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Die jüdische Evangelienparodie Toledoth Yeschu und das Verhältnis zu den Evangelien mit besonderer Beachtung der Wundergeschichten

Title: Die jüdische Evangelienparodie Toledoth Yeschu und das Verhältnis zu den Evangelien mit besonderer Beachtung der Wundergeschichten

Term Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christine Schmidt (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In meiner Hausarbeit „Die jüdische Evangelienparodie Toledoth Yeschu im Vergleich zu den Evangelien mit besonderer Beachtung der Wundergeschichten“ im Rahmen des Einführungsseminars „ Die Juden im frühmittelalterlichen Frankenreich“ möchte ich mich zunächst mit der Geschichte des Toledoth Yeschu beschäftigen von der Entstehung in der Antike, über seine Hochzeit im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein ins 19. Jahrhundert und wie es dann seinerseits auf der gegnerischen Seite aufgenommen und weiter verarbeitet worden ist, was oft in Form der Adversus-Judaeos-Literatur geschah.
In der jüdischen Rezeption soll erschlossen werden, warum und inwiefern sich jüdische Gläubige in fast ganz Europa mit diesem Stoff über den christlichen Messias beschäftigen und welchen Sinn die Parodie in einer zunehmend antijudaistisch geprägten Welt für sie machte. Anschließend möchte ich das Verhältnis zwischen Toledoth Yeschu und den Evangelien beziehungsweise der Apostelgeschichte näher bestimmen und mit genauerer Beleuchtung des kleinen Gebietes der Wundertätigkeit Jesu von Nazarets von beiden Standpunkten aus abschließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Entstehung und Geschichte des Toledoth Yeschu

1.1 Der Forschungsstand zum TY

1.2 Die jüdische Rezeption

2. Das Toledoth Yeschu und die Evangelien

2.1 Das Verhältnis des TY zu den Evangelien

2.2 Die Wundergeschichten des Jesus von Nazaret In TY und Evangelien als Gegenüberstellung

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die jüdische Evangelienparodie "Toledoth Yeschu" im Vergleich zu den christlichen Evangelien, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Darstellung der Wundergeschichten liegt. Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte sowie die Motivation für die Verbreitung dieses Werkes im Kontext der historischen jüdisch-christlichen Rivalität zu ergründen.

  • Historische Entstehung und Überlieferung des Toledoth Yeschu
  • Die Rolle der jüdischen Rezeption als Apologie und Polemik
  • Das Verhältnis zwischen Toledoth Yeschu und den kanonischen Evangelien
  • Gegenüberstellung von Wunderberichten und magischen Zaubereierzählungen
  • Die Funktion der Parodie in einer antijudaistisch geprägten Welt

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Wundergeschichten des Jesus von Nazaret in Toledoth Yeschu und Evangelien als Gegenüberstellung

In diesem Abschnitt werde ich mich insbesondere mit den für Christen religiös motivierten Wundergeschichten oder aus jüdischer Sicht betrachtet, den Magier- und Zaubereiberichten über Jesus befassen, wobei ich mich auf die Version Tam -mū’ād, abgedruckt in Günter Schlichtings Werk „Ein jüdisches Leben Jesu“ beschränken und aus ihm zitieren möchte.

Ob Religion im Allgemeinen auf der einen oder Magie, als etwas negativ Konnotiertes ähnlich der Zauberei, auf der anderen Seite lag und liegt jeweils vom Standpunkt des Betrachters. Religion wird als etwas positiv und offiziell von der Gesellschaft Anerkanntes gewertet und somit auch die Taten derer, welche den Bedürftigen, die den wahren Glauben haben, auf besondere Art und Weise mit göttlichem Segen oder als Gott selbst, wie im Falle Jesu, helfen. Magie demnach wird ohne Gottes Hilfe zustande gebracht, stehen eher mit Dämonen im Zusammenhang, daher liegt die Einschätzung der jeweiligen Tat im Auge des Betrachters und ob sie in sein Konzept passt oder damit rivalisiert.

Dies kann man auch auf die Berichte der außerordentlichen Taten des christlichen Messias anwenden, denn wie im Punkt 2.1 ausgeführt, werden sie in allen Toledothfassungen, die in ihrer Schilderung der des NTs und der Apokryphen folgen, nicht als auffallende Ereignisse, die von Gläubigen als Zeichen des Heilshandeln Jahwes verstanden werden, bezeichnet, sondern als magische Zauberei, wie auch im Talmud berichtet wird „Jesus habe in seinem Leibe Zauberei aus Aegypten gebracht“. Diese kann er vollbringen, weil er den Gottesnamen aus dem Jerusalemer Tempel listig entwendet, indem er das Papier mit der Aufschrift in einer selbst zugefügten Oberschenkelwunde versteckt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Thematik der Evangelienparodie und Formulierung der forschungsleitenden Fragen zur historischen Bedeutung des Werkes.

1. Entstehung und Geschichte des Toledoth Yeschu: Darstellung der Überlieferungsgeschichte des Werkes und der verschiedenen Handschriftentypen von der Antike bis zur Neuzeit.

1.1 Der Forschungsstand zum TY: Überblick über die existierenden fragmentarischen und vollständigen Versionen sowie die Einordnung der ältesten Überlieferungen.

1.2 Die jüdische Rezeption: Untersuchung der Verbreitung des Textes in jüdischen Kreisen als Mittel zur Abwehr christlicher Missionierung und antijudaistischer Strömungen.

2. Das Toledoth Yeschu und die Evangelien: Analyse der inhaltlichen Parallelen und bewussten Umkehrungen zwischen der Parodie und dem Neuen Testament.

2.1 Das Verhältnis des TY zu den Evangelien: Betrachtung der textlichen Struktur und der Absicht, die christliche Lehre aus einer jüdischen Gegenperspektive zu hinterfragen.

2.2 Die Wundergeschichten des Jesus von Nazaret In TY und Evangelien als Gegenüberstellung: Untersuchung der Darstellung Jesu als Zauberer im Vergleich zu den Wundererzählungen der Evangelien.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Parodie als historisch gewachsene Apologie vor dem Hintergrund religiöser Rivalitäten.

Schlüsselwörter

Toledoth Yeschu, Evangelienparodie, Wundergeschichten, Judentum, Christentum, Antijudaismus, Adversus-Judaeos-Literatur, Jesus von Nazaret, Magie, Apologie, Religionsgeschichte, Mittelalter, Apostelgeschichte, messianische Bewegung, Volksliteratur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der jüdischen Evangelienparodie "Toledoth Yeschu" und deren historischem Verhältnis zu den christlichen Evangelien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte des Textes, die jüdische Rezeption in verschiedenen Epochen sowie die bewusste Umdeutung christlicher Glaubensinhalte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für die Entstehung und den Gebrauch dieses polemischen Werkes im Kontext der jüdisch-christlichen Spannungen besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die Quellenvergleiche zwischen der Parodie und den neutestamentlichen Texten anstellt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil fokussiert sich auf die Entstehungsgeschichte des Toledoth Yeschu und eine detaillierte Gegenüberstellung der dort beschriebenen Wunder mit den Evangelienberichten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Toledoth Yeschu, Religionsgeschichte, christlich-jüdische Polemik, Wundergeschichten und historische Apologie.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Wunder im Toledoth Yeschu?

Sie interpretiert diese nicht als religiöse Taten, sondern als bewusstes Instrument der Parodie, um Jesu Wirken als magische Zauberei abzuwerten.

Welche Bedeutung kommt der "Synagogen-Rumpelkammer" zu?

Sie dient als Fundort für eines der ältesten aramäischen Fragmente des Toledoth Yeschu in Kairo und belegt das hohe Alter der Überlieferung.

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Details

Title
Die jüdische Evangelienparodie Toledoth Yeschu und das Verhältnis zu den Evangelien mit besonderer Beachtung der Wundergeschichten
College
University of Cologne  (Historisches Seminar)
Grade
1,3
Author
Christine Schmidt (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V140172
ISBN (eBook)
9783640502202
ISBN (Book)
9783640501984
Language
German
Tags
Proseminararbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Schmidt (Author), 2008, Die jüdische Evangelienparodie Toledoth Yeschu und das Verhältnis zu den Evangelien mit besonderer Beachtung der Wundergeschichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140172
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