Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)

Hegels Gedanken zum Unrecht in den §§ 82-104 der "Grundlinien der Philosophie des Rechts"

Título: Hegels Gedanken zum Unrecht in den §§ 82-104 der "Grundlinien der Philosophie des Rechts"

Trabajo , 2009 , 23 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Josephine Ernst (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Hegels Werk ist in Kleinen wie im Großen Systematik pur. Die „Grundlagen der Philosophie des Rechts“ reiht sich neben der „Phänomenologie des Geistes“ unter die bedeutendsten und bekanntesten Schriften ein.
[...]wird in der vorliegenden Arbeit der dritte Abschnitt des ersten Teils, der mit „Das abstrakte Recht“ überschrieben ist, im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen. Hegel behandelt dabei unter der Überschrift „Das Unrecht“ Aspekte zum „Unbefangenen Unrecht“, „Betrug“ und bezüglich des „Zwangs und Verbrechens“. Die Argumentation bezüglich der Rechtfertigung von Strafe soll ebenso einbezogen werden.
Vorerst werden also dabei die betreffenden Paragraphen ohne thematische Fragestellung daraufhin untersucht, was Hegel denn nun mit seinen Ausführungen ausdrücken wollte, ob die Argumentation in sich schlüssig ist. Das Verfahren der Erarbeitung verlief dabei so, dass vorerst ohne jeden wissenschaftlichen Artikel ein eigener Eindruck entwickelt wurde, und erst danach auffallende Parallelen schon vorhandener Interpretationen aus Wissenschaft und Forschung herangezogen und zur Ergänzung genutzt wurden. Unter drittens und viertens werden Einzelheiten herausgegriffen. Der Punkt fünf versucht einen Bezug zur heutigen Zeit herzustellen.
Als Voraussetzung dafür sind Hegels Bemerkungen zum Eigentum und Vertrag direkt zu betrachten. Denn sie bilden die Grundlage dafür, dass Unrecht überhaupt entstehen kann und Strafe notwendig wird. Um als Person in der Gesellschaft zu existieren, muss er sich selbst in die Äußerlichkeit legen. Das kann nur durch Eigentum geschehen. Wo Eigentum ist, ist wiederum zum Beispiel Tauschhandel – die Grundlage für die Notwendigkeit von Verträgen. Bei Abweichungen davon entsteht Unrecht, dass sanktioniert werden muss. Dies entspricht einem logischen Aufbau bis hin zum Übergang zur Moralität. Es geht Hegel nicht nur darum zu bestimmen, wie ein Strafsystem gerechtfertigt werden kann, sondern auch, ob es möglich ist. Die Paragraphen 82 bis 104 sind seine Strafphilosophie. Er beantwortet die Frage also positiv und betont sogar dessen Notwendigkeit. Grund für den Übergang in das Unrecht ist die Differenz von Übereinkunft und Leistung.
Man sollte des Weiteren immer im Gedächtnis behalten, dass Hegels Begriff von „Freiheit“, der als zentrales Moment der Rechtsphilosophie und Hegels philosophischen Systems insgesamt anzusehen ist, immer als oberstes Ziel bei der Argumentation einbezogen wird, an manchen Stellen explizit sichtbar, an anderen nur[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Allgemeine Deutungshypothesen zu den §§ 82-104

2.1. §§ 82-83: Recht – Unrecht – Schein

2.2. §§ 84-86: Unbefangenes Unrecht

2.3. §§ 87-89: Betrug

2.4. §§ 90-94: Gewalt und Zwang

2.5. §§ 95-97: Verbrechen – Die Sphäre des peinlichen Rechts

2.6. §§ 98-99: Funktion der Strafe

2.7. § 100: Das Recht am Verbrecher

2.8. §§ 101-103: Wiedervergeltung – Rache – strafende Gerechtigkeit

2.9. § 104: Übergang von Recht in Moralität

3. Subjektivität versus Objektivität

4. Willkür

5. Aktualität

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Hegels Verständnis von Unrecht und Strafe in den Paragraphen 82 bis 104 seiner „Grundlinien der Philosophie des Rechts“. Ziel ist es, die interne Logik von Hegels Strafphilosophie zu analysieren, deren schlüssige Argumentation zu prüfen und Bezüge zum Verhältnis von Subjektivität und Objektivität sowie zur Aktualität der Thematik herzustellen.

  • Hegels Strafphilosophie in den §§ 82-104
  • Das Spannungsfeld zwischen Subjektivität und Objektivität
  • Die Problematik der Willkür bei der Strafzumessung
  • Kritische Auseinandersetzung mit Gewalt, Zwang und Verbrechen
  • Reflektion der Aktualität von Rechtsbegriffen und Strafmaßen

Auszug aus dem Buch

§§ 90-94: Gewalt und Zwang

Grundlegend bestimmt Hegel zuvorderst das Verhältnis von Wille zu Eigentum, beziehungsweise Dingen, die zum Eigentum werden. Mein Wille wird, im Bezug auf mein Eigentum, sobald es meines wird, ein Stück weit zu dieser eben „äußerliche[n] Sache“. Mein Wille liegt in der Sache und die Sache strahlt gleichzeitig das Mir-Gehören auf mich zurück. Sobald eine Sache mein Eigentum ist, braucht die diese Sache mich, um zu sein. Ich, oder besser mein Wille, der in der Sache liegt, kann mich somit zwingen, dass die Sache mein Eigentum bleibt. Das heißt, dass sobald mir etwas gehört, ich von diesem Etwas Gewalt erfahren kann, indem mein Wille in der Sache mich zwingt, sie als Eigentum meiner aufrecht zu erhalten.

Hegel bringt des Weiteren ein präferenz-utilitaristisches Argument hinzu. Diese Gewalt kann nämlich auch soweit gehen, dass mein Wille dieser einen Sache eine solche Wichtigkeit oder Nützlichkeit zuspricht, dass alle anderen Formen eines „Besitzes oder positiven Seins“ dadurch unterdrückt werden. Diese Form von Gewalt heißt Hegel „Zwang“.

„Es kann [jedoch] nur der zu etwas gezwungen werden, der sich zwingen lassen will“, dessen Wille also bereit dazu ist. Denn „der freie Wille kann an und für sich [von anderen] nicht gezwungen werden“. Dies ist, laut Hegel, allerdings nur möglich, wenn sich der Wille „aus der Äußerlichkeit“ der Sache oder deren Vorstellung, durch die er gebunden werden könnte, entbindet und sich als unabhängig davon betrachtet. Aus den handschriftlichen Erläuterungen lässt sich diese These bekräftigen, wenn man davon ausgeht, dass Wollen im Äußerlichen sein will. Dies bildet demnach die Grundlage der Möglichkeit von Gewalt als Zwang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Einleitung in den Themenkomplex von Hegels Strafphilosophie und die methodische Herangehensweise an den Text.

2. Allgemeine Deutungshypothesen zu den §§ 82-104: Analyse der grundlegenden Rechtsbegriffe, des Unrechtsverständnisses und der dialektischen Strafbegründung durch Hegel.

3. Subjektivität versus Objektivität: Darstellung des Antagonismus zwischen dem subjektiven Willen des Einzelnen und dem objektiven Willen der Gemeinschaft.

4. Willkür: Kritische Betrachtung der Rolle von Zufall und Willkür bei der Festlegung von moralischen Normen und Strafmaßen.

5. Aktualität: Anwendung der abstrakten Theorie auf moderne gesellschaftliche Fragen wie das Schöffenwesen und die Todesstrafe.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der dialektischen Strafbegründung und deren praktische Umsetzbarkeit.

Schlüsselwörter

Hegel, Rechtsphilosophie, Unrecht, Strafe, Subjektivität, Objektivität, Willkür, Verbrechen, Zwang, Gewalt, Wiedervergeltung, Moralität, Recht, Freiheit, Strafphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Hegels Auffassung von Unrecht und Strafe, wie sie in den Paragraphen 82 bis 104 der „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ dargelegt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Zustandekommen von Unrecht, die Notwendigkeit von Strafe als Wiederherstellung des Rechts sowie das Verhältnis von individuellem Willen und staatlicher Ordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Hegels schlüssige Argumentation zu prüfen, die Verbindung zwischen Strafbegründung und Freiheitsbegriff herauszuarbeiten und die dialektische Logik hinter diesen Rechtsbegriffen aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verfolgt ein Verfahren, bei dem zunächst ohne sekundärliterarische Einflüsse ein eigener Eindruck entwickelt wird, um anschließend Parallelen aus bestehender wissenschaftlicher Forschung zur Ergänzung und Validierung heranzuziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Paragraphen-Analyse (von Recht bis zum Übergang zur Moralität) sowie eine philosophische Reflexion über die Antinomie von Subjektivität und Objektivität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich primär durch Begriffe wie Rechtsphilosophie, Dialektik, Strafbegründung, Subjektivität und die philosophische Kategorie des Unrechts aus.

Warum spielt der Begriff der „Willkür“ eine so zentrale Rolle für die Autorin?

Die Autorin hinterfragt, inwieweit Hegels Strafsystem droht, durch den subjektiven Faktor „Willkür“ inkonsistent zu werden, insbesondere bei der Frage, wer oder was die Strafzumessung autoritär legitimiert.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zur Todesstrafe bei Hegel?

Die Arbeit stellt fest, dass Hegel in seinen Darlegungen zur Todesstrafe ambivalent erscheint, da diese im Widerspruch zu seinem eigenen Prinzip der Freiheit stehen könnte, wenngleich er sie in extremen Ausnahmefällen theoretisch zu rechtfertigen sucht.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Hegels Gedanken zum Unrecht in den §§ 82-104 der "Grundlinien der Philosophie des Rechts"
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Philosophie)
Curso
Das Moralitätskapitel in Hegels Rechtsphilosophie
Calificación
2,7
Autor
Josephine Ernst (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
23
No. de catálogo
V139371
ISBN (Ebook)
9783640491704
ISBN (Libro)
9783640491780
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hegels Gedanken Unrecht Grundlinien Philosophie Rechts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Josephine Ernst (Autor), 2009, Hegels Gedanken zum Unrecht in den §§ 82-104 der "Grundlinien der Philosophie des Rechts", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139371
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  23  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint