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Äolische Prozesse und Formen - Desertifikation, Wüsten, Dünenformen

Ausarbeitung

Titre: Äolische Prozesse und Formen - Desertifikation, Wüsten, Dünenformen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 7 Pages

Autor:in: Christian Fischer (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie physique, Géomorphologie, Ecologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Äolische Prozesse finden statt wenn der Wind auf die Landoberfläche einwirkt. Dabei müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Man braucht eine nur lückenhafte, sehr spärliche oder gar keine Vegetation. Hierdurch ist die Grundvoraussetzung gegeben die es dem Wind ermöglicht ungebremst auf die Oberfläche einwirken zu können. Des weiteren muss auch transportierbares Lockermaterial vorhanden sein, welches im Vorfeld schon von verschieden anderen Verwitterungsarten angegriffen und zerkleinert worden ist. Hierbei zu nennen wären zum Beispiel Verwitterung durch Frostsprengung, Insolationsverwitterung, Salzverwitterung und verschiedene Arten der chemischen Verwitterung. Erleichtert wird die Einwirkung des
Windes auf die Oberfläche noch durch eine trockene Oberfläche da dann die Quarzpartikel nicht durch Kohäsionskräfte des Wassers zusammen gehalten werden können. Ähnliches gilt auch für Salzminerale zwischen welchen auch zwischenmolekulare Bindungskräfte auftreten können. Schon fast von selbst versteht sich dass zu äolischen Formungsprozessen auch genügend hohe Windgeschwindigkeiten benötigt werden, welche es ermöglichen dass die Sandkörnchen in die Luft erhoben werden. Die Geschwindigkeit, ab der nennenswerter Mineraltransport stattfindet liegt bei etwa 4,5 m/s. Durch das Einwirken des Windes auf die Oberfläche entsteht eine Schubspannung (abhängig von der Korngröße der Mineralpartikel), welche eine Schubspannungsgeschwindigkeit der beweglichen Mineralpartikel auslöst. All die hier genannten Voraussetzungen treten vor allem in den Trockengebieten der Erde, den Kältewüsten des Periglazialraums, an Küsten

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Voraussetzungen

2. Transportarten

3. Deflationsformen

4. Korrasionsformen

5. Akkumulationsformen

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist die systematische Darstellung und Erklärung der äolischen Prozesse und der dadurch geformten Oberflächenstrukturen. Es wird untersucht, wie der Wind als geomorphologischer Akteur durch Transport, Erosion und Akkumulation zur Gestaltung der Erdoberfläche beiträgt.

  • Voraussetzungen für äolische Prozesse (Vegetation, Material, Wind)
  • Transportmechanismen des Windes (Suspension, Saltation, Reptation)
  • Erosionserscheinungen durch Deflation und Korrasion
  • Akkumulationsformen wie Dünenbildungen und Lößablagerungen
  • Einfluss von Windrichtung und Windstärke auf die Formbildung

Auszug aus dem Buch

1. Voraussetzungen

Äolische Prozesse finden statt wenn der Wind auf die Landoberfläche einwirkt. Dabei müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Man braucht eine nur lückenhafte, sehr spärliche oder gar keine Vegetation. Hierdurch ist die Grundvoraussetzung gegeben die es dem Wind ermöglicht ungebremst auf die Oberfläche einwirken zu können. Des weiteren muss auch transportierbares Lockermaterial vorhanden sein, welches im Vorfeld schon von verschieden anderen Verwitterungsarten angegriffen und zerkleinert worden ist. Hierbei zu nennen wären zum Beispiel Verwitterung durch Frostsprengung, Insolationsverwitterung, Salzverwitterung und verschiedene Arten der chemischen Verwitterung. Erleichtert wird die Einwirkung des Windes auf die Oberfläche noch durch eine trockene Oberfläche da dann die Quarzpartikel nicht durch Kohäsionskräfte des Wassers zusammen gehalten werden können. Ähnliches gilt auch für Salzminerale zwischen welchen auch zwischenmolekulare Bindungskräfte auftreten können. Schon fast von selbst versteht sich dass zu äolischen Formungsprozessen auch genügend hohe Windgeschwindigkeiten benötigt werden, welche es ermöglichen dass die Sandkörnchen in die Luft erhoben werden. Die Geschwindigkeit, ab der nennenswerter Mineraltransport stattfindet liegt bei etwa 4,5 m/s. Durch das Einwirken des Windes auf die Oberfläche entsteht eine Schubspannung (abhängig von der Korngröße der Mineralpartikel), welche eine Schubspannungsgeschwindigkeit der beweglichen Mineralpartikel auslöst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Voraussetzungen: Dieses Kapitel erläutert die notwendigen Umweltbedingungen wie fehlende Vegetation und trockenes Lockermaterial, die das Einwirken des Windes auf die Erdoberfläche erst ermöglichen.

2. Transportarten: Hier werden die Mechanismen der Sedimentbewegung beschrieben, namentlich Suspension, Saltation und Reptation, abhängig von Korngröße und Windstärke.

3. Deflationsformen: Das Kapitel behandelt die erosive Wirkung des Windes durch Auswehung, die zur Entstehung von Deflationswannen und Steinpflastern führt.

4. Korrasionsformen: Hier wird der Prozess des Windschliffs erklärt, bei dem windgetriebene Partikel Gesteinsoberflächen formen, was zu Bildungen wie Windkantern, Hohlkehlen und Pilzfelsen führt.

5. Akkumulationsformen: Dieses Kapitel beschreibt die Ablagerungsprozesse, die zur Entstehung verschiedener Dünentypen sowie zur Bildung von Löß führen.

Schlüsselwörter

Äolische Prozesse, Wind, Erosion, Deflation, Korrasion, Akkumulation, Suspension, Saltation, Reptation, Dünen, Löß, Windkanter, Geomorphologie, Landoberfläche, Sedimenttransport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den grundlegenden geomorphologischen Prozessen, die durch den Wind gesteuert werden, und den daraus resultierenden Landschaftsformen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die Voraussetzungen für äolische Aktivität, die verschiedenen Arten des Sedimenttransports, Erosionsformen sowie die verschiedenen Akkumulationsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Einordnung und Beschreibung, wie Wind Oberflächenmaterial abträgt, transportiert und an anderer Stelle wieder ablagert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive geomorphologische Methode, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur basiert, um die äolischen Formungsprozesse theoretisch zu fundieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die physikalischen Voraussetzungen, die verschiedenen Transportarten, die Wirkungsweisen von Deflation und Korrasion sowie die diversen Ablagerungsphänomene wie Dünentypen und Löß beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie äolische Prozesse, Erosion, Sedimenttransport, Dünenbildung und Geomorphologie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Korrasionsprozess von der Deflation?

Während bei der Deflation Feinmaterial schlicht durch den Wind ausgeweht wird, bezeichnet Korrasion die erosive Abschleifung von festem Gestein durch die kinetische Energie mitgeführter Sandkörner.

Warum ist Löß eine besondere Akkumulationsform?

Im Gegensatz zu Dünen, die aus Sand bestehen und geschichtet sind, besteht Löß aus feinem Schluff, der orientierungslos abgelagert wird und keine Schichtung aufweist.

Was unterscheidet eine freie Düne von einer Hindernisdüne?

Freie Dünen sind nicht an einen festen Ort gebunden und bewegen sich mit dem Wind, während Hindernisdünen (wie Nebkhas) an topografische Barrieren oder Vegetation gebunden entstehen.

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Résumé des informations

Titre
Äolische Prozesse und Formen - Desertifikation, Wüsten, Dünenformen
Sous-titre
Ausarbeitung
Université
University of Augsburg  (physische Geographie)
Cours
Trockengebiete
Auteur
Christian Fischer (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
7
N° de catalogue
V139573
ISBN (ebook)
9783640509836
ISBN (Livre)
9783640510078
Langue
allemand
mots-clé
Wüsten Dünen Wüstenbildung Desertifikation Dünenformen Wüste Versandung Sand Flugsand
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Fischer (Auteur), 2004, Äolische Prozesse und Formen - Desertifikation, Wüsten, Dünenformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139573
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