Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Ethnology / Cultural Anthropology

Wer hat Angst vor´m schwarzen Mann? Und: Warum raubt King-Kong die weiße Frau?

Analyse des sexistisch-rassistischen Stereotyps „Schwarz-Sein“

Title: Wer hat Angst vor´m schwarzen Mann? Und: Warum raubt King-Kong die weiße Frau?

Term Paper , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carina Bauer (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Titel „Wer hat Angst vor´m schwarzen Mann? und: "Warum raubt King-Kong die weiße Frau?“ soll weder die Einleitung zur Behandlung von Kinderspielen noch zu einer Filmanalyse darstellen. Vielmehr soll er darauf hinweisen, in wie vielen Bereichen des Lebens sich Rassismus und Sexismus althergebracht, scheinbar harmlos und oft nicht als solche erkennbar manifestieren.
In dieser Arbeit möchte ich zunächst Schwarz- Weiß- Rassismus definieren und einführend eine Ahnung seiner Funktionsweise vermitteln. Im weiteren Verlauf werde ich diese anhand soziologisch- psychologischer Analyse aufzeigen. Weiterhin wird die geisteswissenschaftliche Entstehung von Rassismus und speziell eine gegen „schwarze“ Menschen gerichtete Denkweise umrissen. Ferner wird dargestellt, auf welche Weise Rassismus und Sexismus dabei miteinander verknüpft sind. Ebenfalls wird aufgezeigt, inwiefern sich diese Denkstrukturen bis heute gehalten haben. Es soll deutlich gemacht werden, inwieweit das kollektive Bewusstsein tatsächlich auch heute noch von stereotypen Einteilungskriterien bezüglich Hautfarbe und Geschlecht durchdrungen ist.
Vorab ist anzumerken, dass im Folgenden mit den problematischen Begriffen des „Schwarz und Weiß- Seins “ gearbeitet wird. Auch wenn diese überwunden und dekonstruiert werden sollen, so ist das Aufgreifen der geschichtlichen und gegenwärtigen Tatsachen schwer ohne die Verwendung der zu überwindenden Termini möglich. Es sei angemerkt, dass diese soziale Konstrukte darstellen, kein Mensch ist tatsächlich schwarz oder weiß.
Ebenfalls möchte ich darauf hinweisen, dass die bisweilen getroffenen Aussagen über „die Schwarzen“, „die Weißen“, „die Europäer“ und „die Amerikaner“ nicht als unantastbare Verallgemeinerungen zu sehen sind. Viel mehr soll dadurch ein mainstream- Bild bestimmter Geschehnisse und Tatsachen gezeigt werden, anhand dessen sich die Stereotypisierung schwarzer Hautfarbe darstellen lässt.
Wenn im Folgenden von „Rasse“ und „Kultur“ gesprochen wird, so entspricht dies der wörtlichen oder sinngemäßen Widergabe verwendeter Quellen, oder war im Kontext des Themas zur Darstellung von Ausgangspunkten und Rahmenbedingungen sinnvoll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A Abriss des Darstellungsverlaufs

B Hauptteil

I. Einleitende Vorstellung von Schwarz- Weiß- Rassismus

I. 1 Rassistisch- sexistische Klischees

I. 2 Beispiele für „Funktionsweisen“ von Schwarz- Weiss- Rassismus

II. Das Stereotyp „Schwarz- Sein“

II. 1 Das Stereotyp: Definitionen

II. 2 Hautfarbe, ein Signifikant für Verschiedenartigkeit

III. Rassismus und Macht: Historische Analyse

III. 1 Rassismus in Europa seit der Antike

III. 2 Wissenschaftlicher Rassismus in Deutschland ab 1800

IV. Verbindung von Rassismus und Sexismus in der Wissenschaft des 18. bis 20. Jahrhunderts

IV. 1 Archetypus Mann und Frau

IV. 2 Irritabilität der Weißen Frau und des Schwarzen Mannes

IV. 3 Die Weiße Frau als eugenisches Zahlungsmittel

V. Schwarz-Weiß-Rassismus und -Sexismus heute- Synthese

V. 1 anhaltende Wirksamkeit der Historie

V. 2 sozio- psychologische Erklärungsansätze

V. 3 stereotype Alltagswahrnehmung

C Umgang mit der Differenz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Rassismus und Sexismus durch historisch gewachsene, stereotype Bilder von Hautfarbe und Geschlecht im kollektiven Bewusstsein manifestiert sind und bis heute fortwirken. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, die Mechanismen dieser Konstruktionen und ihre Verbindung zu Machtstrukturen und Ängsten offenzulegen.

  • Historische Entstehung rassistischer und sexistischer Ideologien
  • Die Rolle des "kolonialen Stereotyps" nach Homi Bhabha
  • Verknüpfung von Rassismus, Sexismus und eugenischen Diskursen
  • Psycho-soziologische Analysen zu Projektion und Aggression
  • Reflexion der alltäglichen Wahrnehmung von Differenz

Auszug aus dem Buch

I. 1 Rassistisch- sexistische Klischees

Klischees über Schwarz und Weiß sind weit verbreitet. Meist haben sie nicht nur rassistischen, sondern auch sexistischen Inhalt.

In dem untersuchten Werk von Lutz van Dijk fand die Auseinandersetzung vor allem im innerdeutschen Kontext statt. Seine Studien ergaben unter anderem, dass für Frauen schwarzer Hautfarbe in den Medien oftmals generell eine „natürliche Nacktheit“ unter und dargestellt wird. Männer schwarzer Hautfarbe würden oft mit besonders hoher Potenz assoziiert (Dijk 1996: 28).

In Frankenbergs Studie, die in den USA durchgeführt wurde, wurden viele Frauen zu ihrem Bild von Schwarzen Männern befragt. Eine Weiße Amerikanerin beschreibt, wie viele andere der interviewten Frauen, dass sie mit stereotypen Vorstellungen von Schwarzen Männern aufwuchs. Sie würden ständig danach trachten, Weiße Frauen zu vergewaltigen, was auf die Vergangenheit der Sklaven im Süden zurückzuführen sei. Diese- sehr drastischen- Klischees, die sie von klein auf begleiteten, hätten ihre persönliche Wahrnehmung sehr beeinflusst (Frankenberg 1993: 79). Hier wird die Wirkung der historischen Geschehnisse auf die Gegenwart besonders deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

A Abriss des Darstellungsverlaufs: Einleitung zur Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Dekonstruktion von rassistischen und sexistischen Stereotypen im Kontext von "Schwarz-Weiß" befasst.

B Hauptteil: Detaillierte Analyse der historischen und psychologischen Konstruktion von Rassismus und Sexismus.

I. Einleitende Vorstellung von Schwarz- Weiß- Rassismus: Einführung in das Phänomen anhand von Klischees und wissenschaftlichen Beispielen.

II. Das Stereotyp „Schwarz- Sein“: Untersuchung der Definitionen und der Hautfarbe als Signifikant für Verschiedenartigkeit.

III. Rassismus und Macht: Historische Analyse: Erläuterung der Ursprünge rassistischer Machtstrukturen seit der Antike und in Deutschland ab 1800.

IV. Verbindung von Rassismus und Sexismus in der Wissenschaft des 18. bis 20. Jahrhunderts: Untersuchung der wissenschaftlichen Konstruktion von Geschlechter- und Rassenidealen.

V. Schwarz-Weiß-Rassismus und -Sexismus heute- Synthese: Zusammenführende Betrachtung der heutigen Wirksamkeit historischer Denkmuster und sozio-psychologischer Ansätze.

C Umgang mit der Differenz: Abschließendes Fazit über die Notwendigkeit der Dekonstruktion von Stereotypen für ein vorurteilsfreies Miteinander.

Schlüsselwörter

Rassismus, Sexismus, Stereotyp, Schwarz-Weiß-Rassismus, Kolonialismus, Homi Bhabha, Macht, Angst, Geschlecht, Hautfarbe, Projektion, Diskursanalyse, Eugenik, Soziale Konstruktion, Identifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Verknüpfung von Rassismus und Sexismus und untersucht, wie stereotype Bilder über Schwarze und Weiße Menschen historisch konstruiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören historische Rassenmodelle, der Einfluss kolonialer Stereotype, psychologische Abwehrmechanismen wie Projektion sowie die gesellschaftliche Wirkung dieser Konstrukte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie tief rassistische und sexistische Denkstrukturen im kollektiven Bewusstsein verankert sind und wie diese durch historische Machtverhältnisse legitimiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interdisziplinäre Vorgehensweise gewählt, die auf Diskursanalysen, psycho-soziologischen Theorien sowie historischen Analysen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung rassistisch-sexistischer Klischees, eine historische Analyse der Machtverhältnisse, die wissenschaftliche Konstruktion des 18. bis 20. Jahrhunderts und eine abschließende Synthese der heutigen Wirkungsweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rassismus, Sexismus, Stereotypisierung, koloniale Diskurse, Identität, Macht, Angst und die soziale Konstruktion von Rasse.

Inwiefern spielt der Begriff der "Irritabilität" eine Rolle bei der wissenschaftlichen Abwertung?

In der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts wurde "Irritabilität" genutzt, um Frauen und Nicht-Weißen eine höhere Reizbarkeit bei geringerer Intelligenz zuzuschreiben, um so die Vormachtstellung des weißen Mannes zu rechtfertigen.

Was besagt die Theorie des "Energiegleichgewichts" im Kontext der Rassentheorie?

Diese Theorie postuliert eine reziproke Beziehung zwischen physischer Vitalität und geistiger Intelligenz, wobei man "niederen Rassen" durch übermäßige Bildung eine physiologische Überforderung zuschrieb, um deren Unterlegenheit zu begründen.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Wer hat Angst vor´m schwarzen Mann? Und: Warum raubt King-Kong die weiße Frau?
Subtitle
Analyse des sexistisch-rassistischen Stereotyps „Schwarz-Sein“
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Ethnologie und Afrikastudien)
Course
Blackness und Whiteness- Diskursanalysen
Grade
1,3
Author
Carina Bauer (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V138848
ISBN (eBook)
9783640483570
ISBN (Book)
9783640483433
Language
German
Tags
Angst Mann Warum King-Kong Frau Analyse Stereotyps
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carina Bauer (Author), 2008, Wer hat Angst vor´m schwarzen Mann? Und: Warum raubt King-Kong die weiße Frau?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138848
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint