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Gesundheitsprämie als Reformoption für die gesetzliche Krankenversicherung

Title: Gesundheitsprämie als Reformoption für die gesetzliche Krankenversicherung

Diploma Thesis , 2005 , 90 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl. Kffr. Romy Heymann (Author)

Health - Miscellaneous
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Im Rahmen dieser Arbeit werden, nach einer kurzen Beschreibung der GKV und der Herausforderungen, denen sich diese gegenüber sieht, vier Reformvorschläge für eine Gesundheitsprämie vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf dem Modell von Rürup und Wille. Jede Reform, die neue Finanzierungsquellen zu Lasten der Versicherten erschließen soll, verändert zugleich auch die Verteilung der Beitragslast unter den und für die Versicherten. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird dann herausgestellt, welche Versichertengruppen durch eine Umstellung des Gesundheitssystems auf Gesundheitsprämien finanzielle Belastung oder Entlastung des Einkommens erfahren. Die besondere Herausforderung liegt nun darin, anhand der hier herausgearbeiteten Be- und Entlastungseffekte auf das Bruttoeinkommen der GKV-Mitglieder, eine Einschätzung darüber abzugeben, ob eine Umstellung des Gesundheitssystems eine Alternative zum derzeitigen System darstellen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 PROBLEMSTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT

2 STATUS QUO DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG

2.1 BEITRAGSPFLICHTIGE EINNAHMEN

2.2 UMVERTEILUNGSEFFEKTE

2.3 FINANZIERUNGSPROBLEME DER GKV

2.3.1 Demographische Einflussfaktoren

2.3.2 Über-, Unter- und Fehlversorgung in der GKV

3 GESUNDHEITSPRÄMIE ALS ALTERNATIVE IN DER GKV

3.1 GRUNDIDEE DER GESUNDHEITSPRÄMIE

3.2 KOPFPRÄMIENMODELL NACH RÜRUP ET AL.

3.2.1 Abkopplung des GKV-Beitrags vom Arbeitsentgelt

3.2.2 Höhe der Kopfprämie

3.2.3 Steuer-Transfer-System im Kopfprämienmodell

3.2.4 Berechnung des Prämienzuschusses

3.2.5 PKV im Kopfprämiensystem

3.2.6 Veränderung des Risikostrukturausgleichs

3.2.7 Aufkommensneutralität

3.3 WEITERE MODELLE FÜR EINE GESUNDHEITSPRÄMIE

3.3.1 Modell von Knappe et al.

3.3.2 Modell von Zweifel et al.

3.3.3 Modell von Henke et al.

4 AUSWIRKUNGEN UND ENTWICKLUNG DER KOPFPRÄMIE

4.1 BEWERTUNG DER KOPFPRÄMIENMODELLE

4.1.1 Wirkung auf den Arbeitsmarkt

4.1.2 Grenzbelastung des Faktors Arbeit

4.1.3 Steuer-Transfer-System und der Prämiensubventionsbedarf

4.1.4 Zielgenauigkeit des Umverteilungsmechanismus

4.1.5 Der Versichertenkreis

4.1.6 Risikostrukturausgleich

4.1.7 Horizontale Gerechtigkeit

4.1.8 Kapitaldeckung

4.2 BE- UND ENTLASTUNGSWIRKUNG AUF FAMILIENHAUSHALTSEBENE

4.3 BE- UND ENTLASTUNGSWIRKUNGEN EINZELNER FAMILIENTYPEN

4.3.1 Modellannahmen

4.3.2 Be- und Entlastungswirkung eines Singlehaushaltes

4.3.3 Be- und Entlastungswirkung eines Einverdiener-Ehepaares

4.3.4 Be- und Entlastungswirkung eines Zweiverdiener-Ehepaares

4.3.5 Schlussfolgerungen für die einzelnen Familientypen

4.4 PROZENTUALE BE- UND ENTLASTUNG DER BEVÖLKERUNG

4.5 ENTWICKLUNG DER KOPFPRÄMIE

4.5.1 Entwicklung der Kopfprämie in der Schweiz

4.5.2 Parallele Entwicklungen in Deutschland

5 ABSCHLIEßENDE STELLUNGNAHME

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung einer Gesundheitsprämie als Reformoption für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit eine Umwandlung von einkommensabhängigen Beiträgen in einkommensunabhängige Kopfpauschalen eine tragfähige Alternative zum derzeitigen System darstellt und welche finanziellen Be- und Entlastungseffekte für verschiedene Haushaltstypen dabei entstehen.

  • Analyse der aktuellen Finanzierungsprobleme und Herausforderungen der GKV.
  • Gegenüberstellung verschiedener Kopfprämienmodelle (Rürup et al., Knappe et al., Zweifel et al., Henke et al.).
  • Untersuchung der Arbeitsmarkt- und Gerechtigkeitseffekte durch die Entkoppelung von Lohn und Krankenversicherungsbeitrag.
  • Berechnung der finanziellen Be- und Entlastungswirkungen für diverse Familientypen mittels eines Steuer-Transfer-Modells.
  • Vergleich der Auswirkungen des Modells gegenüber dem aktuellen System der GKV.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Abkopplung des GKV-Beitrags vom Arbeitsentgelt

Als wesentlichen Eckpunkt sieht das Modell von Rürup et al. vor, die Beiträge zur GKV von der Höhe der Arbeitsentgelte abzukoppeln. Jeder gesetzlich Versicherte zahlt eine einkommensunabhängige Pauschalprämie. Konjunkturelle Schwankungen wirken sich somit nicht mehr direkt auf die Höhe der Einnahmen der GKV aus, da die Höhe des Beitrags keiner Abhängigkeit mehr von den Arbeitseinkommen unterliegt. Jeder Versicherte zahlt die gleiche Pauschale an die GKV. Dadurch wird die Einnahmenbasis erweitert und der steigende Rentnerquotient führt so nicht mehr unmittelbar zu verringerten Einnahmen, wie dies derzeitig in der GKV der Fall ist. Da mit steigendem Alter nur die geringen Renten zur Beitragsbemessung herangezogen werden, im Alter jedoch mit einer zunehmenden Multimorbidität zu rechnen ist, übersteigt das Kostenrisiko eines Rentners statistisch gesehen dessen Beitragseinnahmen. Ebenso wirkt sich eine erhöhte Arbeitslosigkeit, durch einkommensunabhängige Pauschalen nicht mehr direkt auf die Beitragseinnahmen aus. Ein Vorteil der Pauschalprämie ist, dass durch diesen festgesetzten Betrag die Einnahmenbasis für die GKV erweitert wird. Die pauschale Höhe der Prämie kann Versicherte aber ebenso finanziell überfordern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 PROBLEMSTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT: Einführung in die Reformdiskussion der GKV mit Fokus auf die Konzepte der Bürgerversicherung und der Gesundheitsprämie.

2 STATUS QUO DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG: Analyse der aktuellen Finanzierungsmechanismen, der demografischen Herausforderungen und der Probleme durch Über- und Fehlversorgung.

3 GESUNDHEITSPRÄMIE ALS ALTERNATIVE IN DER GKV: Vorstellung der Grundidee der Kopfpauschale sowie detaillierte Beschreibung verschiedener Modellvorschläge von Expertenkommissionen.

4 AUSWIRKUNGEN UND ENTWICKLUNG DER KOPFPRÄMIE: Umfassende Bewertung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, soziale Gerechtigkeit und detaillierte Simulation der finanziellen Be- und Entlastung für verschiedene Haushaltstypen.

5 ABSCHLIEßENDE STELLUNGNAHME: Synthese der Ergebnisse mit der Einschätzung, dass eine Kopfprämie zwar konjunkturresistenter ist, jedoch soziale Härten durch einen ausgeklügelten Transfermechanismus abfedern muss.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Gesundheitsprämie, Kopfpauschale, Steuer-Transfer-System, Beitragsbemessungsgrenze, demografischer Wandel, Risikostrukturausgleich, Arbeitgeberanteil, soziale Gerechtigkeit, Finanzierungslücke, Gesundheitsökonomie, Kapitaldeckung, Umverteilungseffekte, Prämiensubvention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gesundheitsprämie als Reformoption für die deutsche gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und vergleicht diese mit dem bestehenden einkommensabhängigen Beitragssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Finanzierung der GKV, die Auswirkungen der Reformvorschläge auf den Arbeitsmarkt sowie die Verteilungswirkungen auf verschiedene Familientypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu bewerten, ob eine Umstellung auf einkommensunabhängige Kopfprämien eine tragfähige Alternative zum aktuellen System darstellt und welche sozialen Härten dabei entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine modelltheoretische Analyse sowie quantitative Berechnungen und Vergleiche der Be- und Entlastungseffekte für unterschiedliche Haushaltsgrößen und Einkommensklassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Reformmodellen (z.B. nach Rürup et al. oder Henke et al.), deren Auswirkung auf Arbeitsmarkt und Kapitaldeckung sowie der Simulation der finanziellen Belastung für Singles und Ehepaare.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Gesundheitsprämie, Kopfpauschale, Steuer-Transfer-System, GKV-Finanzierung, demografischer Wandel und soziale Ausgleichsmechanismen.

Wie gehen die untersuchten Modelle mit Geringverdienern um?

Die Modelle sehen ein Steuer-Transfer-System vor, das einkommensschwache Versicherte bei einer überproportionalen Belastung durch einen staatlichen Zuschuss (Prämiensubvention) unterstützt.

Welche Rolle spielt die Kapitaldeckung in den Modellen?

Insbesondere im Modell von Henke et al. wird die Kapitaldeckung gefordert, um durch Altersrückstellungen die Beiträge auch im Alter konstant zu halten und die Generationenproblematik zu entschärfen.

Warum wird die Schweiz im Text erwähnt?

Die Schweiz dient als Praxisbeispiel, da sie bereits 1996 ein System mit einkommensunabhängigen Kopfprämien und einem dazugehörigen staatlichen Prämiensubventionssystem eingeführt hat.

Zu welchem Fazit kommt die Autorin?

Die Autorin stellt fest, dass Kopfprämien zwar konjunkturresistent sind, jedoch ohne einen sehr zielgenauen sozialen Ausgleich zu einer erheblichen Mehrbelastung für weite Teile der Bevölkerung führen würden.

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Details

Title
Gesundheitsprämie als Reformoption für die gesetzliche Krankenversicherung
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät)
Grade
2,3
Author
Dipl. Kffr. Romy Heymann (Author)
Publication Year
2005
Pages
90
Catalog Number
V138932
ISBN (eBook)
9783640497348
ISBN (Book)
9783640497539
Language
German
Tags
Gesundheitsprämie Kopfpauschale GKV Gesundheitspolitik Be- und Entlastung von Haushalten Refomoption Krankenversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Kffr. Romy Heymann (Author), 2005, Gesundheitsprämie als Reformoption für die gesetzliche Krankenversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138932
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