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Die Lebensweltorientierung Hans Thierschs im Kontext der Sozialen Arbeit

Titre: Die Lebensweltorientierung Hans Thierschs im Kontext der Sozialen Arbeit

Dossier / Travail , 2021 , 24 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Sabrina Selg (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Arbeit soll das Konzept der Alltags- und Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch beschrieben und kritisch hinterfragt werden. Ziel der Arbeit ist es, das Konzept vorzustellen, zu überprüfen, wie aktuell der Ansatz ist und, wie gut er in der heutigen Zeit, noch umsetzbar ist. Außerdem werde ich mich der Frage widmen, ob diese Theorie in einem Internat anwendbar ist. Kann in einem Internat auf die Fähigkeiten und Stärken jedes einzelnen Kindes beziehungsweise Jugendlichen individuell eingegangen werden, um ihnen zu einem gelungeneren Alltag zu verhelfen? Was genau meint Thiersch mit einem gelungeneren Alltag, was bedeutet überhaupt Lebensweltorientierung und wie aktuell ist diese Theorie? All diese Fragen sollen in der folgenden Seminararbeit beantwortet werden.

Zu Beginn werden einige wichtige Begriffe zur Lebensweltorientierung erläutert, um danach die Theorie der Lebensweltorientierung beschreiben und erklären zu können. Hierbei werden der historische Kontext, die fünf Sachdimensionen und die Traditionslinien genauer vorgestellt. Dann erfolgt eine Rekonstruktion der Lebenswelt. Einige weitere Vertreter*innen der Theorie der Lebensweltorientierung neben Hans Thiersch werden kurz vorgestellt. An-schließend werde ich den achten Jugendbericht ansprechen und daraufhin werden die Struktur- und Handlungsmaxime erklärt. Um die Theorie greifbar zu machen, findet danach ein Praxistransfer auf mein Arbeitsfeld statt, woraufhin sowohl die Theorie als auch deren aktuelle Umsetzungsmöglichkeiten kritisch hinterfragt werden sollen.

In unserer heutigen Welt gibt es mehr Freiheiten, aber auch mehr Fragen und Herausforderungen. Gesellschaftliche Vorgaben beeinflussen unser Verhalten und den Druck, uns anzupassen. Soziale Arbeit und Theorien wie die Alltags- und Lebensweltorientierung von Hans Thiersch helfen, den komplexen Alltag zu bewältigen und sich zu integrieren

Extrait


Inhaltsverzeichnis des Werkes

2. Einleitung

3. Begriffsdefinitionen und Erklärungen

4. Konzept der Alltags- und Lebensweltorientierung

4.1 Entstehung der Theorie

4.2 Die fünf Sachdimensionen

4.3 Traditionslinien der Lebensweltorientierung

4.3.1 Die hermeneutisch - pragmatische Erziehungswissenschaft

4.3.2 Das phänomenologisch – interaktionistische Paradigma

4.3.3 Die kritische Alltagstheorie

4.3.4 Analyse gesellschaftlicher Strukturen

4.4 Die Rekonstruktion der Lebenswelt

5. Der achte Jugendbericht

6. Struktur- und Handlungsmaxime

6.1 Strukturmaxime

6.1.1 Prävention

6.1.2 Regionalisierung / Dezentralisierung

6.1.3 Alltagsorientierung

6.1.4 Integration

6.1.5 Partizipation

6.2 Handlungsmaxime

6.2.1 Vernetzen

6.2.2 Einmischen

6.2.3 Aushandeln

6.2.4 Reflektieren

7. Praxisbezug

8. Kritik an der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit

9. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Theoriekonzept der Alltags- und Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch auf seine theoretischen Grundlagen, seine historische Genese sowie dessen praktische Anwendbarkeit und Aktualität im Kontext heutiger sozialpädagogischer Arbeitsfelder, insbesondere unter Berücksichtigung eines Internatsumfelds.

  • Historische Entstehung und fachwissenschaftliche Traditionslinien der Theorie.
  • Struktur- und Handlungsmaxime als Orientierungsrahmen für die professionelle Soziale Arbeit.
  • Die kritische Bedeutung des achten Jugendberichts für die Konzeptentwicklung.
  • Praxistransfer: Analyse der Umsetzbarkeit des Konzepts in stationären Einrichtungen.
  • Kritische Reflexion der theoretischen Lücken und der notwendigen Weiterentwicklung bei der Implementierung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Entstehung der Theorie

Um den Entstehungsgrund der Theorie der Alltags- und Lebensweltorientierung verstehen zu können, müssen die historischen Hintergründe genauer betrachtet werden, da diese bei der Entwicklung des Konzepts eine sehr wichtige Rolle gespielt haben. In der Bundesrepublik Deutschland hat sich das Konzept der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit in den letzten Jahren als einer der maßgeblichen Ansätze durchgesetzt (vgl. Thiersch, 2015, S. 327). Das Konzept entstand in den sechziger und vor allem siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die Demokratisierung und Realisierung des Sozialstaatprinzips (vgl. Thiersch, 2015, S. 328). Der lebensweltorientierte Theorieansatz war eine Antwort auf die damalige Forderung nach Gleichberechtigung und Emanzipation, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit. Die Soziale Arbeit war jahrelang von Disziplinierung und Anpassung geprägt gewesen und durch den Nationalsozialismus beeinflusst worden, was sich in den Umbruchszeiten der sechziger Jahre änderte. Es war nun möglich und auch nötig, eine neue Soziale Arbeit zu entwickeln, die flächendeckend, professionell und institutionell realisierbar ist (vgl. Thiersch, 2015, S. 328). Die sich damals ausbreitenden psychologischen Ansätze, die Verwissenschaftlichung der Sozialen Arbeit, die entstehenden Konzepte und die Förderung einer angemessenen Ausbildung waren alles sehr wichtige Bestandteile der Entwicklung des Konzepts Lebensweltorientierung (vgl. Thiersch, 2020, S. 16ff. ). Um eine neue Soziale Arbeit zu etablieren, musste diese sich wissenschaftlich ausweisen und fundieren. Viele Pädagog*innen, Soziolog*innen, Psycholog*innen und weitere haben zur Entwicklung der Sozialen Arbeit beigetragen. Neuansätze haben sich gebildet und so entstanden Entwürfe von offenen Beratungen, ambulanten Hilfen und der Schulsozialarbeit. So hat sich die alltagsorientierte Sozialpädagogik konkretisiert und nach und nach weiterentwickelt zum Konzept der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung stellt die Alltags- und Lebensweltorientierung als zentralen theoretischen Ansatz der Sozialen Arbeit vor und skizziert das Forschungsinteresse bezüglich der Anwendbarkeit im Internatskontext.

Begriffsdefinitionen und Erklärungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Alltag, Lebenswelt und das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe definiert und in den Kontext der Sozialpädagogik gesetzt.

Konzept der Alltags- und Lebensweltorientierung: Es werden die theoretischen Wurzeln, die fünf Sachdimensionen sowie die verschiedenen Traditionslinien und Rekonstruktionsansätze des Konzepts detailliert erörtert.

Der achte Jugendbericht: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung des achten Jugendberichts von 1990 für die Etablierung des Konzepts als zentrales Paradigma einer lebensweltorientierten Jugendhilfe.

Struktur- und Handlungsmaxime: Das Kapitel erläutert die Leitlinien des Handelns, wobei zwischen Strukturmaximen wie Prävention und Regionalisierung sowie Handlungsmaximen wie Vernetzen und Reflektieren differenziert wird.

Praxisbezug: Hier findet die Anwendung des theoretischen Rahmens auf das konkrete Arbeitsfeld eines Mädcheninternats statt, wobei Erfolgsfaktoren und Umsetzungshemmnisse beleuchtet werden.

Kritik an der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit: Es wird die kritische Auseinandersetzung mit dem Theoriebegriff sowie die wissenschaftliche Debatte um die Präzisierung des Lebensweltbegriffs und die mangelnde betriebswirtschaftliche Fundierung geführt.

Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel bietet eine Zusammenfassung der Erkenntnisse und evaluiert die Zukunftsfähigkeit des Modells unter Berücksichtigung notwendiger Erweiterungen.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Hans Thiersch, Alltag, Sozialpädagogik, Achter Jugendbericht, Hilfe zur Selbsthilfe, Empowerment, Strukturmaxime, Handlungsmaxime, Sozialraumorientierung, Internat, Reflexivität, Theoriekonzept, Praxisbezug.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit setzt sich mit der Theorie der Alltags- und Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch auseinander und beleuchtet deren Rolle als Leitmodell in der modernen Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Hintergründen, den Struktur- und Handlungsmaximen, der kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept sowie dessen praktischer Anwendung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept vorzustellen, dessen Aktualität zu prüfen und insbesondere die praktische Umsetzbarkeit in einem Internatsumfeld kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie den Transfer des Konzepts auf ein konkretes Praxisfeld, stützt sich dabei auf einschlägige Fachliteratur und den achten Jugendbericht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Herleitung der Theorie, die Erklärung der fünf Sachdimensionen, die Darstellung der Struktur- und Handlungsmaxime sowie die praxisnahe Reflexion und Kritik des Konzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lebensweltorientierung, Sozialpädagogik, Empowerment, Hilfe zur Selbsthilfe, Strukturmaxime sowie die kritische Reflexion des Ansatzes.

Wie bewertet die Autorin die Anwendbarkeit im Internat?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Konzept theoretisch sehr gut in das Internatssetting passt, die praktische Umsetzung jedoch durch Ressourcenmangel und Zeitdruck erschwert wird.

Warum wird das Konzept in der Arbeit kritisiert?

Kritisiert wird unter anderem die mangelnde Präzisierung des Lebensweltbegriffs sowie das Fehlen betriebswirtschaftlicher Aspekte, was die Realisierung in der Praxis erschwert.

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Résumé des informations

Titre
Die Lebensweltorientierung Hans Thierschs im Kontext der Sozialen Arbeit
Université
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)  (Sozialmanagement)
Note
1,7
Auteur
Sabrina Selg (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
24
N° de catalogue
V1399757
ISBN (PDF)
9783346947925
ISBN (Livre)
9783346947932
Langue
allemand
mots-clé
Lebensweltorientierung Hans Thiersch Soziale Arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sabrina Selg (Auteur), 2021, Die Lebensweltorientierung Hans Thierschs im Kontext der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1399757
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Extrait de  24  pages
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