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Kindheit und Adoleszenz in der russischen Literatur am Beispiel der Erzählung „Mečta na kamnjach“ von Fedor Sologub (1912)

Title: Kindheit und Adoleszenz in der russischen Literatur am Beispiel der Erzählung „Mečta na kamnjach“ von Fedor Sologub (1912)

Term Paper , 2009 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Russian / Slavic Languages
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Summary Excerpt Details

Gegenstand der folgenden Arbeit soll die Darstellung der Kindheit und Adoleszenz in der russischen Literatur sein. Die Anfänge der Beschäftigung mit der Psychologie des Kindes und deren Analyse reichen bis in das Jahr 1909 zurück, bis zu jener Analyse, die Professor Sigmund Freud am „kleinen Hans“ durchführte. Die Tatsache, dass ein Kind mit gutem Erfolg psychologisch analysiert werden konnte, bewies nicht nur die praktische Anwendbarkeit der Psychoanalyse auf Kinder, die zuvor nur an Erwachsenen durchgeführt wurde und bis heute noch große Bedeutung, vor allem auf dem Gebiet der Psychologie hat, sondern gewährte auch genauere und tiefere Einblicke in das kindliche Seelenleben, die grundlegende Beiträge für weitere Theorien lieferten. Kaum ein Theoriegebäude hat das 20. Jahrhundert so beeinflusst wie die Psychoanalyse Sigmund Freuds, dessen Erkenntnisse zu einem großen Teil aus klinischen Beobachtungen stammten, aber auch aus beispielhaften Werken der russischen Literatur gewonnen wurden. Damit wurde nicht nur ein neues Wissensgebiet konstituiert, sondern auch der Grundstein für eine weitere Beschäftigung mit der Psychologie des Menschen gelegt. Melanie Klein, die auf Sigmund Freuds Theorie basierend die Psychoanalyse des Kindes entwickelte, beginnt ihr erstes Kapitel im gleichnamigen Werk wie folgt:
„Die Ergebnisse der Psychoanalyse haben zu einer neuen Psychologie des Kindes geführt. Sie haben uns gelehrt, dass das Kind schon im frühesten Alter sexuelle Triebregungen und Angst empfindet und auch durch große Enttäuschungen geht. Zugleich mit dem Glauben an die Asexualität des Kindes fiel auch der an das »Paradies der Kindheit«. “
Seither befassen sich verschiedene Psychologen, Pädagogen, Kulturanthropologen und Historiker mit dem Thema Kindheit. Seit den fünfziger und sechziger Jahren des 21. Jahrhunderts sind auch zahlreiche Arbeiten zur Adoleszenz, d. h. zu den psychologischen Vorgängen der sexuellen Reifung des Kindes , die lange Zeit in der psychoanalytischen Forschung und Theoriebildung ein „Stiefkind“ gewesen ist, erschienen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kindheit und Adoleszenz in psychoanalytischer Sicht

2.1. Entwicklung des Kindes im Sinne Sigmund Freuds

2.2. Die Latenzzeit und Adoleszenz

3. Fedor Sologub/Fedor Kuz’mič Teternikov – „Mečta na kamnjach“ (1912)

3.1. Fedor Sologub – Die „erste“ Generation der Symbolisten

3.2. Inhalt und Struktur der Erzählung „Mečta na kamnjach“ (1912)

3.3. Der psychologische Reifungsprozess Griškas

3.3.1. Griškas Umgebung und soziales Umfeld in der Realität

3.3.2. Griškas Traumwelt

3.3.3. Das Erscheinen von Prinzessin Turandina

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild von Kindheit und Adoleszenz in der Erzählung „Mečta na kamnjach“ (1912) von Fedor Sologub aus einer psychoanalytischen Perspektive. Ziel ist es zu analysieren, wie der Protagonist Griška durch den Konflikt zwischen einer als feindselig wahrgenommenen Realität und einer phantasievollen Traumwelt seinen psychologischen Reifungsprozess und Identitätsfindung durchläuft.

  • Psychoanalytische Grundlagen der kindlichen Entwicklung nach Freud und Rotmann
  • Fedor Sologub im Kontext des russischen Symbolismus
  • Die narrative Struktur und Symbolik in „Mečta na kamnjach“
  • Einfluss von Kindheitserfahrungen und Ödipus-Komplex auf die Adoleszenz
  • Die Bedeutung der Traumwelt als Wunscherfüllung und Realitätsflucht

Auszug aus dem Buch

Griškas Umgebung und soziales Umfeld in der Realität

"[...]В конце мая в громадном городе уже было жарко. В узком переулке жарко и душно, еще душнее во дворе. Солнце, яркое с утра, накалило железные, буро-красные крыши четырех, обставших тесный двор, пятиэтажных каменных флигелей, их грязно-желтые стены и крупные булыжники сорной мостовой.[...] На дворе кричали, бегали и ссорились ребятишки, дети дворника, прислуг и жильцов попроще. Двенадцатилетьний Гришка, сын кухарки Аннушки и семнадцатого номера, смотрел на них из своей кухни, из окна четвертого этажа[...]"41

„[…]Ende Mai war es in der riesigen Stadt schon heiß. In den engen Gassen war es heiß und schwül, noch schwüler war es auf dem Hof. Die seit dem Morgen schon grelle Sonne, brachte die eisernen, braun roten Dächer der vier fünfstöckigen Steinflügel, die einen engen Hof bildeten und ihre schmutzig gelben Wände und die großen schmutzigen Pflastersteine des Pflasters zum Glühen.[…] Auf dem Hof schrien, liefen und zankten sich Kinder, Kinder des Hausmeisters, der Dienstmädchen und der einfachen Bewohner. Der zwölfjährige Griška, Sohn der Köchin Annuška aus der siebzehnten Wohnung beobachtete sie aus dem Fenster seiner Küche aus der vierten Etage.[…]“

Die hier nicht explizit genannte Stadt, eine typische Motivgestaltung der Symbolisten und Sologubs, ist ein Ort der Vereinsamung, Vereinzelung, innerer Entfremdung und ein Ort der Herrschaft der breiten Masse. Die Wände fungieren ebenfalls als Sinnbild für die Isolation und Unfreiheit und als Symbol der Härte des Lebens. Den Schriftstellern des Symbolismus ging es beim Phänomen „Stadt“ hauptsächlich um die konzentrierte Darstellung des allgemeinmenschlichen und damit philosophischen Problem, dass der überwiegende Teil der Menschen sich nur als Einzelwesen versteht, dessen Interessen er über die aller anderen stellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die psychologische Untersuchung der Kindheit in der russischen Literatur ein und definiert den Fokus auf Sologubs Erzählung unter Einbezug psychoanalytischer Ansätze.

2. Kindheit und Adoleszenz in psychoanalytischer Sicht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen basierend auf Freud und Rotmann, insbesondere zur psychischen Entwicklung, Latenzzeit und Adoleszenz.

3. Fedor Sologub/Fedor Kuz’mič Teternikov – „Mečta na kamnjach“ (1912): Der Hauptteil analysiert Sologubs Position im Symbolismus sowie die Struktur der Erzählung und den Reifungsprozess des Protagonisten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, wie Sologub den Reifungsprozess und die Identitätskrise seines Protagonisten als notwendigen, wenn auch schmerzhaften Prozess darstellt.

Schlüsselwörter

Fedor Sologub, Kindheit, Adoleszenz, Psychoanalyse, russischer Symbolismus, Mečta na kamnjach, Identitätsfindung, Traumwelt, Realität, Ödipus-Komplex, Latenzzeit, Griška, Prinzessin Turandina, Sublimierung, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Kindbild in Fedor Sologubs Erzählung „Mečta na kamnjach“ und analysiert den psychologischen Reifungsprozess des Protagonisten Griška während der Adoleszenz.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Psychoanalyse des Kindes, der Konflikt zwischen Realität und Traum, Identitätsbildung und die literarischen Merkmale des russischen Symbolismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Kind-Bild in einem ausgewählten Werk der russischen Literatur mithilfe psychoanalytischer Theorien zu analysieren und dabei Sologubs dichterische Besonderheiten zu berücksichtigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär psychoanalytische Theorien von Sigmund Freud und Michael Rotmann auf den literarischen Text anwendet.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zur kindlichen Psyche, Sologubs Stellung im Symbolismus, eine Inhaltsanalyse der Erzählung sowie eine detaillierte psychologische Untersuchung des Protagonisten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Psychoanalyse, Symbolismus, Identitätskrise, Adoleszenz, Traumwelt und Kindheitsentwicklung beschreiben die Arbeit am treffendsten.

Wie beeinflusst der Tod des Vaters den Protagonisten Griška?

Der Tod des Vaters führt zu einem Verlust der Identifikationsfigur und einer emotionalen Distanzierung, was eine Identitätskrise auslöst und die psychische Stabilität des Jungen in der Phase des Heranwachsens erschwert.

Welche Rolle spielt Prinzessin Turandina für die Erzählung?

Turandina fungiert als traumhafte Erscheinung, die Griška seine „reale“ Lage bewusst machen soll und somit die Grenzen zwischen seiner Traumwelt und der Realität verschwimmen lässt.

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Details

Title
Kindheit und Adoleszenz in der russischen Literatur am Beispiel der Erzählung „Mečta na kamnjach“ von Fedor Sologub (1912)
College
University of Freiburg  (Philologie)
Course
Hauptseminar: Kindheit und Adoleszenz in der russischen Literatur
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V139276
ISBN (eBook)
9783640495016
ISBN (Book)
9783640495139
Language
German
Tags
Kindheit Adoleszenz Literatur Beispiel Erzählung Fedor Sologub
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Kindheit und Adoleszenz in der russischen Literatur am Beispiel der Erzählung „Mečta na kamnjach“ von Fedor Sologub (1912), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139276
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