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Die Funktion von Pädagogen bei der Unterstützung von Kindern aus dysfunktionalen Familien

Titel: Die Funktion von Pädagogen bei der Unterstützung von Kindern aus dysfunktionalen Familien

Bachelorarbeit , 2023 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Familienerziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit verdeutlicht, wann man von einer Dysfunktionalität der Familie spricht und was für vielfältige Problemstellungen und Belastungen für das Elternpaar und die Kinder in solchen Haushalten auftauchen können. Zudem werden Maßnahmen und Hilfsangebote zur Bearbeitung der Problematik sowie Unterstützungsangebote der staatlichen Stellen aufgelistet.

In dieser Arbeit werden die Merkmale einer dysfunktionalen Familie aufgezeigt und der Begriff der psychischen Krankheit erklärt, um die Rahmenbedingungen für die nachfolgenden Analysen zu skizzieren. Zudem geht es sowohl um die verschiedenen Randbedingungen für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern als auch um den Aspekt der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) als schützenden Bestandteil der Kindesentwicklung, um die Ansprüche von Kindern an die persönliche Ausprägung der Entfaltung zu untersuchen.

Kapitel 3 behandelt die humanistisch-berufliche Basiserziehung, die erzieherische Praxis und die Ausstattung mit familienbezogenen Hilfen. Die Ausbildung eines gesunden Selbstverständnisses, die psychoedukative Betreuung, die Verstärkung der Elternkompetenzen, die Pflege der Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern, die Mitwirkung der Kinder an bestimmten Präventionsgruppenprogrammen und die Mobilisierung von Ressourcen im Bereich der Institutionen und des Sozialraumes werden näher erläutert.

Die Lebenssituation von Mitgliedern gestörter oder dysfunktionaler Haushalte ist oftmals problematisch. Damit einhergehen reduzierte Partizipationschancen und befürchtete oder verwirklichte Exklusionen. Mit möglichst flächendeckenden präventiven Leistungen und Interventionsmöglichkeiten versucht die soziale Berufspraxis, diese Prozesse der Exklusion zu umgehen.

Für eine stabile seelische Gesundheit benötigt das Kind wenigstens einen erwachsenen Menschen in seiner engsten Lebensumgebung, der seinen Bedarf an Anerkennung, Mitgefühl, Zutrauen und Vorhersagbarkeit in seinen zwischenmenschlichen Verhältnissen erfüllen kann. Pädagogen und Pädagoginnen in der humanistisch-beruflichen Basiserziehung sind daran gewöhnt, den Kindern von beruflicher Seite Entwicklungsaufgaben zu übertragen. Sie sind immer darauf bedacht, dass die Kinder ein möglichst weites Netz von Ansprüchen an sich erfüllen, wie z. B. die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Erforderlichem und Unwesentlichen und die Selbstbeobachtung in ihrem Handeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Psychische Krankheiten

2.1 Merkmale einer dysfunktionalen Familie

2.2 Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit

2.1.1 Risikofaktoren

2.1.2 Resilienz als schützender Faktor für die Entwicklung von Kindern

3. Humanistisch-professionelle Elementarpädagogik

3.1 Pädagogische Fachkraft

3.2 Familienressourcen

3.2.1 Positives Selbstbild

3.2.2 Psychoedukation

3.2.3 Erziehungskompetenzen

3.2.4 Förderung der Eltern-Kind-Bindung

3.2.5 Präventiven Gruppenaktivitäten

3.2.6 Bereitstellung von Ressourcen im institutionellen und sozialräumlichen Bereich

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen dysfunktionaler Familienverhältnisse auf die kindliche Entwicklung und untersucht die Rolle von Pädagogen sowie staatlichen Unterstützungsangeboten bei der Bewältigung dieser Problematik.

  • Merkmale und Belastungsfaktoren in dysfunktionalen Familiensystemen
  • Einfluss psychischer Erkrankungen der Eltern auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern
  • Bedeutung von Resilienz als schützender Faktor bei Kindesentwicklung
  • Herausforderungen und Ansätze der humanistisch-professionellen Elementarpädagogik
  • Einsatzmöglichkeiten der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH)

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Risikofaktoren

In der vorsprachlichen Zeit erfolgen Mitteilungen über Geschehnisse in der Umgebung oder über emotionale Zustände mittels nicht sprachlicher Äußerungen, zum Beispiel über Körperausdrücke. Bei verbaler Korrespondenz wird der Stimmklang jedoch bewusst hochgehalten und es werden möglichst ruhige und sanfte Tonfälle gewählt, welche das Kind besänftigen sollen (Lenz, 2014, S. 212). Seelisch belastete oder geistig erkrankte Personen sind in ihrem Einsatz zu aktiver emotionaler Wechselwirkung mit anderen Menschen zu Intersubjektivität, jedoch auch zu achtsamer Beachtung, zum Nachdenken und Einplanen anderer, wenigstens temporär gestört (Lenz und Jungbauer, 2008, S. 39). Im Verlauf der Jahre erlernen Kinder diverse Methoden, um mit den Belastungen, die sich aus den Interaktionsstörungen heraus bilden, fertig zu werden. Im Jahr 1988 beschrieben zwei amerikanische Therapeutinnen, Sharon Wegscheider und Claudia Black, die folgenden vier Funktionen, die sich Kinder aus alkoholbelasteten Familien als Überlebensstrategien zu eigen machen. Zwischenzeitlich haben Experten, die mit Kindern geisteskranker Erziehungsberechtiger befasst sind, die vier nachfolgenden Funktionen, die Kinder aus psychologisch angeschlagenen Elternhäusern innehaben, aufgestellt.

Gleichgültig, ob es sich dabei um eine Alkoholerkrankung oder eine schizophrene Störung handelt, das Verhalten der betreffenden Kinder ist in der Regel sehr vergleichbar. Um die potenziellen Belastungen durch das Erwachsenwerden bei einem seelisch erkrankten Erwachsenen zu begreifen, ist ein Blick auf die jeweilige Familienrolle des Kindes angebracht (Roedenbeck, 2016, S. 28 ff.). Sogar in einem intakten Familienverbund fällt jedes Kind in eine der vier Rollen oder in eine Mischform davon. Vier verschiedene Rollentypen gibt es, den Helden, das ruhige Kind, den Clown und das schwarze Schaf. Jede Rolle ist für sich genommen nicht schlecht, sofern sie passend ausgeführt werden kann. Für ein seelisch einwandfreies Wachsen benötigt das Kind zumindest einen Menschen in seinem direkten Lebensumfeld, der seinem Bedürfnis nach Anerkennung, Anteilnahme, Geborgenheit und Zuverlässigkeit in seinen Bindungen entspricht. Dauert dieser Mangel länger an oder wird er ständig wiederholt, so wirkt er sich ungünstig auf die weitere kindliche Entfaltung aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Elternhauses als Sozialisationsort und die Problematik bei dysfunktionalen Familien, die eine gezielte pädagogische Intervention erfordert.

2. Psychische Krankheiten: Erläutert die Merkmale dysfunktionaler Familien und die Auswirkungen psychischer Erkrankungen der Eltern auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.

2.1 Merkmale einer dysfunktionalen Familie: Beleuchtet gestörte Beziehungsstrukturen, das Abhängigkeitsprinzip und die Schwierigkeit, sich aus problembelasteten Familienstrukturen zu lösen.

2.2 Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit: Analysiert die Herausforderungen für Kinder beim Aufwachsen in belasteten Umgebungen und die Entstehung von psychosomatischen Auffälligkeiten.

2.1.1 Risikofaktoren: Identifiziert vier spezifische Überlebensstrategien (Funktionen) von Kindern aus Familien mit psychisch erkrankten Elternteilen.

2.1.2 Resilienz als schützender Faktor für die Entwicklung von Kindern: Fokus auf die seelische Widerstandsfähigkeit und Merkmale, die Kindern helfen, Krisen erfolgreich zu bewältigen.

3. Humanistisch-professionelle Elementarpädagogik: Diskutiert den professionellen Erziehungsauftrag und wie Kitas bei der Förderung und Unterstützung von Kindern helfen können.

3.1 Pädagogische Fachkraft: Beschreibt die Rolle der Pädagogen bei der Begleitung von Kindern und der Förderung ihrer individuellen Kompetenzen.

3.2 Familienressourcen: Geht auf die Bedeutung von Erziehungsmethoden und Grenzensetzung sowie die Zusammenarbeit mit den Eltern ein.

3.2.1 Positives Selbstbild: Betont die Bedeutung der Ressourcengegensätze und die Förderung des Selbstwerts bei Kindern psychisch belasteter Eltern.

3.2.2 Psychoedukation: Erläutert Konzepte zur Aufklärung über Erkrankungen für ein besseres Verständnis innerhalb des Familiensystems.

3.2.3 Erziehungskompetenzen: Untersucht, wie altersgerechte Routinen und Kompetenzstärkung Kindern helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen.

3.2.4 Förderung der Eltern-Kind-Bindung: Fokussiert auf die Rolle einer verlässlichen Vertrauensperson und therapeutische Schritte zur Bindungsstärkung.

3.2.5 Präventiven Gruppenaktivitäten: Beschreibt die Arbeit in Programmen wie "Auryn" zur Stärkung der sozialen Kompetenzen und gemeinsamen Verarbeitung.

3.2.6 Bereitstellung von Ressourcen im institutionellen und sozialräumlichen Bereich: Hebt die Bedeutung von Patenschaften und interdisziplinärer Zusammenarbeit hervor.

4. Fazit: Fasst die Kernergebnisse der Bachelorarbeit zusammen und unterstreicht die Relevanz der pädagogischen Unterstützung für die Resilienzförderung in dysfunktionalen Familien.

Schlüsselwörter

Dysfunktionale Familie, Pädagogik, Resilienz, psychische Erkrankung, Sozialarbeit, Kindesentwicklung, Eltern-Kind-Bindung, Prävention, Kinder, Selbstbild, Familienressourcen, SPFH, Psychoedukation, Lebensbewältigung, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die in dysfunktionalen Familien bei psychisch belasteten Eltern aufwachsen, und zeigt auf, wie pädagogische Fachkräfte diese Kinder unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse von Familiensystemen, die entwicklungspsychologischen Auswirkungen auf betroffene Kinder sowie die professionellen pädagogischen und sozialtherapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Kombination aus präventiven Maßnahmen, Bindungsförderung und familiärer Unterstützung die Resilienz der Kinder gestärkt und ihre Entwicklung positiv beeinflusst werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis aktueller Fachliteratur, Studien und psychologischer Konzepte zur Familienpsychologie und Elementarpädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Psychische Krankheiten und Familienstruktur) sowie die Darstellung konkreter pädagogischer Hilfsansätze wie Psychoedukation und Präventionsgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dysfunktionalität, Resilienz, Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH), Kindeswohl und Bindungsförderung.

Was unterscheidet das "schwarze Schaf" von anderen Rollen in einer dysfunktionalen Familie?

Im Gegensatz zum angepassten "Helden" oder dem zurückgezogenen "ruhigen Kind" agiert das "schwarze Schaf" meist provokativ oder rebellisch, um auf die Familienproblematik aufmerksam zu machen oder sich abzugrenzen.

Welche Rolle spielt die SPFH bei der Arbeit mit dysfunktionalen Familien?

Die professionelle Hilfe (SPFH) dient nicht dazu, Eltern abzulösen, sondern begleitet die Familie dabei, Kommunikationsstrukturen zu verbessern, Schuldgefühle abzubauen und die Kinder in ihrer Eigenverantwortung und Resilienz zu stärken.

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Details

Titel
Die Funktion von Pädagogen bei der Unterstützung von Kindern aus dysfunktionalen Familien
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
26
Katalognummer
V1396814
ISBN (PDF)
9783346967367
ISBN (Buch)
9783346967374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
funktion pädagogen unterstützung kindern familien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Die Funktion von Pädagogen bei der Unterstützung von Kindern aus dysfunktionalen Familien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1396814
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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