Preisbildung bei sog. Giffen-Gütern und Identifizierung solcher in der heutigen Zeit


Essay, 2003
5 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Hausarbeit

Allgemeine Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomie

Thema: Diskutieren Sie die Preisbildung bei sog. Giffen- Gütern und versuchen Sie, solche in der heutigen Zeit zu identifizieren.

„Wenn die Nachfrage nach einem Gut auf Grund einer Einkommenserhöhung steigt,

dann muss die Nachfrage nach diesem Gut bei einem Anstieg seines Preises fallen.“1

Mit der Veröffentlichung von „An inquiry into the nature and causes of wealth of nations“ von Adam Smith im Jahr 1776 begann die intellektuelle Welt sich mehr und mehr mit der Wirtschaft, insbesondere Volkswirtschaft, auseinander zu setzen. Eines der Gesetze das im Laufe der Jahre aufgestellt wurde, ist das oben angeführte Gesetz der Nachfrage. Doch wie fast jede Richtlinie oder Regel hat auch dieses Gesetz seine Ausnahmen. Die wahrscheinlich bekanntesten Anomalien für das Nachfragegesetz sind der „Snob-Effekt“, die Nachfrage nach Aktien und das Giffen- Paradoxon.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Giffen-Paradoxon wurde vom Statistiker und Ökonom Sir Robert Giffen (1837-1910) entdeckt. Er fand heraus, dass sich der Konsum von Brot bei Konsumenten mit niedrigen Einkommen bei steigendem Brotpreis erhöht. Um das Giffen-Paradoxon besser zu verdeutlichen müssen vorher einige Begriffe und Beziehungen definiert werden. Betrachtet wird ein Konsument, der für zwei Güter (ein Güterbündel) eine Rangordnung aufstellen soll. Im folgenden wollen wir hierzu Fleisch und Brot als Güterbündel betrachten. Die Rangordnung (Präferenz) lässt sich auch m. H. von Indifferenzkurven graphisch darstellen. Für alle möglichen Güterbündel gibt es Indifferenzkurven, d.h. Güterbündel die auf der Kurve liegen sind für den Konsument indifferent, sie haben für ihn den gleichen Nutzen. Güterbündel die links davon liegen , sprich auf einer anderen Kurve, sind von geringerem Nutzen und Güterbündel die rechts davon liegen stellen für den Konsument einen größeren Nutzen dar. Wenn sich der Konsument also frei für ein Güterbündel entscheiden könnte, würde er wahrscheinlich das Bündel mit dem größten Nutzen nehmen. Jedoch ist der Konsum durch das zur Verfügung stehende Einkommen begrenzt. Das Einkommen bestimmt seine Budgetgerade, die angibt, wie viel eine Person von den zur Verfügung stehenden Gütern maximal kaufen kann. Nach mathematischen Gesichtspunkt liegt die Budgetgerade im I. Koordinatenquadrant mit negativen Anstieg. Da wir effektiv wirtschaften wird der Konsument nach dem Maximalprinzip handeln: sprich er kauft das Güterbündel, welches gleichzeitig auf der Budgetgeraden und der Indifferenzkurve liegt, die die Budgetgerade tangiert (vgl. Grafik).

[...]


1 Vgl. Varian, Hal R., Grundzüge der Mikroökonomie, 5. überarbeitete Auflage, München 2001, S. 140

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Preisbildung bei sog. Giffen-Gütern und Identifizierung solcher in der heutigen Zeit
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin  (FB VWL)
Veranstaltung
Mikroökonomie
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
5
Katalognummer
V14006
ISBN (eBook)
9783638195164
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Preisbildung, Giffen, Güter, Identifizierung, Zeit, Mikroökonomie
Arbeit zitieren
Michael Rehfeld (Autor), 2003, Preisbildung bei sog. Giffen-Gütern und Identifizierung solcher in der heutigen Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14006

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