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Die Finanzierung der EU und deren Erweiterung im Blick auf die Türkei

Title: Die Finanzierung der EU und deren Erweiterung im Blick auf die Türkei

Term Paper , 2008 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Betriebswirt Sven Kadlec (Author), Ralf Posselt (Author)

Business economics - Economic Policy
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Strittig ist häufig die Frage, ob die gezahlten Beiträge eines
Mitgliedsstaats in einem passend empfunden Verhältnis zum dadurch
erlangten Nutzen stehen. Klar ist auch das die Zahlungsströme dabei am offensichtlichsten sind, eben weil sie fassbar sind und nicht wie Handelsintensität oder Friedenssicherung, welche weniger konkret greifbar sind. Durch neue Beitrittsländer kommen auch zusätzliche Belastungen auf die derzeitigen Mitgliedsstaaten hinzu, die nicht durch entsprechende zusätzliche Einnahmen gedeckt sind, d.h. das Finanzsystem muss ständig angepasst werden und wird Gewinner und Verlierer gleichermaßen hervorbringen. Wir können also gespannt sein, welches Resultat sich in Zukunft aus der Spannung zwischen ökonomischen und politischen Interessen verschiedener Mitglieder ergeben wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Grundmerkmale des EU-Finanzsystems

2.1 Woher kommt das Geld?

2.1.1 Die „traditionellen“ Eigenmittel

2.1.2 Die Mehrwertsteuereigenmittel

2.1.3 Die BNE-Eigenmittel

2.1.4 Sonstige Haushaltseinnahmen

2.2 Wohin geht das Geld?

2.2.1 Wettbewerbsfähigkeit und Kohäsion (Regionalpolitik)

2.2.2 Natürliche Ressourcen: Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Umwelt und Fischerei (Agrarpolitik)

2.2.3 Grundfreiheiten, Sicherheit und Recht

2.2.4 Unionsbürgerschaft: Kulturen, Ideen und Dialog

2.2.5 Die EU als Global Player

2.2.6 Verwaltungsausgaben

3 Wie wird der Haushalt beschlossen?

3.1 Das Haushaltsverfahren

3.2 Der Ablauf des Haushaltsverfahren

2.3.1 Erste Lesung im Rat

2.3.2 Erste Lesung im Parlament

2.3.3 Zweite Lesung im Rat

2.3.4 Zweite Lesung im Parlament

3.3 Der Finanzrahmen als wichtigstes Instrument für die Haushaltsplanung

3.4 Die Kontrolle der Ausgaben und die Verantwortung der Kommission dabei

4 Nettozahler vs. Nettoempfänger Problematik

4.1 Berechnung

4.2 Britenrabatt

4.3 Deutschland als größter Nettozahler

5 Der Beitritt der Türkei und dessen Finanzierung

5.1 Einnahmenbetrachtung

5.2 Ausgabenbetrachtung

5.2.1 Agrarpolitik

5.2.2 Regionalpolitik

5.2.3 Interne Politik

5.2.4 Externe Politik

5.2.5 Verwaltung

5.3 Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die finanzielle Struktur des EU-Haushalts sowie die komplexen Auswirkungen und Herausforderungen, die ein potenzieller Beitritt der Türkei auf das Finanzsystem der Europäischen Union hätte.

  • Struktur der Einnahmequellen des EU-Haushalts
  • Allokation und Prioritäten der EU-Ausgaben
  • Ablauf des legislativen Haushaltsverfahrens
  • Nettozahler- und Nettoempfänger-Problematik im europäischen Kontext
  • Finanzielle Implikationen eines EU-Beitritts der Türkei

Auszug aus dem Buch

Nettozahler vs. Nettoempfänger - Problematik

Um den Ausgleich der Wohlfahrtsunterschiede von ärmeren Ländern im Vergleich zu den reicheren Ländern zu gewährleisten, haben sich die EU-Mitgliedsländer im EG-Vertrag auf eine solidarische Politik geeinigt. Um ein Land auf eine Nettozahler bzw. Nettoempfängerposition festzumachen werden nur buchhalterische, also fass- und direkt zuordenbare Geldströme in Betracht gezogen. Dadurch entsteht aber auch ein verzerrtes Bild der Nettopositionen, da die Synergieeffekte, welche durch die Politik der Europäischen Union entstehen, nicht in Betracht gezogen werden. Zum einen sind die Geldströme der Ausgabenseite die Mehrwertsteuerkomponente und zum weiteren der Anteil am Bruttonationaleinkommen und bei den Einnahmen sind es die Geldströme, die direkt von der EU-Kasse aus für Agrar-, Regionalpolitik oder sonstiges in das Land fließen. Die EU-Staaten, die also mehr in die EU-Kasse einzahlen als an Finanzmittel in ihr Land zurückströmen, werden somit als Nettozahler bezeichnet. Diejenigen Mitgliedsstaaten die mehr Geld aus dem EU-Budget zurückerhalten, als sie einzahlen, sind Nettoempfänger. Die meisten Politiker machen durch die Nettoposition den Nutzen für ihr Land fest. Dadurch, das es Gewinner und Verlierer gibt wird dies somit auch immer wieder zu einem Thema, welches sehr stark in die öffentliche europapolitische Diskussion Einzug findet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Belastung der Mitgliedstaaten durch EU-Beitritte und die daraus resultierende Spannungsbilanz zwischen ökonomischen und politischen Interessen.

2 Die Grundmerkmale des EU-Finanzsystems: Dieses Kapitel erläutert die Einnahmequellen (Eigenmittel) sowie die fünf zentralen Ausgabenrubriken des EU-Haushalts.

3 Wie wird der Haushalt beschlossen?: Es werden das Haushaltsverfahren, die Rolle des Finanzrahmens sowie die Kontrollmechanismen der Europäischen Kommission beschrieben.

4 Nettozahler vs. Nettoempfänger Problematik: Das Kapitel analysiert die Definition der Nettozahlerposition und die damit verbundene politische Diskussion, unter Einbeziehung des Britenrabatts und der Rolle Deutschlands.

5 Der Beitritt der Türkei und dessen Finanzierung: Hier werden die demografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Türkei analysiert und deren Auswirkungen auf Agrar-, Regional- und Interne Politik bei einem Beitritt prognostiziert.

Schlüsselwörter

Europäische Union, EU-Haushalt, Nettozahler, Eigenmittel, Bruttonationaleinkommen, Beitritt Türkei, Agrarpolitik, Regionalpolitik, Finanzrahmen, Europäische Kommission, Haushaltsverfahren, Britenrabatt, Wirtschaftswachstum, Kohäsion, Wohlstandsausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Finanzsystem der Europäischen Union und prüft die Auswirkungen eines möglichen EU-Beitritts der Türkei auf dieses System.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Einnahmen- und Ausgabenstruktur der EU, den Prozess der Haushaltsentscheidung sowie die politische Problematik der Nettozahlerposition.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die finanzielle Belastung für die EU durch einen Beitritt der Türkei in verschiedenen Politikbereichen verändern könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse bestehender Finanzdaten, Haushaltsregeln und aktueller politischer Dokumente der EU.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des aktuellen EU-Finanzsystems, das Haushaltsverfahren und die spezifische Analyse der finanziellen Folgen einer Türkei-Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Kernbegriffe sind EU-Haushalt, Nettozahler, Eigenmittel, Beitritt Türkei und regionale Kohäsion.

Wie definiert die Arbeit einen Nettozahler?

Als Nettozahler werden Mitgliedstaaten definiert, die mehr finanzielle Mittel in den EU-Haushalt einzahlen, als sie aus diesem zurückerhalten.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich des Türkei-Beitritts?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Türkei bei einem Beitritt vermutlich der größte Nettoempfänger wäre, was hohe Anforderungen an die finanzielle Planung stellt.

Welche Rolle spielt die Landwirtschaft bei einem Türkei-Beitritt?

Aufgrund des großen Agrarsektors der Türkei würde ein Beitritt den EU-Haushalt im Bereich der Agrarsubventionen signifikant belasten.

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Details

Title
Die Finanzierung der EU und deren Erweiterung im Blick auf die Türkei
College
Fachhochschule Lausitz
Course
Europa
Grade
2,0
Authors
Dipl. Betriebswirt Sven Kadlec (Author), Ralf Posselt (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V139640
ISBN (eBook)
9783640499731
ISBN (Book)
9783640499700
Language
German
Tags
Europa EU Nettozahler Türkei Nettoempfänger Finanzsystem Kohäsion Regionalpolitik Agrarpolitik; Koherenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Betriebswirt Sven Kadlec (Author), Ralf Posselt (Author), 2008, Die Finanzierung der EU und deren Erweiterung im Blick auf die Türkei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139640
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