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Erwin Panofsky´s Methode „Ikonographie und Ikonologie“ am Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna

Título: Erwin Panofsky´s Methode „Ikonographie und Ikonologie“ am Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna

Trabajo Escrito , 2007 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tina Pfab (Autor)

Arte - Arte y artesanías
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In der vorliegenden Arbeit wird der Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ (um 1460/70) von Andrea Mantegna anhand der Methode „Ikonographie und Ikonologie“ von Erwin Panofsky betrachtet. Panofsky beschreibt die Ikonographie als „Zweig der Kunstgeschichte, der sich mit dem Sujet (Bildgegenstand) oder der Bedeutung von Kunstwerken im Gegensatz zu ihrer Form beschäftigt“.
Seine Methode unterteilt Panofsky in drei Stufen, die aufeinander aufbauen. Die erste Stufe ist die „vorikonographische Beschreibung“ oder „Primäres oder natürliches Sujet“, sie umfasst zum einen die natürlichen Gegenstände und deren gegenseitige Beziehungen, zum anderen Ausdruck, Pose oder Geste. Dies unterteilt den ersten Schritt in „tatsachenhaftes“ und „ausdruckshaftes“. In der zweiten Stufe folgt die „ikonographische Analyse“, in der das Thema gedeutet und benannt werden soll, indem es Aufgabe sein wird die Motive in Verbindung zueinander zu setzen. Dazu gehört es die Figuren zu identifizieren. In einer dritten Stufe erfolgt die Analyse der „Eigentlichen Bedeutung oder des Gehalts“. Sie sei erfassbar, in dem man „zugrunde liegende Prinzipien“ ermittelt, darunter die Grundeinstellung einer Nation, Epoche, Klasse, Religion und die Persönlichkeit des Künstlers. Mantegna übte großen Einfluss auf andere Künstler, seine Zeichnungen und Kupferstiche dienten in vielen Werkstätten als Vorbild und Anregung. Seine Exemplare wurden mit großem Eifer studiert. Seine Studienblätter und Vorlagen hatten große Beliebtheit gewonnen, ihre Vervielfältigung war durch den Kupferstich gewährleistet, von diesem konnte man eine Vielzahl von Abzügen machen. Die Erfindung des Kupferstichs hat wesentlich zu dieser Tendenz beigetragen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Über den Inhalt und Ausblicke auf die vorliegende Arbeit

2 Erwin Panofsky´s Methode „Ikonographie und Ikonologie“ am Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna

2.1 Darstellung des „primären/natürlichen Sujets“ oder „vorikonographische Beschreibung“

2.1.1 Tatsachenhaft

2.1.2 Ausdruckshaft

2.2 Betrachtung des „sekundären/ konventionalen Sujets“ oder

2.3 Darstellung der „eigentlichen Bedeutung/des Gehalts“

3 Fazit der Hausarbeit und Ausblicke

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna unter Anwendung der kunsthistorischen Methode der „Ikonographie und Ikonologie“ nach Erwin Panofsky, um eine fundierte ikonographische Analyse und Deutung der dargestellten Figuren und Bildmotive zu erarbeiten.

  • Anwendung der dreistufigen Panofsky-Methode
  • Ikonographische Identifizierung der dargestellten Figuren
  • Untersuchung der Rolle der Nacktheit und christlicher Attribute
  • Analyse der Bildkomposition und perspektivischen Gestaltung
  • Reflektion über die soziokulturelle Bedeutung des Kupferstichs in der Renaissance

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Tatsachenhaft

Ein Torbogen, der in einem Felsen integriert ist, ragt mit wenig Distanz zum Betrachter, frontal ins Bild. Vor und über diesem Torbogen bewegen sich in verschiedenen Positionen acht Figuren, teils menschlicher, teils fabelwesenhafter Gestalt. Auf Fabelwesen ist deshalb zu schließen, da die Figuren Flügel sowie einen drachenähnlichen Unterkörper besitzen. Hinter dem Felsen, von dem größtenteils der Torbogen zu sehen ist, ist am rechten Bildrand eine fade Landschaft zu erschließen. Diese ist steinig und es ist keinerlei Vegetation (weder flora noch fauna) auszumachen. Man blickt auf einen weiteren Felsen, der etwas ferner liegt.

Vor dem Torbogen halten sich fünf menschliche Figuren auf. Über ihnen schweben drei Fabelwesen in der Luft, die gut von einem Menschen zu unterscheiden sind, da sie neben ihrem durchaus menschenähnlichen Kopf und Oberkörper Flügel besitzen sowie einen Unterkörper, der Ähnlichkeit mit dem eines Drachens hat. Ihre Ohren sind spitz, ähnlich wie bei einer Elfe. Bei den beiden Fabelwesen, die über dem Torbogen schweben, sind die Flügel wie bei einem Drachen strukturiert, sie sind schuppig und haben Haut zwischen den einzelnen Flügelknochen. Bei dem Fabelwesen, das kopfüber am Rand des Tores schwebt, sind die Flügel nicht drachenähnlich, sondern mit Federn bedeckt. Auch dessen Unterkörper ist anders als bei den beiden anderen Fabelwesen. Er ist kürzer und endet mit Federn, wohingegen die Unterkörper der anderen in sich geringelt sind und sie deshalb eine größere Körpergröße besitzen.

Überdies hinaus sind sie weder von Fell noch von Federn bedeckt. Am linken unteren Bildrand steht ein nackter, muskulöser, kurzhaariger Mann, der vor sich auf dem Steinboden ein übermannsgroßes Kreuz aufgestellt hat. Er umfasst es mit beiden Händen und schaut auf zu einem der Fabelwesen. Dieses Fabelwesen schwebt links im Felstor und bedient mit beiden Armen und seinem Mund ein Horn. Seine Wangen sind deshalb aufgeplustert. Neben diesem Fabelwesen schwebt ein zweites, welches sich rechts am Felstor aufhält und ebenfalls in ein Horn bläst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Über den Inhalt und Ausblicke auf die vorliegende Arbeit: Einleitung in die Anwendung der Methode von Erwin Panofsky auf das spezifische Werk von Andrea Mantegna unter Darlegung der drei methodischen Stufen.

2 Erwin Panofsky´s Methode „Ikonographie und Ikonologie“ am Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna: Hauptteil der Untersuchung, der das Bild in eine vorikonographische, ikonographische und inhaltliche Analyse unterteilt.

2.1 Darstellung des „primären/natürlichen Sujets“ oder „vorikonographische Beschreibung“: Detaillierte visuelle Beschreibung des Bildes hinsichtlich seiner Formen, Gestalten und räumlichen Anordnung.

2.1.1 Tatsachenhaft: Fokus auf die rein deskriptive Erfassung der sichtbaren Bildelemente, wie Figuren, Landschaft und Architektur.

2.1.2 Ausdruckshaft: Analyse der im Bild vermittelten Stimmungen und emotionalen Ausdrücke der dargestellten Figuren.

2.2 Betrachtung des „sekundären/ konventionalen Sujets“ oder „ikonographische Analyse“: Deutung der Motive durch Identifikation der christlichen Bildtradition, Attribute und ikonographischen Typologien.

2.3 Darstellung der „eigentlichen Bedeutung/des Gehalts“: Untersuchung der tieferen Bedeutungsebene unter Einbeziehung kunsthistorischer Kontexte der Renaissance und Einflüssen auf Mantegnas Werk.

3 Fazit der Hausarbeit und Ausblicke: Zusammenfassende Reflexion über die Anwendbarkeit der Panofsky-Methode und Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Erwin Panofsky, Ikonographie, Ikonologie, Andrea Mantegna, Christus in der Vorhölle, Kupferstich, Renaissance, Bilddeutung, christliche Kunst, Bildanalyse, Motivgeschichte, Kunstgeschichte, christliche Ikonographie, Bildthema, Vorhölle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna unter Anwendung des ikonographisch-ikonologischen Analysemodells von Erwin Panofsky.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die christliche Ikonographie der Renaissance, die Bedeutung spezifischer Attribute und Gesten in religiöser Kunst sowie die Entwicklung des Kupferstichs als Medium.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Figuren und Motive im Kupferstich von Mantegna mittels Panofskys dreistufiger Methode präzise zu identifizieren und in einen kunsthistorischen Kontext einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird die ikonographisch-ikonologische Methode nach Erwin Panofsky verwendet, die eine vorikonographische Beschreibung, eine ikonographische Analyse und eine Analyse des Gehalts umfasst.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte visuelle Beschreibung (tatsachenhaft/ausdruckshaft), eine identifikatorische Analyse der dargestellten Figuren wie Adam, Eva und Dismas sowie die Deutung der übergeordneten künstlerischen und historischen Gehalte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Charakteristische Begriffe sind Panofsky, Ikonographie, Mantegna, Christus in der Vorhölle, Renaissance und christliche Ikonographie.

Welche Bedeutung kommt der Nacktheit der Figuren im Bild zu?

Die Autorin diskutiert die Nacktheit als Zeichen der Sünde (Adam und Eva) sowie als Ausdruck des paradiesischen Zustands oder der Wiedergeburt im Kontext der Renaissance-Prinzipien.

Wie lässt sich die Person mit dem Kreuz am linken Bildrand identifizieren?

Nach ikonographischer Prüfung identifiziert die Arbeit die Figur aufgrund ihrer Haltung und Attribute als den guten Schächer Dismas und nicht als Christus selbst.

Warum spielt der Kupferstich als Medium eine besondere Rolle in dieser Analyse?

Der Kupferstich ermöglichte eine Vervielfältigung und damit eine private Nutzung und ein tieferes, individuelles Studium der Kunstwerke, was die Rezeption und den Einfluss des Werkes maßgeblich veränderte.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Erwin Panofsky´s Methode „Ikonographie und Ikonologie“ am Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Kunsthistorisches Seminar und Kostodie)
Curso
Kunst um 1500 in Florenz und Rom. Methoden der Kunstgeschichte
Calificación
1,0
Autor
Tina Pfab (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
18
No. de catálogo
V139227
ISBN (Ebook)
9783640490790
ISBN (Libro)
9783640490721
Idioma
Alemán
Etiqueta
Panofsky Ikonographie Mantegna
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tina Pfab (Autor), 2007, Erwin Panofsky´s Methode „Ikonographie und Ikonologie“ am Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139227
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