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Ist Altruismus möglich?

Ein Vergleich des Hobbesschen Menschenbildes mit den philosophischen Positionen Butlers, Russels und Humes

Titre: Ist Altruismus möglich?

Dossier / Travail , 2009 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tilman Graf (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Ist es möglich, dass die allseits für ihre Selbstlosigkeit gerühmte Mutter Theresa den Armen in den Slums Kalkuttas nicht aus Altruismus, sondern aus reinem Egoismus half?
Der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588-1679) würde nicht nur die Möglichkeit hierzu bejahen, sondern ausschließlich egoistische Motive für die äußerliche Selbstlosigkeit Mutter Theresas verantwortlich machen. Hobbes hielte die Hilfsbereitschaft Mutter Theresas zwar bestimmt nützlich für die Geholfenen, aber letztlich doch auch nützlich für die Helferin selbst.
Der Philosoph hält einen intrinsisch motivierten Altruismus für eine Illusion. Nach Hobbes liegt auch dem in seiner Konsequenz moralisch richtigen Verhalten immer ein egoistisches Motiv zugrunde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hobbes` Menschenbild im Kontext der Staatsphilosophie

2.1. Der Hobbessche Mensch

2.1.1. Der Naturzustand

2.1.2. Hobbes` Grundlegung des psychologischen Egoismus

2.2. Kann der Hobbessche Mensch altruistisch handeln?

3. Joseph Butlers Widerlegung des Egoismus

4. Bertrand Russel: Eigeninteresse und allgemeines Wohl

5. David Humes Kritik am Hobbesschen Menschenbild

5.1.Gefühl oder Vernunft?

5.2. Einwände gegen den psychologischen Egoismus

5.3. Ist Altruismus möglich?

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage nach der Möglichkeit von Altruismus, indem sie Thomas Hobbes' strikt egoistisches Menschenbild einer kritischen Prüfung durch die philosophischen Positionen von Joseph Butler, Bertrand Russel und David Hume unterzieht.

  • Analyse des Hobbesschen Naturzustands und psychologischen Egoismus
  • Untersuchung der menschlichen Handlungsmotivation durch Vernunft versus Gefühl
  • Rekonstruktion der Kritik von Butler, Russel und Hume an der Eigennutzmaximierung
  • Vergleich anthropologischer Grundannahmen hinsichtlich altruistischer Handlungsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Ist es möglich, dass die allseits für ihre Selbstlosigkeit gerühmte Mutter Theresa den Armen in den Slums Kalkuttas nicht aus Altruismus, sondern aus reinem Egoismus half? Der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588-1679) würde nicht nur die Möglichkeit hierzu bejahen, sondern ausschließlich egoistische Motive für die äußerliche Selbstlosigkeit Mutter Theresas verantwortlich machen. Hobbes hielte die Hilfsbereitschaft Mutter Theresas zwar bestimmt nützlich für die Geholfenen, aber letztlich doch auch nützlich für die Helferin selbst. Der Philosoph hält einen intrinsisch motivierten Altruismus für eine Illusion. Nach Hobbes liegt auch dem in seiner Konsequenz moralisch richtigen Verhalten immer ein egoistisches Motiv zugrunde.

Ich möchte bereits an dieser Stelle zwei Begriffsdefinitionen anführen, deren Bedeutungen für das Verständnis dieser Arbeit unerlässlich sind. Mit dem Begriff Egoismus bezeichne ich nicht eine bestimmte Verhaltensweise, sondern eine bestimmte Art der Verhaltensmotivation. (Vgl. Birnbacher 2003: 313). „Egoistisch zu handeln bedeutet, von Motiven geleitet zu sein, die auf das eigene Selbst zielen […]“ (Ibid.: 313). Das Gegenteil von Egoismus ist Altruismus. Als altruistisch bezeichne ich daher analog umgekehrt ein Verhaltensmotiv, welches sich nicht auf das Selbst bezieht, sondern auf andere. Ein altruistischer Mensch ist eine Person, die aus freiwilligen Stücken für andere handelt, fern von jeder selbstsüchtigen Motivation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen egoistischer Handlungsmotivation und altruistischem Verhalten ein und definiert die zentralen Begriffe der Arbeit.

2. Hobbes` Menschenbild im Kontext der Staatsphilosophie: Dieses Kapitel legt das anthropologische Fundament von Hobbes dar, das den Menschen als rein nutzenmaximierenden Egoisten im Naturzustand beschreibt.

2.1. Der Hobbessche Mensch: Hier werden die psychologischen Voraussetzungen der menschlichen Natur bei Hobbes detailliert analysiert.

2.1.1. Der Naturzustand: Dieser Abschnitt beschreibt den hypothetischen Zustand des Krieges aller gegen alle als logische Konsequenz der menschlichen Natur bei Abwesenheit einer staatlichen Macht.

2.1.2. Hobbes` Grundlegung des psychologischen Egoismus: Hier wird erklärt, wie Hobbes jede menschliche Handlung auf den Zweck der Selbsterhaltung reduziert.

2.2. Kann der Hobbessche Mensch altruistisch handeln?: Es wird die Frage erörtert, ob aus Hobbes' Theorie heraus überhaupt Raum für echte Altruistik existieren kann.

3. Joseph Butlers Widerlegung des Egoismus: Butler wird eingeführt, um durch die Differenzierung von Selbstliebe und spezifischen Neigungen die egoistische Theorie in Frage zu stellen.

4. Bertrand Russel: Eigeninteresse und allgemeines Wohl: Russel ergänzt die Kritik, indem er aufzeigt, dass Menschen Dinge um ihrer selbst willen begehren können, unabhängig von einem Nutzen.

5. David Humes Kritik am Hobbesschen Menschenbild: Humes Position stellt das Gefühl über die Vernunft und bildet den Kern der Gegenargumentation zu Hobbes.

5.1.Gefühl oder Vernunft?: Dieser Teil beleuchtet Humes zentrale Annahme, dass Zwecke menschlichen Handelns eher durch Gefühle als durch Vernunft bestimmt werden.

5.2. Einwände gegen den psychologischen Egoismus: Hier werden empirische und philosophische Gegenargumente gegen die universelle Gültigkeit des psychologischen Egoismus gesammelt.

5.3. Ist Altruismus möglich?: Dieses Kapitel führt die Argumente zusammen und bejaht die Möglichkeit von Altruismus auf Basis moralischer Gefühle.

6. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass Altruismus im Gegensatz zu Hobbes' Annahme möglich ist.

Schlüsselwörter

Altruismus, Egoismus, Thomas Hobbes, Joseph Butler, Bertrand Russel, David Hume, Menschenbild, Staatsphilosophie, Naturzustand, Psychologischer Egoismus, Selbsterhaltung, Vernunft, Moral, Leidenschaft, Neigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob menschliches Handeln ausschließlich egoistisch motiviert ist, wie Thomas Hobbes postuliert, oder ob die Möglichkeit zu altruistischem Verhalten besteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die anthropologischen Grundlagen der Staatsphilosophie, die psychologische Egoismustheorie, das Verhältnis von Vernunft und Leidenschaft sowie die Konzepte von Eigeninteresse und Wohlwollen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Hobbes' Absage an den Altruismus zu rekonstruieren und zu prüfen, ob dieser tatsächlich eine Illusion darstellt, wie Hobbes behauptet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und den Vergleich philosophischer Texte (insbesondere Hobbes, Butler, Russel und Hume), um die Argumente des psychologischen Egoismus kritisch zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des psychologischen Egoismus bei Hobbes und stellt diesen den Kritiken von Butler, Russel und Hume gegenüber, die alternative Handlungsmotive wie Neigungen und Gefühle hervorheben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Egoismus, Altruismus, Selbsterhaltung, psychologischer Egoismus, Naturzustand und die spezifischen philosophischen Ansätze der genannten Denker.

Wie unterscheidet Butler Selbstliebe von Neigungen?

Butler betrachtet die Selbstliebe nur als eine unter vielen Neigungen, während Hobbes sie zum alles beherrschenden Prinzip erhebt, das alle anderen Regungen unterwirft.

Warum hält Hume Altruismus für möglich?

Hume begründet die Möglichkeit von Altruismus mit der existentiellen Bedeutung moralischer Gefühle und der Fähigkeit zur Sympathie, die der Vernunft und damit dem rein egoistischen Kalkül vorgelagert sind.

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Résumé des informations

Titre
Ist Altruismus möglich?
Sous-titre
Ein Vergleich des Hobbesschen Menschenbildes mit den philosophischen Positionen Butlers, Russels und Humes
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Hobbes
Note
1,0
Auteur
Tilman Graf (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
27
N° de catalogue
V139093
ISBN (ebook)
9783640485949
ISBN (Livre)
9783640486182
Langue
allemand
mots-clé
Altruismus Vergleich Hobbesschen Menschenbildes Positionen Butlers Russels Humes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tilman Graf (Auteur), 2009, Ist Altruismus möglich? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139093
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