Diese Arbeit stellt sich die Frage, wie der Linksextremismus in dem Zeitraum vor, und das verbleibende Jahr nach dem G-20-Gipfel in Hamburg 2017 dargestellt worden ist. Wird etwa nur von gewalttätigen Demonstranten gesprochen, oder hat eine differenzierte Betrachtung stattgefunden? Und wenn ja: Wie wurde Lesern die Gewalt, abseits der bloßen Beobachtung und Widergabe, vermittelt? Und welche politischen und gesellschaftlichen Reaktionen sind erfolgt beziehungsweise medial abgedeckt worden?
Die nachstehende Betrachtung der Ereignisse um den G-20-Gipfel in Hamburg 2017 geschieht in nahezu linearer Weise des Erscheinens der Artikel. Der Beginn der Berichterstattung ist am 01.01.2017 und im zeitlichen Rahmen bis zum 01.01.2018. Es werden Publizierungen der Süddeutschen Zeitung (SZ) sowie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) betrachtet, da diese neben der BILD-Zeitung, die auflagenmäßig bedeutendsten Zeitungen Deutschlands darstellen.
Dabei wird der Betrachtungsschwerpunkt innerhalb der Artikel auf ebenjene Passagen gelegt, welche Linksextreme thematisieren und eine Einsicht auf die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Gewalttaten geben. Zuvor wird in aller Kürze ein Kontext zu den bestehenden Strukturen des Linksextremismus in Deutschland, seiner Methodik und Ziele hergestellt. Der Schwerpunkt der Erläuterung liegt dabei auf dem Aktionsorientiertem Linkextremismus und der Autonomen Szene.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vorgeschichte und Kontextualisierung
- Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland
- Aktionsorientierter Linksextremismus und die Autonomen
- Linksextremismus in den Medien: Der G-20-Gipfel in Hamburg 2017
- Vorschau
- Der 7. und 8. Juli 2017
- Nachschau
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die mediale Darstellung von Linksextremismus im Kontext des G-20-Gipfels 2017 in Hamburg. Sie analysiert, wie die Ereignisse in den Medien eingeordnet wurden, welche Schuldzuweisungen erfolgt sind und welche Rolle linksextremistische Motive bei den Gewaltexzessen spielen. Die Arbeit beleuchtet den Zeitraum vor, während und nach dem G-20-Gipfel und untersucht, wie die Gewalt den Lesern vermittelt wurde.
- Die Rolle der Medien bei der Darstellung von Linksextremismus
- Schuldzuweisungen und Artikulation von Tätergruppen
- Die Wahrnehmung von Gewalt und linksextremistischen Motiven
- Politische und gesellschaftliche Reaktionen auf die Ereignisse in Hamburg
- Die Bedeutung des Aktionsorientierten Linksextremismus und der Autonomen Szene
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Forschungsfrage nach der medialen Darstellung von Linksextremismus im Zusammenhang mit dem G-20-Gipfel in Hamburg und skizziert den Kontext der Debatte über linke Gewalt.
- Vorgeschichte und Kontextualisierung: Dieses Kapitel erläutert die Grundzüge des Linksextremismus in Deutschland, mit Fokus auf den Aktionsorientierten Linksextremismus und die Autonomen Szene. Es beleuchtet die ideengeschichtlichen Wurzeln und die Ziele der Linksextremisten.
- Linksextremismus in den Medien: Der G-20-Gipfel in Hamburg 2017: Dieses Kapitel analysiert die mediale Berichterstattung über den G-20-Gipfel, insbesondere die Darstellung von linksextremer Gewalt. Es werden die Perspektiven der Vor-, Während- und Nachschau betrachtet.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen dieser Arbeit sind Linksextremismus, mediale Darstellung, G-20-Gipfel, Hamburg, Gewalt, Autonome Szene, Aktionsorientierter Linksextremismus, Diskursanalyse. Der Fokus liegt auf der Analyse der politischen und gesellschaftlichen Folgen von linksextremistischen Gewalttaten im Kontext des G-20-Gipfels 2017.
Häufig gestellte Fragen
Wie stellten Medien den Linksextremismus beim G-20-Gipfel 2017 dar?
Die Berichterstattung schwankte zwischen der Fokussierung auf bloße Gewaltbilder und differenzierteren Analysen der politischen Motive der autonomen Szene.
Welche Zeitungen wurden in der Diskursanalyse untersucht?
Die Analyse konzentriert sich auf die Süddeutsche Zeitung (SZ) und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) im Zeitraum von Januar 2017 bis Januar 2018.
Was ist 'aktionsorientierter Linksextremismus'?
Es handelt sich um Gruppierungen innerhalb der linksextremen Szene, die Gewalt als legitimes Mittel zur Erreichung politischer Ziele ansehen, oft vertreten durch die autonome Szene.
Welche politischen Reaktionen folgten auf die Krawalle in Hamburg?
Die Ereignisse lösten Debatten über die Schließung linker Zentren (z.B. Rote Flora), schärfere Gesetze gegen Vermummung und die Verantwortung der Politik für die Sicherheitslage aus.
Gab es Unterschiede zwischen SZ und FAZ in der Bewertung?
Die Arbeit untersucht, inwieweit die FAZ eher ordnungspolitische Aspekte betonte, während die SZ möglicherweise stärker soziologische Hintergründe der Proteste beleuchtete.
- Quote paper
- Michael Wagner (Author), 2022, Massenmediale Darstellung des Linksextremismus im Zuge des G-20-Gipfels 2017 in Hamburg. Eine Diskursanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391499