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Contagion-Effects: Theoretical Perspective

Titre: Contagion-Effects: Theoretical Perspective

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 33 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Thorsten Vogel (Auteur)

Gestion d'entreprise - Banque, Bourse, Assurance
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der aktuellen Finanzkrise, die momentan (sogar) auf dem besten Wege ist, sich in eine Weltwirtschaftskrise auszubreiten, stellen sich wohl viele Bürger eine Frage: Warum ist es den Regierungen in aller Welt bloß so unglaublich wichtig – und vor allem so unglaublich viel Geld wert – (so gut wie) jede in finanzielle Not geratene Bank mit aller Macht am Leben zu erhalten?

Unterstützung erfahren die Entscheidungsträger bei dieser Vorgehensweise vor allem auch durch zahlreiche Wissenschaftler und Fachleute. Es gibt sicherlich unzählige Gründe, die in diesem Zusammenhang angeführt werden könnten; im Folgenden soll vor allem auf die Problematik von Ansteckungseffekten, die eine Pleite einer Bank gegenüber anderen Banken haben kann eingegangen werden. Diesen Effekt nennt man in der Fachsprache Contagion-Effekt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition, Begriff und Abgrenzung von Contagion

3. Das Contagion-Modell von ALLEN/GALE

3.1. Ausgangssituation

3.2. Die Pecking-Order der Liquidation und die Berechnung von Liquidationswerten

3.3. Exemplarische Darstellung unterschiedlicher Contagion-Szenarien

3.4. Die Rolle von vollständigen und unvollständigen Netzwerken

4. Kritik, Einschränkungen und Ergänzungen des Modells von ALLEN/GALE

4.1. Kritische Würdigung verschiedener Modellannahmen

4.2. Verstärkung von Contagion durch Berücksichtung von Preiseffekten

4.3. Mögliche Maßnahmen zur Eindämmung von Contagion

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht theoretische Aspekte von Ansteckungseffekten (Contagion) im Bankensektor, wobei der Fokus auf dem Modell von Allen/Gale liegt, welches die Ausbreitung von Liquiditätskrisen durch gegenseitige Interbankenverflechtungen analysiert.

  • Grundlagen und Definitionen von Contagion-Effekten
  • Mechanismen von Liquiditätsengpässen im Interbankenmarkt
  • Einfluss der Netzwerkstruktur auf die Stabilität des Bankensystems
  • Kritische Analyse von Modellannahmen und Ergänzung um Preiseffekte
  • Diskussion regulatorischer Maßnahmen zur Kriseneindämmung

Auszug aus dem Buch

3.1. Ausgangssituation

Die Grundkonstruktion des Modells erinnert – mit Abweichungen im Detail und der konkreten Zielsetzung – an das Modell von DIAMOND/DYBVIG. Dieses untersucht Situationen, in welchen Bankruns (also das simultane Abziehen sämtlicher Einlagen aller Einleger) auftreten können. Ausgehend von einem solchen Bankrun konzentrieren sich ALLEN/GALE spezifisch auf den Contagion-Effekt, der dadurch entsteht, dass Banken, Regionen, Länder oder ähnliche territoriale und wirtschaftliche Einheiten untereinander vernetzt sind. Durch diese gegenseitige Verflechtung reißt eine in Not – bzw. genauer in einen Liquiditätsengpass – geratene Bank, die Banken, die mit ihr verbunden sind, bzw. die bei ihr Einlagen haben, mit hinab in den Sog der Liquiditätskrise. Wie genau dies vonstatten geht, wird im Folgenden dargelegt.

Das Modell hat drei Zeitpunkte, t=0, 1, 2. In der Volkswirtschaft gibt es ein Gut, welches ein Numéraire-Gut darstellt. Es ist möglich, dieses Gut entweder kurzfristig (d.h. von t=0 bis t=1) oder langfristig (d.h. von t=0 bis t=2) zu investieren. In t=1 stellt sich die kurzfristige Investition auch als liquider Vermögenswert, und die langfristige als illiquider Vermögenswert dar. Der liquide Vermögenswert ist als eine Art Aufbewahrungstechnologie zu verstehen; er wirft keine Rendite ab. Eine erneute Investition in den liquiden Vermögenswert von t=1 auf t=2 ist möglich. Der langfristige Vermögenswert bringt in t=2 einen (attraktiven) Rückfluss i.H.v. R. Eine Liquidation in t=1 würde allerdings nur zu einer Realisation des „Schrottwertes“ r führen, welcher signifikant unter dem ursprünglichen Investitionsvolumen liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz von Bankenrettungen und führt den Contagion-Effekt als theoretische Basis für das Verständnis von Krisenausbreitungen im Finanzsystem ein.

2. Definition, Begriff und Abgrenzung von Contagion: Dieses Kapitel differenziert verschiedene Arten der Ansteckung, insbesondere Währungskrisen, informationelle Contagion sowie Ansteckung durch direkte gegenseitige Verflechtungen.

3. Das Contagion-Modell von ALLEN/GALE: Das Herzstück der Arbeit erläutert das Drei-Zeitpunkte-Modell, die Pecking-Order der Liquidation und die Dynamik der Krisenausbreitung in unterschiedlichen Netzwerkstrukturen.

4. Kritik, Einschränkungen und Ergänzungen des Modells von ALLEN/GALE: Hier wird das Modell kritisch hinterfragt, um Preiseffekte erweitert und Möglichkeiten wie Zentralbankinterventionen oder Einlagensicherung zur Krisenbekämpfung diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Finanzkrisen nicht vollständig verhinderbar sind, Modelle jedoch helfen, Ursachen zu verstehen und durch richtige Reaktionen die Folgen zu minimieren.

Schlüsselwörter

Contagion, Liquiditätsengpass, Interbankenmarkt, Bankrun, Finanzkrise, Modell von Allen/Gale, Pecking-Order, Spillover-Effekte, Liquidationswert, Netzwerkstruktur, Eigenkapital, Zentralbank, Moral Hazard, Einlagenversicherung, systemisches Risiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Untersuchung von Ansteckungseffekten (Contagion) zwischen Banken und der Frage, wie Liquiditätskrisen sich durch Vernetzung auf das gesamte Finanzsystem übertragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen Liquiditätsmanagement in Banken, die Ansteckungsgefahr bei Interbanken-Verbindungen sowie die Rolle der Netzwerkarchitektur bei der Krisenausbreitung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Contagion-Mechanismus anhand des Modells von Allen/Gale zu erklären, dessen Schwachstellen aufzuzeigen und die Anwendbarkeit auf reale Krisenszenarien zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf ökonomischer Modellierung basiert, insbesondere unter Verwendung von mikroökonomischen Ansätzen zur Analyse von Bankenverhalten und Liquidität.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Contagion, die mathematische Herleitung des Allen/Gale-Modells, eine kritische Analyse von Modellannahmen sowie die Diskussion von Regulierungsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Contagion, Liquiditätsengpass, Interbankenmarkt, Bankrun, Vernetzung und systemisches Risiko.

Was bedeutet die "Pecking-Order der Liquidation" im Modell?

Dies bezeichnet die Reihenfolge, in der Banken Vermögenswerte auflösen, um Liquiditätsnachfragen zu bedienen: zuerst kurzfristige Anlagen, dann Interbankenforderungen und zuletzt langfristige Vermögenswerte.

Warum spielt die Netzwerkstruktur eine Rolle für die Stabilität?

Die Arbeit zeigt, dass die Intensität und Art der Vernetzung entscheidet, ob ein Schock in einer Region lokal begrenzt bleibt oder durch Spillover-Effekte das gesamte Bankensystem in den Bankrott treibt.

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Résumé des informations

Titre
Contagion-Effects: Theoretical Perspective
Université
University of Hohenheim
Note
1,3
Auteur
Thorsten Vogel (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
33
N° de catalogue
V138753
ISBN (ebook)
9783640482481
ISBN (Livre)
9783640482337
Langue
allemand
mots-clé
Contagion; Ansteckungseffekte; Dominoeffekt; Allen/Gale; Finanzkrise; Bankenkrise
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thorsten Vogel (Auteur), 2009, Contagion-Effects: Theoretical Perspective, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138753
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Extrait de  33  pages
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