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Neuere Erkenntnisse der Auswirkungen des sogenannten Brain Drains auf die Entwicklungsländer

Titre: Neuere Erkenntnisse der Auswirkungen des sogenannten Brain Drains auf die Entwicklungsländer

Mémoire (de fin d'études) , 2007 , 65 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Stephanie Ehm (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeitkraft der hochqualifizierten Fachkräfte ist zu dem bestbezahlten Produktionsfaktor in modernen Wirtschaftssystemen geworden. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gilt sie als wesentlicher Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Industrieländer sehen in der Anwerbung von hochqualifizierten Arbeitskräften aus den Entwicklungsländern eine Möglichkeit, ihren Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften auf dem heimischen Arbeitsmarkt auszugleichen.
Dem Erfolg der Industrieländer steht der Verlust der Entwicklungsländer an hochqualifizierten Arbeitskräften gegenüber. Lange Zeit galt die Migration von hochqualifizierten Fachkräften, das sogenannte "Brain Drain", als Einbahnstrasse für die Entwicklungsländer. Wirtschaftliches Wachstum, sowie politische und soziale Entwicklung der Entsendeländer, sah man dadurch verhindert.
Im Versuch, die Elitenemigration einzudämmen, setzte die Politik auf "Brain Drain" Vermeidungsstrategien. Um die Migration der Hochqualifizierten zu verhindern, betrachtete die Politik verschiedene Maßnahmen, wie bspw. die Bhagwati Taxation (Jagdish Bhagwati).
Die neuere Literatur des Brain Drains sieht allerdings die Chance, dass die Migration der hochqualifizierten Arbeitskräfte positive Auswirkungen auf die Herkunftsländer der Migranten haben kann.
Offensichtlich besteht eine Uneinigkeit über positive oder negative Auswirkungen des Brain Drains, mit denen die Ökonomien der Entsendeländer konfrontiert sein können. Diese unterschiedlichen Sichtweisen geben einen Anlass zur Beurteilung des Brain Drains.
Im Rahmen dieser Arbeit wird der Schwerpunkt auf die Chancen des Brain Drains gelegt. Ziel der Arbeit ist die Analyse, ob und in welchem Umfang das Brain Drain zu einem Brain Gain für die Entwicklungsländer werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Aufbau der Arbeit

2 Der traditionelle Ansatz des Brain Drains

2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzungen

2.2 Ursachen des Brain Drains

2.3 Negative Auswirkungen des Brain Drains auf die Entwicklungsländer

3 Die neueren Ansätze des Brain Drains

3.1 Mögliche Chancen des Brain Drains für Entwicklungsländer

3.2 Theorien des Brain Gains

3.2.1 Rücküberweisungen

3.2.2 Humankapitalinvestition

3.2.3 Remigration

3.2.4 Diasporagemeinden

3.3 Kritische Betrachtung und Erkenntnisse aus den Theorien

4 Empirische Untersuchung der Auswirkungen des Brain Drains auf die Entwicklungsländer

4.1 Auswahl der Studien und Datenbasis

4.2 Inhaltliche Vorstellung der Studien

4.3 Kritische Betrachtung der Studien

5 Zusammenfassung und Ausblick

A Anhang

A.1 Tabellen der Studie von Beine/Docquier/Rapoport (2006)

A.2 Tabellen der Studie von Groizard/Llull (2006)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte (Brain Drain) aus Entwicklungsländern. Das primäre Ziel ist es, die einseitige Sichtweise des Brain Drains als rein negatives Phänomen zu hinterfragen und zu analysieren, unter welchen Bedingungen die Abwanderung durch Mechanismen wie Rücküberweisungen oder Humankapitalakkumulation in einen "Brain Gain" für die Herkunftsländer umgewandelt werden kann.

  • Analyse der Push- und Pull-Faktoren der Migration
  • Wohlfahrtseffekte und Humankapitalentwicklung in Entwicklungsländern
  • Einfluss von Rücküberweisungen und Diasporanetzwerken
  • Empirische Evaluierung aktueller Studien zu Brain Drain und Wachstum

Auszug aus dem Buch

2.2 Ursachen des Brain Drains

Die sicherlich berechtigte Kritik an der Abwanderung und die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung der Herkunftsländer der Migranten wirft die Frage auf, was die hochqualifizierten Arbeitskräfte dazu veranlasst, ihr Heimatland zu verlassen und somit ihr Humankapital den Industrieländern zur Verfügung zu stellen. Das folgende Kapitel widmet sich der Erörterung möglicher Ursachen und Anreize, die anhand der Migrationstheorie veranschaulicht werden. Diese kann in die Distanztheorie, den Probabilistischen Ansatz und den Push- und Pull-Ansatz unterteilt werden.

Im Fokus der Distanztheorie liegen die räumlichen Faktoren, die eine Entscheidung zu emigrieren beeinflussen können. Entfernungen und Distanzen für die internationale Migration der Hochqualifizierten jedoch nicht von zentraler Bedeutung sind, kann dieser Theorieansatz zur Analyse der Ursachen des Brain Drains vernachlässigt werden.

Der Probabilistische Ansatz zieht die mathematische Wahrscheinlichkeitstheorie heran, um die Migrationsströme zu beleuchten. Dabei stehen besonders die Simulationsmodelle im Vordergrund. Da für diese Ansätze eine empirische Schätzung für die einzelnen Variablen und damit ein hoher Anspruch bezüglich des Datenmaterials notwendig ist, ist dieser Ansatz zur Klärung der Ursachen bislang für die Abwanderung der Hochqualifizierten nicht weit verbreitet.

Im Zentrum dieser Arbeit steht der Push- und Pull-Ansatz von Galinski (1986), der die Ursachen der Migration aus mikroökonomischer Sicht beleuchtet und klassifiziert. Zum einen bildet dieser die Grundlage weiterer Theorien, zum anderen wird er häufig zur Erklärung von Migrationsbewegungen im Allgemeinen und speziell zur Erklärung der Brain Drains herangezogen.

Die Push- Faktoren sind die abstoßenden Kräfte des Herkunftslandes. Sie sind Auslöser dafür, dass Menschen ihre Heimat verlassen, weil sie unter bestimmten Rahmenbedingungen in ihrem Heimatland, bspw. den politischen oder ökonomischen Gegebenheiten, nicht mehr Land leben wollen. Dagegen sind die Pull- Faktoren die anziehenden Kräfte des Ziellandes. Sie offerieren den Migranten bestimmte Umstände, die sie in besonderem Maße ansprechen. Eine Unterteilung dieser Push- und Pull- Faktoren erfolgt gemeinhin in ökonomische, kulturelle und intellektuelle, sowie in soziale und politische Ursachen des Brain Drains.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der hochqualifizierten Migration und Definition des Untersuchungsrahmens dieser Arbeit.

2 Der traditionelle Ansatz des Brain Drains: Darstellung der klassischen ökonomischen Sichtweise, die den Brain Drain als Verlust von Humankapital und Wachstumshemmnis für Entwicklungsländer bewertet.

3 Die neueren Ansätze des Brain Drains: Untersuchung alternativer theoretischer Erklärungsmodelle, die positive Rückkopplungseffekte für die Entsendereländer (Brain Gain) thematisieren.

4 Empirische Untersuchung der Auswirkungen des Brain Drains auf die Entwicklungsländer: Analyse und Vergleich ausgewählter aktueller empirischer Studien, um die theoretischen Hypothesen an der Realität zu prüfen.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Diskussion möglicher migrationspolitischer Handlungsempfehlungen zur Förderung eines Brain Gains.

Schlüsselwörter

Brain Drain, Brain Gain, Migration, Hochqualifizierte, Entwicklungsländer, Rücküberweisungen, Humankapital, Humankapitalinvestition, Remigration, Diasporagemeinden, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Wirtschaftswachstum, Migrationspolitik, Arbeitsmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Konsequenzen der Abwanderung hochqualifizierter Fachkräfte aus Entwicklungsländern und bewertet, ob dieser Prozess langfristig zu negativen Folgen führt oder unter bestimmten Bedingungen positive Effekte auslöst.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Ursachen der Migration, die Auswirkungen auf das Humankapital der Herkunftsländer, die Rolle von Rücküberweisungen und die Bedeutung von Netzwerken und Diasporagemeinden für die wirtschaftliche Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu ermitteln, ob der "Brain Drain" zwingend eine negative Entwicklung darstellt oder ob Mechanismen existieren, die eine Umwandlung in einen "Brain Gain" (einen Wissens- und Kapitalgewinn für die Heimat) ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende theoretische Literaturanalyse mit der Auswertung aktueller empirischer Studien, insbesondere jener von Beine/Docquier/Rapoport und Groizard/Llull.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er beginnt mit dem traditionellen theoretischen Rahmen, stellt dann moderne Theorien (wie Remigration und Humankapitaltheorie) vor und schließt mit einer kritischen empirischen Überprüfung dieser Theorien ab.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Brain Drain und Brain Gain vor allem die Migration von Hochqualifizierten, Humankapitalinvestitionen, Rücküberweisungen und die ökonomische Entwicklung.

Wie bewerten die untersuchten Studien den Brain Drain?

Die Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen; während der traditionelle Ansatz von einem reinen Verlust ausgeht, deuten moderne empirische Modelle darauf hin, dass die Auswirkungen stark von der jeweiligen länderspezifischen Situation und dem Migrationsniveau abhängen.

Warum spielt die Humankapitaltheorie eine so wichtige Rolle?

Sie ist entscheidend, da sie aufzeigt, dass die bloße Möglichkeit der Auswanderung bereits Anreize für die Bevölkerung im Heimatland schaffen kann, selbst in Bildung zu investieren, was zu einem Anstieg des Humankapitalbestands führen kann.

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Résumé des informations

Titre
Neuere Erkenntnisse der Auswirkungen des sogenannten Brain Drains auf die Entwicklungsländer
Université
University of Tubingen
Note
1,7
Auteur
Stephanie Ehm (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
65
N° de catalogue
V139709
ISBN (ebook)
9783640477371
ISBN (Livre)
9783640477067
Langue
allemand
mots-clé
Neuere Erkenntnisse Auswirkungen Brain Drains Entwicklungsländer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephanie Ehm (Auteur), 2007, Neuere Erkenntnisse der Auswirkungen des sogenannten Brain Drains auf die Entwicklungsländer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139709
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