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Fußball in der Weimarer Demokratie

Klubs, Fans und ihre Stars an Spree und Ruhr

Título: Fußball in der Weimarer Demokratie

Trabajo Escrito , 2009 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Martin Gerasch (Autor)

Historia de Alemania - Primera Guerra Mundial, República de Weimar
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„Zunächst ist jene Bewegung ja schon, auf die bloße Form hin angesehen, häßlich. Das Einsinken des Standbeins ins Knie, die Wölbung des Schnitzbuckels, das tierische Vorstrecken des Kinns erniedrigt den Menschen zum Affen [...].“ So die Meinung des Professors Karl Planck, der am Eberhard-Ludwig-Gymnasium in Stuttgart lehrte, zu einem in Deutschland relativ neuen Spiel, dass aus England importiert worden war. Dem Fußball stand man vielerorts, allen voran jedoch bei der Turnerschaft, eher misstrauisch gegenüber. Doch wie heißt es so schön: „Getroffene Hunde bellen!“ Längst gab es nämlich Fußball im Unterricht und schon im Januar 1900 gründete sich der Deutsche Fußballbund. Aber auch die Vertreter der 86 anwesenden Vereine ahnten wohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass die Anzahl der Mitglieder ihres Verbandes bereits 1920 über 400.000 betragen sollte, um 1930 dann die Millionengrenze zu sprengen. Die bloßen Zahlen zeigen es schon, in der krisengeschüttelten Zeit der Weimarer Republik wuchs die Begeisterung für das runde Leder.
Diese Abhandlung soll sich mit den Gründen für die enorme Popularität des Fußballs in den 20er Jahren befassen und es nachvollziehbar machen, dass eine Nation, die gerade erst ein völlig neues Level der Kriegsschrecken erfahren hatte, ausgerechnet diesem Sport solch große Aufmerksamkeit schenkte. Nun hat auch das plötzlichste gesellschaftliche Phänomen seine Vorläufer und darum ist es notwendig, einen kurzen Rückblick auf die sportlichen Aktivitäten der Nachfolger des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn zu werfen. Im Mittelpunkt stehen dabei einerseits die Metropole Berlin und andererseits die Arbeiterhochburg Ruhrpott. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Vereine, Spieler und Fans sollen so ein mentalitätsgeschichtliches Bild der Zeit zeichnen. Wenn Sepp Herberger in den 60ern jedoch von im Jahre 1933 beseitigten „Bremsklötzern“ für seinen Sport sprach, so kann nicht alles Gold gewesen sein, was im Nachhinein glänzt.
Das Quellenmaterial setzt sich zumeist aus den einschlägigen Sportzeitschriften, wie dem „Volkssport“ oder der „Fußball-Woche“ zusammen. In der Forschung sind vor allem die Namen Gehrmann und Eisenberg zu nennen. Sie befassen sie sich in erster Linie mit Beruf und Herkunft der Sportler, wobei besonders Gehrmann sein Augenmerk auf die masurischen Einwanderer legt. Das umfassendste Überblickswerk liefert allerdings Erik Eggers. Gut mit Bildern illustrierte Werke wurden von Hartmut Hering und Weise/Hartwig herausgegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Sport, Vereine und Bevölkerung bis zum Ende des 1. Weltkrieges

II.1 Argument „undeutsch“

II.2 Berlin

II.3 Das Ruhrgebiet

III. Der Boom der 20er

III.1 Vereinsaufbau, Spieler, Fans

III.1.1 Hertha, Hanne und Berlin

III.1.2 „Der Ruhrpott“, Schalke 04 und Kuzorra

III.2 Die Probleme

III.2.1 Amateure und Profis

III.2.2 Der DFB

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die enorme Popularität des Fußballs während der Weimarer Republik und analysiert, wie dieser Sport in einer krisengeprägten Zeit gesellschaftliche Bedeutung erlangte. Dabei wird insbesondere die Rolle von Vereinen, Spielern und Fans in den Zentren Berlin und Ruhrgebiet beleuchtet, um ein mentalitätsgeschichtliches Bild der Zeit zu zeichnen.

  • Entwicklung des Fußballs zum Massenphänomen in der Weimarer Republik
  • Vergleichende Analyse der regionalen Besonderheiten: Berlin vs. Ruhrgebiet
  • Sozialstrukturelle Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen durch den Sport
  • Herausforderungen durch Kommerzialisierung und Professionalisierung
  • Die Rolle von Sportverbänden und die gesellschaftliche Funktion des Fußballs

Auszug aus dem Buch

Hertha, Hanne und Berlin

Berlin zeichnete sich nach dem ersten Weltkrieg durch eine große Mannschaftsvielfalt aus. Ein Verein stach jedoch hervor. „Nun zu Hertha - B.S.C., unserem Meister, unserer Hoffnung in dem bevorstehende großen Ringen um die Krone. [...] Trotz elf Toren hat Herthas Angriff nicht die Kraft gehabt, jeden Pessimisten zu überzeugen. Gewiß, diese minutiöse Kleintechnik eines Sobecks – wahre Butzenscheibenkunst -, wo jeder Schritt vollendete Eleganz verrät, ist einzigartig in Berlin, vielleicht auch im ganzen Reiche.“

Mit diesem Artikel wendete sich W. Franke nach einem 11:1- Sieg der „Herthaner“ gegen Wedding in einem Fußballfachblatt an die Berliner Sportinteressierten. Obwohl dem Autoren Subjektivität unterstellt werden muss - denn er identifizierte sich mit dem Verein - erkennt man doch, dass er die Wichtigkeit der Meisterschaft herausstellt. Trotz eines überragenden Ergebnisse kritisiert er den Sturm, was von gehobenen Ansprüchen zeugt. Die Angestrebte „Krone“, die Meisterschaft, konnte Hertha allerdings erst 1930 im Endspiel gegen Holstein Kiel erobern.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Fußballs in Deutschland ein und skizziert die methodische Ausrichtung der Arbeit zur Analyse der gesellschaftlichen Popularität dieses Sports.

II. Sport, Vereine und Bevölkerung bis zum Ende des 1. Weltkrieges: Das Kapitel behandelt die Anfänge des Fußballs als Sport für bürgerliche Schichten und diskutiert frühe Widerstände gegen den „undeutschen“ Sport sowie die Entwicklung in Berlin und dem Ruhrgebiet.

III. Der Boom der 20er: Dieser Hauptteil analysiert das Wachstum des Fußballs zum Massenphänomen, die Bedeutung von Vereinen wie Hertha BSC und Schalke 04 sowie die aufkommenden Probleme hinsichtlich Professionalisierung und Verbandsstrukturen.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Fußball in der Weimarer Republik erfolgreich als populärkulturelles Phänomen etabliert wurde, das trotz ökonomischer Überforderung der Verbände eine wichtige integrative gesellschaftliche Rolle einnahm.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Fußballgeschichte, Hertha BSC, Schalke 04, Johannes Sobek, Ernst Kuzorra, Proletensport, Arbeiterfußball, Kommerzialisierung, Sportsoziologie, DFB, Berlin, Ruhrgebiet, Massenphänomen, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und der enormen Popularität des Fußballsports während der Weimarer Republik in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Aspekte sind der Vereinsaufbau, der Einfluss von Spielern und Fans, die soziale Durchmischung sowie die aufkommende Kommerzialisierung des Fußballs.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Abhandlung?

Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, warum eine Nation, die vom Ersten Weltkrieg traumatisiert war, dem Fußball eine so hohe gesellschaftliche Bedeutung beimaß.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der sich an den Cultural Studies orientiert und gesellschaftliche Prozesse außerhalb des reinen Sports in die Analyse einbezieht.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf einen Vergleich zwischen der Metropole Berlin und dem Ruhrgebiet sowie auf die Probleme von Amateuren und Profis im Kontext der DFB-Regularien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Weimarer Republik, Identitätsbildung, Kommerzialisierung, Arbeiterfußball und der kulturelle Wandel der 1920er Jahre.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Masuren“ im Ruhrgebiet?

Die Masuren stellten eine bedeutende ethnische Gruppe von Einwanderern dar, die den Fußball im Ruhrgebiet kulturell prägte und maßgeblich zur Identität von Vereinen wie Schalke 04 beitrug.

Wie verhielt sich der DFB gegenüber der Professionalisierung?

Der DFB stand der Professionalisierung zwiespältig gegenüber; er versuchte, an traditionellen Idealvorstellungen festzuhalten, wurde jedoch durch den ökonomischen Druck und die Popularität des Sports unter Zugzwang gesetzt.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Fußball in der Weimarer Demokratie
Subtítulo
Klubs, Fans und ihre Stars an Spree und Ruhr
Universidad
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Curso
"Und der Haifisch..." Avantgarde und Populärkultur im Berlin der goldenen 20er Jahre
Calificación
1,7
Autor
Martin Gerasch (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
16
No. de catálogo
V139834
ISBN (Ebook)
9783640500925
ISBN (Libro)
9783640500802
Idioma
Alemán
Etiqueta
Weimarer Republik Volkssport Fußball-Woche Hanne Sobek Ernst Kuzorra Sepp Herberger Polacken BFC Hertha Otto Nerz Fritz Szepan
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Gerasch (Autor), 2009, Fußball in der Weimarer Demokratie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139834
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