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Investor Relations für Krisenzeiten am Finanzmarkt

Ziele, Besonderheiten und Lösungswege

Título: Investor Relations für Krisenzeiten am Finanzmarkt

Tesis , 2009 , 110 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Gerrit Böckenhoff (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Verstaatlichung von Finanzinstituten, Enteignung von Anteilseignern und staatliche Garantien für private Sparanlagen. Die weltweite Krise an den Kapitalmärkten und der damit einhergehende weltwirtschaftliche Konjunktureinbruch sind weiterhin das bestimmende Thema in der öffentlichen Diskussion. Alles begann mit einer Krise im Immobilienmarkt in den Vereinigten Staaten und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zur größten Finanzkrise seit der Großen Depression in den 30er Jahren. Weltweit verbuchten institutionelle sowie private Investoren Milliardenverluste. Die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre auf den Finanzmärkten haben das Vertrauen der Aktionäre in die Fähigkeit des Top-Managements ihrer Unternehmensbeteiligungen massiv in Mitleidenschaft gezogen. Gefallene Aktienkurse, einbrechende Gewinne sowie unzureichende Prognosesicherheit für den weiteren Geschäftsverlauf haben nicht zu mehr Vertrauen, sondern umgekehrt zu Misstrauen und Argwohn der Eigentümer geführt.

Dabei stellt das Vertrauen der Aktionäre einer Aktiengesellschaft, besonders in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, die bedeutendste Grundlage für den Erfolg am Kapitalmarkt dar. Investiert ein Anleger in eine Aktie, ist dies eine Investition in eine ungewisse Zukunft. Der Investor trägt ein gewisses Risiko, ohne dabei im operativen Geschäft über jegliche Entscheidungsmacht zu verfügen. Demnach investiert er in die Leistungsfähigkeit des Managements und spricht diesem somit sein Vertrauen aus. Tritt ein Krisenfall ein, geht ein Teil des Vertrauens der Anteilseigner in die Unternehmensleitung verloren. Infolgedessen kann es beispielsweise zu Kursverlusten der Aktie oder, aufgrund erhöhter Risikoprämien, zu steigenden Eigenkapitalkosten kommen. Die Beziehungspflege zu der Financial Community, die Investor Relations (IR), soll helfen, diesen Vertrauensverlusten entgegenzuwirken. Grundlage für den Vertrauenserhalt bildet die Kommunikation mit der Financial Community, also mit Investoren, Analysten und Finanzmedien. Das Verhalten dieser Gruppe trägt in einem erheblichen Maß zum Erfolg oder Misserfolg der Aktiengesellschaft am Kapitalmarkt bei. Demgemäß erfahren Investor Relations als Instrument zur Schaffung und Erhaltung von Vertrauen seitens der Financial Community in das Unternehmen eine erhöhte Relevanz, vor allem in Zeiten des gesamtwirtschaftlichen Abschwungs und fallender Börsenkurse.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

1.2 Relevanz der Themenstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.3 Struktur der Arbeit

2 Grundlagen der Investor Relations

2.1 Historie, Begriff und Bedeutung

2.1.1 Historische Wurzeln der IR

2.1.2 Begriffserläuterung und definitorische Abgrenzung

2.1.3 Wachsende Bedeutung der IR

2.2 Ziele der Investor Relations

2.2.1 Finanzwirtschaftliche Ziele – Primärziel

2.2.2 Kommunikationspolitische Ziele – Sekundärziel

2.3 Zielgruppen der Investor Relations

2.3.1 Private Investoren

2.3.2 Institutionelle Investoren

2.3.3 Multiplikatoren

2.4 Instrumentarien der Investor Relations

2.4.1 Erfüllung gesetzlicher Vorgaben – Pflicht

2.4.2 Freiwillige IR-Maßnahmen – Kür

2.5 Abgrenzung Investor Relations zu Public Relations

2.6 Grundsätze erfolgreicher Kapitalmarktkommunikation

2.6.1 Stetigkeit

2.6.2 Wesentlichkeit und Vollständigkeit

2.6.3 Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit

2.6.4 Zielgruppenbezogenheit

2.6.5 Transparenz

2.6.6 Aktualität

3 Anforderungen an die Investor-Relations-Arbeit in Unternehmens- und Finanzmarktkrisen

3.1 Grundlagen der Krisenthematik

3.1.1 Begriffliche Annährung und definitorische Abgrenzung

3.1.1.1 Was bedeutet ››Krisenzeiten‹‹?

3.1.2 Unternehmens- und Finanzmarktkrisen

3.1.2.1 Unternehmenskrisen

3.1.2.2 Ursachen

3.1.2.2.1 Interne Krisen

3.1.2.2.2 Externe Krisen

3.1.2.3 Verlauf und Wirkungen

3.1.3 Finanzmarktkrisen

3.1.3.1 Auswirkungen und definitorische Abgrenzung

3.2 Investor Relations als Bestandteil der Krisenfrüherkennung, Krisenvorbeugung und Krisenbewältigung

3.2.1 IR als Teil der Krisenfrüherkennung und Krisenvermeidung

3.2.1.1 Notwendigkeit eines Krisenfrüherkennungssystems

3.2.1.2 Komponenten eines Krisenfrüherkennungssystems

3.2.1.3 Bedeutung und Stellung der IR innerhalb der Krisenfrüherkennung und der Krisenvermeidung

3.2.2 Maßnahmen und Instrumente zur Krisenvorbeugung und Krisenbewältigung

3.2.2.1 Der Krisenkommunikationsplan: Ziele, Inhalte und Anforderungen

3.2.2.2 Der Krisenstab. Ziele, Aufgaben und Anforderungen

3.2.2.2.1 Die Stellung der IR innerhalb des Krisenstabs

3.2.2.2.2 Die Kommunikation des Krisen-IR-Plans und dessen Lösungsansätze

3.2.2.3 Weitere Vorkehrungen der IR innerhalb der Krisenvorbeugung

3.2.2.3.1 Kontinuierliche Beziehungspflege im Vorfeld der Krise

3.2.2.3.2 Technische und personelle Strukturen

3.2.2.3.3 Management der Erwartungen

3.3 Anforderungen an die Investor Relations während akuter Krisensituationen

3.3.1 Folgenreiche Fehler

3.3.1.1 Abschottung statt aktiver Kommunikation

3.3.1.2 Verschleierungstaktik und Aktionismus

3.3.2 Voraussetzungen für erfolgreiche Krisen-IR

3.3.2.1 Beibehaltung der IR-Grundsätze

3.3.2.2 Ehrliche Darstellung der Situation

3.3.2.3 Darstellung von Lösungsansätzen

3.3.3 Glaubwürdigkeit und Vertrauen als oberste Maxime

3.3.4 Einzuleitende Maßnahmen in Krisensituationen

3.3.5 Priorisierung der IR-Zielgruppen

3.3.6 Nutzung und Bewertung entsprechender IR-Instrumente

3.3.6.1 Persönliche Kommunikation

3.3.6.2 Unpersönliche Kommunikation

3.3.6.3 Krisenangepasste IR-Kommunikation am Beispiel der Deutschen Bank AG

3.3.7 Zu kommunizierende Inhalte

3.3.8 Leistungsfähigkeit und Grenzen von Krisen-IR

4 Erkenntnisse für die Investor-Relations-Arbeit aus der Finanzmarktkrise 2008

4.1 Lehren aus der Krise

4.2 Aktuelle Trends und Herausforderungen

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die Möglichkeiten von Investor Relations (IR) für börsennotierte Aktiengesellschaften in Krisensituationen. Das Ziel besteht darin, darzulegen, wie IR als strategisches Instrument zur Krisenvermeidung eingebunden werden kann und welche Kommunikationsstrategien während einer akuten Krise notwendig sind, um Vertrauen bei der Financial Community zu wahren oder wiederzugewinnen.

  • Grundlagen der Investor Relations und Abgrenzung zu Public Relations
  • Anforderungen an IR-Verantwortliche während akuter Krisensituationen
  • Krisenfrüherkennung und Krisenkommunikationsplanung als präventive Maßnahmen
  • Lehren aus der Finanzmarktkrise 2008 für die IR-Branche
  • Glaubwürdigkeit, Transparenz und Stetigkeit als zentrale Kommunikationsgrundsätze

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Folgenreiche Fehler

Die Kommunikation mit der Finanzgemeinde darf in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs unter keinen Umständen eingeschränkt oder gar völlig eingestellt werden. Einige Unternehmen tendieren in schwierigen Unternehmensphasen dazu, sich gegenüber ihren Bezugsgruppen abzuschotten und den Informationsfluss versiegen zu lassen. Eine Verringerung der Kommunikationsmaßnahmen während einer Krisensituation bietet dem Kapitalmarkt einen idealen Nährboden für Gerüchte und Spekulationen. Dabei ist es gerade in Krisenzeiten umso wichtiger, das Vertrauen der Investoren zu bewahren und den Spekulationsfreiraum so gering wie möglich zu halten.

Demnach gilt die simpel erscheinende, jedoch nicht weniger bedeutsame Regel: „You must talk“. Um einem Vertrauensverlust entgegenzuwirken, muss der Financial Community zeitnah verdeutlicht werden, dass die jeweilige Gesellschaft mit Nachdruck an der Krisenbewältigung arbeitet. Mit höchstmöglicher Transparenz, Offenheit und einer konsequenten IR-Kommunikationsstrategie verdeutlicht man den verschiedenen Zielgruppen, dass man das entgegengebrachte Vertrauen verdient. Die Ansprechbarkeit des IR-Teams muss in allen Krisenphasen sichergestellt sein. Des Weiteren ist jegliche Einwegkommunikation zu vermeiden. Investoren und Analysten müssen in die Lage versetzt werden, die bereitgestellten Unternehmensinformationen kritisch hinterfragen zu können. Der offene Austausch mit Analysten und Journalisten ist der Baustein für ein zukünftiges Vertrauensverhältnis zwischen der Aktiengesellschaft und der Finanzgemeinde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Erläutert die Ausgangslage der Finanzkrise, die Relevanz einer krisenorientierten IR und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2 Grundlagen der Investor Relations: Vermittelt die theoretischen Fundamente, inklusive Zielen, Zielgruppen und den zentralen Grundsätzen der Kapitalmarktkommunikation.

3 Anforderungen an die Investor-Relations-Arbeit in Unternehmens- und Finanzmarktkrisen: Analysiert den Krisenbegriff und definiert die notwendigen proaktiven sowie reaktiven Maßnahmen für eine erfolgreiche IR-Krisenkommunikation.

4 Erkenntnisse für die Investor-Relations-Arbeit aus der Finanzmarktkrise 2008: Leitet aus den Ereignissen der Finanzkrise 2008 konkrete Learnings sowie Trends für die IR-Branche ab.

5 Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und hebt die Notwendigkeit von Kontinuität und Vertrauenserhalt als Basis für erfolgreiches Krisenmanagement hervor.

Schlüsselwörter

Investor Relations, Finanzmarktkrise, Krisenkommunikation, Vertrauenserhalt, Finanzgemeinde, Kapitalmarkt, Transparenz, Equity Story, Krisenmanagement, Unternehmensbewertung, Kapitalmarktkommunikation, Investor-Ansprache, Analysten-Coverage, Krisenfrüherkennung, Vertrauenskrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie börsennotierte Unternehmen durch professionelle Investor-Relations-Arbeit in Krisenzeiten Vertrauen sichern und Krisen bewältigen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Grundlagen der IR, der Umgang mit Unternehmens- und Finanzmarktkrisen sowie die methodische Krisenkommunikation mit Investoren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Investor-Relations-Verantwortlichen aufzuzeigen, wie sie ihre Kommunikation effektiv anpassen müssen, um negative Auswirkungen von Krisen auf die Aktienperformance abzufedern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und ergänzt diese durch Experteninterviews, um die praktische Relevanz der theoretischen Konzepte zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Krisenthematik, der Früherkennung von Krisen, dem Aufbau eines Krisenstabs und den spezifischen Instrumenten der Krisenkommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Schlüsselwörter wie Krisenkommunikation, Vertrauensverlust, Finanzgemeinde, Fair Disclosure und Transparenz beschreiben den Kern der Untersuchung.

Warum ist eine Trennung von IR und PR in Krisenzeiten so wichtig?

Eine Trennung sorgt für eine spezifische Adressierung des Kapitalmarkts (IR), während die PR die breite Öffentlichkeit bedient; beide müssen jedoch koordiniert agieren (One-Voice-Policy).

Welche Rolle spielt das Internet in der Krisenkommunikation?

Das Internet bietet durch Dark Sites und schnelle Veröffentlichungsmöglichkeiten eine effiziente Plattform, um Privatanleger und die Finanzgemeinde zeitnah und unverfälscht zu informieren.

Final del extracto de 110 páginas  - subir

Detalles

Título
Investor Relations für Krisenzeiten am Finanzmarkt
Subtítulo
Ziele, Besonderheiten und Lösungswege
Universidad
University of Applied Sciences Münster
Calificación
1,3
Autor
Gerrit Böckenhoff (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
110
No. de catálogo
V139204
ISBN (Ebook)
9783640472772
ISBN (Libro)
9783640472420
Idioma
Alemán
Etiqueta
Strategische Unternehmensführung Finanzkommunikation Investor Relations
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gerrit Böckenhoff (Autor), 2009, Investor Relations für Krisenzeiten am Finanzmarkt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139204
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