Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial

Entstehungswege zum nationalsozialistischen Massenmord

Título: Entstehungswege zum nationalsozialistischen Massenmord

Trabajo Escrito , 2008 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christine Schmidt (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In meiner Hausarbeit „Entstehungswege zum nationalsozialistischen Massenmord“ im Rahmen des Einführungsseminars „Der Nationalsozialismus“ möchte ich mich mit der Rassenpolitik der Nationalsozialisten im deutschen Reich ab der Machtübernahme 1933 beschäftigen, die über mehrere Stationen der Ausgrenzung der sogenannten „Rassefeinde“, wie Juden, Schwarze und „Zigeuner“, verlief und schlussendlich in der „Endlösung“ der europäischen Judenfrage, dem Genozid an Millionen Menschen mündete.
Dazu werde ich mich zuerst den Ursprüngen dieser weit verbreiteten Rassenideologie widmen, die auf der Wissenschaft der Eugenik und der Sozialdarwinismuslehren basieren.
Anschließend möchte ich anhand der sich immer weiter verschärfenden, sowohl diskriminierenden als auch isolierenden Rassegesetzgebungen, die Exklusionspolitik der Nazis bzgl. der „Rassefeinde“ nachzeichnen, die diese ohne größere Proteste der Bevölkerung durchsetzen konnten.
Nach den einschneidenden Wendepunkten Novemberpogrom und Kriegsbeginn werde ich versuchen, die neue Fahrtrichtung des Regimes, das „Euthanasieren“ von behinderten Kindern, dann Erwachsenen und schließlich den Juden zu erklären. Dabei stellt die „Aktion T4“ und besonders die „Sonderbehandlung 14f13“ im Altreich eine wichtige Verbindung oder Brücke zu den ab 1942 folgenden organisierten Massentötungen dar, auf die ich im Abschnitt über die „Aktion Reinhardt“ zu sprechen kommen werde.
Zum Ende hin möchte ich einen kurzen Überblick über die Forschung der Historiker um den „Führerbefehl“ oder besser gesagt um die Möglichkeit des Geschehens des Holocausts seit 1945 bis heute geben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 EUGENIK ALS WISSENSCHAFTLICHE LEGITIMATION DER NS- RASSENLEHRE

3 DIE DISKRIMINIERUNGSGESETZE VON DER MACHTÜBERNAHME BIS ZUM NOVEMBERPOGROM

3.1 DAS GESETZ ZUR WIEDERHERSTELLUNG DES BERUFSBEAMTENTUMS (GWBB)

3.2 DAS GESETZ ZUR VERHÜTUNG ERBKRANKEN NACHWUCHSES (GZVEN)

3.3 DIE NÜRNBERGER GESETZE

3.4 DAS NOVEMBERPOGROM

4 DAS EUTHANASIEPROGRAMM

4.1 DIE EUTHANASIE AN KINDERN

4.2 DIE ERWACHSENENEUTHANASIE

5 DIE ENDLÖSUNG

5.1 DIE „SONDERBEHANDLUNG 14F13“ ALS GELENKSTELLE

5.2 DIE „AKTION REINHARDT“

5.3 DIE FRAGE UM DEN „FÜHRERBEFEHL“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehungswege des nationalsozialistischen Massenmords, beginnend bei der ideologischen Vorbereitung durch Eugenik und Sozialdarwinismus bis hin zur systematischen Umsetzung der "Endlösung". Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der schrittweisen Radikalisierung der NS-Rassenpolitik, der Rolle wissenschaftlicher Legitimation sowie der institutionellen und administrativen Überführung von Ausgrenzungsmaßnahmen in organisierte Tötungsprogramme.

  • Eugenik und Sozialdarwinismus als ideologische Grundlagen der NS-Rassenlehre
  • Diskriminierungsgesetzgebung und die schrittweise Exklusion jüdischer Bürger
  • Das Euthanasieprogramm (Aktion T4) als organisatorische Blaupause für den Völkermord
  • Die "Aktion Reinhardt" und die Industrialisierung des Massenmords in den besetzten Gebieten
  • Historische Debatten um den "Führerbefehl" und die Verantwortung des Regimes

Auszug aus dem Buch

3 Die Diskriminierungsgesetze von der Machtübernahme bis zum Novemberpogrom

Die Exklusionspolitik der Nazis gegen sogenannte „Gemeinschaftsfremde“ und „Volksfeinde“ wurde zu Beginn 1933 forciert umgesetzt mit den Aprilgesetzen und der erbbiologischen Gesetzgebung und hatte zentralen Stellenwert mit dem Ziel, dass das deutsche Reich binnen kurzer Zeit „judenfrei“ werde und die alte bestehende Gesellschaftsordnung untergraben werden könne zwecks erhöhter Einflussnahme durch die Partei. Neben den gesetzlichen Erlassen von 33 und 35 dienten zusätzlich Aktionen wie Boykotte gegen jüdische Geschäfte, die mit Parolen beschmiert und teils gewaltsam beschädigt wurden oder Verweise aus Organisationen, dem Apothekerverein, dem Turnerbund z.B., dazu eine Distanz, Isolation zu schaffen für die jüdische Bevölkerung einerseits, andererseits sollten diejenigen der arischen Bürger, die mit Juden sympathisierten und sich solidarisch zeigten oder gar „Rassenschande“ begingen, öffentlich bloß gestellt werden, was besonders in kleinen Gemeinden Früchte trug im Gegensatz zu den eher anonymen Großstädten.

3.1 Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums (GWBB)

Am 7.4.1933 wurde dieses Gesetz erlassen als antisemitisches Machtinstrument um ein deutschnationales Beamtentum herzustellen und somit vermeintliche Gegner des Regimes, insbesondere Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten aus dem Staatsdienst auszuschalten. Die Möglichkeit dieses Gesetz überhaupt erlassen bzw. damit agieren zu können, war mit dem Erlass des Ermächtigungsgesetz vom 24.3.1933 gegeben, das Verordnungsvorhaben nicht mehr wie zuvor durch den Reichstag geschehen, sondern die Regierung darüber bestimmen ließ, deren Anhänger bereits im NSDAP- Parteiprogramm von 1920 forderten, Juden aus dem Staatsdienst zu entlassen. Dies wurde auf der Basis des Art. 48 der Weimarer Reichsverfassung (WRV) durchgesetzt und war somit legal, denn bisher konnte man aufgrund der Verbeamtung auf Lebenszeit Personen nur bei schweren Vergehen suspendieren, was sich aber laut WRV nicht leicht gestaltete.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und methodische Hinführung zur Rassenpolitik und dem Genozid des Nationalsozialismus.

2 EUGENIK ALS WISSENSCHAFTLICHE LEGITIMATION DER NS- RASSENLEHRE: Analyse der eugenischen und sozialdarwinistischen Grundlagen, die zur wissenschaftlichen Rechtfertigung der späteren Vernichtungspolitik dienten.

3 DIE DISKRIMINIERUNGSGESETZE VON DER MACHTÜBERNAHME BIS ZUM NOVEMBERPOGROM: Untersuchung der legislativen Instrumente wie dem GWBB und den Nürnberger Gesetzen zur systematischen Ausgrenzung.

4 DAS EUTHANASIEPROGRAMM: Beschreibung der Tötung von behinderten Kindern und Erwachsenen als institutionelle Vorstufe zur industriellen Vernichtung.

5 DIE ENDLÖSUNG: Dokumentation der organisatorischen Verbindung zwischen Euthanasie-Programmen und der systematischen Ermordung in Vernichtungslagern.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Rassenpolitik, Eugenik, Sozialdarwinismus, Diskriminierung, NS-Gesetzgebung, Euthanasie, Aktion T4, Endlösung, Holocaust, Aktion Reinhardt, Judenverfolgung, Vernichtungslager, Führerbefehl, Genozid

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Radikalisierung des nationalsozialistischen Massenmords, von der ideologischen Vorbereitung bis zur praktischen Umsetzung in den Vernichtungslagern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rassenideologie, der gesetzlichen Ausgrenzung, der medizinisch begründeten Euthanasie und der industriellen "Endlösung" der Judenfrage.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Verbindungslinien zwischen der eugenischen Ideologie, der NS-Gesetzgebung und dem tatsächlichen Genozid aufzuzeigen und die Radikalisierung des Regimes zu erklären.

Welche methodischen Ansätze werden zur Beweisführung genutzt?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse historischer Gesetzestexte, den Vergleich von Ideologien sowie die Auswertung von Forschungsergebnissen zu den Tätergruppen und Opfern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die legislative Diskriminierung, die Euthanasieprogramme (Aktion T4) und die organisatorischen Abläufe der "Endlösung" (Aktion Reinhardt).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Rassenideologie, Exklusionspolitik, Industrialisierung des Mordens, T4-Personal und Holocaust-Forschung.

Welche Rolle spielte das "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" für die NS-Politik?

Es diente als eines der ersten antisemitischen Machtinstrumente, um den Staatsdienst von politischen Gegnern und Juden zu säubern und die rassistische Diskriminierung rechtlich zu etablieren.

Wie erklärt die Arbeit die Verbindung zwischen der Euthanasie und dem Holocaust?

Sie zeigt auf, dass das T4-Personal und die entwickelten Tötungsverfahren aus dem Euthanasieprogramm als methodische und personelle Basis für den späteren Massenmord im Osten dienten.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Entstehungswege zum nationalsozialistischen Massenmord
Universidad
University of Cologne  (Historisches Seminar)
Calificación
1,7
Autor
Christine Schmidt (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
15
No. de catálogo
V140170
ISBN (Ebook)
9783640502196
ISBN (Libro)
9783640501977
Idioma
Alemán
Etiqueta
Proseminararbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christine Schmidt (Autor), 2008, Entstehungswege zum nationalsozialistischen Massenmord, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140170
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  15  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint