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ADHS bei Erwachsenen

Title: ADHS bei Erwachsenen

Term Paper , 2009 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Science Said Giancoli (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Summary Excerpt Details

Gegenstand dieser Arbeit ist einerseits die Darstellung des Themenbereichs der
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Allgemeinen und die
Gegenüberstellung der juvenilen und adulten ADHS im Besonderen. Begonnen wird
mit einer Begriffsbestimmung anhand der gegenwärtigen Diagnosesysteme, deren
Diversität im Zusammenhang mit unterschiedlichen Forschungsmethoden zu stark
variierenden Prävalenzraten führt. Zur Frage der Ätiologie wird das
Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren identifiziert. Neuropsychologische
Erklärungsmodelle sehen dabei Defizite bei der Hemmung von Verhaltensweisen
sowie bei den Exekutivfunktionen als auch motivationale Faktoren als ursächlich an.
Das für Kinder typische Symptom der Hyperaktivität nimmt, im Unterschied zur
Unaufmerksamkeit, mit zunehmendem Alter ab und komorbide Erkrankungen
nehmen zu. Neben letzteren stellen auch Krankheitsbilder mit ähnlichen
Symptomen besondere Anforderungen an die Diagnose. Diese sollte multimodal,
mittels Testverfahren sowie Interviews und Selbstbeurteilung erfolgen, um den
Krankheitsverlauf als auch den gegenwärtigen psychischen und physischen
Zustand zu erfassen. Darauf aufbauend ist eine medikamentöse Behandlung in
Kombination mit einer Psychotherapie zu favorisieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

AHDS im Erwachsenenalter

1 Definition und Klassifikation der ADHS

2 Prävalenz

3 Ätiologie und neuropsychologische Erklärungsmodelle

3.1 Ätiologie

3.1.1 Genetische Determinanten

3.1.2 Biochemie und Neurophysiologie

3.2. Neuropsychologische Erklärungsmodelle

3.2.1 Modell mangelnder Reaktionsinhibition

3.2.2 Das Duale Modell inhibitorischer und motivationaler Dysfunktionen

3.3 Psychosoziale Interaktionen

3.4 Symptome und Ontologie

4 Diagnostische Methoden

4.1 Interview

4.2 Selbstbeurteilungsskalen

4.3 Testpsychologische Erfassung

5 Komorbiditäten

6 Therapie

6.1 Pharmakologische Behandlung

6.2 Psychotherapie

6.3 Behandlungsalternativen

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Störungsbild der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit einem spezifischen Fokus auf die Besonderheiten bei Erwachsenen im Vergleich zur juvenilen Form. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Symptomatik und die diagnostischen Anforderungen im Lebensverlauf verändern und welche neuropsychologischen sowie therapeutischen Ansätze zur Behandlung der Betroffenen geeignet sind.

  • Grundlagen der ADHS-Definition und Klassifikation in der Psychiatrie
  • Neuropsychologische Modelle zur Erklärung der Ätiologie und Symptommanifestation
  • Herausforderungen der Diagnostik bei Erwachsenen und deren Differenzierung
  • Überblick über komorbide Erkrankungen und deren Bedeutung für den Krankheitsverlauf
  • Evaluation multimodaler Therapiekonzepte aus medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Modell mangelnder Reaktionsinhibition

Mit dem Modell von Barkley (1997a, 1997b) wurden die bisherigen Befunde zu den Defiziten der Exekutivfunktionen bei ADHS integriert und in Beziehung gesetzt. Dabei bezieht sich Barkley besonders auf die Reaktionsinhibition, weshalb er den nach DSM-IV klassifizierten unaufmerksamen Typus als eigenes Störungsbild ansieht und nicht in sein Modell integriert (Abbildung 2).

Die Störung der Reaktionsinhibition, welche im präfrontalen Kortex verortet ist, spiegelt sich nach Barkley (1997 a, 1997b) in der Dysfunktion von drei neuropsychologischen Prozessen wieder: (1) in der Hemmung von dominanten Handlungsimpulsen, (2) bei der Unterbrechung von laufenden Handlungen und (3) der Hemmung oder Kontrolle interferierender Handlungsimpulse. Diese Störung hat die Beeinträchtigung von vier exekutiven Funktionen zur Folge und zwar (1) dem nonverbalen Arbeitsgedächtnis, (2) der Selbstregulation von Arousal, von Affekten und der Motivation, als auch (3) der Internalisierung von Sprache (verbales Arbeitsgedächtnis) sowie (4) der Reconstitution (nach Döpfner et al. [2000] übersetzt in „Entwicklung von Handlungssequenzen“).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Definition und Klassifikation der ADHS: Darstellung der klinischen Diagnosekriterien und der verschiedenen Subtypen gemäß DSM-IV und ICD-10.

2 Prävalenz: Analyse der stark variierenden Prävalenzraten von ADHS und Identifikation der Einflussfaktoren, die zu diesen Unterschieden führen.

3 Ätiologie und neuropsychologische Erklärungsmodelle: Systematische Untersuchung der biologischen und psychologischen Ursachen sowie Darstellung führender Erklärungsmodelle wie dem Biopsychosozialen Modell, dem Modell von Barkley und dem dualen Modell von Sonuga-Barke.

4 Diagnostische Methoden: Überblick über geeignete Verfahren zur Diagnose bei Erwachsenen, unter Einbeziehung von strukturierten Interviews, Selbstbeurteilungsskalen und testpsychologischen Ansätzen.

5 Komorbiditäten: Aufzeigen der Notwendigkeit einer Differentialdiagnose zur Abgrenzung von Begleiterkrankungen, die häufig zusammen mit ADHS auftreten.

6 Therapie: Diskussion multimodaler Behandlungsansätze, bestehend aus pharmakologischen Interventionen und verschiedenen Formen der Psychotherapie.

7 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über den Symptomwandel vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter und Diskussion zukünftiger Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, Erwachsene, Neuropsychologie, Reaktionsinhibition, Exekutivfunktionen, Symptomwandel, Diagnostik, Komorbidität, Pharmakotherapie, Psychotherapie, Biopsychosoziales Modell, Symptompersistenz, Methylphenidat, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem Störungsbild ADHS und analysiert dessen Verlauf von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter.

Welche Aspekte der ADHS stehen besonders im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die veränderte Symptomatik, die Herausforderungen bei der Diagnose sowie die Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen bei erwachsenen Patienten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur adulten ADHS darzustellen und den Unterschied sowie die Persistenz zur juvenilen ADHS zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Integration verschiedener neuropsychologischer Erklärungsmodelle basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Ätiologie, die diagnostische Vorgehensweise, die Problematik komorbider Erkrankungen sowie aktuelle therapeutische Ansätze.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Neuropsychologie, Exekutivfunktionen, Reaktionsinhibition, Pharmakotherapie und Symptomwandel.

Wie unterscheidet sich die Symptomatik bei Erwachsenen von der bei Kindern?

Während bei Kindern oft die Hyperaktivität dominiert, nehmen diese motorischen Symptome mit zunehmendem Alter ab, während Unaufmerksamkeit, Desorganisation und komorbide Störungen in den Vordergrund rücken.

Welche Rolle spielt die Medikation bei der Behandlung?

Die Arbeit favorisiert eine multimodale Behandlung, bei der die medikamentöse Therapie zur Linderung der Kernsymptome oft mit einer Psychotherapie kombiniert wird.

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Details

Title
ADHS bei Erwachsenen
College
RWTH Aachen University  (Lehr- und Forschungsgebiet Neuropsychologie der Neurologischen Klinik der RWTH Aachen )
Course
Kognitive Neuropsychologie
Grade
1,0
Author
Bachelor of Science Said Giancoli (Author)
Publication Year
2009
Pages
34
Catalog Number
V138852
ISBN (eBook)
9783640487011
ISBN (Book)
9783640486922
Language
German
Tags
Gegenüberstellung der juvenilen und adulten ADHS neuropsychologische Erklärungsmodelle Diagnostische Methoden Therapie Biochemie und Neurophysiologie ADS ADHS Erscheinungsformen Ritalin Psychotherapie Symptome Komorbiditäten Aufmerksamkeit Methylphenidat Hyperaktivität Exekutivfunktionen Genetische Determinanten Psychosoziale Auslöser Konzentrationsstörungen Symptomwandel bis zum Erwachsenenalter Thema ADHS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science Said Giancoli (Author), 2009, ADHS bei Erwachsenen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138852
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