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Untersuchungen zur Vornamenwahl in der BRD in der 2. Hälfte 2008

Materialbasis: Babygalerie des Klinikums Duisburg

Titre: Untersuchungen zur Vornamenwahl in der BRD in der 2. Hälfte 2008

Dossier / Travail , 2009 , 22 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Victoria Tutschka (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Jeder Deutsche hat mindestens einen Vornamen und einen Familiennamen. Durch dieses zweigliedrige Namensystem kann er als Individuum in der Gesellschaft identifiziert werden. Der Familienname ermöglicht eine Zuordnung zu einem bestimmten Familienstamm, wohingegen der Vorname als zusätzliche Information die Identität und Wiedererkennung der jeweiligen Person noch näher spezifiziert. (vgl. [6])Doch welche Aufgaben und Eigenschaften haben Vornamen außerdem?
Seit wann benennen sich die Menschen gegenseitig mit Namen?
Wieso haben manche Personen mehrere Vornamen, was ist der Unterschied zwischen Vor- und Rufname und was sind Doppelnamen?
Welche Trends gab und gibt es in der Vornamenvergabe und warum?
Dies sind einige der Fragen, die ich in dieser Arbeit versuchen möchte zu beantworten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärungen und rechtliche Grundlagen der Vornamensvergabe

3. Die historische Entwicklung von Vornamen

4. Analyse der im Klinikum Duisburg vergebenen Vornamen von Juli bis Dezember 2008

4.1 Allgemeine statistische Erfassung und Auswertung

4.2 Herkunfts- und Bedeutungsklärung verschiedener Vornamen

4.3 Untersuchung der Silben- und Lautstruktur

4.4 Einige auffällige Namen

5. Auswertung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Trends bei der Vornamenvergabe in Deutschland anhand einer statistischen Auswertung der Babygalerie des Klinikums Duisburg aus der zweiten Jahreshälfte 2008. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen in der Namenswahl, wie die Bevorzugung kürzerer, vokalreicher Namen, zu identifizieren und diese unter Einbeziehung sprachwissenschaftlicher Theorien zu analysieren.

  • Statistische Auswertung aktueller Vornamens-Trends
  • Analyse der lautlichen und silbischen Struktur von Vornamen
  • Herkunfts- und Bedeutungsklärung häufig vergebener Namen
  • Rechtliche Grundlagen der Vornamensvergabe in Deutschland
  • Untersuchung des "Maoam-Effekts" und der Zunahme von Hiaten

Auszug aus dem Buch

Untersuchung der Silben- und Lautstruktur

Nübling gibt zunächst an, dass der „Anteil weicher Konsonanten und Vokale“ in Vornamen immer mehr zunehme und „stimmhafte Dauerlaute wie ‚l’, ‚m’, ‚n’, ‚j’ “ in heutigen Namen öfter erscheinen als „die stimmlosen Plosive ‚p’, ‚t’, ‚k’“. Diesem Standpunkt kann ich größtenteils zustimmen. Auch in meiner Namensliste findet man viele „weiche“ Namen: Arian, Joel, Jonas, Lauro, Yannis, Merlin, Nelio und Omaro sind Beispiele bei den Jungennamen. Bei den Mädchen stößt man z.B. auf Lilly, Nele, Emilia, Julienne, Lajada und Philine. Nur wenig plosiv-geprägte Namen kann man dagegen in der Namensliste finden: Benedikt, Christian, Gerrit und Scarlett. Nübling erklärt diese Phänomen wie folgt: „Die lieblichen Laute können sich zwischen Vokalen oder vor Vokalen lautlich viel freier entfalten.“

Des weiteren gibt sie an, dass die Namen immer kürzer werden. Auch hier kann ich zustimmen. Der Beweis: 68% der Jungennamen meiner Liste sind zweisilbig. Die Rest ist größtenteils ein- oder dreisilbig. Vier- oder fünfsilbige Namen wie Fabrizio oder Maximilian bilden die Ausnahme. Bei den Mädchen ist die Tendenz ähnlich. Ein Grund dafür ist auch, dass Kurzformen von Vornamen immer häufiger als Rufnamen verwendet werden: Ben, Nico, Max, Lia, Lilly, Jule.

Doch die wahrscheinlich wichtigste Feststellung Nüblings ist der von ihr benannte „Maoam-Effekt“. Bei beiden Geschlechtern treten immer häufiger so genannte „Hiaten“ auf, also „zwei aufeinander folgende Vollvokale, die verschiedenen Silben angehören“. Sie dienen dem Wohlklang des Namens: sie lassen sich gut bindend aussprechend, klingen durch helle Vokale ruhig und weich. 20% aller Namen meiner Namensliste sind Hiaten-Namen. Einige männliche Beispiele sind Samuel, Liam, Leon, Nelio, Julian, Christian, Arian. Und bei den Mädchen: Lia, Luisa, Zoe, Ariana, Fiona, Leana.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Vornamen als Identitätsmerkmal und stellt die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit, Trends der Namensgebung zu identifizieren, vor.

2. Begriffsklärungen und rechtliche Grundlagen der Vornamensvergabe: Das Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien der Vornamenswahl in Deutschland sowie die Rolle des Staates beim Schutz des Kindeswohls.

3. Die historische Entwicklung von Vornamen: Es wird ein Überblick über die drei wesentlichen Namensquellen – germanisch, hebräisch-biblisch und griechisch-lateinisch-römisch – gegeben.

4. Analyse der im Klinikum Duisburg vergebenen Vornamen von Juli bis Dezember 2008: Dieser Hauptteil präsentiert die statistische Erfassung sowie die linguistische Analyse der gesammelten Daten hinsichtlich Herkunft, Bedeutung, Lautstruktur und Trends.

5. Auswertung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und schlussfolgert, dass Eltern zunehmend nach Individualität und Kreativität bei der Namenswahl streben.

Schlüsselwörter

Vornamen, Namensvergabe, Namensrecht, Statistik, Babygalerie, Sprachwissenschaft, Silbenstruktur, Lautstruktur, Maoam-Effekt, Hiaten, Namensbedeutung, Individualität, Trends, Namenswahl, Klinikum Duisburg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den aktuellen Trends und Entwicklungen bei der Vergabe von Vornamen in Deutschland, basierend auf einer Fallstudie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Namensherkunft, die phonetische Struktur von Namen, die geltende Rechtslage in Deutschland und die soziologische Motivation hinter der Namenswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu ermitteln, welche Tendenzen (z. B. Kurzformen, Vokalreichtum) sich in der Namensgebung widerspiegeln und ob diese durch linguistische Theorien, wie den „Maoam-Effekt“, erklärbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Vornamensstatistik auf Basis der Daten einer Babygalerie erhoben und mit bestehenden linguistischen Theorien verglichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Daten nach statistischer Verteilung, Herkunftsbereichen (germanisch, biblisch, griechisch-lateinisch) sowie phonetischen Merkmalen und untersucht auffällige Einzelfälle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Vornamen, Namensrecht, Lautstruktur, Maoam-Effekt, Individualität und linguistische Analyse definiert.

Was genau ist der „Maoam-Effekt“ im Kontext dieser Arbeit?

Der „Maoam-Effekt“ bezeichnet die zunehmende Häufigkeit von „Hiaten“ (aufeinanderfolgende Vokale aus unterschiedlichen Silben) in Vornamen, die für einen weicheren, wohlklingenderen Klang sorgen.

Welche rechtliche Einschränkung wird im Zusammenhang mit Ortsnamen diskutiert?

Die Arbeit diskutiert die Problematik, warum bestimmte Ortsnamen als Vornamen zulässig sind, während andere Namen (wie Berlin oder London) untersagt bleiben, und wo die Grenze der Zulässigkeit liegt.

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Résumé des informations

Titre
Untersuchungen zur Vornamenwahl in der BRD in der 2. Hälfte 2008
Sous-titre
Materialbasis: Babygalerie des Klinikums Duisburg
Université
University of Erfurt  (Sprachwissenschaft)
Cours
Eigennamen
Note
1,7
Auteur
Victoria Tutschka (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
22
N° de catalogue
V139448
ISBN (ebook)
9783640489527
ISBN (Livre)
9783640489381
Langue
allemand
mots-clé
Name Vorname Baby Babynamen Namensvergabe Duisburg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Victoria Tutschka (Auteur), 2009, Untersuchungen zur Vornamenwahl in der BRD in der 2. Hälfte 2008, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139448
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Extrait de  22  pages
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