Nutzungspotentiale der Alpen


Seminararbeit, 2009

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entstehung der Alpen

3 Die Nutzungsvorraussetzungen der Alpen
3.1 Die Großlandschaften der Alpen
3.2 Die Gesteine der Alpen
3.3 Die Böden der Alpen
3.4 Das Relief der Alpen
3.5 Das Klima der Alpen
3.6 Die Vegetation der Alpen

4 Nutzungspotentiale der Alpen
4.1 Die Alpen als Siedlungsraum
4.2 Die alpine Landwirtschaft
4.3 Die Industrie in den Alpen
4.4 Die Ressource Wasser
4.5 Der Tourismus in der Alpen

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Topographie der Alpen

Abbildung 2: Das Relief der Alpen

Abbildung 3: Die Klimazonen der Alpen

Abbildung 4: Die Alpengemeinde Chur

Abbildung 5: verbuschende Alm

Abbildung 6: Die Industriegemeinde Visp

Abbildung 7: Gewerbepark bei Salzburg

Abbildung 8: Speicherkraftwerk am Oberaar

Abbildung 9: Wandertourismus in den Alpen

Abbildung 10: Skitourismus in den Alpen

1 Einleitung

Bei der Untersuchung von Nutzungspotenzialen im Alpenraum stellen sich vorab zwei Fra- genkomplexe. Zum einen, was unter dem Begriff des Nutzungspotentials zu verstehen ist und zum anderen, was die Alpen zu einem Raum macht, der für den Menschen auf eine bestimmte Art nutzbar ist. Am besten lässt sich das Nutzungspotential einer Region über den Begriff des Geopotentials beschreiben. Dieser kennzeichnet alle natürlichen Ressourcen der Erde, dir irgendwie wirtschaftlich nutzbar sind (LESER 2005, S. 290). Inwiefern solche Ressourcen bzw. Potenziale im Alpenraum zu finden sind, soll diese Arbeit aufzeigen. Dabei wird im fol- genden Kapitel zunächst die Entstehungsgeschichte der Alpen näher beleuchtet.

2 Die Entstehung der Alpen

Die Entstehung der Alpen lässt sich in vier Phasen zusammenfassen. Den Ausgangspunkt bildet die kaledonisch-variskische Gebirgsbildung, welche vor ca. 450 - 280 Mio. Jahren ab- lief. In dieser Phase entstehen verschiedenste europäische Gebirge (u. a. das französische Zentralmassiv), welche teilweise in die spätere Alpenbildung mit einbezogen werden (BÄTZING 1991, S. 11). Den zweiten Abschnitt stellt die Phase der Sedimentation dar (vor 200

- 100 Mio. Jahren). In diesem Zeitraum driften die afrikanische und die europäische Platte auseinander und in dem Bereich der heutigen Alpen entsteht ein großes Meer (= Tethys- Meer). Am Boden dieses Meeres lagern sich allmählich mächtige Sedimentschichten ab, die sich im Laufe der Zeit verfestigen. Die Sedimente stammen teils von Schlammablagerungen aus in das Tethys-Meer mündenden Flüssen und zum anderen von Schalen abgestorbener Tie- re. In Abhängigkeit von der Meerestiefe entstehen dabei unterschiedliche Sedimentqualitäten, welche die heutige Gesteinsvielfalt in den Alpen begründen (ebd. 1991, S. 11). Die dritte Pha- se kennzeichnet die alpine Faltung, welche vor 100 - 26 Mio. Jahren von statten ging. Die Faltung beruht darauf, dass „im Rahmen der Kontinentalverschiebung die afrikanische Platte nach Norden driftet“ (BÄTZING 1991, S. 12). Dadurch wurden das Tethys-Meer, mehrere Tiefseebecken und die Kontinentalränder zusammengepresst (LIEDTKE u. a. 1995, S. 478). Allerdings staute sich der gesamte Druck an den alten variskischen Gebirgen, wodurch ein Kettengebirge mit einer Bogenform entstand (BÄTZING 2008, S. 30). Durch den großen herr- schenden Druck und die enorme Hitze wurden die Sedimente am Boden des Tethys-Meeres verfestigt und zusammengefaltet. Allerdings erfolgt diese Faltung größtenteils in der waage- rechten Dimension und die Alpen bekommen in dieser Phase den Charakter eines Mittelge- birges (BÄTZING 1991, S. 12). Die letzte Phase kennzeichnet den Abschnitt der alpidischen Faltung, welche seit ca. 7 Mio. Jahren abläuft. Der Druck der afrikanischen Platte nimmt in dieser Epoche weiter zu, wodurch die gefalteten Gesteine in die Höhe gehoben wurden und die Alpen einen Hochgebirgscharakter bekamen (BÄTZING 2005, S. 30). Diese Phase ist noch immer nicht abgeschlossen, was dazu führt, das sich in den Alpen die Hebung und die Abtra- gung durch Wasser und Eis ausgleichen. Mit einem Nachlassen des Drucks der afrikanischen Platte und damit aussetzendes Hebungsprozessen, würde die Abtragung dominant werden und die Alpen in ein Mittelgebirge verwandeln.

Durch die beschriebene Entstehungsgeschichte haben die Alpen einige bestimmte Charakteristika, die man auch als Vorraussetzungen für bestimmte Nutzungen verstehen kann. Diese sollen im nächsten Abschnitt näher erläutert werden.

3 Die Nutzungsvorraussetzungen der Alpen

Nutzungsvorraussetzungen sind als solche Merkmale zu verstehen, durch die eine spätere Verwendung durch den Menschen möglich wird. In den nächsten Abschnitten werden daher die Charakteristika „Gesteine der Alpen“, „Böden der Alpen“, „das Relief der Alpen“, sowie „das Klima“ und „die Vegetation“ der Alpen näher dargestellt. Allerdings sollen in einem vorgestellten Schritt die Alpen noch der Übersicht wegen in Gebiete mit ähnlichen Eigenschaften aufgeteilt werden. Anhand dieser verschiedenen Großlandschaften wird im Folgenden die Beschreibung der Charakteristika vorgenommen.

3.1 Die Großlandschaften der Alpen

Die Alpen, welche in Abbil- dung 1 zu erkennen sind, las- sen sich zur Vereinfachung in drei Großlandschaften auftei- len. Die erste bilden dabei die Kalkalpen. Diese schließen im Norden und im Süden die Al- pen nach außen hin ab. Im Zentrum der Alpen findet man die zweite Großlandschaft, dieZentral-alpen. Die dritte Groß- landschaft bilden die Räume zwischen Zentral- und Kalkalpen. Für diese Bereiche gibt es keinen einheitlichen Namen im Alpenraum. Eine mögliche Bezeichnung entstammt dem Dialekt und lautet Grasberge, welche in den folgenden Ausführungen verwendet werden soll (BÄTZING 2005, S. 36ff). Im folgenden Punkt werden diese Großlandschaften hinsichtlich der dort befindlichen Gestei- ne untersucht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die Topographie der Alpen (Quelle: HORSDORF

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Nutzungspotentiale der Alpen
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltung
Landschaftsgenese und -gliederung Mitteleuropas
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V139479
ISBN (eBook)
9783640490028
ISBN (Buch)
9783640489732
Dateigröße
1226 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nutzungspotentiale, Alpen
Arbeit zitieren
Sebastian Hammer (Autor), 2009, Nutzungspotentiale der Alpen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139479

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