, Chancengleichheit, Selektion, Individualisierung, Lehrerausbildung, Schulreform, Kooperation, Begabtenförderung, Soziale Benachteiligung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung des deutschen Bildungssystems im Spannungsfeld zwischen dem Anspruch auf Gleichheit und der Realität der Heterogenität der Lernenden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die theoretische Fundierung der Begriffe Gleichheit und Heterogenität, die historische Entwicklung schulischer Selektionsmechanismen sowie aktuelle Konzepte zur Individualisierung von Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie eine Anerkennung von Heterogenität als Chance in der Schulentwicklung genutzt werden kann und welches Modell einer gemeinsamen Schule hierfür notwendig ist.

Welche methodische Vorgehensweise wählt die Autorin?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung basierend auf wissenschaftlichen Berichten, Stellungnahmen sowie pädagogischen Standardwerken (z.B. von Annedore Prengel und Kathrin Bräu).

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine Kritik am aktuellen gegliederten Schulsystem und die Vorstellung konkreter Lösungsansätze wie Jahrgangsmischung und individualisierende Unterrichtsarrangements.

Welche Keywords charakterisieren den Text?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Heterogenität, Chancengleichheit, Selektion, Inklusion, Individualisierung und Schulentwicklung.

Warum wird die „Schule für alle“ als Ziel formuliert?

Die „Schule für alle“ wird als zukunftsweisendes Modell gesehen, das die starre Homogenisierung durch ein offenes Konzept ersetzt, welches die Vielfalt der Lernenden als pädagogische Bereicherung begreift.

Welche Rolle spielt die Lehrerbildung in der Arbeit?

Die Autorin betont, dass eine erfolgreiche Umsetzung von Heterogenität im Unterricht eine verbesserte Ausbildung der Lehrkräfte zur Diagnosefähigkeit und Anwendung differenzierter Lehrmethoden voraussetzt.

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Details

Title
Anerkennung der Heterogenität. Eine Perspektive zur Entwicklung der Bildung in Schule und Unterricht?
College
Bielefeld University
Course
Gleichheit und Differenz
Grade
1,0
Author
Inga Schmale (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V138742
ISBN (eBook)
9783640480470
ISBN (Book)
9783640480623
Language
German
Tags
Anerkennung Heterogenität Perspektive Entwicklung Bildung Schule Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inga Schmale (Author), 2007, Anerkennung der Heterogenität. Eine Perspektive zur Entwicklung der Bildung in Schule und Unterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138742
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