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Die Rolle der Medien im Wahlkampf

Título: Die Rolle der Medien im Wahlkampf

Trabajo Escrito , 2009 , 14 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Tezer Güc (Autor)

Medios / Comunicación - Medios y política, comunicaciones políticas
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„Bild, Bams und Glotze“, das sei alles, was er zum regieren brauche, hat Altbundeskanzler Gerhard Schröder seinerzeit behauptet. Und in der Tat finden politische Diskussionen immer häufiger in den Medien statt. Allerorten ist die Rede von einer Mediatisierung der Politik von Fernsehwahlkämpfen a la Amerika. Es stellt sich die Frage, inwieweit sich die Wähler durch die Medien beeinflussen lassen oder inwieweit die Medien gar die Wähler im Vorfeld entscheiden. Die Antwort auf diese Frage ist von großer Brisanz, denn falls es sich herausstellen sollte, dass die Medien große Macht und Einfluss haben und damit auch Wahlen beeinflussen können, dann stellt sich die natürlich die Frage nach ihre demokratischen Legitimation.
Der letzte Bundestagswahlkampf erreichte eine neue Qualität was Amerikanisierung betrifft. Nicht die politischen Inhalte sondern viel mehr das Image verhalf Exbundeskanzler Gerhard Schröder zum Sieg und schuf die historische Tatsache, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ein Kanzler abgewählt wurde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Geschichte der Pressefreiheit

3 Zu den Begriffen

3.1 Massenmedien

3.2 Massenkommunikation

4 Die Funktion der Massenmedien

4.1 Herstellen von Öffentlichkeit

4.2 Informationsfunktion

4.3 Meinungsbildungsfunktion

4.4 Kritik- und Kontrollfunktion

5 Verhältnis Medien – Politik

5.1 Der Instrumentalisierungsansatz

5.2 Der Dependenzansatz

5.3 Der Interdependenzansatz

6 Die Amerikanisierung des Wahlkampfes

6.1 Personalisierung

6.2 Mediatisierung

6.3 Professionalisierung

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den wachsenden Einfluss der Massenmedien auf die politische Kommunikation sowie die zunehmende Mediatisierung und Amerikanisierung von Wahlkämpfen in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit Medien die öffentliche Meinungsbildung steuern, politische Akteure beeinflussen und ob die Grenzen zwischen medialer Inszenierung und inhaltlicher Politik zunehmend verschwimmen.

  • Grundlagen der Massenkommunikation und deren Funktionen in einer Demokratie
  • Wechselverhältnis zwischen politischen Akteuren und journalistischen Medien
  • Phänomene der Amerikanisierung wie Personalisierung und Professionalisierung
  • Die Rolle der Medien als "vierte Gewalt" und Kontrollinstanz
  • Einfluss von modernen Wahlkampfstrategien auf die Wählerentscheidung

Auszug aus dem Buch

6.3 Professionalisierung

Wahlkampf ist nicht mehr allein Sache der Partei oder der Parteizentralen, die eine Wahlkampfkommission einsetzen. Die Parteien ziehen Experten hinzu, die ihnen und ihren Kandidaten beratend zur Seite stehen. Neben den Demoskopen und Sozialwissenschaftlern kommen diese Fachleute zunehmend aus Werbung, Journalismus und Management. Diese Entwicklung eines eigenen Dienstleistungsmarktes zur Unterstützung von Wahlkämpfen führte in den USA zur Herausbildung von Wahlkampfberatern, die Spin doctors ("Hexenmeister") genannt werden. Sie stellen ein Team im professionellen Wahlkampfmanagement zusammen. Sie sind die "Einflüsterer", die den Reden und den Ereignissen im Umfeld des Spitzenkandidaten einen bestimmten Drall geben. Spin doctors kommen von außen, sind nicht Teil der Parteien.

Aus deutscher Sicht liegt hier das Problem; Parteien sind in Deutschland, anders als in den USA, nicht ausschließlich Wahlmaschinen, sondern wichtige Träger der politischen Willensbildung in einer Parteiendemokratie. Einen Wahlkampf in Deutschland zu führen, ohne innerparteiliche Tuchfühlung zu halten und die Strömungen innerhalb der Parteien zu kennen, ist bislang problematisch. Aber nicht nur organisatorisch gibt es hierzulande immer mehr Anleihen aus dem US-Wahlkampf. Die Parteien gehen dazu über, Hoffnung und Angriff zugleich als Leitthema anzubieten. Wer als Politiker vertrauenswürdig ist, dem traut man auch zu, dass er bessere ökonomische Verhältnisse schaffen wird. Entscheidend ist der positive Kontrast zum politischen Gegner, da dies eine Atmosphäre der Hoffnung entstehen lässt. Das Negativ- Campaigning, den Angriffswahlkampf, konnte man beispielsweise bei Tony Blair beobachten: Zweifel sind am Gegner zu wecken, da bekanntlich nicht nur für etwas, sondern auch gegen eine Partei oder einen Spitzenkandidaten votiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Mediatisierung von Politik ein und wirft die Kernfrage nach dem Einfluss der Medien auf die demokratische Legitimation von Wahlen auf.

2 Die Geschichte der Pressefreiheit: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung des deutschen Pressewesens nach 1945 und die Verankerung der Meinungsfreiheit im Grundgesetz.

3 Zu den Begriffen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Massenmedien und des Prozesses der Massenkommunikation definiert.

4 Die Funktion der Massenmedien: Dieses Kapitel erläutert die drei zentralen Leistungen der Medien in einer Demokratie: Informationsvermittlung, Meinungsbildung sowie Kritik- und Kontrollfunktion.

5 Verhältnis Medien – Politik: Es werden die verschiedenen theoretischen Ansätze (Instrumentalisierung, Dependenz und Interdependenz) beleuchtet, die das komplexe Wechselspiel zwischen politischem System und Mediensystem beschreiben.

6 Die Amerikanisierung des Wahlkampfes: Die Arbeit analysiert hier die modernen Strategien des Wahlkampfes, insbesondere Personalisierung, Mediatisierung und den Einsatz professioneller Wahlkampfberater.

7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Rolle der Medien als "Vierte Gewalt" und ihrer entscheidenden Bedeutung für die politische Agenda und Wahlentscheidungen.

Schlüsselwörter

Massenmedien, Politische Kommunikation, Mediatisierung, Amerikanisierung, Wahlkampf, Meinungsbildung, Pressefreiheit, Vierte Gewalt, Spin Doctors, Agenda-Setting, Politische Willensbildung, Demokratie, Wahlkampfstrategie, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Politische Parteien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zunehmende Bedeutung der Medien für politische Entscheidungsprozesse und den Wandel von Wahlkämpfen in Deutschland unter dem Einfluss medialer Logiken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Pressefreiheit, die gesellschaftlichen Funktionen von Medien sowie die verschiedenen Konzepte der politischen Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, wie stark Medien den Wähler beeinflussen und ob die zunehmende "Amerikanisierung" den Kern demokratischer Willensbildung gefährdet oder verändert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die politikwissenschaftliche Modelle (wie den Interdependenzansatz) auf die deutsche Wahlkampfrealität anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medientheoretischen Grundlagen, das Verhältnis von Medien zu politischen Akteuren und eine detaillierte Betrachtung amerikanisierter Wahlkampfmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mediatisierung, Amerikanisierung, Wahlkampfmanagement, politische Willensbildung und vierte Gewalt charakterisiert.

Was ist mit dem Begriff der "Amerikanisierung" in diesem Kontext gemeint?

Der Begriff beschreibt den Trend hin zu einer stärkeren Personalisierung, Professionalisierung und dem Einsatz von Marketinginstrumenten sowie Angriffsstrategien in deutschen Wahlkämpfen nach US-amerikanischem Vorbild.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Medien auf die Demokratie?

Der Autor sieht in den Medien eine unverzichtbare "vierte Gewalt", warnt jedoch gleichzeitig davor, dass die Inszenierung durch Medien zunehmend die inhaltliche politische Debatte verdrängt.

Welche Rolle spielen "Spin Doctors" laut der Analyse?

Spin Doctors fungieren als externe Berater, die versuchen, die öffentliche Wahrnehmung von Spitzenkandidaten durch gezieltes Image-Management und "Einflüsterungen" strategisch zu lenken.

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Detalles

Título
Die Rolle der Medien im Wahlkampf
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
2,7
Autor
Tezer Güc (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
14
No. de catálogo
V139913
ISBN (Ebook)
9783640469345
ISBN (Libro)
9783640469536
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rolle Medien Wahlkampf
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tezer Güc (Autor), 2009, Die Rolle der Medien im Wahlkampf, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139913
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