Diese Arbeit analysiert Ludwig Bechsteins Märchen "Der Müller und die Nixe" und stützt sich dabei auf das erzähltheoretische Modell und die Fachterminologie, die M. Martinez und M. Scheffel in ihrer "Einführung in die Erzähltheorie" vorstellen. Eine abschließende Betrachtung klärt, ob man die Erzählung aufgrund ihrer narrativen Struktur als typisches Kindermärchen bezeichnen kann.
Ob Sirenen, Undinen oder die Loreley: Immer wieder wird in der Literatur von Begegnungen zwischen verführerischen Wasserfrauen und Sterblichen erzählt. Auch die Gebrüder Grimm und Ludwig Bechstein verarbeiteten den Nixenmythos in ihren Märchen "Die Nixe im Teich", bzw. "Der Müller und die Nixe" und orientierten sich dabei an "Ein[em] Märchen aus der Oberlausitz", das Moritz Haupt in seiner "Zeitschrift für deutsches Althertum" veröffentlichte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Aufbau des Textes
- Zeit
- Erzählte Zeit – Erzählzeit
- Dauer
- Ordnung
- Frequenz
- Stimme
- Zeitpunkt des Erzählens
- Stellung des Erzählers zum Geschehen
- Ort des Erzählens
- Subjekt und Adressat des Erzählens
- Modus
- Fokalisierung
- Erzählung von Ereignissen
- Erzählung von Gedanken und Worten
- Distanz
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die narrative Struktur von Ludwig Bechsteins Märchen "Der Müller und die Nixe" im Kontext der erzähltheoretischen Modelle von M. Martinez und M. Scheffel. Sie beleuchtet die spezifischen Elemente der Erzählzeit, Stimme und des Modus, um die Eigenheiten des Märchens und seine Einordnung in die Kategorie des Kindermärchens zu analysieren.
- Analyse der narrativen Struktur von "Der Müller und die Nixe" nach erzähltheoretischen Modellen
- Untersuchung der spezifischen Elemente von Zeit, Stimme und Modus in der Erzählung
- Identifizierung des Handlungsschemas und seiner Relevanz für die Interpretation des Märchens
- Beurteilung der Eignung des Märchens als typisches Kindermärchen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik des Nixenmythos in der Literatur ein und stellt die Bechsteinsche Version von "Der Müller und die Nixe" im Kontext anderer Bearbeitungen des Stoffes dar. Sie legt die theoretische Grundlage der Analyse fest und bezieht sich auf das erzähltheoretische Modell von Martinez und Scheffel.
Aufbau des Textes
Dieser Abschnitt analysiert die Struktur des Märchens anhand der Segmentierung des Textes in Absätze und der Verwendung von Illustrationen. Er identifiziert das allgemeine Handlungsschema eines Märchens und dessen konkrete Anwendung in "Der Müller und die Nixe".
Zeit
Der Abschnitt behandelt die verschiedenen Aspekte der erzählten Zeit im Märchen, wie die Erzählzeit, die Dauer, die Ordnung und die Frequenz. Er beleuchtet die Beziehung zwischen erzählter Zeit und dem Erzähltempo sowie die Verwendung von Zeitsprüngen und Wiederholungen.
Stimme
Dieser Abschnitt untersucht die Perspektive des Erzählers im Märchen, indem er den Zeitpunkt des Erzählens, die Stellung des Erzählers zum Geschehen, den Ort des Erzählens und die Beziehung zwischen Erzähler und Adressaten betrachtet.
Modus
Dieser Abschnitt befasst sich mit den verschiedenen Techniken der Erzählweise, wie der Fokalisierung, der Erzählung von Ereignissen, Gedanken und Worten sowie der Distanz zwischen Erzähler und Leser. Er zeigt auf, wie die verschiedenen Techniken den Grad an Information und Interpretation beeinflussen.
Schlussbemerkung
Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zieht Schlussfolgerungen über die narrative Struktur von "Der Müller und die Nixe" im Kontext der erzähltheoretischen Modelle. Sie bewertet die Eignung des Märchens als typisches Kindermärchen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Analyse der narrativen Struktur von Ludwig Bechsteins Märchen "Der Müller und die Nixe". Sie beschäftigt sich mit den erzähltheoretischen Konzepten von M. Martinez und M. Scheffel und befasst sich mit Aspekten wie Erzählzeit, Stimme, Modus, Handlungsschema und typische Merkmale von Kindermärchen. Die Arbeit greift dabei auf Elemente wie Fokalisierung, Erzählung von Ereignissen und Gedanken sowie die Distanz zwischen Erzähler und Leser zurück.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Bechsteins "Der Müller und die Nixe"?
Das Märchen behandelt den Nixenmythos, bei dem ein Müller eine folgenreiche Begegnung mit einer verführerischen Wasserfrau hat, ähnlich wie in "Die Nixe im Teich" der Gebrüder Grimm.
Welche erzähltheoretischen Begriffe werden zur Analyse genutzt?
Die Arbeit nutzt das Modell von Martinez und Scheffel, insbesondere Begriffe wie Fokalisierung, Erzählzeit, Stimme und Modus.
Was ist der Unterschied zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit?
Erzählzeit ist die Zeit, die man zum Lesen benötigt; erzählte Zeit ist der Zeitraum, über den sich die Handlung im Märchen erstreckt.
Ist das Märchen als typisches Kindermärchen einzustufen?
Die Arbeit untersucht die narrative Struktur und das Handlungsschema kritisch, um zu klären, ob Bechsteins Erzählweise den Kriterien eines klassischen Kindermärchens entspricht.
Welche Rolle spielt die Fokalisierung im Text?
Die Analyse zeigt, aus welcher Perspektive die Ereignisse wahrgenommen werden und wie dies die Distanz zwischen Leser und den übernatürlichen Geschehnissen beeinflusst.
- Quote paper
- Sophia Hergenröder (Author), 2020, Ludwig Bechstein "Der Müller und die Nixe". Analyse der narrativen Struktur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1388942