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Die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahr 2001 - Eine Beurteilung aus heutiger Sicht

Title: Die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahr 2001 - Eine Beurteilung aus heutiger Sicht

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 21 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Patrick Bremer (Author)

Law - Civil / Private / Industrial / Labour
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Am 25. September 20011 wurde das Betriebsverfassungsgesetz vom 15. Januar 1972 in seiner Neufassung bekannt gemacht. Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit den Änderungen der Novellierung und stellt zu Beginn, für eine bessere Übersicht, die größten Veränderungen der 2001er Novelle heraus. Im Anschluss soll eine Beurteilung der Modifikationen aus heutiger Sicht erfolgen. Kritisch untersucht werden in diesem Zusammenhang die Fragestellungen:
* ob die Modifikationen des Betriebsverfassungsgesetzes sich bewährt haben,
* ob einige Veränderungen rückgängig gemacht werden sollten und
* ob ein weiterer Bedarf zur Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung besteht.
Dabei hilfreich waren vor allem die zahlreichen Veröffentlichungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Hans-Böckler-Stiftung. Neben den o.g. Stellen erfolgte eine weitere Literaturrecherche in der Bibliothek sowie im Internet und Fachzeitschriften wie z.B. „Der Betrieb“ (DB). Detaillierte Informationen über die gewählte Literatur sind dem Literaturverzeichnis zu entnehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Problemstellung, Ziel und Vorgehensweise

II. Einleitung

III. Ausgewählte Modifikationen des Betriebsverfassungsgesetzes

A. Die Repräsentanz der Frauen im Betriebsrat (§ 15 Abs. 2 BetrVG)

B. Das vereinfachte Wahlverfahren (§ 14a BetrVG)

C. Freistellungen im Betriebsrat (§§ 37 II, 38 BetrVG)

IV. Beurteilung der Betriebsverfassungsgesetzmodifikationen

V. Weitere Maßnahmen für die Zukunft

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit beurteilt die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes aus dem Jahr 2001 aus heutiger Sicht. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob sich die gesetzlichen Modifikationen in der Praxis bewährt haben, welche Auswirkungen sie auf die betriebliche Mitbestimmung hatten und ob ein weiterer Reformbedarf besteht.

  • Analyse der gesetzlichen Neuerungen zur Repräsentanz von Frauen im Betriebsrat.
  • Evaluation des vereinfachten Wahlverfahrens für Kleinbetriebe.
  • Untersuchung der Auswirkungen erhöhter Freistellungsmöglichkeiten für Betriebsratsmitglieder.
  • Kritische Würdigung der Reformbemühungen des Gesetzgebers.
  • Vergleich der deutschen betrieblichen Mitbestimmung mit europäischen Standards.

Auszug aus dem Buch

Die Repräsentanz der Frauen im Betriebsrat (§ 15 Abs. 2 BetrVG)

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ so der genaue Wortlaut des Art. 3 Abs. 2 GG. Diese Durchsetzung der Gleichberechtigung soll in allen gesellschaftlichen Bereichen gesehen, auch und gerade in der Arbeitswelt, in der viele Menschen einen großen Teil ihres Lebens verbringen. Nicht umsonst bezeichnete Walter Riester das Betriebsverfassungsgesetz als „Grundgesetz der Betriebe“ und zog somit die Parallele zum GG der BRD. Erste Bemühungen konnte man schon im alten Betriebsverfassungsgesetz erkennen, in dem es im § 15 Abs. 2 hieß: „Die Geschlechter sollen entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis [im Betriebsrat] vertreten sein.“.

Die Geschichte der Durchsetzungsbemühungen von gleichberechtigter betrieblicher Mitbestimmung von Männern und Frauen begann also schon vor fast 40 Jahren und führte dennoch nicht daran vorbei, diesbezüglich Gesetzesteile im Betriebsverfassungsgesetz zu ändern. Der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester, bezeichnete die Gesamtreform in einer Rede vor dem Bundestag als „längst überfällig“. Diese Formulierung lässt vermuten, dass es Entwicklungen in den letzten 30 Jahren gab, die das alte Betriebsverfassungsgesetz nicht bewältigen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Problemstellung, Ziel und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert den Anlass der Arbeit sowie die untersuchten Fragestellungen hinsichtlich der Wirksamkeit der Betriebsverfassungsgesetz-Novelle von 2001.

II. Einleitung: Hier wird der historische Kontext des Betriebsverfassungsgesetzes dargelegt und die Zielsetzung der Gesetzesreform von 2001 im Hinblick auf die Stärkung der betrieblichen Mitbestimmung beschrieben.

III. Ausgewählte Modifikationen des Betriebsverfassungsgesetzes: Dieser Hauptteil analysiert detailliert drei spezifische Änderungen: die Frauenrepräsentanz, das vereinfachte Wahlverfahren für Kleinbetriebe sowie die Freistellungsregeln.

IV. Beurteilung der Betriebsverfassungsgesetzmodifikationen: Das Kapitel bietet eine kritische Gesamtschau der Reform und kommt zu dem Schluss, dass die Änderungen punktuelle Verbesserungen brachten, jedoch keine grundlegende Strukturreform darstellten.

V. Weitere Maßnahmen für die Zukunft: Hier werden notwendige weitere Entwicklungsschritte, insbesondere die Digitalisierung der Betriebsratsarbeit und ein europäischer Vergleich, thematisiert.

Schlüsselwörter

Betriebsverfassungsgesetz, Novellierung 2001, Mitbestimmung, Betriebsrat, Frauenquote, Wahlverfahren, Freistellung, Arbeitsrecht, Interessenvertretung, betriebliche Mitbestimmung, Kleinbetriebe, Gesetzesreform, Gleichberechtigung, Arbeitnehmerrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser juristischen Hausarbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes aus dem Jahr 2001 und untersucht, wie diese Änderungen die betriebliche Praxis beeinflusst haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Frauenquote im Betriebsrat, die Erleichterung von Betriebsratswahlen in Kleinbetrieben und die Neuregelungen zu Freistellungen von Betriebsratsmitgliedern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirksamkeit der 2001er Reform zu evaluieren und festzustellen, ob die gesteckten Ziele, wie eine stärkere Mitbestimmung und Arbeitserleichterung, tatsächlich erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es wurde eine Literaturanalyse durchgeführt, die sich auf Veröffentlichungen des DGB, der BDA, der Hans-Böckler-Stiftung sowie auf aktuelle Fachzeitschriften und rechtliche Grundlagen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Prüfung ausgewählter Modifikationen, eine Beurteilung dieser Änderungen aus heutiger Sicht und einen Ausblick auf notwendige zukünftige Schritte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Betriebsverfassungsgesetz, Mitbestimmung, Betriebsrat, Frauenquote und Arbeitsrecht geprägt.

Warum wird das Betriebsverfassungsgesetz oft als „Grundgesetz der Betriebe“ bezeichnet?

Dieser Begriff, unter anderem verwendet von Walter Riester, unterstreicht die fundamentale Bedeutung des Gesetzes für die Ordnung der betrieblichen Mitbestimmung, analog zum Grundgesetz im staatlichen Bereich.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen der neuen Frauenquote?

Der Autor stellt fest, dass die Quotierung zwar zu einer messbaren Erhöhung des Frauenanteils beigetragen hat, die tatsächliche Gleichstellung jedoch durch strukturelle Hürden und die Doppelbelastung von Beruf und Familie weiterhin erschwert bleibt.

Warum wird das vereinfachte Wahlverfahren für Kleinbetriebe als Erfolg gewertet?

Das Verfahren hat die Hürden für die Gründung von Betriebsräten in kleinen Betrieben gesenkt und die Wahlbeteiligung in diesen Segmenten positiv beeinflusst.

Welches Fazit zieht der Autor zur zukünftigen Entwicklung?

Der Autor plädiert dafür, die Betriebsverfassung stärker für die technische Entwicklung zu öffnen, etwa durch elektronische Wahlverfahren und moderne Kommunikationstechnik.

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Details

Title
Die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahr 2001 - Eine Beurteilung aus heutiger Sicht
College
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen
Grade
3,0
Author
Patrick Bremer (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V139993
ISBN (eBook)
9783640469864
ISBN (Book)
9783640470181
Language
German
Tags
BetrVg Mitbestimmung Reform Rückblick Betriebsrat Novelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Bremer (Author), 2009, Die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahr 2001 - Eine Beurteilung aus heutiger Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139993
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