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Flaneur und Voyant. Das Neue bei Baudelaire und Rimbaud

Titre: Flaneur und Voyant. Das Neue bei Baudelaire und Rimbaud

Essai Scientifique , 2009 , 29 Pages

Autor:in: Christina Hage (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Um die Mitte des 19. Jahrhunderts vollziehen sich in Europa gravierende gesellschaftliche Wandlungen. Durch die rasch voranschreitende Technisierung und neu aufkommende Wirtschaftsdynamik entsteht eine charakteristische Entfremdungsproblematik.

Die beiden französischen Dichter Baudelaire und Rimbaud haben in dieser Epoche eine neuartige Ästhetik geschaffen. Doch was genau ist das Neue in ihrem Werk? Wie verhält sich das Neue zu dem Alten und zu anderem Neuen? Und wie stellt sich laut Baudelaire und Rimbaud die Verbindung zwischen Künstler und Werk dar?

Die Autorin Christina Hage wirft einen Blick auf das Werk von Baudelaire und Rimbaud und erläutert, worin dessen ästhetisches Novum besteht. Anhand von Baudelaires Kunsttheorie und Rimbauds Dichtungstheorie stellt Hage Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Auffassungen der beiden Dichter dar. Dabei geht sie sowohl auf das poetische als auch auf das theoretische Werk beider Künstler ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Beginn der neuen Zeit

2. Neue Ästhetik – Ästhetik des Neuen

3. Modernité – Das Neue der kunstphilosophischen Betrachtung Charles Baudelaires

4. Das Neue in der Ästhetik Arthur Rimbauds

5. Voyant und Flaneur

6. Der Blick

7. Die Passion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den philosophischen Begriff des „Neuen“ in der Ästhetik von Charles Baudelaire und Arthur Rimbaud. Ziel ist es, die Konzepte der Modernität, des Flaneurs und des Voyants zu analysieren, um aufzuzeigen, wie beide Dichter die Entfremdung des modernen Lebens in eine autonome, transzendente Kunst überführen.

  • Die kulturhistorische Ausgangssituation und der Anbruch der Moderne im 19. Jahrhundert
  • Baudelaires „Modernité“ als spezifische Erlebensweise des Zeitgenössischen
  • Rimbauds Konzept des „Voyant“ (Seher) als revolutionäre Dichtungstheorie
  • Die Rolle des Künstlers als Flaneur zwischen Anonymität und Beobachtung
  • Das Verhältnis von ästhetischer Gestaltung und dem Leidensprozess des Künstlers

Auszug aus dem Buch

6. Der Blick

Als Flaneur bezeichnet Baudelaire – im Rückgriff auf E. A. Poes gleichnamige phantastische Story – den Mann in der Menge, der, von monatelanger schwerer Krankheit genesen, sich in die Großstadtmenge stürzt und alle Eindrücke in der leidenschaftlichen Neugier des neu geschenkten Lebens in sich aufsaugt. Diese Lebensgier des Genesenden wird als Rückkehr in die Kindheit charakterisiert; der Blick ist der Blick eines Kindes, das alles als „Neuheit“ sieht und immer „trunken“ ist. Diesen Blick bezeichnet Baudelaire als den Blick des genialen Künstlers, der nichts anderes ist „als die wiedergefundene Kindheit, die jetzt, wenn sie sich ausdrücken will, mit männlichen Organen und einem analytischen Geist ausgestattet ist, der sie befähigt, all das viele, unwillkürlich angehäufte Material zu ordnen“.

Der so beschriebene Blick des Kindes impliziert eine, sich quasi noch im Urzustand befindliche Realitätswahrnehmung, den unvoreingenommenen Eindruck, bevor noch die Urteilskraft an die sozial vermittelten Wertekategorien angepaßt ist. Der von Baudelaire benutzte Begriff der „kindliche[n] Barbarei“ meint zwar explizit das Ordnen der Welt nach einfachen, synchronisierenden Modellen, scheint aber ebenso auch auf die jenseits jedes moralischen Urteils angesiedelte Sphäre der künstlerischen Darstellung der Moderne hinzuweisen. Der „kindliche“ Blick des Künstlers steht somit gleichsam für das unbewertete präzise Beobachten der Faktizität seiner Zeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beginn der neuen Zeit: Analysiert die gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts, wie Industrialisierung und Säkularisierung, die das moderne Entfremdungserleben begründen.

2. Neue Ästhetik – Ästhetik des Neuen: Unterscheidet zwischen der poetischen Programmatik und der künstlerischen Praxis, die sich als Gegenentwurf zur technisierten, banalen Welt versteht.

3. Modernité – Das Neue der kunstphilosophischen Betrachtung Charles Baudelaires: Erläutert Baudelaires Modernitätsbegriff als Synthese aus dem Vergänglichen, Flüchtigen und dem Ewigen.

4. Das Neue in der Ästhetik Arthur Rimbauds: Betrachtet Rimbauds radikale Dichtungstheorie, die durch Entgrenzung der Sinne das transzendente „Unbekannte“ erschließen will.

5. Voyant und Flaneur: Vergleicht die beiden Künstlertypen als Eingeweihte, die trotz unterschiedlicher Konnotationen Zugang zur geistigen Welt suchen.

6. Der Blick: Untersucht die Rolle der Wahrnehmung durch den „kindlichen Blick“ des Flaneurs und die nach innen gerichtete Schau des Sehers.

7. Die Passion: Beschreibt den schöpferischen Prozess bei Baudelaire und Rimbaud als notwendiges Leidensverhältnis und kämpferische Auseinandersetzung mit der Realität.

Schlüsselwörter

Moderne, Modernité, Baudelaire, Rimbaud, Flaneur, Voyant, Ästhetik, Symbolismus, Entfremdung, Zeiterfahrung, Kunsttheorie, Kindlicher Blick, Transzendenz, Schöpfungsakt, Vision.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Baudelaire und Rimbaud durch ihre ästhetischen Ansätze auf die gesellschaftlichen Veränderungen der Moderne reagieren und das „Neue“ als künstlerische Realität definieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das moderne Zeitbewusstsein, die Rolle des Künstlers in der Anonymität der Großstadt, das Verhältnis von Kunst zu Moral und Religion sowie die Symbolik als autonome Wirklichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine philosophische Klärung, wie das ästhetische „Neue“ bei Baudelaire und Rimbaud als Antwort auf die traumatische Zergliederung der modernen Welt fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine hermeneutische Literaturanalyse angewandt, die primäre Dichtungstexte mit kunsttheoretischen Schriften in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Bedingungen der Moderne, Baudelaires Modernité-Begriff, Rimbauds Seher-Konzept, die Rollenmodelle des Flaneurs und des Voyants sowie das Motiv des Leidens am Schöpfungsprozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Modernité, Flaneur, Voyant, Entfremdung, Symbolismus und das transzendente Unbekannte.

Inwiefern unterscheidet sich Rimbauds „Voyant“ von Baudelaires „Flaneur“?

Während der Flaneur seine Energie aus der Beobachtung der Außenwelt und der großstädtischen Menge zieht, kehrt der Voyant nach innen, um durch die Zerstörung des Ichs die Tiefenschichten der All-Seele zu erreichen.

Warum spielt die „Ästhetik des Häßlichen“ eine Rolle?

Das Häßliche dient beiden Künstlern als notwendiger Gegenentwurf zur Banalität der kommerzialisierten Welt und ermöglicht einen direkten Zugang zur idealen, transzendenten Wirklichkeit.

Welche Bedeutung hat das „Unbekannte“ für Rimbaud?

Das Unbekannte ist bei Rimbaud die transzendente Welt, die durch die Entgrenzung aller Sinne und die Aufgabe der subjektiven Vernunft erfahren werden soll.

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Résumé des informations

Titre
Flaneur und Voyant. Das Neue bei Baudelaire und Rimbaud
Auteur
Christina Hage (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
29
N° de catalogue
V139717
ISBN (ebook)
9783640484782
ISBN (Livre)
9783640484553
Langue
allemand
mots-clé
Flaneur Voyant Neue Baudelaire Rimbaud
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christina Hage (Auteur), 2009, Flaneur und Voyant. Das Neue bei Baudelaire und Rimbaud, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139717
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Extrait de  29  pages
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