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Soziale Selektion statt soziale Integration in der Weiterbildung

Titre: Soziale Selektion statt soziale Integration in der Weiterbildung

Dossier / Travail , 2009 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Katja Blunk (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Die schulische, einmal erworbene Bildung, entscheidet nicht gänzlich über unseren weiteren beruflichen Erfolg. Weiterbildungsprogramme sollen es erlauben, so zumindest die Intention, sich beruflich zu integrieren und etablieren, in der beruflichen Stellung aufzusteigen und Bildungsdefizite auszugleichen. Zum anderen sollen sie den Einzelnen mündig machen, Mitbestimmung und Demokratie fördern und die individuelle Persönlichkeit stärken. Verbunden mit den Anforderungen nach Mitbestimmung und Demokratie ist die Intention von Weiterbildung, die soziale Integration von Personengruppen, die aufgrund ihrer sozialen Merkmale eine unterpreviligierte Stellung auf dem Arbeitsmarkt einnehmen, zu fördern und dem bildungspolitischen Postulat der Chancengleichheit, Gültigkeit zu verleihen.
Diese Gruppen sind vor allem Frauen, Ältere, Menschen mit einer geringen Schul- und Berufsbildung und Erwerbslose.
Inwiefern eine Intergration durch Weiterbildung gefördert wurde und ob Chancengleichheit im Zugang zu Bildung geschaffen wurde, wird in dieser Hausarbeit empirisch geprüft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterschiede in der Weiterbildungsbeteiligung

2.1. Alter und Weiterbildung

2.2. Bildungsabschluss und Weiterbildung

2.2.1. Schulischer Bildungsabschluss und Weiterbildung

2.2.2. Beruflicher Bildungsabschluss und Weiterbildung

2.3. Erwerbstätigkeit, berufliche Stellung und Weiterbildung

2.3.1. Erwerbstätigkeit und Weiterbildung

2.3.2. Berufliche Stellung und Weiterbildung

2.4. Geschlecht und Weiterbildung

2.5 Nationalität sowie Migrationshintergrund und Weiterbildung

3. Soziale Selektion statt sozialer Integration in der Weiterbildung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Weiterbildung als Instrument zur sozialen Integration und zur Förderung der Chancengleichheit in der Wissensgesellschaft fungiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Weiterbildungsangebote tatsächlich dazu beitragen, soziale Ungleichheiten abzubauen, oder ob sie bestehende Selektionsmechanismen eher verstärken.

  • Analyse der Weiterbildungsbeteiligung anhand soziodemografischer Merkmale wie Alter, Bildung und Erwerbsstatus.
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Zugang zu Weiterbildung.
  • Evaluation des Einflusses von Nationalität und Migrationshintergrund auf die Bildungsbiografie.
  • Diskussion der Bedeutung von familiärem Umfeld und individuellen Lernerfahrungen für die Weiterbildungsentscheidung.
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit von Weiterbildungsprogrammen zur sozialen Integration.

Auszug aus dem Buch

3. Soziale Selektion statt sozialer Integration in der Weiterbildung

Die Ergebnisse aus dem Berichtssystem Weiterbildung zeigen, dass die soziale Integration von unterprivilegierten Personen durch Weiterbildung nicht erreicht wurde. Ganz im Gegensatz zu den Bestrebungen, scheint sich die soziale Selektion in der Teilnahme an Weiterbildung weiter fortzuführen. Ältere Menschen, Personen mit einer schlechten oder geringen Schul- und Berufsbildung, Nichterwerbstätige, Menschen in einer niedrigen beruflichen Stellung, Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund; all diese Personengruppen nehmen unterdurchschnittlich häufig an Weiterbildung teil. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die sozialen Unterschiede zwischen den Menschen, durch Weiterbildung sogar weiter verschärft haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Weiterbildung in der modernen Wissensgesellschaft und diskutiert deren Potenzial zur sozialen Integration und zur Förderung von Chancengleichheit.

2. Unterschiede in der Weiterbildungsbeteiligung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte statistische Analyse der Weiterbildungsteilnahme im Jahr 2003, differenziert nach Faktoren wie Alter, Bildungsstand, Erwerbssituation, Geschlecht und Migrationshintergrund.

3. Soziale Selektion statt sozialer Integration in der Weiterbildung: Das Kapitel schließt mit der Erkenntnis, dass Weiterbildung bestehende soziale Selektionsmechanismen oft nicht durchbricht, sondern die schichtenspezifische Bildungsakkumulation eher verstärkt.

Schlüsselwörter

Weiterbildung, Wissensgesellschaft, Soziale Integration, Chancengleichheit, Soziale Selektion, Bildungsabschluss, Erwerbstätigkeit, Geschlechterunterschiede, Migrationshintergrund, Bildungsbeteiligung, Berufliche Bildung, Demotivation, Familiäres Umfeld, Arbeitsmarkt, Sozialer Status.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die reale Wirkung von Weiterbildungsprogrammen hinsichtlich der sozialen Integration von Personengruppen, die am Arbeitsmarkt strukturell benachteiligt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die ungleiche Teilnahme an Weiterbildung, die Rolle von Bildungsbiografien sowie die Einflüsse von sozialem Status und Migrationshintergrund auf das lebenslange Lernen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Weiterbildung als Instrument der Chancengleichheit fungiert oder ob sie soziale Selektionsprozesse und Ungleichheiten weiter fortsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt die statistischen Daten des „Berichtssystems Weiterbildung IX“ aus dem Jahr 2004, um die Beteiligungsraten verschiedener soziodemografischer Gruppen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende statistische Bestandsaufnahme und eine theoretische Reflexion über Gründe für die ungleiche Teilnahme, etwa durch familiäre oder arbeitsmarktbezogene Faktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind soziale Selektion, Chancengleichheit, Bildungsakkumulation, Weiterbildungsbeteiligung und die sozioökonomische Lebenssituation der Befragten.

Welche Rolle spielt die Familie für die Weiterbildungsteilnahme?

Die Familie fungiert als Schlüsselinstanz, da sie das „familienkulturelle Kapital“ vermittelt, welches Einstellungen gegenüber Bildung prägt und die Wahrscheinlichkeit für spätere Weiterbildungsaktivitäten maßgeblich beeinflusst.

Warum nehmen Erwerbslose seltener an Weiterbildung teil?

Die Teilnahme wird häufig durch Demotivation aufgrund mangelnder Vermittlungserfolge sowie unklarer Verwertungszusammenhänge der allgemeinen Weiterbildung auf dem Arbeitsmarkt gehemmt.

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Résumé des informations

Titre
Soziale Selektion statt soziale Integration in der Weiterbildung
Université
University of Göttingen
Note
1,3
Auteur
Katja Blunk (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
21
N° de catalogue
V139965
ISBN (ebook)
9783640474332
ISBN (Livre)
9783640474486
Langue
allemand
mots-clé
Soziale Selektion Integration Weiterbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katja Blunk (Auteur), 2009, Soziale Selektion statt soziale Integration in der Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139965
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Extrait de  21  pages
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