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Die Europäische Beschäftigungsstrategie

Title: Die Europäische Beschäftigungsstrategie

Essay , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dennis Sauert (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Seit der Unterzeichnung des Vertrages in Rom, zur Gründung der
Europäischen Gemeinschaft, ist es bereits eines der primären Ziele
gewesen, Vollbeschäftigung innerhalb der Gemeinschaft zu erreichen. Kooperationen der Mitgliedsstaaten mit den bereits existierenden Organisationen, wie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), welche durch europäische als auch internationale multilaterale Gremien zur Zusammenarbeit im Bereich Beschäftigung besetzt waren, führten jedoch nicht zum erhofften Erfolg. Somit traten in den neunziger
Jahren, auch als Folge der Ölkrise, strukturelle und makroökonomische Schwierigkeiten auf, die ein gemeinsames Handeln auf europäischer Ebene notwendig machten. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit von 17 Millionen Menschen welches eine relative Erwerbslosenquote von 10% entspricht, schlug die Europäische Kommission im Jahre 1993 keynesianische Lösungsansätze zu einem höheren Wachstum, einem verstärkten Wettbewerb und mehr Beschäftigung in ihrem „Delors Weißbuch“ vor. Dabei wurden Wege aufgezeigt wie in Zukunft sichere Arbeitsplätze und verbesserte Chancen für Arbeitssuchende zu schaffen sind. Mit diesem Schritt wurde das arbeitsmarktpolitische Problem in Europa stärker hervorgehoben, so dass sich die Staats- und Regierungschefs, mit dem Vertrag von Amsterdam, dazu bereit erklärten, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit als das übergeordnete wirtschafts und
sozialpolitische Ziel der Europäischen Union zu machen. In diesem
Zusammenhang bekam der EG-Vertrag ein neues Kapitel zur
Beschäftigung und die Europäische Gemeinschaft die Kompetenzen in der Beschäftigungspolitik der Mitgliedsstaaten zugesprochen. „Die
Qualifizierung der Arbeitskräfte und die Schaffung eines Arbeitsmarktes, der besser auf wirtschaftliche Veränderungen reagiert, wird [somit] zu einer „Angelegenheit von gemeinsamem Interesse".“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DIE GESCHICHTE DER EUROPÄISCHEN BESCHÄFTIGUNGSPOLITIK

2. DIE ARBEITSMARKTPOLITISCHE SITUATION IN EUROPA IM 21. JAHRHUNDERT

3. DIE EUROPÄISCHE BESCHÄFTIGUNGSSTRATEGIE (EBS)

3.1. Beschäftigungsfähigkeit

3.2 Unternehmergeist

3.3 Anpassungsfähigkeit

3.4. Chancengleichheit

4. MOK ALS INSTRUMENT ZUR UMSETZUNG DER EBS

5. BESTANDSAUFNAHME DER EBS

5.1 Ziele aus EBS zum Teil realisiert

5.1.1 Methode der offenen Koordinierung als Mehrwert für die Europäische Beschäftigungsstrategie

5.2 Noch unerfüllte Ziele der EBS

6. EUROPÄISCHE TASKFORCE „BESCHÄFTIGUNG“

6.1 Taskforce Empfehlung für Deutschland

6.1.1 Anpassungsfähigkeit steigern

6.1.2 Attraktiver Arbeitmarkt

6.1.3 Investition in das Humankapital

7. REKONSTRUKTION DER BESCHÄFTIGUNGSSTRATEGIE

8. FLEXICURITY ALS MODELL FÜR DIE ZUKUNFT

9. ABSCHLIEẞENDE BETRACHTUNG ZUM FORTSCHRITT DER EBS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die historische Entwicklung, die Umsetzung sowie die Wirksamkeit der Europäischen Beschäftigungsstrategie (EBS) vor dem Hintergrund der arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in der Europäischen Union.

  • Historische Genese der europäischen Beschäftigungspolitik und ihre Zielsetzungen.
  • Analyse der Methode der offenen Koordinierung (MOK) als Steuerungsinstrument.
  • Bewertung der bisherigen Fortschritte und Identifikation verbleibender Defizite in der EBS.
  • Diskussion von Reformansätzen wie Flexicurity als zukunftsfähiges Modell für europäische Arbeitsmärkte.

Auszug aus dem Buch

3. Die Europäische Beschäftigungsstrategie (EBS)

Mit der EBS ist 1997 ein Instrument entstanden das „zur Orientierung und Sicherstellung der Koordinierung der beschäftigungspolitischen Prioritäten der Mitgliedstaaten dienen“ soll, um den Arbeitsmarkt attraktiver zu gestalten. Das Ziel sollte dabei sein, eine deutliche Senkung der Arbeitslosigkeit innerhalb der nächsten 5 Jahre bis 2002 in Europa zu erreichen. Dazu erfolgte die Einführung einer multilateralen Überwachung, die einen jährlichen gemeinsamen Beschäftigungsbericht beinhaltet, beschäftigungspolitische Leitlinien die in nationale Aktionspläne (NAP) der Mitgliedstaaten umgesetzt werden müssen sowie besondere Empfehlungen des Ministerrats an bestimmte Mitgliedstaaten. Diese stärkeren Interaktionen aller Europäischen Gemeinschaften, sollen bewirken, dass die Mitgliedstaaten sich selbst die Ziele vorgeben. Dabei wird die EBS von den vier Pfeilern:

- Beschäftigungsfähigkeit

- Unternehmergeist

- Anpassungsfähigkeit

- Chancengleichheit

getragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DIE GESCHICHTE DER EUROPÄISCHEN BESCHÄFTIGUNGSPOLITIK: Überblick über den Ursprung der gemeinsamen Beschäftigungspolitik in Europa bis hin zur Etablierung des Kapitels zur Beschäftigung im EG-Vertrag.

2. DIE ARBEITSMARKTPOLITISCHE SITUATION IN EUROPA IM 21. JAHRHUNDERT: Analyse der Herausforderungen durch hohe Arbeitslosigkeit und strukturelle Ungleichheiten, die eine europäische Strategie notwendig machten.

3. DIE EUROPÄISCHE BESCHÄFTIGUNGSSTRATEGIE (EBS): Darstellung der Struktur der EBS und ihrer vier Kernpfeiler zur Steigerung der Attraktivität des europäischen Arbeitsmarktes.

4. MOK ALS INSTRUMENT ZUR UMSETZUNG DER EBS: Erläuterung der Methode der offenen Koordinierung als politisches Instrument zur Abstimmung nationaler Politiken durch Benchmarking und Best Practices.

5. BESTANDSAUFNAHME DER EBS: Evaluierung der ersten fünf Jahre der EBS sowie Identifikation der bereits erreichten Ziele und der weiterhin bestehenden Diskrepanzen.

6. EUROPÄISCHE TASKFORCE „BESCHÄFTIGUNG“: Untersuchung der Empfehlungen zur Reform des Arbeitsmarktes und der Humankapitalinvestitionen, insbesondere mit Fokus auf Deutschland.

7. REKONSTRUKTION DER BESCHÄFTIGUNGSSTRATEGIE: Beschreibung der Weiterentwicklung der EBS durch die Kommission zur Vereinfachung und Straffung der Strategie nach 2003.

8. FLEXICURITY ALS MODELL FÜR DIE ZUKUNFT: Diskussion des Flexicurity-Ansatzes als Kombination aus Flexibilität und Sicherheit zur Bewältigung der Globalisierung.

9. ABSCHLIEẞENDE BETRACHTUNG ZUM FORTSCHRITT DER EBS: Kritische Würdigung der Wirksamkeit der europäischen Beschäftigungspolitik und Ausblick auf künftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Europäische Beschäftigungsstrategie, EBS, Arbeitsmarktpolitik, Methode der offenen Koordinierung, MOK, Beschäftigungsfähigkeit, Flexicurity, Lissabon-Strategie, Arbeitslosigkeit, Humankapital, Chancengleichheit, Anpassungsfähigkeit, Europäische Union, Strukturreformen, Best Practice.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Europäische Beschäftigungsstrategie (EBS) als zentrales Instrument der EU-Politik zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Arbeitsmärkte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themenfelder sind die historische Entwicklung der Beschäftigungspolitik, die Methode der offenen Koordinierung (MOK), die Evaluation der EBS sowie Zukunftskonzepte wie Flexicurity.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob die Europäische Beschäftigungsstrategie im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit einen tatsächlichen Mehrwert für die Mitgliedstaaten erbringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von Dokumenten, Berichten und empirischen Daten der Europäischen Kommission und relevanter Taskforces zur Beschäftigungspolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der EBS-Strukturen, die Analyse der MOK, eine Bestandsaufnahme der Fortschritte sowie die Betrachtung spezifischer Reformvorschläge für Deutschland und das Modell Flexicurity.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Europäische Beschäftigungsstrategie, Flexicurity, MOK, Arbeitsmarktpolitik und Lissabon-Strategie.

Welche Rolle spielt die Methode der offenen Koordinierung (MOK) konkret?

Die MOK dient als Instrument, um durch Benchmarking und den Austausch von Best-Practice-Beispielen eine Konvergenz der beschäftigungspolitischen Strategien der Mitgliedstaaten ohne zentralistische Vorgaben zu erreichen.

Warum wird Flexicurity als zukunftsweisendes Modell hervorgehoben?

Flexicurity wird als Modell bewertet, das durch die Verbindung von Flexibilität für Unternehmen und Sicherheit für Arbeitnehmer einen konstruktiven Weg bietet, um auf die Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels zu reagieren.

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Details

Title
Die Europäische Beschäftigungsstrategie
College
Berlin School of Economics and Law
Grade
1,3
Author
Dennis Sauert (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V138888
ISBN (eBook)
9783640485666
ISBN (Book)
9783640485376
Language
German
Tags
Europäische Beschäftigungsstrategie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Sauert (Author), 2007, Die Europäische Beschäftigungsstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138888
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