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Das Modell zur "Financial Fragility" nach Allen & Gale

Titre: Das Modell zur "Financial Fragility" nach Allen & Gale

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Huesmann (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Finanzkrisen. Vor dem Hintergrund
der aktuellen Finanzkrise scheint daher kaum eine Frage wichtiger als die nach der Entstehung
solch einer Krise. Sind es zufällige Ereignisse, die spontan auftreten oder unumgängliche
Ereignisse, die dem Wirtschaftszyklus folgen? Bereits 2004 wiesen
Schnabel and Shin in ihrer empirischen Studie über eine Welle von Bankeninsolvenzen
in Nordeuropa 1763 darauf hin, dass sich Krisen schnell verbreiten und sich die Intermediäre
gegenseitig „anstecken“, wenn sie stark vernetzt sind, was vor allem für moderne
Finanzsystemen mit komplexen Derivatverträgen gilt. Die Richtigkeit dieser
These wurde durch die derzeitige Krise schmerzhaft bewiesen.
Diese Arbeit soll dabei helfen, die Gründe solcher Finanzkrisen zu verstehen. Zunächst
werden in Abschnitt 2 wichtige theoretische Ansätze zu Finanzkrisen sowie deren Thesen
vorgestellt. Daraufhin wird im Abschnitt 3 das Modell nach Allen and Gale zur Financial
Fragility ausführlich erläutert. Der Begriff Financial Fragility beschreibt
„[…]situations in which small shocks have a significant impact on the financial sytem“. Neben dem Modell und dessen Gleichgewichten werden anschließend einige
Erweiterungen vorgestellt. Es folgen verschiedene empirische Studien, in denen die
Autoren historische Finanzkrisen analysieren und nach Gründen für ihr Entstehen suchen.
Dieser Teil greift einige theoretische Ansätze aus Abschnitt 2 erneut auf. Letztlich
werden in einem kurzen Fazit die Erkenntnisse dieser Arbeit zusammengefasst und einige
kritische Anmerkungen zum Modell der Financial Fragility gemacht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung des Modells zur Financial Fragility nach Allen & Gale in die theoretischen Ansätze zu Finanzkrisen

3. Das Modell zur Financial Fragility nach Allen & Gale

3.1 Das Grundmodell

3.2 Die verschiedenen Gleichgewichte

3.2.1 Fundamentales Gleichgewicht ohne aggregierte Unsicherheit

3.2.2 Gleichgewicht mit aggregierter Unsicherheit

3.2.3 „Sunspot“ Gleichgewicht

3.3 Modellerweiterungen

3.3.1 Einführung risikofreudiger und risikoaverser Banken

3.3.2 Individuelle Liquiditätsschocks für Banken

3.3.3 Gleichgewichte ohne Insolvenzen einzelner Banken

4. Empirische Evidenz

5. Fazit und Modellkritik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Entstehung von Finanzkrisen, wobei der Schwerpunkt auf dem Modell der "Financial Fragility" von Allen und Gale liegt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie bereits geringfügige Liquiditätsschocks durch die Vernetzung von Banken und Märkten systemische Krisen auslösen können, und diese Erkenntnisse durch historische empirische Studien zu untermauern.

  • Theoretische Ansätze und Modellierung der "Financial Fragility"
  • Die zentrale Rolle von Liquidität und Marktunvollkommenheiten
  • Analyse verschiedener Markt-Gleichgewichte bei aggregierter Unsicherheit
  • Untersuchung von Bankeninsolvenzen und systemischen Risiken
  • Empirische Evidenz historischer Finanzkrisen und deren Auslöser

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Grundmodell

In dem Modell nach Allen and Gale gibt es zwei wesentliche Akteure, Banken und Konsumenten. Die Konsumenten besitzen jeweils eine Anfangsausstattung von (1,0,0) Einheiten eines Gutes, welches für den Konsum oder zur Investition genutzt werden kann. Die Konsumenten können dieses Gut den Banken zur Verfügung stellen, die dafür im Gegenzug einen Einlagenvertrag mit versprochenen Auszahlungen bieten. Das ermöglicht den Konsumenten entsprechend ihren Präferenzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu konsumieren. Das bei den Banken gebündelte Kapital wird dann in ein individuelles Portfolio investiert. Die Einlagenverträge ermöglichen den Konsumenten eine bessere Kombination von Renditen und Liquidität als die, die sie selber erreichen können. Sie maximieren also im Optimum die Wohlfahrt der Konsumenten, die im Übrigen nicht diversifizieren können und ihr gesamtes Kapital nur einer Bank zur Verfügung stellen.

Es gibt nun drei relevante Zeitpunkte t = 0,1,2. Zum Zeitpunkt 0 werden die Einlagenverträge geschlossen, und die Banken wählen ihre Portfoliostrategie. Konsum findet zum Zeitpunkt 1 oder 2 statt. Die Konsumenten sind ex ante identisch und haben alle dieselbe Anfangsausstattung (1,0,0). Ex post gibt es aber zwei verschiedene Konsumtypen: solche mit hoher Gegenwartspräferenz und solche mit geringer. Zu welchem Typ ein Konsument gehört, wird erst zum Zeitpunkt 1 offenkundig.

Bei der Wahl des Portfolios stehen den Banken zwei Anlageformen zur Verfügung: eine kurzfristige und eine langfristige. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Rendite. Eine Einheit der kurzfristigen Anlage erzielt in t+1 eine Rendite von einer Einheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Finanzkrisen ein, stellt die Relevanz systemischer Zusammenhänge heraus und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2. Einordnung des Modells zur Financial Fragility nach Allen & Gale in die theoretischen Ansätze zu Finanzkrisen: Das Kapitel vergleicht traditionelle Sichtweisen auf Krisen mit neueren koordinationsorientierten Ansätzen und verdeutlicht die Rolle von Informationsasymmetrien.

3. Das Modell zur Financial Fragility nach Allen & Gale: Dieser Hauptteil modelliert den Entscheidungsprozess von Banken und Konsumenten, analysiert verschiedene Gleichgewichtszustände und erweitert das Modell um Risikofaktoren und Liquiditätsschocks.

4. Empirische Evidenz: Dieses Kapitel prüft die theoretischen Annahmen anhand historischer Fallbeispiele, wie der U.S. Banking Era oder der Krise von 1763, auf ihre praktische Gültigkeit.

5. Fazit und Modellkritik: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt, kritisch hinterfragt und die Bedeutung gesamtwirtschaftlicher systemischer Ereignisse für die Entstehung von Finanzkrisen reflektiert.

Schlüsselwörter

Finanzkrisen, Financial Fragility, Liquiditätsschocks, Banken, Einlagenverträge, Systemische Krisen, Informationsasymmetrie, Kapitalmarkt, Gleichgewicht, Preisvolatilität, Bank Runs, Risikomanagement, Modellkritik, Empirische Evidenz, Wirtschaftszyklus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Entstehungsmechanismen von Finanzkrisen mit Fokus auf das theoretische Modell der "Financial Fragility" nach Allen und Gale.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Interaktion von Banken und Finanzmärkten, die Rolle der Liquidität, das Entstehen von systemischen Risiken sowie die empirische Validierung durch historische Daten.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein tiefes Verständnis dafür zu erlangen, wie kleine Schocks durch systemische Vernetzungen große Krisen auslösen können.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus modelltheoretischer Analyse (mathematische Darstellung von Bankentscheidungen und Gleichgewichten) sowie der Auswertung empirischer Literatur und historischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Grundmodell von Allen und Gale, betrachtet verschiedene Markt-Gleichgewichte unter Unsicherheit und diskutiert Modellerweiterungen bezüglich Bankentypen und Liquiditätsschocks.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Schlüsselbegriffe sind Financial Fragility, systemische Krisen, Liquiditätsschocks, Bank-Gleichgewichte und Preisschwankungen.

Wie unterscheidet sich das Modell von Allen und Gale von herkömmlichen Bank Run-Theorien?

Das Modell betont im Gegensatz zu klassischen Ansätzen stärker die zentrale Rolle von Liquidität und die bewusste Wahl von Portfoliostrategien durch Banken in einem unvollkommenen Marktumfeld.

Welche Bedeutung haben "Sunspots" im Kontext des Modells?

"Sunspots" repräsentieren im Modell extrinsische Unsicherheiten, die zu Preisschwankungen führen können, obwohl keine fundamentalen oder aggregierten intrinsischen Unsicherheiten vorliegen.

Welche Rolle spielen risikofreudige versus risikoaverse Banken in den Modellerweiterungen?

Die Einführung unterschiedlicher Bankentypen führt zu gemischten Gleichgewichten, in denen das Verhalten der Banken auf dem Kapitalmarkt von den jeweiligen Zuständen abhängt und systemische Krisenanfälligkeit verdeutlicht.

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Résumé des informations

Titre
Das Modell zur "Financial Fragility" nach Allen & Gale
Université
University of Cologne
Cours
Hauptseminar in Bankbetriebslehre
Note
1,7
Auteur
Stefan Huesmann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
25
N° de catalogue
V138921
ISBN (ebook)
9783640485130
ISBN (Livre)
9783640484980
Langue
allemand
mots-clé
Finanzkrise bank-run systemische Krise Gorton financial fragility sunspots
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Huesmann (Auteur), 2009, Das Modell zur "Financial Fragility" nach Allen & Gale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138921
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Extrait de  25  pages
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