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Steuerliche Auswirkungen der entgeltlichen Übertragung von Unternehmen

Title: Steuerliche Auswirkungen der entgeltlichen Übertragung von Unternehmen

Seminar Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Meyer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die entgeltliche Übertragung von Unternehmen führt im Regelfall dazu, dass die Teilwerte der einzelnen Wirtschaftsgüter die entsprechenden Buchwerte übersteigen und der Veräußerungspreis des gesamten Unternehmens die Summe der Teilwerte übersteigt. Folglich werden stille Reserven und ein möglicher Firmenwert, welche über die Jahre angesammelt wurden, zum Zeitpunkt der Veräußerung auf einmal aufgedeckt und als Veräußerungsgewinn realisiert. Dieser würde ohne eine entsprechende Abgrenzung von den Einkünften aus laufender Geschäftstätigkeit den Gewinn als steuerliche Bemessungsgrundlage atypisch erhöhen. So wäre ohne spezielle Besteuerungsnormen für diesen Tatbestand das steuerliche Leistungsfähigkeitsprinzip verletzt. Der Gesetzgeber hat hierfür entsprechende Normen zur steuerlichen Begünstigung wie die §§ 16 Abs. 4, 34 EStG geschaffen. Zur Anwendung der Begünstigungsnormen ist es jedoch notwendig, im ersten Schritt den Tatbestand der Betriebsveräußerung zu definieren und den daraus resultierenden Veräußerungsgewinn zu ermitteln. Im zweiten Schritt werden - unter Anwendung der entsprechenden Normen - die auf den Veräußerungsgewinn zu zahlenden Ertragssteuern ermittelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BETRIEBSVERÄUßERUNG UND BETRIEBSAUFGABE

a) Begriffsdefinition

b) Ermittlung des Gewinns

i) Betriebsveräußerung

ii) Betriebsaufgabe

3 ERTRAGSSTEUERLICHE BEHANDLUNG DES BETRIEBSVERÄUßERUNGS- ODER -AUFGABEGEWINNS

a) Einkommensteuerliche Behandlung des Veräußerungsgewinns

i) Freibetrag gem. § 16 Abs. 4 EStG

ii) Ermäßigter Steuersatz nach § 34 EStG

b) Gewerbesteuerliche Behandlung des Veräußerungsgewinns

4 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ertragsteuerliche Belastung bei der entgeltlichen Übertragung von Unternehmen durch natürliche Personen und analysiert, wie diese Gewinne unter Anwendung spezifischer gesetzlicher Begünstigungsnormen steuerlich optimal ermittelt und behandelt werden.

  • Begriffsabgrenzung zwischen Betriebsveräußerung und Betriebsaufgabe
  • Verfahren zur Gewinnermittlung bei Übertragungsvorgängen
  • Anwendung des Freibetrags nach § 16 Abs. 4 EStG
  • Tarifermäßigungen gemäß § 34 EStG zur Progressionsglättung
  • Gewerbesteuerliche Behandlung bei natürlichen Personen

Auszug aus dem Buch

b) Ermittlung des Gewinns

Die Bestandteile und das Verfahren der Berechnung des Betriebsveräußerungsgewinns sind vom Gesetzgeber in § 16 Abs. 2 EStG bestimmt. So ist der positive Saldo aus Veräußerungspreis abzüglich des (Buch-)Wertes des veräußerten Betriebsvermögens bei einem Einzelunternehmen oder des veräußerten Mitunternehmeranteils und abzüglich der Veräußerungskosten der Veräußerungsgewinn.

Veräußerungspreis - (Buch-)Wert des Betriebsvermögens - Veräußerungskosten = Veräußerungsgewinn

Abbildung 1: Ermittlung des Betriebsveräußerungsgewinns

Als Besonderheit gegenüber dem Einzelunternehmen wird bei der Veräußerung von Mitunternehmeranteilen nicht der Veräußerungsgewinn insgesamt, sondern dieser entsprechend quotal für jeden Mitunternehmer bestimmt.

Im Folgenden sind die Bestandteile zur Berechnung des Veräußerungsgewinns zu erläutern. So ist der Veräußerungspreis definitorisch als die Gesamtheit aller Gegenleistungen, die der Veräußernde für seinen (Teil-)Betrieb oder Mitunternehmeranteil vom Käufer oder auf Veranlassung des Käufers von einem Dritten erhält, zu verstehen. Nach höherer Meinung sind sowohl der Kaufpreis als auch sonstige geldwerte Leistungen wie beispielsweise Entschädigungen für ein Wettbewerbsverbot als Gegenleistungen anzusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einleitung in die steuerliche Thematik der Unternehmensübertragung und Darstellung der Relevanz des Leistungsfähigkeitsprinzips bei der Aufdeckung stiller Reserven.

2 BETRIEBSVERÄUßERUNG UND BETRIEBSAUFGABE: Definition der Tatbestände sowie Erläuterung der zeitlichen und methodischen Unterschiede bei der Ermittlung der jeweiligen Gewinne.

3 ERTRAGSSTEUERLICHE BEHANDLUNG DES BETRIEBSVERÄUßERUNGS- ODER -AUFGABEGEWINNS: Analyse der einkommensteuerlichen Freibeträge und Tarifermäßigungen sowie der gewerbesteuerlichen Einordnung für natürliche Personen.

4 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der gesetzlichen Systematik zur Begünstigung von Veräußerungsgewinnen und kritische Würdigung der Steuerentlastungseffekte.

Schlüsselwörter

Betriebsveräußerung, Betriebsaufgabe, Veräußerungsgewinn, § 16 EStG, § 34 EStG, Fünftel-Regelung, Progressionsglättung, stille Reserven, Ertragssteuern, Steuerbegünstigung, Freibetrag, Mitunternehmeranteil, Gewerbesteuer, Unternehmensübertragung, Steuerliche Bemessungsgrundlage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung bei der entgeltlichen Übertragung von Unternehmen durch natürliche Personen, insbesondere mit dem Anfall und der Besteuerung von Veräußerungs- oder Aufgabegewinnen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Betriebsveräußerung und -aufgabe, die Ermittlung der steuerlichen Gewinne sowie die Anwendung von Steuerermäßigungen und Freibeträgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie sich die Belastung des Veräußerungsgewinns einer natürlichen Person mit Ertragssteuern gestaltet und welche Begünstigungsnormen hierbei greifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische juristisch-steuerrechtliche Analyse unter Auswertung von Gesetzestexten, aktueller Rechtsprechung und finanzwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Tatbestände der Betriebsveräußerung und -aufgabe sowie die detaillierte Darstellung der ertragsteuerlichen Begünstigungen durch Freibeträge und Tarifermäßigungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Betriebsveräußerung, Veräußerungsgewinn, § 16 EStG, § 34 EStG und Progressionsglättung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Betriebsaufgabe von der Betriebsveräußerung?

Bei der Betriebsveräußerung wird der Betrieb als Organismus entgeltlich auf einen Erwerber übertragen, während bei der Betriebsaufgabe der betriebliche Organismus aufgelöst und die wesentlichen Grundlagen einzeln veräußert oder ins Privatvermögen überführt werden.

Welchen Zweck verfolgt die Fünftel-Regelung?

Die Fünftel-Regelung gemäß § 34 EStG dient primär der Progressionsglättung, um zu verhindern, dass der durch die Zusammenballung von Einkünften entstehende hohe Veräußerungsgewinn zu einer atypisch hohen Steuerbelastung führt.

Ist der Veräußerungsgewinn einer natürlichen Person gewerbesteuerpflichtig?

Für die hier betrachtete direkt beteiligte natürliche Person als Veräußernden fällt der Gewinn zwar unter die Definition des Gewerbeertrags, unterliegt jedoch faktisch nicht der Gewerbesteuer.

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Details

Title
Steuerliche Auswirkungen der entgeltlichen Übertragung von Unternehmen
College
Frankfurt School of Finance & Management
Grade
1,0
Author
Markus Meyer (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V140116
ISBN (eBook)
9783640502127
ISBN (Book)
9783640502332
Language
German
Tags
Steuerliche Auswirkungen Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Meyer (Author), 2009, Steuerliche Auswirkungen der entgeltlichen Übertragung von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140116
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