Die Finanzkrise ist in aller Munde. Auch die Energiehandelsbranche ist in diesem Zuge einem starken Wandel unterzogen. Wo noch vor kurzer Zeit kaum auf die Bonität der Handelspartner geachtet wurde - man vertraute sich - braucht es nun wirksame Mechanismen zur Risikobegrenzung beim Abschluss von Energiehandelsgeschäften.
Unter dem genannten Aspekt bestehen hohe Anforderungen an die Flexibilität der eingesetzten Systeme, vor allem hinsichtlich schneller Funktionsimplementierung und Wartung, welche die häufig eingesetzten Monolithen nicht erfüllen. Ein weiterer Knackpunkt findet sich in der heterogenen Systemlandschaft, die sich bei Energiehandelsunternehmen, historisch gewachsen, im Einsatz befindet. Diese Punkte schlagen sich häufig durch redundant implementierte Funktionen nieder, die dazu oft noch inkonsistent realisiert sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele und Vorgehensweise
2 theoretische Grundlagen
2.1 SOA im Überblick
2.2 Kriterien der Bonitätsermittlung
3 Identifikation von Services
3.1 Analyse der Geschäftsprozesse
3.2 Identifikation von potenziellen Services
4 fachgerechte Gestaltung von Services
4.1 konkrete Serviceinhalte festlegen
4.2 konkrete Serviceinhalte überprüfen
5 technische Umsetzung einer SOA
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Ansatz der serviceorientierten Architektur (SOA) zur Optimierung von Geschäftsprozessen im Energiehandel. Das primäre Ziel besteht darin, ein methodisches Vorgehen zur Identifikation und fachgerechten Gestaltung von Services aufzuzeigen, um redundante Systemlandschaften zu reduzieren und die Flexibilität bei der Bonitätsprüfung zu erhöhen.
- Grundlagen einer serviceorientierten Architektur (SOA)
- Methodische Identifikation von Services in Geschäftsprozessen
- Kriterien und Parameter der Bonitätsermittlung
- Fachgerechte Gestaltung und Kapselung von Serviceinhalten
- Technische Aspekte der Umsetzung einer SOA
Auszug aus dem Buch
3.1 Analyse der Geschäftsprozesse
Als Ausgangspunkt dienen die in Geschäftsprozessen zusammengefassten Vorgänge verschiedener Handelsgeschäfte (kurz-, mittel-, langfristig). Man analysiert die Geschäftsprozesse dafür stufenweise, um herauszufinden wie die Aktionen im einzelnen aussehen. Einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung ist es dabei, eine geeignete Granularität für die Analyse der Geschäftsprozesse zu finden. Die Erfahrung zeigt, dass sich dafür jedoch keine allgemeingültige Regelung treffen lässt, sondern die Analysetiefe an der jeweiligen Situation auszurichten ist.
Abbildung 3 macht das hier besprochenen Beispiel deutlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik redundanter IT-Systeme im Energiehandel ein und definiert den Lösungsansatz durch eine serviceorientierte Architektur (SOA).
2 theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der SOA, erläutert deren Funktionsweise und legt die quantitativen Kriterien für die Bonitätsermittlung fest.
3 Identifikation von Services: Hier wird das methodische Vorgehen zur Analyse bestehender Geschäftsprozesse beschrieben, um daraus wiederverwendbare, potenzielle Services abzuleiten.
4 fachgerechte Gestaltung von Services: In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie identifizierte Services inhaltlich gestaltet, gekapselt und im Hinblick auf ihre Funktionalität überprüft werden können.
5 technische Umsetzung einer SOA: Dieser Abschnitt ergänzt die fachliche Betrachtung um eine kurze Darstellung der technischen Realisierung mittels Webservices.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bewertet den gewählten Vorgehensansatz als sinnvoll und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten im Kontext einer unternehmensübergreifenden SOA.
Schlüsselwörter
Energiehandel, Bonitätsprüfung, Serviceorientierte Architektur, SOA, Geschäftsprozessanalyse, Serviceidentifikation, Servicegestaltung, Eigenkapitalquote, Kapselung, Redundanzvermeidung, IT-Architektur, Webservices, Prozessoptimierung, Unternehmensfinanzen, Systemintegration
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Geschäftsprozessen im Energiehandel durch den Einsatz von serviceorientierten Architekturen (SOA).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die SOA-Methodik, die Prozessanalyse im Energiehandel, die Kriterien der Bonitätsermittlung sowie das Design wiederverwendbarer IT-Services.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es soll aufgezeigt werden, wie man bei der Identifikation und Gestaltung von Services innerhalb einer SOA methodisch vorgeht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine beispielhafte, fallbasierte Darstellung eines Bonitätsprüfungsprozesses, um den theoretischen Ansatz in der Praxis zu validieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der SOA, die praktische Identifikation von Service-Potenzialen und die detaillierte fachliche Ausgestaltung dieser Services.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen SOA, Energiehandel, Bonitätsprüfung, Geschäftsprozess, Serviceidentifikation und IT-Kapselung.
Warum ist die Eigenkapitalquote für die Bonitätsprüfung entscheidend?
Sie dient als quantitativer Schwellenwert, der festlegt, ob ein Handelspartner uneingeschränkt bonitätsfähig ist oder ob eine zusätzliche Sicherungsleistung (z. B. Bankgarantie) erforderlich ist.
Welche Rolle spielt die Kapselung bei der Servicegestaltung?
Die Kapselung ist zentral, um Unabhängigkeit von spezifischen Programmiersprachen zu gewährleisten und den Service als "Blackbox" für konsumierende Anwendungen nutzbar zu machen.
Inwiefern hilft SOA bei der Problemlösung von Legacy-Systemen?
SOA erlaubt es, redundante Funktionalitäten in standardisierte Services auszulagern, was die Wartung vereinfacht und eine flexiblere Anpassung an geänderte Anforderungen ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Sven Dort (Autor:in), 2009, Identifikation und Gestaltung von Services, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140015