Unterrichtsstunde: Einführung in das Handballspiel (Prellen, Werfen)


Unterrichtsentwurf, 2007

24 Seiten


Leseprobe

1. Inhaltsverzeichnis

2. Lernvoraussetzungen
2.1 Schule
2.2 Klasse

3. Sachanalyse

4. Didaktisch-methodische Analyse
4.1 Bezug zum Bildungsplan
4.2 Lernziele
4.3 Bezug zum Vorwort des Bildungsplans
4.4 Gegenwartsbezug, Zukunftsbezug und
Exemplarität des Stundeninhaltes nach Klafki
4.5 Methodische Großform der geplanten Stunde
4.6 Verlaufsplanung (Struktur des Inhalts und
Zugänglichkeit nach Klafki, enthaltene
Differenzierungen, methodische Alternativen)

5. Medien

6. Reflexion
6.1 Selbstreflexion
6.2 Fremdreflexion

7. Beobachtung
7.1 Daten
7.2 Beobachtungsfragen
7.3 Entscheidungen nach Topsch
7.4 Dokumentation und Interpretation der
Beobachtung
7.5 Reflexion zur weiteren pädagogischen

Vorgehensweise

8. Literaturverzeichnis und weitere Quellenangaben

2. Lernvoraussetzungen

2.1 Schule

Das Bildungszentrum St. Konrad ist eine katholische freie Schule. Aus diesem Grund sind auch Schulgelder zu entrichten.

„Das Bildungszentrum St. Konrad bietet neben der Vorschulerziehung alle Abschlüsse der allgemeinbildenden Schulen unter einem Dach an. Aufbauend auf der Grundschule sind Hauptschulabschluss, Mittlere Reife (über die Werkrealschule oder Realschule) und die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) möglich. Zwischen den Schularten kann gewechselt werden.“[1]

Namensgeber der Schule ist der Heilige Konrad, Bischof von Konstanz. Da sich in seiner Person tiefer Glaube und hohe Bildung als Grundlage für karitatives Handeln verbinden, dient der dem Bildungszentrum als Vorbild. Oberstes Ziel der Einrichtung ist es daher, bei Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen und Begabungen sowohl die Wissensvermittlung als auch die Persönlichkeitsbildung zu fördern. Dies geschieht auf der Grundlage christlicher Wertvorstellungen und des Glaubens.

„Der Verein „Katholisches Schulwerk Ravensburg/Weingarten e.V.“ bezweckt die Trägerschaft sowie die ideelle und materielle Förderung des Bildungszentrums St. Konrad“.[2]

Das Bildungszentrum hat dreierlei Profile, welche Teil des Marchtaler Plans sind (dieser Plan ist für alle Einrichtungen des Bildungszentrums das Leitbild).

„Der Marchtaler Plan ist der Erziehungs- und Bildungsplan für die katholischen Freien Grund- und Hauptschulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er dient der Verwirklichung der Zielsetzung katholischer Schulen.
Da die den Plan tragenden Prinzipien vorwiegend an der Kirchlichen Akademie der Lehrerfortbildung Obermarchtal entwickelt wurden, wurde ihm der Name Marchtaler Plan gegeben“.[3]

Zum einen das religiöse Profil. Religiöse Bildung und Glaubenserziehung beginnt im Kindergarten und wird als Pflichtfach für die Schülerinnen und Schüler jeder Klassenstufe fortgeführt. Zum anderen das soziale Profil, welches sich in der Erziehung zu sozialem Verhalten niederschlägt. Nur in einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung ist soziale Erziehung möglich. Diese Atmosphäre wird auch im Tagesheim, im Hort und in der Mittagsfreizeit geschaffen. Zu guter Letzt gibt sich das Bildungszentrum ein pädagogisches Profil. Im Zentrum sämtlicher Bemühungen steht stets das Kind beziehungsweise der junge Mensch. Die ganzheitliche Erziehung fördert und fordert beim Lernen den Einbezug von Kopf, Hand und Herz.

Nun aber im Speziellen zur Katholischen Freien Realschule am Bildungszentrum St. Konrad.

Die Realschule wird von ungefähr 550 Jugendlichen besucht. Aufbauend auf der Grundschule schließt sie am Ende der Klasse 10 mit der staatlich zentral gestellten Realschulabschlussprüfung, besser bekannt als „Mittlere Reife“, ab. Das Lehrerkollegium umfasst 35 Lehrerinnen und Lehrer.[4]

Als Teil des Bildungszentrums bieten sich für die Schülerschaft hervorragende Bedingungen. So verfügt das Bildungszentrum über drei Sport- und Turnhallen, einen Fußballplatz mit Leichtathletiklaufbahn und einen Basketballcourt. Ein schuleigener Speisesaal sowie ein neues Schülercafé mit Sommerterrasse sind ebenso fester Bestandteil der katholischen Einrichtung wie eine große Aula für besondere Anlässe, mehrere Schüleraufenthaltsräume sowie ein üppig ausgestatteter Musiksaal.

Geographisch gesehen befindet sich das Bildungszentrum im Norden Ravensburgs. Aus diesem Grund besuchen auch viele Kinder und Jugendliche der Stadt Weingarten die Schule, vor allem solche, die im Süden Weingartens wohnen. Ansonsten wird die Schule hauptsächlich von Schülerinnen und Schülern, die in der näheren Umgebung der Schule wohnen, sowie von solchen, die in der Innenstadt Ravensburgs wohnen, besucht. Überdies schätzen auch Eltern aus kleineren Ortschaften aus der näheren Umgebung Ravensburgs die Bildungseinrichtung, welche einen exzellenten Ruf und unter Jugendlichen oftmals als „Eliteschule“ im Umkreis Ravensburgs betrachtet wird.

2.2 Klasse

Die Klasse besteht aus 14 Schülerinnen und 18 Schülern. Da ich die Unterrichtsstunde im Fach Sport halten werde, gilt meine Konzentration nur den 18 männlichen Jugendlichen, da der Sportunterricht am Bildungszentrum St. Konrad ab Klasse 5 geschlechtergetrennt durchgeführt wird. Keiner der Schüler hat einen nennenswerten Migrationshintergrund. Überhaupt befinden sich am gesamten Bildungszentrum nur wenige Kinder und Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund. Dies rührt zum einen von der Tatsache, dass die Schule katholisch ist, andererseits aber auch daher, dass Schulgeld zu entrichten ist, welches für Familien aus weniger betuchten Verhältnissen eine zusätzliche Belastung darstellen würde. Jedenfalls gibt es aufgrund eben geschilderter Situation keinerlei außergewöhnliche Kommunikationsprobleme, auf die eingegangen werden müsste. Jeder Schüler ist problemlos in der Lage, klare Anweisungen von Seiten der Lehrkraft in die Tat umzusetzen.

Der Sportunterricht findet für die Klasse 5 mittwochs immer in der gemeinsamen Halle des Gymnasiums und der Realschule statt. Diese große Halle lässt sich in drei Hallendrittel teilen. Der zu unterrichtenden 5. Klasse wurde das erste Hallendrittel zugewiesen. In diesem befinden zwei Basketballkörbe, zwei Weichbodenmatten, mehrere Bänke, eine Sprossenwand, Turnringe sowie sämtliche Gerätschaften eines großen Geräteraumes – unter anderem ein Mattenwagen, mehrere Groß- und Kleinkästen, Reckgeräte, Barren und kleinere Hilfsmittel. Sämtliche Bälle befinden sich allerdings im Geräteraum des mittleren Hallendrittels, folglich auch die Handbälle. Überdies ist darauf hinzuweisen, dass das erste Hallendrittel über keine Tore verfügt, sondern – wie bereits erwähnt – nur über zwei Weichbodenmatten, die ersatzweise als Tore verwendet werden können. Alles in allem kann man auf sehr viele Medien zurückgreifen, da die gemeinsame Halle des Gymnasiums und der Realschule sehr gut ausgestattet ist und auch regelmäßig mit neuem Material versorgt wird.

Die Schüler der Klasse 5 erfahren in ihrem ersten Schuljahr auf der Realschule im Sportunterricht unter Hr. X eine ausgewogene sportliche Ausbildung. So wird keine Sportart – auch wenn sie noch so beliebt ist – bevorzugt, was zur Folge hat, dass für jeden etwas dabei ist und außerdem alle Schüler mit vielen Sportarten in Berührung kommen. Sämtliche Unterrichtseinheiten werden in einer methodischen Übungsreihe eingeführt. Der genannte Lehrer legt sehr viel Wert darauf, denn seiner Ansicht nach sind die Schüler in den unteren Klassenstufen noch am lernfähigsten und auch am lernwilligsten. Was in dieser Zeit nicht von Grund auf erlernt wird, kann später nur noch schwer nachgeholt werden.

Das soziale Klima der Klasse erachte ich als unspektakulär an. Es gibt sicherlich – gerade auch in Wettkampfsituationen im Sportunterricht – immer wieder mal kleinere Auseinandersetzungen, diese ergeben sich aber auch recht schnell wieder von allein. Das Ausleben von Emotionen soll im Fach Sport auch nicht unterbunden werden, sofern es keine störenden Dimensionen annimmt. Wie üblich gibt es auch in dieser Klasse Schüler, die besser miteinander auskommen, und solche, die weniger gut miteinander auskommen. Jedoch halten sich jegliche Reibungspunkte im normalen Rahmen, so dass hierauf keine besondere Rücksicht genommen werden muss.

Das Leistungsniveau der Klasse reicht von sehr guten, sportlich äußerst talentierten Schülern bis zu schwachen, koordinativ mangelhaften Schülern. Hierbei ist es die Aufgabe des Lehrers, einen solchen Sportunterricht zu gestalten, der alle Schüler – ungeachtet des Leistungsniveaus – anspricht, fördert und fordert. Auch die weniger talentierten Kinder sollen aktiv teilnehmen können. In Wettkampfsituationen führt das bewusste Einbinden von diesen Schülern zwar gelegentlich zu Unstimmigkeiten unter der Gruppe. Allerdings ist es wichtig, dass auch sportliche Schüler damit umzugehen lernen, wenn ein Gruppenmitglied nicht über die gleichen Fähigkeiten verfügt. All dies gehört zu einem natürlichen, ganzheitlichen Lernprozess dazu.

3. Sachanalyse

Zunächst einmal muss man sich als Lehrkraft über die Regeln des Handballspiels völlige Klarheit verschaffen – vor allem im Hinblick auf das Ziel der Unterrichtseinheit: regelkonform Handball zu spielen. Im Folgenden schildere ich jeweils die wichtigsten Handballregeln und insbesondere solche, die für das Handball im Sportunterricht von Bedeutung sind.

Die Spielfläche ist 40 m lang und 20 m breit und beinhaltet zwei Torräume. Als Seitenlinie bezeichnet man die Längsseiten, als Torauslinien die Breitseiten und als Torlinien die Linien zwischen den Torpfosten. Die Tore, welche fest im Boden oder an den Wänden verankert sein müssen, sind 3 m hoch und 2 m breit. Sowohl die Torpfosten als auch die Torlatte müssen quadratisch sein und mit zwei kontrastierenden Farben gestrichen sein (in der Regel schwarz-weiß), die sich deutlich vom Hintergrund abheben. Überdies muss jedes Tor mit einem Netz versehen sein, welches so befestigt ist, dass ein ins Tor geworfener Ball im Normalfall im Tor verbleibt. Sämtliche Linien auf dem Feld gehören zu diesem dazu. Die Torraumlinie befindet sich 6 m vom Tor entfernt, während die Freiwurflinie 9 m vom Tor entfernt liegt. Des Weiteren gibt es eine 7-m-Linie zur Ausführung eines 7-m-Wurfes, sowie eine Torwartgrenzlinie, welche 4 m vom Tor entfernt ist. Schließlich befindet sich am Mittelkreis eine Mittellinie, welche zwischen den beiden Längsseiten des Spielfeldes gezogen ist.

Die reguläre Spielzeit für Jugendmannschaften von 8-12 Jahren beträgt 2 x 20 min. Die Halbzeitpause dauert 10 min. Bei Unentschieden kommt es zu einer 2 x 5 minütigen Verlängerung mit einer Minute Halbzeitpause. Ist der Spielstand danach immer noch unentschieden, so kommt es zu einer weiteren Verlängerung mit derselben Spielzeit. Sollte auch dann noch keine Entscheidung herbeigeführt worden sein, kommt es zum 7-m-Werfen, b ei welchem pro Mannschaft 5 Spieler abwechselnd antreten.

Der Spielball muss rund sein und hat für Jugendmannschaften im Alter von 8-12 Jahren folgenden Umfang und folgendes Gewicht: 50-52 cm, 290 – 330 g (IHF-Größe 1).

Eine Mannschaft kann aus bis zu 14 Spielern bestehen, wobei jeweils nur 7 Spieler auf dem Feld sein dürfen. Ein Spieler muss als Torwart benannt sein. Bei Spielbeginn müssen jeweils mindestens 5 Spieler auf dem Spielfeld sein. Im Bereich des Deutschen Handballbundes ist es Mannschaften unterhalb der C-Jugend erlaubt, abweichende Bestimmungen hinsichtlich der Spieleranzahl zu treffen. Auswechslungen sind im Jugendbereich nur möglich, wenn sich die Mannschaft in Ballbesitz befindet oder während eines Time-out. Beide Mannschaften müssen eine einheitliche Spielkleidung tragen, welche sich deutlich von der Spielkleidung der anderen Mannschaft unterscheidet. Die Torhüter müssen außerdem eine sich von beiden Mannschaften unterscheidende Spielkleidung tragen. Es müssen Sportschuhe getragen werden. Nicht erlaubt ist das Tragen gesundheitsgefährdender Gegenstände, zum Beispiel Armbänder, Armbanduhren, sichtbares Piercing, Ketten oder Ringe. Das Tragen von flachen Ringen, kleinen Ohrringen und Piercing ist erlaubt, sofern diese Gegenstände abgedeckt sind und keine Gefahr für andere Spieler bergen. Blutende Spieler müssen das Spielfeld umgehend verlassen und dürfen es erst wieder betreten, wenn die Blutung gestoppt oder abgedeckt wurde.

Der Torwart darf den Ball bei der Abwehr im Torraum mit allen Körperteilen berühren und auch den Torraum verlassen, um am Spiel teilzunehmen. Dann gelten für ihn dieselben Regeln wie für alle anderen Feldspieler. Er darf den Torraum jedoch nicht mit dem unter Kontrolle gebrachten Ball verlassen und ebenso wenig den Abwurf verzögern. Er darf auch nicht den außerhalb des Torraumes liegenden oder rollenden Ball berühren oder gar in den Torraum hereinholen. Überdies ist es ihm nicht gestattet, mit dem Ball vom Spielfeld in den Torraum zurückzugehen. Bei der Ausführung eines 7-m-Wurfes darf der Torwart nicht die Torwartgrenzlinie beziehungsweise deren Verlängerung übertreten, bevor der Ball die Hand des Werfers verlassen hat.

Der Torraum darf nur vom Torwart betreten werden. Beim Betreten des Torraumes durch einen Feldspieler wird wie folgt entschieden:

„a) Abwurf, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft mit Ball den Torraum der gegnerischen Mannschaft berührt. Dasselbe gilt, wenn er nicht in Ballbesitz ist, aber durch das Betreten des Torraums einen Vorteil erlangt;

b) Freiwurf, wenn ein Abwehrspieler seinen Torraum betritt und dadurch einen Vorteil erlangt, ohne aber eine klare Torchance zu vereiteln:

c) 7-m-Wurf, wenn ein Abwehrspieler durch das Betreten des Torraums eine klare Torgelegenheit vereitelt.“

Ein Ball, welcher aus dem Torraum ins Spielfeld zurückgelangt, bleibt im Spiel.

Man darf den Ball mit allen Körperteilen spielen – abgesehen von den Unterschenkeln und den Füßen. Weiterhin ist er erlaubt, den Ball maximal 3 Sekunden zu halten und sich mit dem Ball höchstens 3 Schritte zu bewegen. Erwähnenswert ist darüber hinaus die Tatsache, dass es nicht erlaubt ist, den Ball in Besitz zu halten ohne erkennbaren Versuch, anzugreifen beziehungsweise ein Tor zu erzielen. Dies wird als passives Spiel geahndet und somit mit Freiwurf bestraft.

Folgende Aktionen sind regelwidrig:

„a) dem Gegenspieler den Ball aus den Händen zu entreißen oder ihn herauszuschlagen:

b) den Gegenspieler mit Armen, Händen oder Beinen zu sperren oder ihn wegzudrängen;

c) den Gegenspieler (am Körper oder an der Spielkleidung) zu klammern, festzuhalten, zu stoßen, ihn anzurennen oder anzuspringen;

d) den Gegenspieler mit oder ohne Ball regelwidrig zu stören, zu behindern oder zu gefährden.“

Der Anwurf ist von der Mitte des Spielfeldes aus spätestens 3 Sekunden nach Anpfiff auszuführen und kann in beide Richtungen erfolgen. Derjenige Spieler, der den Anwurf ausführt, muss mit mindestens einem Fuß die Mittellinie berühren. Sein anderer Fuß darf diese nicht überschreiten. Die Mitspieler des Anwurfausführenden dürfen die Mittellinie vor Anpfiff nicht überschreiten.

Beim Einwurf ist zu beachten, dass ein Fuß auf der Seitenlinie stehen muss. Der Einwurf wird selbständig ohne Schiedsrichterpfiff ausgeführt. Die Spieler der gegnerischen Mannschaft müssen mindestens 3 m vom Ausführenden entfernt positioniert sein. Dies gilt aber nicht, wenn sie unmittelbar an ihrer Torraumlinie stehen.

Freiwürfe werden an Ort und Stelle ausgeführt. Befindet sich das Begehen der Regelwidrigkeit zwischen 7-m-Linie und Freiwurflinie, so ist der Freiwurf an der Freiwurflinie auszuführen. Spieler der ausführenden Mannschaft dürfen diese dabei nicht überqueren, bevor der Ball die Hand des Werfers verlassen hat.

Der Schiedsrichter entscheidet auf 7-m-Wurf bei:

„a) regelwidrigem Vereiteln einer klaren Torgelegenheit auf der gesamten Spielfläche durch einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der gegnerischen Mannschaft;

b) unberechtigtem Pfiff während einer klaren Torgelegenheit;

c) Vereiteln einer klaren Torgelegenheit durch das Eingreifen einer nicht am Spiel beteiligten Person, z.B. durch das Betreten der Spielfläche durch einen Zuschauer oder einen Pfiff aus dem Zuschauerbereich, der den Spieler stoppt.“

Bei der Ausführung des 7-m-Wurfes ist zu beachten:

„a) Der 7-m-Wurf ist nach Pfiff des Feldschiedsrichters innerhalb 3 Sekunden als Torwurf auszuführen;

b) Der Werfer darf bei der Ausführung des 7-m-Wurfes bis zu einem Meter hinter der Linie stehen. Nach dem Anpfiff darf der Werfer die 7-m-Linie weder berühren noch überschreiten, bevor der Ball seine Hand verlassen hat.

c) Nach Ausführung des 7-m-Wurfs darf der Ball erst dann wieder vom Werfer oder einem seiner Mitspieler gespielt werden, wenn er einen gegnerischen Spieler oder das Tor berührt hat.

d) Bei der Ausführung eines 7-m-Wurfs müssen sich die Mitspieler des Werfers außerhalb der Freiwurflinie befinden, bis der Ball die Hand des Werfers verlassen hat. Ansonsten ist auf Freiwurf gegen die Mannschaft, die den 7-m-Wurf ausführt, zu entscheiden.

e) Bei der Ausführung eines 7-m-Wurfs müssen sich die Spieler der gegnerischen Mannschaft außerhalb der Freiwurflinie befinden und mindestens 3 m von der 7-m-Linie entfernt sein, bis der Ball die Hand des Werfers verlassen hat. Ansonsten ist der 7-m-Wurf zu wiederholen, wenn der Ball nicht in das Tor gelangt.

f) überschreitet der Torwart die Torwartgrenzlinie, d.h. die 4-m­-Linie, bevor der Ball die Hand des Werfers verlassen hat, ist der 7-m-Wurf zu wiederholen, sofern kein Tor erzielt wird; eine persönliche Bestrafung des Torwarts erfolgt jedoch nicht.“

Im Handball gibt es zwei gleichberechtigte Schiedsrichter. Diesen steht außerdem ein Zeitnehmer und ein Sekretär zur Seite. Im gewöhnlichen Schulsport ist dies selbstverständlich nicht umsetzbar, jedoch für eine Lehrkraft wissenswert. Bei gegensätzlichen Meinungen zu einer Spielsituation kommt es zu einer kurze Aussprache der beiden Schiedsrichter. Wird hier immer noch keine Meinung erzielt, so gilt die Meinung des Feldschiedsrichters.

Im Bereich des Deutschen Handballbundes ist es erlaubt, die Aufgaben des Zeitnehmers und des Sekretärs in einer Person zu vereinen.[5]

[...]


[1] http://www.bz-st-konrad.de/de/traeger-organisation/leitbild.php?navanchor=7010003, 26.03.2007.

[2] http://www.bz-st-konrad.de/de/traeger-organisation/index.php?navanchor=7010000, 26.03.2007.

[3] http://www.bz-st-konrad.de/de/realschule/marchtaler-plan.php?navanchor=3010035, 26.03.2007.

[4] www.bz-st-konrad.de, 26.03.2007.

[5] www.handballregeln.de, 27.03.2007.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Einführung in das Handballspiel (Prellen, Werfen)
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Blockpraktikum
Autor
Jahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V139868
ISBN (eBook)
9783640528769
ISBN (Buch)
9783640528509
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einführung, Schulsport, Sportunterricht, Handball, Unterrichtsentwurf, Lehramt, Studium, Übungsformen im Handball
Arbeit zitieren
Johannes Vees (Autor), 2007, Unterrichtsstunde: Einführung in das Handballspiel (Prellen, Werfen), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139868

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