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Comics und Graphic Novels als Gegenstand des Literaturunterrichts

Eine literaturdidaktische Analyse der Graphic Novel "Unsichtbare Hände" von Ville Tietäväinen

Title: Comics und Graphic Novels als Gegenstand des Literaturunterrichts

Term Paper , 2021 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jérôme Wölfel (Author)

German Studies - Genres
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Bislang ist das literarisch-ästhetische Medium des Comics zumindest als Gegenstand des modernen Literaturunterrichts weitestgehend unberücksichtigt geblieben und scheint sich nicht gegen die tradierten Klassiker durchzusetzen, welche die Unterrichtsgestaltung prägen und dominieren. Die folgenden wissenschaftlichen Erarbeitungen werden deshalb der Fragestellung nachgehen, ob ein Comic beziehungsweise eine Graphic Novel ein ausreichendes literarisches Potential und einen Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler (SuS) bietet, um als Gegenstand im Literaturunterricht behandelt zu werden. Dies werde ich exemplarisch an dem Comic „Unsichtbare Hände“ von Ville Tietäväinen aufzeigen, indem ich diesen einer fachwissenschaftlichen Analyse unterziehen werde, die das Ziel verfolgt, die narrativen und gestaltlichen Merkmale, mit denen ein Comic erzählt, aufzuzeigen, der dann eine fachdidaktische Analyse folgt.

In diesem Abschnitt soll das von Kaspar H. Spinner vorgestellte Modell des "Literarischen Lernens" vorgestellt und auf den Lerngegenstand Comic angewendet werden. Des Weiteren werden Möglichkeiten und Potentiale von Fluchtliteratur- und Ideen für handlungs- und produktionsorientierte Aufgaben im Unterricht vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltswiedergabe: Ville Tietäväinen – Unsichtbare Hände

3. Fachwissenschaftliche Analyse

3.1. Bildliche Gestaltung

3.2. Sprachliche Gestaltung

3.3. Narrative Gestaltung

4. Fachdidaktische Analyse

4.1. Nutzen für den Literaturunterricht anhand der elf Aspekte literarischen Lernens

4.2. Möglichkeiten und Potentiale von Fluchtliteratur

4.3. Ansätze für handlungs- und produktionsorientierte Aufgaben

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Potenzial von Comics und Graphic Novels im modernen Literaturunterricht. Auf Basis einer fachwissenschaftlichen Analyse der Graphic Novel „Unsichtbare Hände“ von Ville Tietäväinen wird erörtert, inwiefern das Medium die Kompetenzbereiche des literarischen Lernens nach Kaspar H. Spinner fördert und welche didaktischen Ansätze sich für eine Integration in den Unterricht eignen.

  • Narrative und gestalterische Merkmale von Graphic Novels
  • Anwendung des Modells des literarischen Lernens nach Kaspar H. Spinner
  • Eignung des Themenfeldes „Fluchtliteratur“ für den schulischen Kontext
  • Handlungs- und produktionsorientierte Methoden zur Comic-Analyse
  • Förderung von Bildliteratät und sinnerfassendem Lesen durch multimodale Medien

Auszug aus dem Buch

Die bildliche Gestaltung und das Panel im Comic

Das grundlegende bildliche Gestaltungsmittel und Strukturelement in einem Comic ist das ‚Panel‘ (das Einzelbild), von denen mehrere zusammengefügt eine Sequenz ergeben. Deren nächstgrößere Einheit ist die Seite, auf der die Sequenzen angeordnet werden. Die Seiten folgen dabei einem bestimmten Seitenlayout. Dieser als ‚Seitenarchitektur‘ bezeichneter Aufbau kann im Laufe eines Comics variiert werden oder sich gleichbleibend von Anfang bis Ende durchziehen. Im Falle der Graphic Novel „Unsichtbare Hände" besitzt das Seitenlayout eine stets gleichbleibende Größe. Diese gibt eine Rahmung vor, in der die einzelnen Panels in ihrer Größe und Anzahl angeordnet werden, ohne dabei aus dieser auszubrechen. Der Rahmen ist dabei nicht direkt sichtbar, ergibt sich aber optisch als Ausdruck der gleichbleibenden geometrischen Anordnung der Einzelpanels. Die Erzählung passt sich somit den Bedingungen an, die das Layout stellt und wird diesem untergeordnet, weshalb auch von einem ‚produktiven Seitenlayout‘ gesprochen werden kann. Will Eisner bezeichnet die Seite in einem Comic auch als Meta-Panel, indem die anderen Bilder enthalten sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Medium Comic historisch und gesellschaftlich und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Potenzials für den Literaturunterricht.

2. Inhaltswiedergabe: Ville Tietäväinen – Unsichtbare Hände: Hier wird der inhaltliche Handlungsverlauf der Graphic Novel skizziert, der die gefährliche Flucht des Protagonisten Rashid thematisiert.

3. Fachwissenschaftliche Analyse: Dieser Teil beleuchtet die bildliche, sprachliche und narrative Gestaltung, wobei die Theorie von Scott McCloud zur Analyse zentral ist.

4. Fachdidaktische Analyse: Hier wird der theoretische Rahmen des literarischen Lernens auf den Einsatz von Graphic Novels im Unterricht übertragen und durch konkrete methodische Ansätze ergänzt.

5. Fazit: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und bestätigt den Mehrwert von Graphic Novels als Lerngegenstand für den Deutschunterricht.

Schlüsselwörter

Comic, Graphic Novel, Literaturunterricht, literarisches Lernen, Bildgestaltung, Sequenzanalyse, Fluchtliteratur, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Scott McCloud, Kaspar H. Spinner, narrative Gestaltung, Medienkompetenz, Bildleteralität, Unsichtbare Hände

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das literarische Potenzial von Graphic Novels und wie diese als Medium im modernen Deutschunterricht genutzt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die formale Comic-Analyse, die Anwendung didaktischer Lernmodelle sowie die thematische Einbettung von Fluchtliteratur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass Graphic Novels einen Mehrwert im Literaturunterricht bieten und die literarische Kompetenz der Lernenden aktiv fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine fachwissenschaftliche Analyse der Strukturen von Comics (nach McCloud) sowie eine fachdidaktische Einordnung basierend auf dem Modell des literarischen Lernens von Kaspar H. Spinner.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte formale Analyse von Bild, Sprache und Narrativ der Graphic Novel „Unsichtbare Hände“ sowie in eine didaktische Erörterung unterrichtspraktischer Anwendungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie „literarisches Lernen“, „Graphic Novel“, „Fachdidaktik“ und „Handlungsorientierung“ definiert.

Warum ist gerade das Werk „Unsichtbare Hände“ ein geeignetes Beispiel?

Das Werk eignet sich besonders gut, da es eine gesellschaftlich relevante und lebensnahe Thematik (Flucht) in einer Weise verarbeitet, die komplexe narrative Analyseansätze ermöglicht.

Wie lassen sich laut der Autorin Comic-Analysen in den Unterricht integrieren?

Durch handlungs- und produktionsorientierte Ansätze, wie das Ergänzen von Sprechblasen oder die filmische Umsetzung von Panels, können Schüler tiefgreifende literarische Einsichten gewinnen.

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Details

Title
Comics und Graphic Novels als Gegenstand des Literaturunterrichts
Subtitle
Eine literaturdidaktische Analyse der Graphic Novel "Unsichtbare Hände" von Ville Tietäväinen
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Germanistik)
Course
Literarisches Lernen mit Comics und Graphic Novels in der Primar- und Sekundarstufe I
Grade
1,3
Author
Jérôme Wölfel (Author)
Publication Year
2021
Pages
22
Catalog Number
V1389829
ISBN (PDF)
9783346932020
ISBN (Book)
9783346932037
Language
German
Tags
comics graphic novels gegenstand literaturunterrichts eine analyse novel unsichtbare hände ville tietäväinen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jérôme Wölfel (Author), 2021, Comics und Graphic Novels als Gegenstand des Literaturunterrichts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1389829
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