Projekt im Setting Kindertagesstätte

Psychomotorische Förderung von Kindern zwischen vier und sechs Jahren


Hausarbeit, 2009
18 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

Anmerkung

Zusammenfassung

1 Einleitung
1.1 Sinnhaftigkeit des Settingansatzes im Kindergarten
1.2 Ausgangslage von Kindern - allgemeine Probleme
1.3 Die Bedeutung der Psychomotorik für Kindergartenkinder

2 Ziel des Settingprojektes

3 Rahmenbedingung des Setting-Projektes
3.1 Involvierte Akteure, Kooperationen und Vernetzungen
3.2 Durchführung
3.3 Evaluation

4 Geplante Interventionen im Sinne der Ottawa-Charta
4.1 Handlungsstrategien
4.2 Aktionsfelder

5 Erwartete Ergebnisse

6 Diskussion und Fazit

Literaturverzeichnis

Anmerkung

Bei der vorliegenden Hausarbeit wurde im Fließtext aus softwaretechnischen Gründen, die nicht mehr gelöst werden konnten, bei den Seitenzahlen statt „S.“ ein „p.“ für page gesetzt. Ebenso wurde in der Literaturliste für die Auflage statt „Aufl.“ ein „ed.“ Für edition gesetzt.

Zusammenfassung

Bewegung hat eine große Relevanz für die Gesundheit, beson- ders in der Kindheit. Hier werden die Weichen für späteres ge- sundheitsbewußtes Verhalten gelegt. Dabei spielt gutes Sozialver- halten, ein positives Selbstkonzept und emotionale Ausgeglichen- heit eine bedeutende Rolle. Das alles sind Dimensionen von Be- wegung und psychomotorischer Förderung. Aber Bewegung wirkt natürlich auch auf die körperliche Gesundheit und kongnitive Pro- zesse positiv.

In diesem Sinne soll sich die Kita mehr mit dem Thema befassen, denn sie stellt die erste und wichtigste Erziehungsinstitution neben dem Elternhaus dar. Somit üben Kitas einen prägenden Einfluss auf die psychomotorische Entwicklung von Kindern aus. E ist entscheidend, dieses Potential zu nutzen.

Mit dieser Hausarbeit wird ein Projekt entworfen, welches das Setting „Kindergarten“[1] zum Ziel hat. Alle darin befindlichen Gruppen sollen an der Intervention „psychomotorische Förde- rung“[2] teilhaben können. Wie dies im Einzelnen aussieht, wird ausführlich erläutert.

1 Einleitung

Die Ergebnisse der internationalen Bildungsvergleichsstudien wie z.B. PISA haben gezeigt das es lohnenswert ist in frühe Bildungsprogramme zu inverstieren. „Der Bereich Bewegung ist mittlerweile in allen Bildungsplänen enthalten.“ (Zimmer, 2006a, p. 7). ErzieherInnen unterstehen dem Anspruch „erweiternd und kompensierend, unterstützend und verändernd den Entwicklungsprozess des Kindes nach dem vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt“ zu beeinflussen und mitzuverantworten (Deutscher Bildungsrat, 1970, p. 110).

Vor ca. 40 Jahren waren es die Sportvereine, die das Thema Bewegung in die Kindergärten brachten. Heute gibt es immer mehr sogenannte Bewegungskindergärten, die sogar von Kultus- und Sozialministerien empfohlen werden. (vgl. Zimmer, 2006a, p. 7)

1.1 Sinnhaftigkeit des Settingansatzes im Kindergarten

Ein Setting stellt zunächst mal ein soziales System, ein Rahmen oder Schau- platz dar. In der Ottawa-Charta vom 21.11.1986 wird der Settingansatz als zentrales Instrument der Gesundheitsförderung in Gesellschaften beschrieben. Dabei wer- den Handlungsfelder und Strategien berücksichtigt, auf die in Kap. 4 (S.9) bezug genommen werden soll.

„Eine der Hauptaussagen der Charta besteht darin, dass eine Gesellschaft erst dann in der Lage sein wird, mit seinen Gesundheitsproblemen fertig zu werden, wenn sich Organisationen in ihr ständig weiterentwickeln und kooperieren.“ (Grossmann, Lobnig, & Scala, 2007, p. 14)

Mit Weiterentwicklung ist beispielsweise gemeint, dass Gesundheitsförderung und Prävention in eine Organisation integriert werden durch Kooperationen, Pro- jekte, etc. und diese ihrerseits eine Organisation positiv beeinflussen. Es geht dabei nicht darum bestimmte homogene Zielgruppen zu erreichen und ihre spezifischen Probleme, sondern alle gesundheitsförderlichen Interventionen zielen auf die un- terschiedlichen sozialen Gruppen die sich in einem Setting befinden. (vgl. Grossmann, et al., 2007, p. 16) Das sind im Kindergarten ganz konkret alle Kinder und deren Eltern, die PädagogInnen und ErzieherInnen, und darüber hinaus auch das Cateringteam und das Reinigungsteam.

Da man kann von einer regelrechten Institutionalisierung der Kindheit spre- chen kann, wenn man bedenkt, dass Kinder immerhin bis zu neun Stunden in der Kita verbringen, und das bis zu 5 Tagen die Woche, scheint sie ein geeigneter Ort, um zivilisationsbedingten Bewegungsmangel (siehe auch Kap.1.2 S.4) auszugleichen. Durch eine frühzeitige Prävention können gesundheitsrelevante Verhaltensweisen und deren Stabilität erreicht werden. Natürlich unter Einbeziehung der Eltern als Schlüsselfiguren. Aber auch ErzieherInnen müssen sich dieses Potential bewusst machen. (vgl. BZgA, 2001, p. 5)

Welche große Bedeutung der Kindergarten für gesundheitsfördernde Interventionen hat wird nach Pott (vgl. in BZgA, 2002, p. 25ff) deutlich, weil

- er einen schichtübergreifenden, pädagogisch orientierten Zugangsweg dar- stellt.
- er eine zentrale familienergänzende Rolle hat.
- sich im Rahmen der pädagogischen Arbeit mit Kindern gute Anknüpfungs- punkte für den Einsatz gesundheitserzieherischer Aspekte im Kindergarten- alltag finden.
- sich die pädagogische Aufgabe der Förderung der Entwicklung des Kindes zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten gut mit konkreten Elementen der Gesundheitsförderung verbinden lässt.
- der Kindergarten eine zentrale Schnittstelle zwischen professioneller päd- agogischer Arbeit von entsprechend qualifizierten Fachkräften und der Er- ziehungsar- beit im häuslichen Umfeld darstellt und somit auch als mögli- ches Interventionsfeld auf die Eltern dienen kann.

Renate Zimmer beschreibt Kindergärten als ideales Setting, weil die Handlungsspielräume größer sind, als z.B. in der Schule, wo die Rahmenbedingungen reglementierter sind und auch Leistungs- und Notendruck voliegt. (vgl. Hurrelmann, Klotz, & Haisch, 2007, p. 46; zit. Zimmer, 2002, p. 965)

1.2 Ausgangslage von Kindern - allgemeine Probleme

Kinder sind heute vielfältigen Einflüssen ausgesetzt, die sich im Gegensatz zu früher deutlich verschoben haben. In diesem Kapitel sollen diese Einflüsse, auch unter dem Aspekt Bewegung, schlaglichtartig dargestellt werden.

Prof. Dr. Hans G. Schlack (vgl. in BZgA, 1998, p. 49) stellte Faktoren sozialer Benachteiligung heraus, die er in Kriterien der äußeren Lebensumstände (nied- riger Sozialstatus, Armut, Unvollständigkeit der Familie, schlechte Wohnverhält- nisse, Zugehörigkeit zu Minderheiten und Ausgrenzung und eingeschränkte Bil- dungschancen) und Kriterien der sozialen Interaktion (Unerwünschtheit des Kindes, Vernachlässigung, wenig oder einseitige Anregung, psychische Erkrankung der Bezugsperson, Gewalt in der Familie und Überforderung des Kindes) unterteil- te.

[...]


[1] Begriffe wie Kindergarten, Kindertagesstätte oder Kita werden synonym verwendet. Gemeint ist die Zielgruppe der vier- bis sechsjährigen Kinder.

[2] Mit psychomotorischer Förderung ist Bewegung gemeint, die ganzheitlich wirkt (siehe auch Kap.1.3). Daher wird auch oft nur der Begriff „Bewegung“ verwendet.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Projekt im Setting Kindertagesstätte
Untertitel
Psychomotorische Förderung von Kindern zwischen vier und sechs Jahren
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Gesundheits- und Pflegewissenschaft)
Veranstaltung
Grundlagen der Gesundheitswissenschaften
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V139141
ISBN (eBook)
9783640490257
ISBN (Buch)
9783640490462
Dateigröße
595 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es handelt sich bei der vorliegenden Arbeit um ein rein fiktives Projekt. Es kann jedoch als Grundlage für die Praxis dienen.
Schlagworte
Settingprojekt, Ottawa Charta, Kita, Kindergarten, Psychomotorik, Förderung, Kindertagesstätte
Arbeit zitieren
Jens-Uwe Knorr (Autor), 2009, Projekt im Setting Kindertagesstätte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139141

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Titel: Projekt im Setting Kindertagesstätte


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