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Der Film „Das Waisenhaus“ unter den Aspekten der mise-en-scene

Title: Der Film „Das Waisenhaus“ unter den Aspekten der mise-en-scene

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Tina Pfab (Author)

Art - Photography and Film
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Summary Excerpt Details

Mise-en-scene bedeutet soviel wie in Szene setzen oder auch „staging an action“. Für die mise-en-scene sind vier Aspekte zentral: das „Setting“, „Lighting“, „Costume“ und „behavior of the figures“. Anhand des Films „Das Waisenhaus“ („El Orfanato“, J.A. Bayona, Spanien 2007) sollen diese vier Aspekte veranschaulicht werden und eine Detailanalyse einiger Szenen/Sequenzen des Films ermöglichen. [...]Für die Detailanalyse des Settings wurden Sequenzen ausgewählt, die beide das Waisenhaus (als Gebäude) in jedoch unterschiedlichen Zustand abbilden. Ähnlich verhält es sich auch bei der Analyse des Lightings, für das der Kostüme sowie für den Aspekt der „figure-expressions“ („behavior of the figures“).[...]
Kostüme und Make-up haben, wie das Setting auch, spezifische Funktionen. Kleidung und Kleidungsstil haben oft die Funktion den Charakter der Figur zu versinnbildlichen. Kostüme gehören zum fortlaufenden narrativen System.[...]
Die Wirkung eines Bildes wird auch von Licht (Lighting) manipuliert, einem weiterem Aspekt des mise-en-scene. Helle und dunklere Bereiche des Bildes (im „frame“) sind der Aufmerksamkeitsorientierung zu Objekten oder Handlungen hilfreich. Die Lichteinwirkung kann Texturen manipulieren, z.B. die eines Gesichtes. Man unterscheidet beim Lighting zwischen „highlight“ und „shadow“. So genannte „highlights“ sorgen für wichtige Hinweisreize einer Textur einer Oberfläche. Bei den so genannten „shadows“ gibt es zwei verschiedene Typen, wobei beide wichtig für die Filmkomposition sind. Das sind zum einen die „attached shadows“ bzw. das „shading“ und zum anderen die „cast shadows“. Ein „attached shadow“ kommt vor, wenn ein Schatten auf einen Teil eines Objektes aufgrund seiner Oberflächenstruktur fällt, z.B. das Gesicht einer Person im Kerzenschein. In selbiger Situation fällt aber gleichermaßen ein Schatten (aufgrund der Beleuchtungsquelle der Kerze) hinter die Person an die Wand, dies wird als „cast shadow“ bezeichnet. Diese „highlights“ und „shadows“ helfen den Raum der Szene vorzustellen. Des weiterem gibt es vier „features“ des Lighting: Qualität, Richtung, Quelle und Farbe. Bei der Lichtqualität gibt es zum einen das „hard“ Lighting, welches klar definierte Schatten hervorruft und zum anderen das „soft“ Lighting, welches ausgebreitet beleuchtet. Es gibt fünf verschiedene Beleuchtungsrichtungen. Das frontal lighting, das sidelighting, das backlighting [...]
Alle der vier Aspekte der mise-en-scene tragen zu einer „overall composition“ bei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die „mise-en-scene“

2. Inhaltsangabe des Films „Das Waisenhaus“.

3. Detailanalyse in den vier Aspekten der mise-en-scene

3.1 Setting

3.2 Costume und Make-up

3.3 Lighting

3.4 Figure-expression and movement

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert den Film „Das Waisenhaus“ unter der theoretischen Perspektive der „mise-en-scene“. Ziel ist es, durch die Untersuchung spezifischer Aspekte der visuellen Gestaltung und Performance aufzuzeigen, wie diese zur narrativen Wirkung und „overall composition“ des Werkes beitragen.

  • Theoretische Grundlagen der mise-en-scene nach Bordwell und Thompson.
  • Analyse des Settings als zentrales narratives Element.
  • Untersuchung von Kostüm und Make-up in Bezug auf Charakterdarstellung.
  • Lichtführung (Lighting) als Mittel der Spannungssteuerung und Aufmerksamkeitslenkung.
  • Die Bedeutung von Figure-expression and movement für die emotionale Ebene des Films.

Auszug aus dem Buch

3.3 Lighting

Das Lighting ist im Film eine sehr wichtige Komponente, denn es fällt sofort auf, wie dunkel die Räumlichkeiten der Handlung oftmals gehalten sind. Das Haus ist nicht nur in dunklen Farben gehalten, sondern auch der Lichteinfall ist äußerst gering (4min 37sec) und wenn es abends dunkel ist, wird selten eine Lichtquelle benutzt. In der Szene als die alte Dame sich im Schuppen zu schaffen macht und Laura sich dort umschaut (17min) und sie sie schließlich entdeckt (17min 53sec) werden mit dem Entdecken der Dame besondere Lichteffekte eingesetzt. Im Schuppen ist es dunkel, wenn auch nicht stockduster, man kann diverse Gegenstände erkennen. Der Mond scheint auf das Dach des Schuppens zu scheinen (16min 54sec). Über der Eingangstür des Schuppens ist eine kleine Lampe, deren Licht in den Schuppen hinein scheint als hinter Laura die Schuppentür offen steht (17min 14sec). Als Laura die Dame entdeckt, die sich durch das Geräusch eines umfallenden Gegenstandes bemerkbar macht, steht diese zunächst in völliger Dunkelheit (17min 51sec). Man kann sie im Hintergrund sehen, aber sie wird durch keinerlei Lichtquelle angestrahlt. Als sie hervorkommt (17min 53sec) wird die alte Dame von einer über ihr liegenden Lichtquelle angestrahlt. Dadurch werden ihre Konturen sichtbar, ihr graues Haar, ihre dicke, gerahmte Brille. Sie wird in dieser Sequenz zum Mittelpunkt. Es ist als würde etwas gesuchtes was im Dunkeln war, plötzlich gefunden und somit sichtbar. Der Lichteffekt unterstreicht dieses Phänomen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die „mise-en-scene“: Einführung in die zentralen Begriffe der Filmanalyse, insbesondere die vier Aspekte Setting, Lighting, Costume und Behavior of the figures.

2. Inhaltsangabe des Films „Das Waisenhaus“.: Eine strukturierte Wiedergabe der Handlung, die den Film in drei zeitliche Abschnitte gliedert und den wesentlichen Plot zusammenfasst.

3. Detailanalyse in den vier Aspekten der mise-en-scene: Detaillierte Untersuchung der filmischen Gestaltungsmittel anhand ausgewählter Sequenzen des Films.

3.1 Setting: Analyse der Handlungsorte und Requisiten (Props) im Hinblick auf ihre Bedeutung für das narrative System.

3.2 Costume und Make-up: Untersuchung der Kleidung und Maske der Charaktere als Ausdruck ihrer Persönlichkeit und Einordnung in den Film.

3.3 Lighting: Betrachtung der Lichtgestaltung, ihrer technischen Umsetzung und ihrer Wirkung auf den Spannungsaufbau.

3.4 Figure-expression and movement: Analyse des schauspielerischen Ausdrucks und der Bewegung der Figuren zur Darstellung von Gefühlen.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung weiterer Besonderheiten des Films, wie die spezifische Farbwahl und die Rolle der Akustik.

Schlüsselwörter

Mise-en-scene, Filmanalyse, Das Waisenhaus, Setting, Lighting, Kostümdesign, Figure-expression, Narrative Struktur, Filmästhetik, J.A. Bayona, Horrorgenre, Szenengestaltung, Requisiten, Schattenwurf, Kameraarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmwissenschaftlichen Analyse des Films „Das Waisenhaus“ unter Anwendung des Konzepts der „mise-en-scene“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die vier Aspekte Setting, Lighting, Costume und Make-up sowie Figure-expression and movement.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese gestalterischen Mittel zur „overall composition“ des Films beitragen und die Wirkung auf den Zuschauer steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine detailorientierte Filmanalyse basierend auf den theoretischen Grundlagen von David Bordwell und Kristin Thompson.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Szenen aus dem Film analysiert, um die Funktionen von Kulissen, Beleuchtung, Kleidung und Schauspiel zu illustrieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind mise-en-scene, Setting, narrative Systeme, Lichtdesign und visuelle Komposition.

Welche Bedeutung hat das „Setting“ im Film „Das Waisenhaus“?

Das Setting dient nicht nur als Hintergrund, sondern wird aktiv gestaltet, um durch Mobiliar und Requisiten den Zustand des Hauses und den psychologischen Zustand der Figuren zu spiegeln.

Wie trägt das „Lighting“ zum Spannungsaufbau bei?

Durch den gezielten Einsatz von Licht und Schatten, wie etwa bei der Entdeckung der alten Dame, werden Details hervorgehoben und eine mystische oder düstere Atmosphäre erzeugt.

Welche Rolle spielen die Kostüme in der Arbeit?

Kostüme werden als Teil des „ongoing narrative system“ verstanden, die durch gezielte Farbgebung wie Taubenblau und Weinrot die Charakterisierung unterstützen.

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Details

Title
Der Film „Das Waisenhaus“ unter den Aspekten der mise-en-scene
College
http://www.uni-jena.de/  (Kunsthistorisches Seminar und Kustodie)
Course
Einführung in die Filmanalyse
Grade
2,7
Author
Tina Pfab (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V140030
ISBN (eBook)
9783640502530
Language
German
Tags
Filmanalyse Das Waisenhaus mise-en-scene Detailanalyse Setting Costume Lightning figure-expression make-up
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Pfab (Author), 2008, Der Film „Das Waisenhaus“ unter den Aspekten der mise-en-scene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140030
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