Das Schwerpunktthema dieser Hausarbeit bezieht sich auf das “Planungs und Belegungsmanagement in einem Akutkrankenhaus durch die Einführung von Case Management”.
Das Case Management übernimmt die zentrale Prozesssteuerung von der Planung bis zur Entlassung einer stationären Aufnahme. Doch wie wichtig ist das Case Management in Bezug auf die Planung und Belegung in einem Akutkrankenhaus? Im Rahmen dieser Hausarbeit ist die Verfasserin mit diesem Konflikt bzw. Problem konfrontiert worden. Zwar verläuft die Patientenzufriedenheit größtenteils optimal und einwandfrei, jedoch lässt sich feststellen, dass die Mitarbeiterzufriedenheit aufgrund der hohen Personal- und Arbeitsbelastung niedrig ist.
Um eine Lösung für diese Problematik zu finden, setzte sich die Verfasserin dieser Hausarbeit mit dem Thema der Notwendigkeit eines Case Managements in einem Akutkrankenhaus zusammen. Das Ziel ist zum einen eine optimale Personalzufriedenheit zu erschaffen und zum anderen eine gute Prozess- und Organisationsentwicklung zu gewährleisten, um letztendlich das überforderte Krankenhauspersonal bestmöglich entlasten zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Erläuterung und Ausgangssituation
2. Begriffsabgrenzung
2.1. Planung
2.1.1. Allgemeine Planung
2.1.2. Die Rolle der Teilnehmer*innen
2.2. Belegungsmanagement
2.2.1. Planung und Umsetzung
3. Organisationskonzept Case Management
3.1. Definition Case Management
3.2. Konzept des Case Managements
3.3. Einführung und Implementierung von Case Management in einem Akutkrankenhaus
3.4. Gründe für die Einführung von Case Management
3.4.1. Chaotische Abläufe vor der Einführung von Case Management
3.4.2. Vorteile einer Implementierung von Case Management
4. Resümee
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und die Vorteile der Implementierung von Case Management zur Optimierung des Planungs- und Belegungsmanagements in einem Akutkrankenhaus, um sowohl die Prozessqualität zu steigern als auch das Personal zu entlasten.
- Analyse der Grundlagen des Planungs- und Belegungsmanagements
- Definition und Konzeptualisierung von Case Management im Krankenhauskontext
- Identifikation von Schwachstellen in bestehenden Krankenhausabläufen
- Bewertung der ökonomischen und organisatorischen Vorteile durch Case Management
- Untersuchung der Entlastungspotenziale für das Krankenhauspersonal
Auszug aus dem Buch
3.4.1. Chaotische Abläufe vor der Einführung von Case Management
Für die Einführung eines Case Managements in einem Akutkrankenhaus gibt es verschiedene Vorteile. Um die Vorteile zu beschreiben, müssen zunächst die chaotischen Abläufe in den jeweiligen Gesundheitseinrichtungen, ohne Case Management, verdeutlicht werden.
Vor der Einführung eines Case Managements sprach man von einem Irrweg, welchen die Patient*innen und deren Angehörige bei stationären Aufnahmen durchlaufen mussten. (Vgl. Junk et al., 2015:13)
Bereits vor der stationären Aufnahme begann das Chaos mit verschiedensten Kontaktwegen. Patient*innen und Angehörige, sowie interne und externe Ärzte richteten ihre telefonischen Anfragen an verschiedene Kontaktstellen, wie z.B. Ambulanzen oder Sekretariate. Die Terminvergabe der stationären Aufnahmen wurde nicht zentral, sondern dezentral auf den jeweiligen Stationen geplant. Bei einer geplanten stationären Aufnahme wurden Anamnese und Behandlungsziele teilweise telefonisch mit den Patient*innen vereinbart, ohne jegliche Dokumentation.
Am geplanten Aufnahmetag mussten die ohnehin schon aufgeregten Patient*innen im Wartebereich warten, ohne zu wissen, welche Person die jeweilige pflegerische und medizinische Rolle des Ansprechpartners übernimmt. (Vgl. Junk et al., 2015:14-15).
Desgleichen wurden Nachuntersuchungen immer gegen Ende des Aufenthaltes geplant, sodass sich im schlimmsten Fall die stationären Aufenthalte von Patient*innen mehrere Tage verlängerten. Das daraus resultierte Problem lag, an der unter Zeitdruck durchgeführten Entlassung, mit der Folge von ungeplanten und nicht vorhersehbaren Wiederaufnahmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erläuterung und Ausgangssituation: Die Verfasserin beschreibt ihre praktische Tätigkeit auf einer Krankenhausstation und leitet daraus die Relevanz des Planungs- und Belegungsmanagements ab.
2. Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Planung sowie die spezifischen Anforderungen und Aufgaben eines modernen Belegungsmanagements.
3. Organisationskonzept Case Management: Hier werden Definition und Konzept erläutert sowie die Gründe für die Einführung von Case Management, insbesondere zur Vermeidung ineffizienter oder chaotischer Abläufe, dargestellt.
4. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass Case Management eine ideale Lösung zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Prozessqualität im Akutkrankenhaus darstellt.
Schlüsselwörter
Case Management, Belegungsmanagement, Akutkrankenhaus, Prozesssteuerung, Patientenorientierung, Krankenhausverwaltung, Ressourcenorientierung, Patientenaufnahme, Fallpauschalen, Personalentlastung, Prozessoptimierung, Patientenversorgung, Versorgungsmanagement, Stationäre Aufnahme, Klinikorganisation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit behandelt die Optimierung des Planungs- und Belegungsmanagements durch die Einführung von Case Management in einem Akutkrankenhaus.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Planung und Belegungssteuerung sowie die praktische Umsetzung und Effekte von Case Management in stationären Gesundheitseinrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Case Management zur Prozessoptimierung, zur Steigerung der Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie zur effizienten Auslastung von Bettenkapazitäten beitragen kann.
Welche methodische Vorgehensweise liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literatur- und Quellenanalyse, die den Ist-Zustand des Krankenhausmanagements mit modernen Case-Management-Ansätzen vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Vorstellung des Case-Management-Konzepts sowie die Analyse der Implementierung und der damit verbundenen Vorteile und Gründe für Krankenhäuser.
Welche Schlüsselwörter kennzeichnen diese Publikation?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Case Management, Prozesssteuerung, Belegungsmanagement und Personalentlastung im Kontext des Akutkrankenhauses charakterisiert.
Warum wird Case Management aus Sicht der Autorin im Akutkrankenhaus benötigt?
Die Autorin argumentiert, dass ohne Case Management die derzeitige Arbeitsbelastung aufgrund ineffizienter, oft "chaotischer" Abläufe bei der Aufnahme und Entlassung zu einer niedrigen Mitarbeiterzufriedenheit führt.
Welche Rolle spielt die Dokumentation bei der Einführung von Case Management?
Eine gesetzkonforme Dokumentation ist ein essenzieller Bestandteil des Case Managements, um Informationen transparent zu halten und die Qualität der Versorgung sicherzustellen.
Welche spezifischen Probleme entstanden vor der Einführung von Case Management?
Es entstanden Probleme durch dezentrale Terminvergaben, fehlende Dokumentationen bei Anamnesegesprächen und ungeplante sowie verzögerte Entlassungsprozesse.
- Citation du texte
- T. Ninkovic (Auteur), 2021, Planungs- und Belegungsmanagement in einem Akutkrankenhaus durch die Einführung von Case Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1401788