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Wer belebt hier eigentlich wen? Eine Betrachtung der Verwandlungen in Ovids Pygmalion-Mythos

Title: Wer belebt hier eigentlich wen? Eine Betrachtung der Verwandlungen in Ovids Pygmalion-Mythos

Essay , 2021 , 5 Pages , Grade: 2,8

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Im Pygmalion Mythos Ovids ersehnt sich der Protagonist eine Geliebte, die sein Lager mit ihm teilt. AUs Verzweiflung schafft er sich eines Tages eine wunderschöne Frauenstatue aus Elfenbein, in die er sich verliebt. Bis zu dieser Stelle mag man meinen, Pygmalion sei hier der aktive Part, das Subjekt, und somit Ausgangspunkt der Handlung. Er ist es schließlich, der das tote Material „belebt“, indem er daraus eine Figur schöpft, die beinah aussieht „wie ein wirkliches Mädchen“. Doch nun geht auf einmal ein Feuer vom Objekt aus. Ist dieses etwa doch nicht so passiv, wie es scheint?
Wird womöglich nicht ausschließlich auf die Statue eingewirkt, sondern wirkt diese auch auf ihren Erschaffer? Wer belebt hier eigentlich wen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Wer belebt hier eigentlich wen? - Eine Betrachtung der Verwandlungen in Ovids Pygmalion-Mythos

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Beziehungsdynamik im Pygmalion-Mythos von Ovid, mit dem Ziel zu klären, ob es sich um einen einseitigen Akt der Schöpfung oder eine wechselseitige, belebende Interaktion handelt.

  • Analyse der Metamorphose von der Elfenbeinstatue zum lebendigen Körper
  • Untersuchung der Rolle des Künstlers als aktives und passives Subjekt
  • Die emotionale Reanimation des Betrachters durch das Kunstwerk
  • Einbettung des Mythos in Ovid's "Metamorphosen" und historische Kontexte

Auszug aus dem Buch

Wer belebt hier eigentlich wen? - Eine Betrachtung der Verwandlungen in Ovids Pygmalion-Mythos

Wir befinden uns im Atelier des kyprischen Künstlers Pygmalion: Obwohl dieser, von den Fehlern in der Natur des Weiblichen abgestoßen, in selbstgewählter Einsamkeit lebt, sehnt er sich doch so sehr nach einer Gefährtin, die sein Lager teilt. Deshalb schafft er eines Tages aus schneeweißem Elfenbein eine wunderschöne Frauenstatue.

Pygmalion ist ein solches Genie, dass diese Statue beinah lebensecht aussieht, nein, sogar noch mehr: sie ist von so übermenschlich schöner Gestalt, „wie keine Frau auf Erden“1 es sein kann! Nachdem er dieses Wunderwerk vollendet hat steht Pygmalion nun ganz verliebt und bewundernd vor seinem „Geschöpf“ und Ovid beschreibt bildlich, wie seine (Pygmalions) Brust gierig „das Feuer in sich hinein [trinkt], das von dem Scheinbild ausgeht“1. Halt, Stopp! Bis zu dieser Stelle mag man meinen, Pygmalion sei hier der aktive Part, das Subjekt, und somit Ausgangspunkt der Handlung. Er ist es schließlich, der das tote Material „belebt“, indem er daraus eine Figur schöpft, die beinah aussieht „wie ein wirkliches Mädchen“1. Doch nun geht auf einmal ein Feuer vom Objekt aus. Ist dieses etwa doch nicht so passiv, wie es scheint?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wer belebt hier eigentlich wen? - Eine Betrachtung der Verwandlungen in Ovids Pygmalion-Mythos: Diese Untersuchung beleuchtet die wechselseitigen Transformationsprozesse zwischen dem Bildhauer Pygmalion und seiner Statue, eingebettet in den größeren Kontext der Metamorphosen von Ovid.

Schlüsselwörter

Pygmalion, Ovid, Metamorphosen, Mythologie, Skulptur, Elfenbein, Mimese, Venus, Animation, Reanimation, Betrachter, Transformation, Ästhetik, Kypros, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert Ovids Pygmalion-Mythos und hinterfragt die traditionelle Rollenverteilung zwischen dem aktiven Bildhauer und seinem passiven Geschöpf.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Fokus stehen die Themenkomplexe der künstlerischen Mimese, der emotionalen Interaktion zwischen Mensch und Kunstwerk sowie die moralisch-mythologische Einbettung der Erzählung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage „Wer belebt hier eigentlich wen?“ zu beantworten und aufzuzeigen, dass der Prozess eine wechselseitige Wirkung entfaltet.

Welche methodischen Ansätze werden genutzt?

Die Arbeit nutzt eine philologische Analyse des Originaltextes in Kombination mit einer diskursiven Betrachtung ästhetischer und psychologischer Konzepte (u.a. admiratio).

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der physischen Metamorphose des Elfenbeins zum lebenden Körper sowie der psychologischen Transformation des Künstlers selbst.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Metamorphose, künstlerische Inspiration, die Rolle der Göttin Venus und die emotionale Reanimation des Betrachters.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Pygmalion als „Subjekt“?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass Pygmalion zwar der Schöpfer ist, aber durch die Faszination für sein Werk selbst in eine passive, durch die Statue gesteuerte Rolle gerät.

Welche Bedeutung hat das „Feuer“-Motiv in der Argumentation?

Das „Feuer“ fungiert als zentrale Metapher für die wechselseitige Interaktion, welche sowohl den Künstler als auch das Kunstwerk emotional auflädt und belebt.

Welche Verbindung besteht zwischen dem Pygmalion-Mythos und den Propoetiden?

Die Arbeit verweist darauf, dass die Geschichte eine Umkehrbeziehung zum vorangegangenen Erzählstrang um die Propoetiden darstellt, bei der die Statue als geläutertes Frauenbild fungiert.

Was bedeutet die „emotionale Reanimation des Betrachters“?

Dieser Begriff beschreibt den psychologischen Wandel des Künstlers, der durch die Interaktion mit der Statue aus seiner Einsamkeit und Frauenfeindlichkeit zurück in eine normale soziale Interaktion findet.

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Details

Title
Wer belebt hier eigentlich wen? Eine Betrachtung der Verwandlungen in Ovids Pygmalion-Mythos
College
LMU Munich  (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Course
Verwandlungen (in) der Literatur
Grade
2,8
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
5
Catalog Number
V1391361
ISBN (PDF)
9783346934659
Language
German
Tags
Ovid Metamorphosen Pygmalion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Wer belebt hier eigentlich wen? Eine Betrachtung der Verwandlungen in Ovids Pygmalion-Mythos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391361
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