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Zertifikatehandel und Zertifikatelösungen

Título: Zertifikatehandel und Zertifikatelösungen

Trabajo de Seminario , 2009 , 52 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Henrike Kosinowski (Autor), Reinhold Steinhardt (Autor)

Economía - Teoría y política monetaria
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In Folge voranschreitender Industrialisierung ist der Klimawandel nicht von der Hand zu weisen. Die daraus entstehenden negativen Effekte schaffen eine zunehmende Bedrohung für Mensch und Natur. Auch für die Wirtschaft besteht ein immenses Verlustrisiko. Die nachfolgende Abbildung zeigt beispielhaft den Anstieg der durch Klimakatastrophen verursachten Schäden. Im folgenden soll der Zertifikatehandel als Wirtschaftspolitisches Instrument der Schadensmilderung durch die Internalisierung externer Effekte behandelt werden.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Regulierung dieser Effekte auf die Umwelt durch das Instrument Zertifikatehandel aussieht. Zu diesem Zwecke wird in Kapitel 2 zuallererst ein theoretisches Fundament gelegt, um zu erklären wie der Zertifikatehandel funktioniert, und wie sich Preise auf diesen Märkten einstellen. Darauf aufbauend werden im Kapitel 3 die ersten Zertifikatelösungen aufgezeigt, die in der Praxis realisiert wurden. Im Anschluss soll Kapitel 4 zeigen, welche Probleme es bei einem großen (internationalen) Zertifikatehandel zu bewältigen gilt und welche zukünftigen Entwicklung zu erwarten sind. Vornehmlich ist das Ziel dieser Arbeit die Funktionsweise von Zertifikatemärkten (in Theorie und Praxis) aufzuzeigen und dabei gleichzeitig die Vielzahl der damit verbundenen Ausgestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen zu berücksichtigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Theorien

2.1 Grundlagen nach Coase

2.2 Ökonomisches Modell nach Dales

2.3 Ansätze der Preismodellierung

3 Entwicklung erster Zertifikatelösungen

3.1 Historischer Verlauf

3.2 Zertifikatelösungen in den USA

3.3 Dänischer Zertifikatehandel

3.4 UK-Zertifikatehandel

3.5 Schlussfolgerungen aus bisher in der Praxis durchgeführten Handelssystemen

4 Zertifikatelösungen im Rahmen internationaler Verpflichtungen

4.1 Zieldefinition gemäß Kyoto-Abkommen

4.2 Flexible Mechanismen im Kyoto Protokoll

4.3 EU-Gesetzgebung des Emissionshandels

4.4 Nationale Gesetzgebung des Emissionshandels

4.5 Grundlagen staatlicher Allokation in Deutschland

4.6 Bewertung des EU-Emissionshandels

4.7 Ausblick auf zukünftige Zertifikatelösungen

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise von Zertifikatemärkten in Theorie und Praxis, um Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Regulierung von Umwelteffekten durch das Instrument des Zertifikatehandels aufzuzeigen.

  • Theoretische Fundierung des Zertifikatehandels (Coase-Theorem & Dales-Modell)
  • Analyse historischer und aktueller Zertifikatelösungen (USA, Dänemark, UK)
  • Internationale Verpflichtungen und deren Umsetzung durch flexible Mechanismen
  • Kritische Bewertung des EU-Emissionshandels und seiner nationalen Ausgestaltung

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundlagen nach Coase

Die Idee des Handels mit Emissionszertifikaten entstand durch John Harkness Dales im Jahre 1968. Dales stützte sich bei seinen Ausarbeitungen auf die von Ronald H. Coase im Jahre 1960 gemachten Annahmen.

In seiner Arbeit „The Problem of Social Cost“ legt Coase dar, dass Teilnehmer eines Marktes selber das Problem der Internalisierung externer Effekte und der Schadensoptimierung lösen können, indem reine private Verhandlungslösungen gefunden werden. Die Bedingung ist, dass die Marktteilnehmer frei über die Allokation der Ressourcen verhandeln und diese ohne Kosten tauschen können.

Die Bedeutung dieser Aussage soll im Folgenden erläutert werden. Externe Effekte sind alle Verluste, die Dritte oder die Allgemeinheit als Folge wirtschaftlicher Aktivitäten zu tragen haben. Wobei die daraus entstehenden Kosten vom Verursacher unberücksichtigt bleiben. Negative externe Effekte können z. B. die jetzigen und zukünftigen Gefahren für die Natur und den Menschen sein, die durch die Emission von Treibhausgasen verursacht werden. Wird ein Knappheitspreis für die Nutzung der Umwelt geschaffen, so verhindert dies eine Umweltnutzung und den damit verbundenen Umweltschaden im Übermaß. Vor allem jedoch hat der einzelne Marktteilnehmer die Kosten für seine Umweltnutzung zu tragen und ist damit gewillt, die Nutzungs-/ Schadenskosten in sein wirtschaftliches Kalkül mit einzubeziehen.

Um nun die Verhandlungslösung zu verstehen, lässt sich diese gut an einem Beispiel mit zwei Marktteilnehmern betrachten. Schädigt z. B. Person A Person B durch ihre Aktivitäten (externe Effekte), so besteht ein Abwägungsproblem, ob es A erlaubt sein sollte B zu schädigen oder ob es zuzulassen ist, dass B durch ein Recht die Aktivitäten stoppt. In diesem Fall, sollte laut Coase der Staat nicht regulierend eingreifen, da eine optimale Lösung durch private Verhandlungen zwischen A und B möglich sei. Die einzige Aufgabe des Staates sei es, die Eigentumsrechte (property rights), von denen die Marktteilnehmer ihre Handlungsrechte bzw. Duldungspflichten ableiten, den Beteiligten eindeutig zu definieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Dringlichkeit des Klimawandels und definiert die Forschungsfrage, welche die Funktionsweise von Zertifikatemärkten als Regulierungsinstrument untersucht.

2 Grundlagen und Theorien: In diesem Kapitel werden die theoretischen Wurzeln des Zertifikatehandels, basierend auf dem Coase-Theorem sowie dem Modell von Dales, analysiert.

3 Entwicklung erster Zertifikatelösungen: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über frühe Marktsysteme wie das „Acid Rain Program“ in den USA sowie Erfahrungen aus Dänemark und Großbritannien.

4 Zertifikatelösungen im Rahmen internationaler Verpflichtungen: Hier wird der Prozess der Umsetzung internationaler Ziele, wie des Kyoto-Protokolls, in europäisches und deutsches Recht sowie die Funktionsweise des EU-Emissionshandels detailliert betrachtet.

5 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert die Effizienz und die administrativen Herausforderungen des Zertifikatehandels als umweltpolitisches Instrument.

Schlüsselwörter

Zertifikatehandel, Emissionsrechte, Kyoto-Protokoll, Umweltschutz, CO2-Emissionen, Allokation, Grandfathering, Benchmarking, EU-Emissionshandel, Externe Effekte, Treibhausgase, Marktmechanismen, Umwelteffizienz, Schadstoffminderung, Klimapolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Instrument des Zertifikatehandels als marktbasierte Lösung zur Internalisierung externer Umwelteffekte und deren Ausgestaltung in nationalen und internationalen Klimaschutzstrategien.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen, den historischen Rückblick auf erste Handelssysteme wie das US-amerikanische „Acid Rain Program“ und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Regelungen des EU-Emissionshandels.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Frage, wie eine effiziente Regulierung von Umwelteffekten durch Zertifikatemärkte gestaltet sein kann und welche Herausforderungen dabei in der Theorie und Praxis auftreten.

Welcher methodische Ansatz wurde gewählt?

Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf einer Literaturrecherche und der Begutachtung bestehender ökonomischer Modelle sowie gesetzlicher Rahmenbedingungen (z. B. EU-Richtlinien, Zuteilungsgesetze) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung nach Coase und Dales, eine Fallstudienanalyse internationaler Vorreiter und eine tiefergehende Untersuchung der EU-weiten und deutschen Gesetzgebungsmechanismen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Emissionshandel, Zertifikateallokation, Kyoto-Protokoll, Umwelteffizienz und Treibhausgasreduktion beschreiben.

Welche Bedeutung hat das „Grandfathering-Prinzip“ im Kontext dieser Arbeit?

Es dient als zentrale Methode der Erstverteilung von Emissionsrechten basierend auf historischen Verbrauchsdaten, wobei die Arbeit auch die Vor- und Nachteile gegenüber moderneren Ansätzen wie dem Benchmarking kritisch beleuchtet.

Warum wird der EU-Emissionshandel als komplex bewertet?

Die Arbeit zeigt auf, dass der EU-Emissionshandel aufgrund politischer Vorgaben, komplexer Zuteilungsregeln (Nationaler Allokationsplan) und der Notwendigkeit zur Harmonisierung verschiedener nationaler Interessen administrativ sehr anspruchsvoll ist.

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Detalles

Título
Zertifikatehandel und Zertifikatelösungen
Universidad
University of Hamburg
Calificación
1,7
Autores
Henrike Kosinowski (Autor), Reinhold Steinhardt (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
52
No. de catálogo
V139425
ISBN (Ebook)
9783640494163
ISBN (Libro)
9783640493715
Idioma
Alemán
Etiqueta
Zertifikatehandel Zertifikatelösungen Emissionshandel EU-Emissionshandel Kyoto-Protokoll Internalisierung externer Effekte CDM BMU ZuG Zertifikatekurs Coase Dales Preis-Standard-Ansatz Verhandlungslösung Neue Institutionenökonomik Umweltökonomie Umweltökonomik Energie und Umwelt Wirtschaftspolitik Internalisierung durch Verhandlung Zertifikatepreis US Clean Air Act Acid Rain Program RECLAIM Regional Clean Air Incentives Program Emissionszertifikate Co2-Handel Command and Control Cap and Trade Cap & Trade So2-Reduktion Co2-Reduktion Phase1 Phase 2 Phase 3 Co2-Emissionen UK Climat Change Programm Emissionsvermeidungsziele Primärallokation Sekundärallokation Joint Implementation Clean Development Mechanism Internationaler Emissionshandel Borrowing Banking ZuV ProMechG NAP Nationaler Allokationsplan Benchmarking Grandfathering
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Henrike Kosinowski (Autor), Reinhold Steinhardt (Autor), 2009, Zertifikatehandel und Zertifikatelösungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139425
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