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Familienpolitischer Vergleich der Länder Deutschland und Schweden

Title: Familienpolitischer Vergleich der Länder Deutschland und Schweden

Term Paper , 2008 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annekatrin Mannel (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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1. Einleitung

Die Familienpolitik ist in heute ein eigenständiger Teil der Sozialpolitik. Ihr Ziel besteht hauptsächlich darin, die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen von Familien zu sichern und zu verbessern. Der Adressat dieser Politik ist also eindeutig die Familie. Hierzu zählt nicht mehr nur die Kernfamilie, welche aus zwei Elternteilen und deren Kindern besteht (vgl. Wingen, 1997, S.5). Ebenso sind Befürworter moderner Lebensformen wie beispielsweise Patchworkfamilien oder Einelternfamilien Empfänger von politischen Leistungen. Familien erfüllen viele gesellschaftlich unverzichtbare Funktionen und Aufgaben. Die wohl wichtigsten sind die Sicherung des Nachwuchses und dessen Erziehung, Betreuung und Pflege. Trotz dieser wichtigen Aufgaben wird die Kindererziehung häufig eher als Privatsache und weniger als gesellschaftliche Aufgabe betrachtet (vgl. Netzler, 1998, S.89). Die Entscheidung für Kinder ist heutzutage oftmals von finanziellen und sozialen Bedingungen abhängig. In den letzten Jahrzehnten gingen die Geburtenraten stetig zurück, da immer weniger Paare ihren Kinderwunsch verwirklichen. Dies hängt häufig sowohl mit der wirtschaftlichen Situation im Land, als auch mit der Unterstützung durch den jeweiligen Staat zusammen. Kinder erhöhen das Armutsrisiko und stellen eine große finanzielle und persönliche Herausforderung dar. Um diese negativen Aspekte zu mildern, existiert die Familienpolitik. Diese versucht eine volle Leistungsentfaltung der Familien zu gewährleisten und Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll zu gestalten. Zu den Maßnahmen in Europa zählen hierbei rechtliche Regelungen zur Statusregelung familiärer Lebensformen, finanzielle Transfers zugunsten von Kindern und Eltern und soziale Dienste für Familien.
Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist es, die Vielfalt familienpolitischer Leistungen in den Ländern Schweden und Deutschland darzustellen und diese sowohl im Bereich der Theorie als auch in der praktischen Umsetzung zu diskutieren. Hierbei stehen Fragen nach Vor- und Nachteilen der jeweiligen Maßnahme und deren Auswirkungen im Vordergrund. Für einen objektiven familienpolitischen Überblick ist eine Kenntnis allgemeiner Gegebenheiten beider Länder unverzichtbar...

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deutschland und Schweden im Überblick

2.1 Geburtenraten und demografischer Wandel

2.2 Haushaltsformen, Heirats- und Scheidungsraten

2.3 Arbeitsverhältnisse und Familieneinkommen

2.4 Politisches und Familienpolitisches Modell

3. Familienpolitik in Deutschland

3.1 Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt

3.2 Leistungen für Familien

3.3 Ehebezogene Leistungen

3.4 Leistungen zur Sozialen Sicherung

3.5 Vereinbarkeit von Familie und Beruf

4. Familienpolitik in Schweden

4.1 Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt

4.2 Leistungen für Familien

4.3 Partnerschaftsbezogene Leistungen

4.4 Leistungen zur Sozialen Sicherung

4.5 Vereinbarkeit von Familie und Beruf

5. Zusammenfassung

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen familienpolitischen Leistungen in Deutschland und Schweden, um Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in Theorie und Praxis aufzuzeigen und deren Auswirkungen auf Familien zu diskutieren.

  • Vergleich der demografischen Entwicklung in Deutschland und Schweden
  • Analyse der gesetzlichen Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt
  • Evaluierung finanzieller Transferleistungen für Familien (Kindergeld, Elterngeld)
  • Untersuchung der Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Diskussion der Auswirkungen staatlicher Unterstützung auf die Geburtenraten

Auszug aus dem Buch

3.1 Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt

In Deutschland haben alle werdenden Mütter, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder mitversichert sind, einen Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen, ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe, Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln, stationäre Entbindung, häusliche Pflege und Haushaltshilfe. Diese Leistungen sind im § 15 Mutterschutzgesetz (MuSchG) geregelt (vgl. Stascheit, 2007, S.1018f.). Die gesetzlich vorgesehene Praxisgebühr muss für die Schwangerschaftsvorsorge nicht gezahlt werden. Nicht erwerbsfähige Mütter, die nicht gesetzlich versichert sind, erhalten Mutterschaftsleistungen über die Sozialhilfe (vgl. BMFSFJ, 2007, S.9).

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Hierzu zählen auch Teilzeitbeschäftigte, Hausangestellte, Geringfügig Beschäftigte, Heimarbeiterinnen und Frauen, welche sich in einer auf einem Arbeitsvertrag beruhenden Ausbildung befinden (vgl. BMFSFJ, 2008-2, S.7).

Alle werdenden Mütter erhalten, wenn sie Arbeitnehmerin sind, einen Schutz vor Gefahren am Arbeitsplatz sowie einen besonderen Kündigungsschutz. Diese bestehen vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung. Mutterschutzfristen von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung ermöglichen es den Müttern sich auf ihr Kind einzustellen und sich zu erholen. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich die Mutterschutzfrist auf 12 Wochen nach der Entbindung. In dieser Zeit ist die Beschäftigung nur auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter möglich. (vgl. BMAS, 2008, S.13). Die Kündigung in dieser Zeit in nur in Ausnahmen möglich. Diese dürfen nicht mit der Schwangerschaft in Verbindung stehen. Beispiele hierfür wären Insolvenz des Betriebes, teilweise Stilllegung oder eine grobe Pflichtverletzung durch die Frau.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die familienpolitischen Leistungen in Deutschland und Schweden gegenüberzustellen und deren Auswirkungen kritisch zu erörtern.

2. Deutschland und Schweden im Überblick: Dieses Kapitel vergleicht die demografische Entwicklung, Haushaltsstrukturen und die politischen Rahmenbedingungen beider Länder.

3. Familienpolitik in Deutschland: Es werden die verschiedenen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Familien, von Mutterschaftsleistungen über finanzielle Transfers bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, detailliert beschrieben.

4. Familienpolitik in Schweden: Dieses Kapitel stellt das schwedische System der Familienpolitik dar, das sich durch einen starken Fokus auf Gleichstellung und Kinderbetreuung auszeichnet.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse des Vergleichs und hebt die Unterschiede in den familienpolitischen Ansätzen hervor.

6. Schlussfolgerung: Das Fazit bewertet die Erfolge und Defizite beider Systeme und zeigt auf, welche Lehren Deutschland aus dem schwedischen Modell ziehen kann.

Schlüsselwörter

Familienpolitik, Deutschland, Schweden, Kindergeld, Elterngeld, Mutterschutz, demografischer Wandel, Kinderbetreuung, Elternzeit, Geburtenrate, Sozialpolitik, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Transferleistungen, Unterhaltsvorschuss, Geschlechtergleichstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die familienpolitischen Systeme in Deutschland und Schweden hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und praktischen Ausgestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf finanziellen Leistungen, Unterstützung bei Schwangerschaft und Geburt sowie den Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Vielfalt familienpolitischer Maßnahmen in beiden Ländern darzustellen und diese im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Familien zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf Literaturrecherche und der Gegenüberstellung nationaler familienpolitischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kapitel 3 und 4, welche die spezifischen Maßnahmen beider Staaten detailliert aufführen und erläutern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Familienpolitik, Kinderbetreuung, Elterngeld, Geschlechtergleichstellung und demografischer Wandel.

Warum wird Schweden oft als Modell für Familienpolitik betrachtet?

Schweden gilt aufgrund seines Fokus auf Gleichstellung und umfassender staatlicher Kinderbetreuungsangebote als Vorreiter für moderne Wohlfahrtsstaaten.

Worin unterscheiden sich die Ansätze von Deutschland und Schweden primär?

Während in Schweden der Ausbau der Kinderbetreuung zur Förderung der Erwerbstätigkeit im Vordergrund steht, konzentriert sich Deutschland stärker auf direkte finanzielle Transferleistungen.

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Details

Title
Familienpolitischer Vergleich der Länder Deutschland und Schweden
College
University of Applied Sciences Jena
Grade
1,0
Author
Annekatrin Mannel (Author)
Publication Year
2008
Pages
43
Catalog Number
V139714
ISBN (eBook)
9783640471621
ISBN (Book)
9783640471768
Language
German
Tags
Familienpolitischer Vergleich Länder Deutschland Schweden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annekatrin Mannel (Author), 2008, Familienpolitischer Vergleich der Länder Deutschland und Schweden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139714
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