Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Filosofía del siglo XX

Alasdair MacIntyres Gegenkonzept zum Projekt der Aufklärung

Título: Alasdair MacIntyres Gegenkonzept zum Projekt der Aufklärung

Presentación (Redacción) , 2003 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Daniel Brockmeier (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Dargelegt wird Alasdair MacIntyres Moralphilosophie.
MacIntyre betrachtet die Aufklärung nicht nur als gescheitertes Projekt, mitunter sogar als Katastrophe für die Moralphilosophie. In ihrem Ergebnis sei uns, durch die Aufklärer, eine verwahrloste Sprache der Moral hinterlassen worden. Indem sie das Bezugsschema zerstörten, sei eine Bezugnahme auf den Kontext moralischer Überlegungen nicht mehr möglich.
Unter Berufung auf Aristoteles' Ethik legt MacIntyre einen Gegenentwurf vor.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kommunitarismus

3 MacIntyres Kritik

4 Aristoteles’ Konzeption

5 Die Tugenden

6 Gerechtigkeit als Tugend

7 MacIntyres Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Alasdair MacIntyres Gegenkonzept zum Projekt der Aufklärung auseinander. Dabei wird das Ziel verfolgt, MacIntyres Verständnis der Tugendethik nach Aristoteles, seine Kritik am liberalen Gesellschaftsbild und seine Übertragung auf moderne gesellschaftliche Probleme, insbesondere im Hinblick auf Gerechtigkeit und Gemeinschaft, systematisch darzulegen und zu erläutern.

  • Kritische Analyse des Kommunitarismus im Kontrast zum Liberalismus
  • Untersuchung von MacIntyres Kritik an der Moralphilosophie der Aufklärung
  • Rekonstruktion der aristotelischen Tugendethik nach MacIntyre
  • Erörterung der Bedeutung von Gemeinschaft (pólis) und Tugend für die Gesellschaft
  • Diskussion über Gerechtigkeit als Tugend und deren Anwendung in modernen Strukturen

Auszug aus dem Buch

6 Gerechtigkeit als Tugend

MacIntyre hält es für einen zentralen Punkt der aristotelischen Tugendethik, dass die Tugend der Gerechtigkeit für die pólis von zentraler Bedeutung ist. Das bedeute, einer Gemeinschaft, der es an Übereinstimmung über eine Vorstellung von Gerechtigkeit fehlt, fehle auch die notwendige Grundlage. Genau dieses diagnostiziert MacIntyre für unsere modernen Gesellschaften, exemplarisch an der amerikanischen.

Nur auf dieser gemeinsamen Gerechtigkeitsvorstellung lasse sich ein Regel- oder Gesetzwerk etablieren, dass allgemein anerkannt werde und uns ein tugendsames Leben ermögliche. MacIntyre stellt diese Problematik anhand eines Modells dar. In diesem Modell treten zwei Parteien, A und B, auf. A hat mühsam einen Teil seines Verdienst gespart um sich und seiner Familie ein gesichertes Leben zu ermöglichen. Seine Kinder auf ein College zu schicken, sich ein Haus zu kaufen und seinen Eltern die notwendige medizinische Versorgung zukommen zu lassen, sind seine persönlichen Projekte. Diese werden nun durch eine Steuererhöhung bedroht, was er als ungerecht empfindet. Er vertritt die Position, dass er ein Recht auf seinen ehrlich erworbenen Besitz hat. Partei B hingegen ist „beeindruckt von der willkürlichen Ungleichheit in der Verteilung von Wohlstand, Einkommen und Chancen“. Er empfindet diese Ungleichheit als ungerecht und vertritt die Meinung, dass sich diese lediglich rechtfertigen ließe, wenn die Ungleichheit eingesetzt würde, um die Lage der Benachteiligten zu verbessern. Was sich etwa durch die Förderung des Wirtschaftswachstums bewerkstelligen ließe. Weiter glaubt er, die Gerechtigkeit fordere ein umverteilendes Steuersystem. So lange die wirtschaftlichen Umstände zulassen, dass A’s Projekte nicht gefährdet sind, aber B’s Projekte realisierbar bleiben, bestehe kein Problem. Ändern sich allerdings die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, müsse unweigerlich ein Projekt dem anderen geopfert werden. Insofern seien A’s und B’s Vorstellungen von Gerechtigkeit unvereinbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Anpassungen gegenüber dem ursprünglichen Referat und gibt einen Überblick über den inhaltlichen Aufbau der Arbeit.

2 Kommunitarismus: Dieses Kapitel definiert den Kommunitarismus als Gegenbewegung zum Liberalismus und stellt die Gerechtigkeitstheorie von John Rawls als Referenzpunkt der Kritik vor.

3 MacIntyres Kritik: Hier wird MacIntyres Fundamentalkritik an der Aufklärung als Katastrophe für die Moralphilosophie dargestellt, die das Verständnis für den funktionalen Zweck des Menschen zerstört habe.

4 Aristoteles’ Konzeption: Das Kapitel beleuchtet MacIntyres Interpretation des aristotelischen Modells, das innerhalb einer traditionellen Kette verortet wird, wobei die Bedeutung der pólis für ein tugendhaftes Leben betont wird.

5 Die Tugenden: Es wird erörtert, wie Tugenden und die praktische Urteilskraft das Ziel des guten Lebens (eudaimonía) in einer Gemeinschaft konstituieren und wie sie sich von bloßer Regelbefolgung unterscheiden.

6 Gerechtigkeit als Tugend: Anhand eines Fallbeispiels wird die Problematik unvereinbarer Gerechtigkeitsvorstellungen in modernen Gesellschaften aufgezeigt, denen ein gemeinsames Verständnis des Guten fehlt.

7 MacIntyres Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Betrachtung der Rolle des modernen Staates und der Politik, wobei MacIntyres Suche nach institutionellen Strukturen für eine tugendethisch fundierte Gemeinschaft thematisiert wird.

Schlüsselwörter

Kommunitarismus, Liberalismus, John Rawls, Alasdair MacIntyre, Aufklärung, Tugendethik, Aristoteles, eudaimonía, pólis, praktische Urteilskraft, Gerechtigkeit, Gemeinwesen, moralische Tradition, moderne Gesellschaft, Patriotismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Alasdair MacIntyres philosophische Kritik an der Moderne und der Aufklärung sowie seinen Versuch, durch eine Rückbesinnung auf aristotelische Tugendethik und gemeinschaftsorientiertes Handeln (pólis) alternative Ansätze für gesellschaftliche Gerechtigkeit aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Gegensatz zwischen Kommunitarismus und Liberalismus, das Scheitern moderner Gerechtigkeitsvorstellungen, die Bedeutung des Telos für das menschliche Handeln sowie die Rolle von Tugenden im sozialen Gefüge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, MacIntyres philosophische Positionen aus seinem Werk "Der Verlust der Tugend" verständlich darzulegen und ihre Relevanz sowie ihre Schwierigkeiten im Kontext der modernen, pluralistischen Gesellschaft zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologisch-philosophische Analyse, bei der zentrale Begriffe und Thesen aus der Primärliteratur MacIntyres rekonstruiert, mit aristotelischen Vorbildern verglichen und durch die Einbeziehung von Kommentarliteratur (wie V. Weber) kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Kommunitarismus, die Kritik an der Aufklärung, die Rekonstruktion aristotelischer Tugendkonzepte, die Rolle der Gerechtigkeit und die Diskussion über die praktische Anwendbarkeit dieser Theorien in der Moderne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Schlüsselwörter sind unter anderem Kommunitarismus, Tugendethik, Aristoteles, Gerechtigkeit, eudaimonía, Pólis und die moralische Kritik am liberalen Projekt der Aufklärung.

Wie unterscheidet sich MacIntyres Verständnis von Gerechtigkeit von modernen liberalen Ansätzen?

Während liberale Ansätze wie die von Rawls auf abstrakte, universelle Regeln setzen, betrachtet MacIntyre Gerechtigkeit als eine Tugend, die nur innerhalb einer Gemeinschaft mit geteilten Werten und einem gemeinsamen Verständnis des Guten sinnvoll praktiziert werden kann.

Warum hält MacIntyre die moderne Politik für unzureichend?

MacIntyre sieht moderne Staaten als Ansammlungen von Individuen ohne gemeinsames Ziel (pólis), was dazu führt, dass politische Entscheidungen und Gerechtigkeitskonflikte nicht mehr auf Basis gemeinsamer Verdienste gelöst werden können, sondern als "Bürgerkrieg mit anderen Mitteln" ablaufen.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Alasdair MacIntyres Gegenkonzept zum Projekt der Aufklärung
Universidad
RWTH Aachen University  (Philosophisches Institut)
Curso
Proseminar Kommunitarismus
Calificación
1,7
Autor
Daniel Brockmeier (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
18
No. de catálogo
V139370
ISBN (Ebook)
9783640465545
ISBN (Libro)
9783640462957
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kommunitarismus Liberalismus Aufklärung Ethik Moral Moralphilosophie Philosophie praktische Philosophie Aufklärungskritik Gegenaufklärung Rawls Kant Aristoteles MacIntyre Alasdair MacIntyre
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Brockmeier (Autor), 2003, Alasdair MacIntyres Gegenkonzept zum Projekt der Aufklärung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139370
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  18  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint