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"Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen"

Essay über den Erkenntnisgewinn durch Dekonstruktion

Title: "Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen"

Essay , 2008 , 10 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Lennartz (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Summary Excerpt Details

Dekonstruktion, Jaques Derrida, Claude Levi-Strauss

[...]
Jaques Derrida spricht im Text „Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen“ von S. 114 –S. 139 von der Geschichte der Begriffe, einem bestimmten Ereignis in dieser Geschichte, den Derrida als Bruch bezeichnet und welche Bedeutung dies für jede Kritik bestehender Gegebenheiten hat. Dazu setzt sich Derrida dekonstruktiv mit den Texten Claude Lévi-Strauss‘ auseinander.
Mit der Strukturalität verweist Derrida zu Beginn des Textes darauf, dass Begriffe keineswegs festgeschrieben und starr sind, sondern auch selbst veränderlich sind. Jeder Begriff hat eine gewisse Struktur, d.h. Ordnung der Elemente, welche den Begriff ausmachen bzw. den Sinn herstellen. Diese Elemente sind beweglich und führen zu der Veränderlichkeit der Begriffe.
Strukturalität meint diese Veränderlichkeit der Begriffe.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Jaques Derrida: „Die Struktur, das Zeichen und das Spiel“

Das Zentrum

Die Sprache

Gefangen im Zirkel

Die Sprache verlangt nach ihrer eigenen Kritik

Die kritische Phase Strauss‘ Diskurs als der Diskurs sich selbst reflektiert und kritisiert

Totalisierung

Gespanntes Verhältnis des Spiels

Zwei Interpretationen der Interpretation der Struktur, des Zeichens und des Spiels

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert Jacques Derridas wegweisenden Text „Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen“. Ziel ist es, die dekonstruktive Auseinandersetzung mit der Geschichte abendländischer Begrifflichkeiten, die Problematik des Zentrums innerhalb von Strukturen und die Rolle der Sprache als konstituierendes Element für Sinnzusammenhänge kritisch zu beleuchten.

  • Die Dezentrierung von Strukturen und die Infragestellung fester Ursprungspunkte.
  • Die Rolle von Signifikant und Signifikat innerhalb sprachlicher Diskursbildungen.
  • Die Kritik am Strukturalismus, insbesondere am Beispiel von Claude Lévi-Strauss.
  • Die Paradoxie der Sprache, die als notwendiges Werkzeug der Kritik selbst in metaphysischen Zirkeln befangen bleibt.
  • Das Spannungsverhältnis zwischen Geschichte, Präsenz und dem Spiel der Elemente.

Auszug aus dem Buch

Die Sprache

Auf der Suche nach dem eigentlichen Sinn, das Signifikat, wird durch die Sprache, die durch ihre Zeichen, hier den Wörtern als Signifikanten, alles zu einem Diskurs. Der Diskurs meint in diesem Zusammenhang keine Diskussion, sondern einen Sinnzusammenhang, der erst durch die Sprache produziert wurde. Folgendes Beispiel soll dies leichter nachvollziehbar machen:

„Der Begriff ‚Ausländerflut‘ ist eine Konstante im ‚Immigrations-Diskurs‘ in der BRD, ein Begriff, der impliziert, Immigranten träten in ‚Fluten‘ und damit als Naturphänomen und Naturkatastrophe auf. Hier fließen mehrere Diskurse ineinander (Katastrophen und Einwanderung beispielsweise). In diesem Zusammenhang heißt dann ‚Diskurs‘ nicht mehr nur ‚Diskussion‘ sondern eher so etwas wie ‚sprachlich produzierter Sinnzusammenhang, der eine bestimmte Vorstellung forciert, die wiederum bestimmte Machtstrukturen und Interessen gleichzeitig zur Grundlage hat UND ERZEUGT‘.“

Die Zeit, in welcher sich dieser dezentrierender Bruch vollzog, war die Epoche von Nietzsche und Sigmund Freud und später auch von Heidegger. Alle drei kritisierten das starre Gegenwärtige. Nietzsche schrieb seine philosophischen Schriften, der bisherigen Methodik zum Trotz, vollkommen unsystematisch und romanhaft. Sigmund Freud suchte das Sein des Individuums nicht in dessen Identität, sondern im Unterbewusstsein und Heidegger wird als radikaler Dekonstrukteur der Metaphysik angeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

Jaques Derrida: „Die Struktur, das Zeichen und das Spiel“: Einführung in Derridas Kritik an der abendländischen Philosophie und dem Konzept der Strukturalität als Veränderlichkeit.

Das Zentrum: Untersuchung der Rolle eines Zentrums als Ordnungsinstanz, das eine Struktur einerseits ermöglicht, sich dem Spiel der Elemente aber andererseits entzieht.

Die Sprache: Analyse der sprachtheoretischen Produktion von Sinnzusammenhängen und der Einflussnahme von Diskursen auf die gesellschaftliche Wahrnehmung.

Gefangen im Zirkel: Erörterung der Problematik, dass jede Kritik der Metaphysik notwendigerweise auf deren Begriffe zurückgreifen muss, wodurch ein unauflösbarer Zirkel entsteht.

Die Sprache verlangt nach ihrer eigenen Kritik: Untersuchung der kritischen Qualität von Diskursen im Hinblick auf das Verhältnis zur Geschichte und Metaphysik anhand von Lévi-Strauss.

Die kritische Phase Strauss‘ Diskurs als der Diskurs sich selbst reflektiert und kritisiert: Würdigung von Lévi-Strauss' Leistung, den eigenen Diskurs über den Mythos kritisch zu hinterfragen, trotz der damit einhergehenden erkenntnistheoretischen Gefahren.

Totalisierung: Diskussion der Unmöglichkeit und Unnötigkeit einer totalen Systematisierung von Informationen innerhalb einer azentrischen Struktur.

Gespanntes Verhältnis des Spiels: Betrachtung des Spannungsfeldes zwischen Geschichte, Präsenz und dem Spiel der Elemente in strukturalen Organisationen.

Zwei Interpretationen der Interpretation der Struktur, des Zeichens und des Spiels: Gegenüberstellung der Suche nach einem Ursprung (Lévi-Strauss) und der Bejahung des Spiels ohne Zentrum (Nietzsche).

Schlüsselwörter

Dekonstruktion, Strukturalität, Zentrum, Sprache, Diskurs, Signifikat, Signifikant, Metaphysik, Differenz, Claude Lévi-Strauss, Spiel, Präsenz, Machtstrukturen, Sinnzusammenhang, Bruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Derridas philosophische Auseinandersetzung mit der Dekonstruktion von Strukturen und der Rolle der Sprache in den Wissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten zählen die Dezentrierung von Strukturen, die Funktion von Zeichen in der Sprache und das Spannungsverhältnis zwischen Wahrheit, Präsenz und Geschichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Derrida die abendländische Philosophie dekonstruiert, indem er die Abhängigkeit wissenschaftlicher Diskurse von metaphysischen Vorannahmen kritisch beleuchtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der Dekonstruktion angewandt, die Begriffe und Konzepte systematisch hinterfragt, um ihre internen Paradoxien freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Konzepte des Zentrums, der Sprache als Diskursproduzentin, die Kritik an Lévi-Strauss sowie die Paradoxie des "Zirkels", in dem jede Kritik an der Metaphysik befangen bleibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dekonstruktion, Strukturalität, Zeichen, Signifikat/Signifikant, Diskurs und die Dezentrierung der Struktur.

Warum bezeichnet Derrida die Ethnologie als im Zirkel gefangen?

Weil die Ethnologie, obwohl sie sich vom Ethnozentrismus lösen will, auf zutiefst europäische, abendländische Begriffe zurückgreift und damit die Prämissen übernimmt, von denen sie sich befreien möchte.

Was ist mit dem "Inzestverbot" bei Lévi-Strauss gemeint?

Es dient als Beispiel für eine Paradoxie, da es einerseits universell ist (Natur), andererseits aber aus Normensystemen entspringt (Kultur), was die Differenz zwischen diesen beiden Polen auflöst.

Wie unterscheidet sich der "Bastler" vom "Ingenieur"?

Der Bastler nutzt vorhandene Werkzeuge aus seiner Umgebung, während der Ingenieur seine Sprache und Konzepte selbst erzeugt – wobei diese Abgrenzung selbst eine konstruierte Notwendigkeit ist.

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Details

Title
"Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen"
Subtitle
Essay über den Erkenntnisgewinn durch Dekonstruktion
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,3
Author
Daniel Lennartz (Author)
Publication Year
2008
Pages
10
Catalog Number
V139673
ISBN (eBook)
9783640499113
ISBN (Book)
9783640499212
Language
German
Tags
Struktur Zeichen Spiel Diskurs Wissenschaften Menschen Essay Erkenntnisgewinn Dekonstruktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Lennartz (Author), 2008, "Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139673
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