Das Thema „Globalisierung“ ist zur Zeit sehr aktuell: man kann heute kaum
eine Zeitung öffnen, ohne auf den Begriff der Globalisierung zu stoßen. Um
etwas mehr darüber zu erfahren, habe ich dieses Thema für meine Hausarbeit
ausgesucht. Da das Thema „Globalisierung“ sehr umfangreich ist, werde ich in
diesem Aufsatz nur die Auswirkungen dieser neuen Entwicklung auf die Politik
darzustellen versuchen. Das Wort „Globalisierung“ ist natürlich selbst erklärungsbedürftig,
so werde ich als erstes auf die Fragen eingehen, was Globalisierung
bedeutet und was sich wie globalisiert. Der Begriff der Globalisierung wird sehr unterschiedlich definiert. Vor allem
sind dabei fünf verschiedene Aspekte zu beachten, die ich im folgenden beschreiben
werde.
Die erste Form nennt man Internationalisierung des Warenkapitals. Es sind die
Exporte von Waren und Dienstleistungen, die seit den fünfziger Jahren ständig
zunahmen und immer noch steigen. Dabei ist es zu beachten, dass der größte
Teil der Im- und Exporte sich auf die Triade-Länder1 konzentriert. Wir haben
im Vergleich zu 1950 heute ein internationales Handelsvolumen, das ca. hundertmal
so hoch ist wie damals, weil der Welthandel durch den Abbau von
Handelshemmnissen gefördert wird. Diese Förderung sollte Vorteile sowohl für
die Konsumenten als auch für die Produzenten bringen. Erstere bekommen
eine größere Vielfalt an Waren, was aufgrund vom erhöhtem Wettbewerb zu
niedrigeren Preisen führt. Für die Produzenten eröffnet sich durch die Internationalisierung
der Märkte ein größerer Absatzmarkt2.
Der zweite Aspekt der Globalisierung ist die beschleunigte Internationalisierung
des produktiven Kapitals bzw. der Direktinvestitionen3. Der Anstieg fing in
den achtziger Jahren an und hat sich von 1992 bis 1997 mehr als verdoppelt. [...]
1 Triade Länder sind Europa, Nordamerika und Japan
2 vgl. Steffen Becker, Thomas Sablowski, Wilhelm Schumm (Hrsg.), 1997 S. 28 – 50 und Walter Hanesch
S. 4 - 5
3 Direktinvestition ist die Leistung oder direktes Kapitalengagement gebietsansässiger Unternehmen in fremden
Wirtschaftsgebieten mit der Absicht, einen Einfluss auf die Geschäfttätigkeit des empfangenden Unternehmens
zu nehmen. (vgl. dazu Weigert/ Pepels, WiSo-Lexikon S. 141).
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Formen der Globalisierung
- Die Einschränkungen staatlicher Autonomie durch die supranationalen Organisationen
- Die Europäische Union (EU)
- Das GATT bzw. die WTO
- Der IWF
- Die transnationalen Konzerne bedrängen die nationale Politik
- Einschränkungen politischer Gestaltungsmöglichkeiten durch die Internationalisierung der Finanzmärkte
- Verbleibende Bereiche autonomer Politikmöglichkeiten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf die Politik nationaler Staaten. Der Schwerpunkt liegt darauf, zu analysieren, inwiefern die Globalisierung die Autonomie nationaler Politik einschränkt.
- Formen der Globalisierung
- Supranationale Organisationen und ihre Einflussnahme auf die nationale Politik
- Der Einfluss transnationaler Konzerne auf die nationale Politik
- Die Internationalisierung der Finanzmärkte und ihre Folgen für die nationale Politik
- Verbleibende Bereiche autonomer Politik
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt das Thema „Globalisierung“ ein und erläutert den Fokus der Arbeit auf die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Politik.
- Formen der Globalisierung: Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Aspekte der Globalisierung, darunter die Internationalisierung des Warenkapitals, des produktiven Kapitals, des Geldkapitals, die weltweit vernetzte Produktion und die veränderte Rolle der Nationalstaaten im globalen Wettbewerb.
- Die Einschränkungen staatlicher Autonomie durch die supranationalen Organisationen: Dieses Kapitel analysiert den Einfluss supranationaler Organisationen wie der EU, GATT/WTO und des IWF auf die nationale Politik. Es zeigt auf, wie diese Organisationen die Handlungsmöglichkeiten der Staaten einschränken können.
- Die transnationalen Konzerne bedrängen die nationale Politik: Dieses Kapitel diskutiert die wachsende Macht transnationaler Konzerne und deren Einfluss auf die nationale Politik. Es beleuchtet, wie Unternehmen ihre Produktion grenzüberschreitend flexibilisieren und nationale Regierungen unter Druck setzen können.
- Einschränkungen politischer Gestaltungsmöglichkeiten durch die Internationalisierung der Finanzmärkte: Dieses Kapitel beleuchtet die Auswirkungen der globalisierten Finanzmärkte auf die nationale Politik. Es zeigt auf, wie die Internationalisierung des Geldkapitals die Handlungsmöglichkeiten von Staaten einschränkt.
- Verbleibende Bereiche autonomer Politikmöglichkeiten: Dieses Kapitel erörtert, welche Bereiche der Politik trotz der Globalisierung noch autonom gestaltet werden können. Es wird argumentiert, dass Staaten trotz der zunehmenden Vernetzung der Welt gewisse Handlungsspielräume behalten.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieser Arbeit umfassen: Globalisierung, staatliche Autonomie, supranationale Organisationen, EU, WTO, IWF, transnationale Konzerne, Internationalisierung der Finanzmärkte, nationale Politik, Handlungsspielräume.
Häufig gestellte Fragen
Kann ein Staat in Zeiten der Globalisierung noch autonom handeln?
Die Arbeit untersucht genau diese Frage und kommt zu dem Schluss, dass Staaten zwar stark eingeschränkt sind, aber dennoch über verbleibende Bereiche autonomer Politik verfügen.
Welche Organisationen schränken die staatliche Autonomie ein?
Vor allem supranationale Organisationen wie die Europäische Union (EU), die Welthandelsorganisation (WTO/GATT) und der Internationale Währungsfonds (IWF) üben großen Einfluss aus.
Welche Rolle spielen transnationale Konzerne?
Transnationale Konzerne bedrängen die nationale Politik, indem sie ihre Produktion global flexibilisieren und Regierungen unter Wettbewerbsdruck setzen.
Wie beeinflussen Finanzmärkte die politische Gestaltung?
Die Internationalisierung der Finanzmärkte und des Geldkapitals führt zu einer Beschleunigung, die nationale Regierungen in ihren Handlungsspielräumen stark einschränkt.
Was versteht man unter der Internationalisierung des Warenkapitals?
Damit ist der enorme Anstieg des weltweiten Handelsvolumens seit den 1950er Jahren gemeint, der durch den Abbau von Handelshemmnissen gefördert wurde.
Was sind die sogenannten Triade-Länder?
Als Triade-Länder werden in diesem Kontext Europa, Nordamerika und Japan bezeichnet, auf die sich der Großteil des Welthandels konzentriert.
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- Swetlana Wink (Author), 2003, Können in Zeiten der Globalisierung die Staaten noch autonome Politik betreiben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13942